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Diesen (Bilder)beitrag wollte ich schon länger nachliefern. Im Februar war ich drei Tage zur Ausbildung in Schweden, und zwar bei Jimmy, der in diesem Bereich zumindest in Europa mit hunderten zerlegten, deformierten neuen LKW und Bus Lifts als der Standard gelten dürfte. Hier ein kleiner Eindruck von dieser Ausbildung, die es in dieser Form bei uns alleine wegen den Kosten nie geben wird. Man bekommt das, wofür man zahlt.

Dieser Winter war besonders kalt, und sogar die Schweden stöhnten nicht schlecht. An diesem Tag hatte es fast minus 10 Grad, konnte also durchaus als erfrischend gewertet werden. Die Teilnehmergruppe bestand übrigens fast durchwegs aus finnischen Feuerwehrleuten, dazu noch ein BFler aus Stockholm und meine Wenigkeit. Der Lehrgang hatte zwei Themen: Bus Lift und Rettung aus LKW.

Am Tag 1 ging es zunächst in den (warmen) Klassenraum, wo die Grundlagen über die Arbeit mit schweren und grossen Objekten besprochen wurden.

Ab Mittag konnten wir den ersten, einfachen Bus Lift durchführen: Bus auf Seite. Ziel: einseitiges Anheben um ca. 50cm mit Lufthebern und Keilen, so schnell und sauber wie möglich.

Anschliessend wurde die Wache in Uppsala besucht. Schönes HLF, aber ganz was anderes ist der Hägglund. Die Schleifspuren an der Plastikkarosse deuten auf ausgiebige Bewegung im Gelände hin.

Am Tag zwei ging es mit der Lage vom Vortag weiter, allerdings in einer zweiten Stufe: Anheben, stabilisieren, Kissen weiter drunterschieben, nochmal anheben. Spaß inklusive.

In der zweiten Lage lag der Bus auch auf der Seite, allerdings am Abhang. Die Abläufe sind im Wesentlichen die gleichen, nur dass hier die großen 10-Tonnen-Keilkissen zum Einsatz kommen, und die Stützhöhe wesentlich größer ist.  Auch gut zu sehen: das Gebilde ist immer noch recht stabil, wenn man ein Kissen und die Stützen entfernt.

Am letzten Tag ging’s zunächte um Bus auf Dach. vom Prinzip her das Gleiche wir Bus auf Seite, dennoch ein bisschen mehr tricky: es mangelte an Ansatzpunkte für die Kissen, und hier war ein Vorausdenken viel mehr gefordert. Denn: je nach Position des Unterbaus konnte man sich eine ideale Position der Kissen verbauen.

Nach einem kurzen Abstecher in den Klassenraum schließlich die „Krönung“: Arbeiten an einer neuen, aber deformierten LKW-Kabine. Nach ordentlicher Stabilisierung wurden Entlastungsschnitte im Vorderbau angebracht, und die A-Säulen durchtrennt. Der erste Zylinder drückte das Dach nach oben, der andere den Vorderbau nach vorne – aber nicht ohne vorher einen ordentlichen Gegenpunkt aus Unterbauklötzen zu machen.

Ganz zuletzt das große Finale mit dem Kettenzug: superschnell – insofern ausreichend Platz vorhanden.

Das sind nur punktuelle Eindrücke. Schön vor Allem, dass man ganze drei Tage miteinander ist, wenn auch Finnen nur bedingt mit südländischer Lebensfreude belegt sind :) Vom Didaktischen her bietet eine solche Veranstaltung auch ganz andere Voraussetzungen: mit wenigen Teilnehmern (12) kam man nicht umhin, richtig viel machen zu dürfen. Das ist mir wesentlich sympathischer als Großereignisse, wo man zwar nur €15 zahlt, dafür aber hauptsächlich zuschauen darf.

Das Problem hierzulande ist eher ein preisliches. Was dieser Lehrgang kostet, ist hier unvorstellbar, im Ausland aber Gang und Gäbe. Wer schon mal bei RISC war, weiss, wovon ich rede. Doch ist es das wert? Ja, und es gehört einiges dazu, die Gratis- oder Billigmentalität hierzulande zu ändern. Wie gesagt, man bekommt das, wofür man bezahlt.

Bilderstrecke bei Flickr.

Und nochmal der Kettenzug:

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