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(iw) Der nächste Vortragstermin steht fest: am 25.05. geht’s um „Big Lift“ in Berchtesgaden (Infos und Tickets hier). Vorgestern ging die erste runde über die Bühne, und zwar in Vilseck. Vielen Dank nochmal an Gastgeber und Gäste!

Ich musste feststellen, es ist nicht ganz einfach, Feedback vor Ort und Stelle zu bekommen. Kein einfaches Thema :) Dennoch gibt es Rückmeldung, die primär bei Facebook zu finden sind (Review, Feedback). Auch hier vielen Dank, ich werde mir das zu Herzen nehmen. Man sieht sich also am 20.05. in Gronau / Hessen oder in Berchtesgaden. Der Juni ist in Planung, wie es aussieht geht es nach Nonnenhorn (BY) und Göppingen (BW). Infos folgen.

Hier das Feedback (anonymisiert):

Negativ:

– zu viele Videos. Diejenigen, die so eine Veranstaltung besuchen sind sich der Situation bzw. des Themas bewusst, wissen was passieren kann und wollen Lösungsvorschläge fürs Herangehen an die Sache

– wirklich wichtige Informationen wurden beiläufig erwähnt (z.B. runterdrücken des PKW statt anheben des LKW wurde vielen nicht ausführlich genug vorgestellt)

– die Vorstellung des Personalansatzes ist viel zu kurz gekommen

– das benötigte Material wurde praktisch gar nicht vorgestellt. Viele hatten sich die Information erhofft, was sie auf einem HLF mitführen müssen, um so einen Einsatz bearbeiten zu können (a la ihr habt zwei Büffelheber, die schaffen dieses Gewicht, ihr braucht 1 + x Hochdruckhebekissen mit den Maßen a*b*c, 1 Satz Rüsthölzer aus x Hölzern mit den Maßen a*b*c, 1 Satz Paratechstützen). Evtl kannst du da was ins Hand-Out mit rein nehmen (Mindestempfehlung bezüglich Ausstattung), würde dir auf jeden Fall massiv Pluspunkte bei den meisten Veranstaltungsteilnehmern bringen (ggf. mit der Unterteilung Material um nur auf einer Seite anzuheben und Material um parallel auf zwei Seiten arbeiten zu können). War so der Hauptkritikpunkt bei den Gesprächen die ich mitbekommen hab (das Fehlen der klaren Information was unsere Normbeladung kann und mit was sie ergänzt werden muss, wenn man sich des Themas annehmen will; dabei die einhellige Meinung, dass das benötigte Material auch auf zwei Fahrzeuge aufgeteilt werden kann, weil ja immer zwei Wehren alarmiert werden)

Positiv:

– das „Spielen“ mit den kleinen LKW und den Bauklötzen, um zu sehen wie sich der LKW verhält wenn man an verschiedenen Punkten ansetzt

– verständliche Erklärung der Gewichtsverteilung und wie man diese schnell abschätzen kann

– Vorstellung der Leistungsgrenzen des Abstützens mit Holz (hat sich vorher noch keiner Gedanken drüber gemacht, dass das auch mal nachgeben könnte oder ab 1 Meter Stapelhöhe unstabil werden kann ;)

– Vorstellung des Kraneinsatzes mit seinen Vor- und Nachteilen (war bis heute nicht bekannt, dass beim Anheben eines Fahrzeugs mit einem Kran die darunter liegenden Personen getötet werden können)

– leider zu kurz geratene Vorstellung des Personalansatzes (die Leute sind es halt einfach gewohnt, dass auf der Folie der Truppname erscheint und darunter aufgelistet wird, was dessen Aufgaben sind ;) mit einem „Safety-Officer“ (dieser Posten wird sich in Deutschland hoffentlich nicht nur im THL-Einsatz durchsetzen ;)

Zu guter Letzt noch mein persönliches Fazit:

Aus der Veranstaltung nehme ich mit, dass
– Kreuzverbau mit Kanthölzern möglichst nicht höher als 1 Meter werden sollte, die Enden der Hölzer überstehen sollten und je durchgehende Säule 1,25 Tonnen bei vierfacher Sicherheit (also bis zu 5 Tonnen) getragen werden
– bei LKW oder Bus 10 Tonnen Gewicht je Achse veranschlagt werden (Ausnahme Schwertransporter) und falls möglich der Fahrer zum Gewicht befragt wird
– das zu stemmende Gewicht abhängig vom Anschlagpunkt und der Lage des LKW ist und sowohl Hebe- als auch Unterbaumaterial für das Gewicht geeignet sein müssen
– ein Kraneinsatz lebensgefährlich ist, wenn sich Personen unter der Last befinden
– wir derzeit eine solche Lage nicht stemmen können, weil es an Material fehlt

Und Stimmen dazu:

Die Präsentation alleine ist auf jeden Fall auch sehenswert und informativ, kann aber mit der Praxis (Big Lift) natürlich nicht „mithalten“. Die Präsentation würde ich aber gerade der „führenden Fraktion“ empfehlen, da …man mit diesem Wissen doch viele Lagen von Anfang an besser (oder überhaupt erst) beurteilen kann.

Der Vortrag ist auf jeden Fall empfehlenswert. Die Problematik und auch entsprechende Lösungsansätze wurden gut aufgezeigt. Weiterhin wurde den Teilnehmern (zumindest mir) die Angst vor „großen Teilen“ genommen. Weiter So!!!

Das Seminar „Stabilisieren und Heben von LKW und Bus nach VU“ zeigte sehr gut die Problematik bei diesen Lagen auf und hilft einem Lösungsansätze für diese seltenen Lagen zu finden.

…freue mich auf die nächsten Veranstaltungen!

Kommentare

Ein Kommentar bisher zu “Neuer Termin Vortrag: Berchtesgaden, 25.05.” (davon )

  1. Cimolino am 25. April 2010 09:34

    Hallo,

    vorweg, ich war nicht dabei…

    Grundsätzlich ist es bei allen Ausbildungen/Übungen sehr schwer, sich auf eine gemischte Teilnehmergruppe einzustellen, die dem Lehrgangsleiter unbekannte – ggf. sogar noch höchst unterschiedliche – Vorkenntnisse aufweisen.

    Es ist ausserdem völlig unmöglich, in einem, zwei oder drei Tagen ein Grundlagentraining mit den gewünschten Inhalten (von Fahrzeugausstattung, Geräteeignung, über Taktik beim Retten und Anwendung aller Werkzeuge bis hin zum Abstützen, sowie ggf. noch fahrzeugtypische Besonderheiten) zu vermitteln!

    Fachlich:
    Die Achslast von LKW würde ich mit 12 t bemessen! (Ausser der ist leer oder ein kleinerer.)
    Bei SLT und Kränen geht das ggf. auch schwerer – und bei Baustellen-LKW die beladen sind auch….

    Umfangreiche Ausstattungsempfehlungen geben wir in den THL-Büchern der Reihe http://www.einsatzpraxis.org.

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