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(dj). Die Edmonton Fire Rescue Services haben 25 Pump Trucks über das gesammte Stadtgebiet verteilt. Diese Pumps dienen als Erstangriffsfahrzeuge und sind i.d.R. mit 1/3 besetzt. Ausnahmen sind hier nur die sogenannten „single rig stations“ ( Wachen mit nur einem Fahrzeug) die mit 1/ 4 Besatzung fahren.

(Bild 1)

Die Fahrzeuge selbst kommen seit 7 Jahren von der Firma Smeal und werden alle auf dem selben Spartan Gladiator Fahrgestell aufgebaut (Bild 1).

Es gibt noch vereinzelt ältere Fahrzeuge von E-One (Bild 2), die aber in den nächsten 2 Jahren ausgemustert, bzw. als Ersatzfahrzeuge eingesetzt werden.

Alle Smeal Pumps verfügen über dieselbe zweistufige Feuerlöschkreiselpumpe (Bild 3) mit einer Förderkapazität von 5000 Litern in der Minute bei einem Nenndruck von 500 bis 1000 Kpa (etwa 5 bis 10 Bar). Die zweistufigen Pumpen können nur stationär betrieben werden, d.h. Pump & Roll funktioniert nicht.

Die Fahrzeuge sind mit einer Vielzahl von Pumpenabgängen versehen, wobei die meisten an schon vorgekuppelten Schlauchleitungen angeschlossen sind (Bild 4).

(Bild 2)

Die „Jump Line“ ist im Frontstossfänger (Bild 5) eingebaut und ist mit zwei 44mm x 15m Schlauchleitugen und einem Akron Strahlrohr versehen.

Die „Jump Line“ wird i.d.R. nur bei Abfallcontainerbränden oder kleinen Flächenbränden eingesetzt. Es besteht hier die Möglichkeit ein Netzmittel hinzu zu geben.

Die größte Anzahl an Pumpenabgängen befindt sich auf der Beifahrerseite hinter der Manschaftskabine. Dort gibt es vier 44mm Abgänge die jeweils mit verschiedenen Schlauchlängen versehen sind ( 3 x 15m; 4 x 15m; 5x 15m; 5x 15m) und einen 65mm Abgang mit ebenfalls 5x 15m Länge. Drei dieser Abgänge (alle mit 5 Schlauchlaengen) haben die Möglichkeit der Netzmittelzugabe.

Es gibt auch noch weiter Abgänge an der Pumpenbedienstandsseite und eine am Fahrzeugheck, die jedoch nur recht selten genutzt werden.

Das Fahrzeug verfügt auch noch über einen Dachmonitor der bis zu 3600 Litern in der Minute abgeben kann.

Das Fahrzeug verfügt über insgesammt 6 Sitzplätze mit 5 eingebauten Pressluftatmern (in Edmonton SCOTT), einer Ladestation für eine WBK (Standart Beladung für alle EFRS Fahrzeuge) und Funkgeräte für jeden Firefighter. In der Manschaftkabine befinden sich des Weiteren: Handlampen (Pelikan), Stadtkarten, ein Laptop Computer mit Navigationssystem, medizinische Handschuhe, Handreiniger und Dokumente für BMZ usw.

(Bild 5)
(Bild 4)
(Bild 3) Der Pumpenbedienstand wuerde einen eigenen Bericht erfordern, aber kurz gesagt: es sieht komplizierter aus als es ist.

Hier eine Auflistung der Ausrüstungen und Geräte die auf unseren Pumps verlastet sind (nicht 100% vollständig):

Compartment 1: 1 – CO2 Feuerlöscher; 1 – ABC Pulverlöscher, 1- Fangleine mit Beutel, 3- Verkehrsleuchtstaebe, 1- Satz Spikes fuer die Schuhe des Maschinisten.
Compartment 2: verschiedenen Holzkeile (20),Verteiler und Übergangsstücke, Wassermonitor Ständer, Schaumaufsätze, Schlauchtrageriemen, Abdichtungsmaterial (plug & dike), Sicherheitsleinen, Absperrbänder, Bateriewerkzeuge (in seperatem Beutel) und verschiedenen Kupplungsschlüssel.
Compartment 3: Wasser und Gatorate Flaschen, Saugkorb, Feuerwehrbeile, Reservekanister (Benzin), Kupplungsschlüssel, Plasticplanen, Kurze Hi Vol Schläuche (7m), Belüftungsventilator, eine Beutel mit Schlüsseln und Werkzeugen um die Hi Vol Schlauchleitung mit dem Verbindungsventil (Big Gate) an Ueberflurhydranten anschließen zu können.
Compartment 4: Saugleitung (5m), Piercing Nozzle, Graspatschen, Plasterhacken,
Compartment 5: Grasfeuerausrüstung (mach ich auch mal Bilder und Bericht), Verkehrsleitkegel, Eimer mit Sand, Netzmittelkanister,
Dach: 300m (20x 15m) sogenannter Hi Vol Schlauch mit 150mm Durchmesser und Storz Schlauchkupplungen, Dachmonitor mit 3600 liter/min,

Compartment 6: Einreisshacken, zweiteilige Schiebleiter, Atic Leiter (Faltleiter), Dachleiter (Roofladder),
Compartment 7: 2- Lampen, Verlängerungskabel, Hydraulikkabel, Schüppe, Spaten, Pulaski Tool, Beile, Haligan Tool, Brechstangen, Hydraulikagregat, Kombi Tool – Schere – Spreizer, Telescopic Ram (Rettungszylinder), Unterbaukeile,
Compartment 8: Hi Rise Kits (noch etwas das ich vorstellen kann), GSG Kit mit Abfallbeuteln (extra stark), Absorb Kissen und Socken, Behalter mit Oelbindemitteln und Sodium Bicarb (Bateriesaeuere), Besen, Desinfekt Spray
Compartement 9: Der am meisten benutzte Geräteraum mit AED, Beatmungs Rucksack und Verbands Rucksack, Decken, Einmalanzuege und Gummihandschuhe, Hunde und Katzen Sauerstoffmasken (!!), Sauerstoff Reserveflasche, Plastikfolien, Handdesinfekt,

Soviel zu der Beladung der Pumps. Ein Vergleich mit deutschen (H)LF’s überlasse ich gerne jemandem anderen, wobei ich glaube mich zu erinnern, dass die (H)LF’s mehr Beladung hat als unsere Pumps. Die Ergänzung mit Rettungsmaterial kommt hier immer in Form eines Rescue Trucks.

Das nächste mal werde ich dann versuchen zu beschreiben wie wir diese Pumps einsetzen und wie unsere Führungsstrucktur aufgebaut ist. (Autor: dj, ww.fwnetz.de)

(Ich möchte mich noch für die schreckliche Aufteilung des Berichtes entschuldigen. Irgend wie komme ich nicht mehr mit dem Editing Programm klar. Vielleicht kann da ja mal jemand helfen den Bericht besser aussehen zu lassen. sc oder iw vielleicht? Ich hoffe jedoch, das die Information trotzdem rueber kommt. Edit: sc)

Kommentare

Ein Kommentar bisher zu “Edmonton Fire Rescue Services – Smeal Pumps und deren Ausrüstung” (davon )

  1. diggler am 6. Mai 2010 17:55

    Aah jetzt ja, das sieht doch schon viel besser aus. Danke!

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