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(jou). Durch Zufall bin ich auf dieses Video gestoßen.

Eine Dachhautöffnung zur Ventilation ist notwendig, um für Rauch und Wärmeabzug zu sorgen. Aber sollte eine Brandbekämpfung nicht wenigstens im Ansatz auch erfolgen?

Ich sehe, ehrlich gesagt, Wasser erst fließen, als es fast zu spät ist.

So nicht!

Kommentare

12 Kommentare zu “Ventilation, Ventilation, über alles?” (davon )

  1. Towae M. am 17. März 2010 21:34

    Das sieht man eigentlich zu oft in den Berichterstattungen aus den USA. Sie haben die tollsten Fahrzeuge und Pumpentechnik, aber irgendwie sehe ich gerade bei so ausgedehnten Bränden das die Feuerwehrkollegen nie oder zu selten ein “ C-Rohr“ mit Wasser einsetzen zum Abschirmen, Eigenschutz oder gar direkte brandbekämpfung. Andere Länder andere Sitten, schon klar, aber da wundert es mich leider nicht das soviele Kollegen in Amerika ihr Leben lassen bei ähnlichen Situationen.
     
    Liege ich da Falsch ?

  2. Krischi83 am 18. März 2010 12:02

    Das sehe ich ähnlich. Man sieht sowas echt sehr häufig. Bedenken muss man nur, dass die Bauwerke ganz anders sind als bei uns und, dass es genau wie bei uns auch „schwarze Schafe“ gibt. Da die USA „etwas“ größer ist, sieht man vielleicht deshalb häufiger Videos von schwarzen Schafen?
    Ich find es beeindruckend zu sehen, was so ein bisschen Wasser aus einem C-Strahlrohr ausmacht. Wie Towae schon sagt, und man in diversen Berichten hier schon gelesen hat, die löschen so gut wie nie von außen. Doch etwas früher etwas Wasser aus dem C-Rohr und die Lage wäre wohl garnicht erst eskaliert…
    …Ferndiagnose :)

  3. jansued am 18. März 2010 17:08

    Das hier gezeigte Negativbeispiel mal beiseite – was wollt ihr den Sehen? Außenangriffsorgien mit X C-Rohren wie bei uns? Angriffstruppnassspritzen?
    Ich habe auch Videos gesehen, da wird ventiliert und kurz danach sieht man Wasser – aus dem Haus kommen..
     
    In dem Video hier sieht man übrigens eine gute CAFS oder Class-A Löschwirkung: Einmal gepinselt – schon ist Ruhe..

  4. Towae M. am 18. März 2010 17:43

    @ jansued am 18. März 2010 17:08

    Das hier gezeigte Negativbeispiel mal beiseite – was wollt ihr den Sehen? Außenangriffsorgien mit X C-Rohren wie bei uns? Angriffstruppnassspritzen?
    Ich habe auch Videos gesehen, da wird ventiliert und kurz danach sieht man Wasser – aus dem Haus kommen..
     
    Nein ,Kollege das will keiner Sehen! Es  ist doch wohl vollkommen offensichtlich das die beiden Kollegen auf dem Dach nicht plötzlich in Gefahr sind , sondern das sich die Situation entwickelt. Daher mein Hinweis mit einem C-Rohr von Aussen einsetzen und bei der Brandintensität brauchst du nicht mehr rein!! Es eght einfach darum die beiden Kollegen bei ihrer Vorgehensweise zu schützen.

  5. Max am 18. März 2010 17:57

    Schön auch, dass keiner nen Auge auf die beiden hat. Die Leiter stand da bestimmt 10-20 Sekunden im Feuer bis die mal jemand umgestellt hat..
     
    Woher wissen die eigentlich dass das Dach in solchen Situationen noch tragfähig ist? Oder wird die Gefahr eines Einbruches in Kauf genommen?

  6. MatthiasM am 18. März 2010 18:55

    Mit dem Auge des schon lang nur ehemaligen FA: Muß man bei diesem „Schachterl“ von Brandobjekt noch unbedingt aufs Dach zum Ventilieren, wenn auf zwei von vier Seiten vergleichsweise riesige Fensteröffnungen längst offen sind?

  7. Krischi83 am 18. März 2010 19:47

    Das frage ich mich auch…Zur der Taktik könnte Diggler wohl was sagen…

  8. mgrtnr am 19. März 2010 11:59

    Meine provokante These dazu:
    1. Das war keine Taktik, das war dumm!
    2. Das übrige Treiben am Boden war nicht „amerikanische Lässigkeit“ sondern unfähig.
    3. Ähnliche Fehlleistungen dürften quer über den Globus zu finden sein.
    Bleibt die Frage nach dem Restwert dieses Videos?

  9. Florian Körblein am 19. März 2010 14:43

    Vielleicht kenne ich mich im Bezug auf Ventilation zu wenig aus, aber mir stellt sich folgende Frage:

    Warum versucht man ein Loch in ein Objekt zu sägen, bei dem bereits aus 3 Öffnungen Rauch/Feuer heraus quillt?

