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(iw) Ich weiss nicht, ob es an- oder unangebracht ist, auch soll das keine politische Aussage sein. Vielleicht kann ich durch den – kaum vergleichbaren – Einsatz auf Haiti gerade noch im Ansatz nachvollziehen wie es sich anfühlt, mit einer „Truppe“ weitab weg von zuhause zu sein.

Heute kamen gleich drei Soldaten der Bundeswehr in Kämpfen mit den Taliban ums Leben.

Wie auch immer, es gibt, ob auf Facebook oder Twitter, sehr viel Anteilnahme seitens von Feuerwehrlern, die ich hiermit nur weitergeben möchte. Unser herzlichstes Beileid, wir unterstützen Euch wie wir können.

Kommentare

8 Kommentare zu “Kunduz: Drei Gefallene bei der Bundeswehr” (davon )

  1. Medevac71 am 2. April 2010 22:25

    Ja. Ich find’s okay, gut sogar, das hier zu finden.
    Sonst im Netz bewirken Meldungen von gefallenen Soldaten immer direkt die Frage der Sinnhaftigkeit des/solcher Einsätze – aber darum gehts ja garnicht. Da sind 3 Menschen gestorben und 5 schwer verletzt worden, das können Nachbarn oder Bekannte sein, vielleicht waren sie ja auch FF’ler oder in sonstigen „zivilen“ HiOrgs tätig.
    Wenn Feuerwehrleute, Polizisten oder Soldaten im Dienst sterben, dann ist das höchstens 2 Wochen in den Medien (ähnlich wie Amokläufe). Wie lang ging der „Hype“ des Todes Michael Jacksons um die Welt?  – ich finde „unsere“ sind „größere Helden“/bzw „auch Helden“, denen mehr Beachtung und Aufmerksamkeit zu Teil kommen sollte, als es zZt der Fall ist. Darum finde ich es gut, dass man das hier auch auf ner Feuerwehrseite finden kann.

  2. jansued am 2. April 2010 22:31

    Das ist auch eine Einstellung vieler US-Amerikaner, die ich kenne: Ja, über den Sinn des Krieges kann man sicher diskutieren, aber es sind unsere Jungs, die verletzt und getötet werden. Die und deren Familien brauchen Solidarität.
    Hier bricht jedesmal eine Grundsatzdiskussion los und je weniger Ahnung die Leute haben, um so lauter sind sie…

  3. Christian Wagner am 3. April 2010 01:16

    Wie Jan schon sagte: Über Sinn oder Unsinn kann man streiten. Ich find’s super, dass du das Thema aufgreifst, Irakli!

    Ich habe einen Bekannten, der letztes Jahr mitten im Geschehen war. Was der erzählt, es ist unglaublich. Die Zustände vor Ort sind unbegreiflich. Einige Beispiele: Es werden Hubschrauber gestellt, für die es keine Piloten gibt. Oder Fahrzeuge beschafft, die viel zu schwer und zu groß für Afghanistans Straßen sind (aber vermutlich günstig und man hat ja was getan). Feindliche Kugeln müssen mitgenommen werden, um belegen zu können, dass man wirklich zur Verteidigung gehandelt hat: Verdammt, das da unten ist Krieg! Da sterben nun einmal Menschen. Gut, wenn es Taliban sind und keine deutschen (oder anderen) Soldaten.

    Er will anrufen und fragen, ob Bekannte von ihm in das Gefecht verwickelt waren.
    Eins sollte klar sein: So darf es doch nicht weiter gehen. Entweder müssen unsere Jungs da unten mehr Unterstützung erfahren oder wir müssen den Einsatz aufgrund von Unfähigkeit (und noch mehr politischem Unwillen) als verloren beenden.

    Natürlich gehört für einen Soldaten (genauso wie auch für die Feuerwehr) das Leben mit zum „Risikokapital“ im Beruf. Das Menschen sterben und sich dennoch kein Fortschritt zeigt, sie also umsonst fallen, darf aber doch nicht sein!

