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(cl). Gestern war es eine Meldung bei den Kurznachrichten. Auf der FDIC in Indianapolis wurde ein Fire-Truck mit Erdgasmotor vorgestellt.

Mit freundlicher Genehmigung von Firegeezer können wir den Blogpost hier veröffentlichen, natürlich in deutsch:

Der amerkanische Aufbauhersteller HME, Inc. hat auf der Feuerwehrmesse FDIC in Indianapolis das erste Feuerwehrauto mit Erdgasmotor vorgestellt.

Der „Rapid Attack Truck“ ist auf einem für amerikanische Feuerwehrverhältnisse kompakten Fahrgestell aufgebaut. Der Aufbau ist aus Edelstahl gefertigt und beinhaltet u.a eine Pumpe mit einer Leistung von ca. 2.800 l/min, einen 1.900 l-Tank, ein Hydraulikaggregat und ein Schaumzumischsystem.

Angetrieben wird das Fahrzeug von einem Westport Cummins Erdgasmotor. Über 20.000 dieser Motoren versehen weltweit ihren Dienst in Stadtbussen oder Müllfahrzeugen. Kunden berichten von geringerem Ölverbrauch, verbessertem Leerlauf, längeren Serviceintervallen und geringem Verbrauch.

Der 8,9 Liter Erdgasmotor hat eine Leistung von 320 PS und einen Drehmoment von ca. 1.300 Nm. Die Abgas-Grenzwerte der US-Umweltschutzbehörde und der Californian Air Resources Board für das Jahr 2010 werden mit diesem Motor ohne für Diesel-Motoren notwendige Diesel-Zusatzstoffe oder Spezial-Katalysatoren erreicht. Das Abgassystem besteht aus einem einfachen, wartungsfreien 3-Wege Katalysator, der die von der Umweltschutzbehörde erlassenen Anforderungen erfüllt.

Eine weitere Innovation (für Amerika) ist eine Zusatzstromversorgung, die dafür sorgt, dass beim Leerlauf der Hauptmotor nicht laufen muss.

„Dies ist ein Meilenstein für die Feuerwehr.“ erklärte der Marketing-Direktor des Herstellers, Dave Fornell. „Nicht allein das wir ein maßgeschneidertes Fahrzeug für medizinische, Rettungs- und Feuerwehreinsätze der heutigen Zeit vorstellen, wir können auch die Vorgabe nach einem umweltfreundlichen und sparsamen Fahrzeug erfüllen“.

Mike „FossilMedic“ Ward

In Deutschland scheitert das Betreiben von Großfahrzeugen mit Erdgas an zwei Problemen. U. Cimolino kommentierte den ersten Beitrag in den News dazu gestern.

1. Das Mehrgewicht wird zum Problem bei Feuerwehraufstellflächen und -zufahrten.

2. Wie betanke ich ein solches Fahrzeug während des Einsatzes.

Ausserdem bleibt die Frage der Tankplatzierung. So schön wie bei Erdagsbussen auf dem Dach geht es nicht, weil wir dort bekanntlicherweise unsere Leitern unterbringen, also müsste wertvoller Platz im Aufbau geopfert werden.

Bei Kleinfahrzeugen sollte es kein Problem sein. Im Bereich ELW, KdoW oder bei reinen Versorgungsfahrzeugen setzen unterschiedliche Städte [z.B. Erlangen und Eschborn], schon auf den Erdgasantrieb.

Langfristig muss sich auch „die Feuerwehr“ Gedanken über alternative Antriebe der Fahrzeuge machen. Vielleicht sollten wir auf Elektroantrieb setzen. Strom können wir ja selbst machen ;-).

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