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(cl) Schon seit mehreren Jahren wird in Hessen überlegt, wie man die Attraktivität einer aktiven Feuerwehrkarriere steigern kann.

Im Moment gibt es einige Alleingänge von Städten und Gemeinden, die z.B. einen Zuschuss zur Riesterrente geben oder Gelder aus einer kommunalen Rente auszahlen wollen. Auch die Stadt Bad Homburg plant so etwas, hatte sogar schon 50.000€ in den diesjährigen Haushalt eingestellt. Nun wurden die Pläne aber vom Stadtparlament vorerst auf Eis gelegt. Man wolle auf eine landesweit einheitliche Regelung warten. Die Landesregierung plant ab 2011 eine „Jubiläumsprämie“, die an Feuerwehrleute nach einer bestimmten Dienstzeit (10, 20, 30 Jahre) ausgezahlt wird.

Großer Nachteil der Alleingänge der Kommunen ist, dass ein Feuerwehrangehöriger bei einem Wohnortwechsel seine Ansprüche verliert, selbst wenn er nur eine Gemeinde weiter ziehen würde. Die Motivation in der neuen Feuerwehr aktiv zu werden sinkt dadurch. Auch Finanzierungsproblemen dürften eine Rolle spielen. Wenn Spielplätze und Büchereien geschlossen werden, wird auch kein Geld für eine „Feuerwehrrente“ da sein.

[Usinger Anzeiger] [Frankfurter Rundschau]

Kommentare

2 Kommentare zu “Rente? Prämie? Zuschuss? Belohnung des Ehrenamtes” (davon )

  1. pmew am 29. April 2010 14:27

    Obwohl ich mich persönlich bei einer finanziellen Unterstützung icht wehren würde, glaube ich nicht, dass das der richtige Weg ist. Es wäre schon traurig, wenn in unserer ohnehin schon sehr kapitalistischen Welt sogar beim Ehrenamt finanziell gelockt werden muss. Außerdem ergeben sich viele weitere Nachteile: Knappe Staatskassen werden weiter belastet; andere Organisationen, die auf das Ehrenamt setzen (müssen) geraten unter Druck; vermutlich Verschlechterung des Images der Freiwilligen Feuerwehren („Jetzt werden die fürs Saufen auch noch bezahlt!“); u.v.m.

    Meiner Meinung nach wäre das Geld besser in Marketingkampagnen, modernisierter Ausrüstung und einer verbesserten Unfallversicherung für Feuerwehrler investiert.

    Auf jeden Fall kein leichtes Thema angesichts leerer Kassen und Mitgliedermangel bei den FF’s.

  2. Geza Grün am 29. April 2010 16:00

    Diese Belohnung oder Prämie wird nie eine Bezahlung werden, wie sie der sog. „freiwillige Polizeidienst“ erhält.
    Diese Prämie ist wieder mal mit Schwung an der Zielgruppe vorbei.  Genauso wie jeder Riesterzuschuß, jede Altersvorsorge, Lebensversicherung usw. Die Zielgruppe für die Feuerwehr ist 16 bis 22 Jahre alt, zu 80% männlich und kommt zum größeren Teil aus handwerklichen und technischen Berufen  jeder Bildungsschicht. Bisher habe ich mit einer Ausnahme von keiner Aktionen gelesen, die diese Zielgruppe interessieren könnte.
    In diesem Alter plant keiner für seine Rente oder für in 30 Jahren. Nicht mal 10 Jahre sind für die meisten greifbar. Für mache ist Montags das Wochenende unbeschreiblich weit weg.
    Im Main-Taunus-Kreis läuft gerade an, dass „die Feuerwehr“ im Form vom Kreis, Jugendliche beim Führerschein finanziell unterstützt. Ich denke, der Führerschein ist bei der Zielgruppe DAS Thema Nr. 1 (naja, vielleicht Nr. 2). Es geht auch nicht um einen Feuerwehr-Führerschein zum LFs fahren. Es geht um den privaten PKW Führerschein, den jeder – zumindest in der Zielgruppe – haben will.
    Problem dabei: die „Altgedienten“, die sich gerne mit einer 30-Jahres Prämie selbst auf die Schultern klopfen würden, gehen dabei leer aus.
    @pmew:
    Mit Hilfe von einigen Contra-Feuerwehr eingestellten Politikern haben wir es geschafft, hier regelmäßig in der Presse erwähnt zur werden. Zusätzlich sind wir bis heute fast genauso viele Einsätze gefahren wie über 2009 verteilt. Leider fängt bei vielen Feuerwehren die Öffentlichkeitsarbeit erst mit irgendwelchen Veranstaltungen und Festen an.
    Auf den Punkt gebracht: der Steuerzahler hat das Recht zu erfahren, was mit seinem Geld passiert.
    Ein Grundsatz im Eventmarketing ist, dass man sich vorher klar sein muss, ob die nächste Veranstaltung zum Geld verdienen oder der Imagepflege dienen soll. Dieser Grundsatz wird bei den meisten Feuerwehren missachtet.

    So reißt ein „1. Mai Frühschoppen“ mit dem Hintern ein, was man das ganze Jahr aufbaut.

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