    @jansued: Ja, die Wirkungsweise des CAFS oder Class-A Angriffes ist wirklich beeindruckend! Kurz reingehalten und Ruhe kehrt ein… 

  10. brandler am 19. März 2010 18:13

    Der späte Außenangriff lässt sich relativ leicht erklären: So lange sich jemand im Innenangriff befindet, gibts keinen Außenangriff. Punkt, Aus, Ende. Da sind die Amis ziemlich strikt und das ist in den meisten Fällen auch sehr gut so. (ich gehe mal davon aus, dass bis kurz vor der Durchzündung des OG ein IA durchgeführt wurde, bzw sich auch nach Durchzündung OG noch einige Zeit FA im EG befanden)
    Ein „bloß nassgespritzter“ Angriffstrupp ist bei gleichzeitigem IA und AA noch das harmloseste das passieren kann. Verbrühungen durch Wasserdampf, Brandausbreitung innen durch „Hineindrängen“ der Flammen in das Gebäude mit übelsten Folgen für den Angriffstrupp, etc, etc. Alles schon so passiert. Ein gut dokumentiertes und aufgearbeitetes Beispiel, bei dem ein AA mit B-Rohr in den in Vollbrand stehenden Brandraum im EG den AT im OG in schlimmste Bedrängnis brachte hat sich am 14. 01. 09 in Bad Harzburg ereignet. Bericht dazu hier: http://ff60.net/uploads/media/Abschlussbericht_Gebaeudefeuer_Bismarckstrasse_Bad_Harzburg_01.pdf
    Bei dem Einsatz sind auch weitere Fehler passiert, aber der Außenangriff hatte einen wesentlichen Anteil an der Verschlimmerung der Situation.

    Ergänzend sollte man noch erwähnen, dass sich „mal eben mit nem C-Rohr reinhalten“ in den USA auch ein bisschen anders auswirkt, da dort idR mit viel höheren Durchflussmengen, auch im IA gearbeitet wird. Da ist man eher im Bereich B-Rohr aufwärts unterwegs. Das hat dann natürlich einerseits einen schnelleren Löscherfolg als Resultat, aber anderereseits wären die Gefahren von gleichzeitigem IA und AA umso größer.

  11. diggler am 21. März 2010 02:38

    Hi

    Ich hatte dieses Video schon vor einigen Wochen gesehen und kam aus dem Kopfschuetteln nicht raus. Neben der Tatsache, dass die Dachventilation total ueberfluessig ist da das Obergeschoss offensichtlich schon voll involviert war und das einzige das Ventiliert wird der Dachboden ist, verstehe ich absolut nicht, warum da keine Schlauchleitung mitgenommen wurde (NFPA Standart for Vertical Roof Ventilation) oder wenigstens ein Trupp mit Schlauchleitung unten stand um den Kollegen den Ruecken zu Decken. Wasser war ja offensichtlich schon vorhanden bevor der trupp aufs Dach ging (Hi-Vol Leitung zum Fahrzeug klar sichbar).

    Es ist richtig, das man normalerweise kein Wasser von aussen spritzt, wenn man FA im IA hat, aber gleichzeitung MUSS man Sicherheitsleitungen in Bereitschaft haben.

    Wie gesagt, auch aus Kanada kommt nur Kopfschuetteln.

  12. shittingbull am 21. März 2010 18:42

    Den subjektiven Eindruck, den ich von der Einsatztaktik v. a. der „kleineren“ US-Feuerwehren haben, verstärkt dieses Video:

    – egal ob es noch sinnvoll ist, muss der Einsatz besonders heldenhaft sein. Das heißt, es wird auch bei in Vollbrand befindlichen Häusern ein Inneangriff gefahren oder eine Ventilationsöffnung geschaffen.

    – festhalten an althergebrachten Grundsätzen ohne wenn und aber, v. a. Innenangriff vor Außenangriff, auch wenn das Gebäude bei objektiver Betrachtung längst verloren ist.

    – Einsatzkleidung ist nicht dazu da, ordnungsgemäß getragen zu werden, sondern um besonders lässig zu wirken.
    Auch auf diesem Video glaube ich zu erkennen, dass die Helden auf dem Dach Ihre PA-Masken nicht angeschlossen haben.

    – Vernachlässigung der Sicherheit der Einsatzkräfte um nach den o. g. Gesichtspunkten vorgehen zu können.

    Wer sich in Youtube umsieht, wird viele solche Videos finden, wo Firefighter völlig unverhältnismäßigen Gefahren aus gesetzt werden. Ich weiß nicht, ob auf Eigeninitiative oder auf Befehl.

    Jedenfalls werden die Führer der Einheiten ihrer Fürsorgepflicht für ihre Männer (zumindest nach deutschen Maßstäben) in diesen Videos nur selten gerecht.

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