    Ich fühle mich immer so ohnmächtig in solchen Momenten…

  4. firebuff911 am 3. April 2010 09:20

    Natürlich ist es schlimm, wenn Menschen getötet werden, und man soll auch den Familien der Bundeswehrangehörigen sein Beileid aussprechen, völlig einverstanden! Aber wer hat den Angehörigen der 50 oder 100 Afghanen sein Beileid ausgesprochen, die im September auf Befehl eines deutschen Oberst getötet wurden? Man weiss nicht mal genau wieviele Menschen dort gestorben sind! Sind deren Leben weniger wert als die deutscher Soldaten? Hat man nicht gesagt man sei in Afghanistan, um diesen Leuten zu helfen? Deswegen bin ich nicht glücklich über Vergleiche zwischen Feuerwehr und Bundeswehr, wie z.B. das „weg von Zuhause“. Während FW eine hilfreiche, unumstrittene Sache ist, die vorbehaltlos von jedem unterstützt werden kann und soll, ist das bei BW keineswegs so klar, auch in der Breite der Bevölkerung nicht.

    Auch wenn heutzutage oft dieser Eindruck entsteht: Das Militär ist keine Hilfsorganisation. Der US-amerikanische Autor und Blogger Jerry Pournelle hat es (im Zusammenhang mit dem Erdbeben auf Haiti) so ausgedrückt: „… the US Military does not exist in order to respond to disasters. The primary purpose of a military organization is to kill people and break things“. Angehörige von Hilfsorganisationen begeben sich in Gefahr, um Menschen zu retten und Sachwerte sicherzustellen. Angehörige des Militärs begeben sich in Gefahr, um Menschen zu töten und Sachwerte zu zerstören, auch wenn damit oft andere Menschen und andere Sachwerte geschützt werden sollen. Für das eine kann ich mich begeistern, für das andere nicht.

    In Deutschland sind Feuerwehr und bewaffnete staatliche Organe viel klarer getrennt als in vielen anderen Staaten. Das hat seinen Ursprung in der Tradition der Freiwilligen Feuerwehren des 19. Jahrhunderts, die als zivile, demokratische Gegenorganisation zu den Einrichtungen der Fürsten gegründet wurden. Und es wurde in der jüngeren Geschichte genau zweimal unternommen, diese Trennung aufzuheben. Darum finde ich man kann nur bei jeder Gelegenheit daran erinnern dass das zwei verschiedene Dinge sind, bei denen es in manchen Dingen Parallelen gibt, die aber aus gutem Grund getrennt sind.

  5. Irakli West am 3. April 2010 09:27

    Mit ist klar, dass das Thema polarisiert. Ich würde Euch bitten, die politische Diskussion woanders zu führen. Hier geht es nur um die Unterstützung für die Soldaten.

  6. Michael Ochs am 3. April 2010 09:39

    Beileid den Angehörigen…

  7. Gonzo am 3. April 2010 12:51

    Ich denke wir sollten ganz klar einmal die Fakten betrachten. Es gibt zwischen Feuerwehr und BW ganz klare Gemeinsamkeit. Beides ist Freiwillig.
    Egal ob mann es als Beruf / Ehrenamt / macht.  Was der Riesen große Unterschied ist,  Das wir leben Retten und die es Zerstören. Notwendig oder nicht steht auf einem anderen Blatt.  Für mich gehört die BW da nicht hin. Unsere Armee ist mal aufgestellt worden um unser Land zu verteidigen. Ich kann mich noch düster an Sätze erinnern das es nur eine Verteidungsarmee ist!?

  8. Irakli West am 3. April 2010 13:23

    So, ich sperre die Kommentare.

    Wenn eine Gesellschaft ihre Bürger irgendwo hinschickt, dann hat sie auch für Unterstützung für den einzelnen zu sorgen. Dazu gehören auch Beileidsbekundungen einzelner.

    Über Sinn- oder Unsinn, Fähigkeit und UNfähigkeit von Politik und Bundeswehr bitte in einem passenderen Rahmen diskutieren als hier.

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