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(no) Einsatzberichte. Von diesen leben die meisten Feuerwehrwebsiten der Freiwilligen Wehren. Wurde die Wehr per Sirene alarmiert, sieht man in der Websitestatistik schnell die Besucherzahl rasant ansteigen. Ist jedoch längere Zeit Ruhe in der Gemeinde oder Stadt, dann ist schon einmal Ebbe angesagt.

Natürlich gibt es bei der Einstellung solcher Berichte einiges zu beachten.

Immer wieder und vor allem immer häufiger sehe ich auf verschiedenen Feuerwehrwebsiten Karteneinbindungen. Einerseits achtet man haarklein auf die Verpixelung von Gesichtern oder Autokennzeichen, aber man bindet eine Karte ein mit den fast genauen Adressdaten des Einsatzortes.

Wie steht ihr dazu? Nutzt ihr auch Kartenmaterial zur Dokumentation eurer Einsätze oder würdet ihr euch freuen, dies auf mehreren Websites sehen zu können?

Kommentare

12 Kommentare zu “Einsatzberichte auf Feuerwehrwebsiten” (davon )

  1. DomDom am 5. Mai 2010 22:03

    Ich sehe weniger das Problem der Darstellung von Einsatzorten auf der Karte, vielmehr in der Verbindung mit den zugehörigen Informationen.
    Natürlich kann ich den Vollbrand einer Lagerhalle angeben. Aber was sagt die Verschwiegenheitspflicht(§203 StGB) dazu, eine Kartenmarkierung mitsamt der Angabe „Türöffnung“ zu erstellen?
    Persönlich schreibe ich bei Einsatzberichten (für First-Responder-Einsätze) die Uhrzeit und den Ortsteil auf. Rechtlich gesehen könnte man wohl den genauen Einsatzort mit Straße und Hausnummer angeben, denn diese Fakten können dem Bürger schließlich auch anders bekannt werden. Aber wer würde schon gerne jeden lesen lassen, wann der Rettungsdienst bei einem daheim war? Bei einem Einsatz an einem öffentlichen Ort hingegen würde ich auch ein paar Worte schreiben, die durch Dritte ersichtlich waren. Die Anonymität des Betroffenen dürfte dadurch ausreichend gewahrt werden.

  2. Niklas Obermeier am 5. Mai 2010 22:13

    Das ist eigentlich genau der Punkt den ich meinte. Aber auf den Websiten, auf denen ich das bisher gesehen habe, war das bei jedem Einsatz! Ich möchte auch nicht, dass ich auf einer Karte mit dem Ort zu finden bin, wenn ich einen Suizid ankündige.
    Klar. Wenn der Einsatz da ist, wo sowieso jeder vorbeikommt, dann gerne Karte und Ort/ Uhrzeit. In unserem KFV haben wir für unsere Inspektion eine Einsatzliste angefertigt. Wir veröffentlichen da Datum, Uhrzeit, Einsatzart, Einsatzort (aber nur Stadt oder Teil) und die alarmierten FFs.

  3. Philipp am 5. Mai 2010 23:06

    Also von Einsatz zu Einsatz unterschiedlich, je nach Art/Stichwort.
    Bei einem Feuer oder etwas, was lange dauert und halbwegs interessant ist (so das Bilder gemacht werden) und diese dann veröffentlicht werden. Wird die Straße genannt. Bei Ölspuren usw auch.
    Hausnummer wird nie genannt.
    Firmennamen werden nur genannt, wenn die Firma direkt damit in Verbindung steht.
    Bei Suiziden, ungewöhnlichen (!) Amtshilfen, FirstRespondern wird eher allgemein geschildert, wieso die Kräfte ausgerückt sind (z.B. medizinischer Notfall), dafür keine Nennung der Straße.
    Karten werden nicht verwendet. Lediglich über die automatische Anzeige im internen Google-Kalender, in dem Straßensperrungen usw eingetragen sind. Zugriff darauf nur für die Einsatzabteilung über HP

  4. Geza Grün am 6. Mai 2010 00:10

    Adressdaten fallen nicht grundsätzlich unter Datenschutz – auch wenn wir in einem Land leben, dass gegen alles was die Firma Google macht, meint ein Gesetz erfinden zu müssen.
    Man sollte Namen und Diagnosen nicht veröffentlichen. Wenn die Feuerwehr bei Szuiziden oder entsprechenden Versuchen zum Einsatz kommt sollte man meiner Meinung nach komplett auf Veröffentlichung verzichten.
    Für Unternehmen kann ein Feuerwehreinsatz eine negative öffentliche Wirkung haben. Man sollte sich im Hinterkopf behalten, dass die örtlichen Unternehmen oft wichtige Quellen für Gewerbesteuern sind. Wenn wir veröffentlichen, was die Tätigkeit der Feuerwehr war, sind wir wohl ausreichend unserer Auskunftspflicht nachgekommen. Bezüglich der Ursache sollte man an das Unternehmen verweisen.
     
    Mich interessiert was anderes:
    Nach Beamtenrecht, unter das auch ehrenamtliche Feuerwehrleute fallen, darf sich lediglich der Amtsleiter, also der Leiter der Feuerwehr gegenüber der Presse äußern.
    Eine Ausnahme sind Pressesprecher, die von der vorgesetzten Behörde – in den meisten Fällen dürfte das der Bürgermeister sein – eine entsprechende personenbezogene Erlaubnis bekommen haben.
    Wer hat eine solche Erlaubnis?

  5. Christian Lewalter am 6. Mai 2010 05:59

    Ich persönlich gebe bei Einsätzen nur den Straßennamen an. Auch bei dringenden Türöffnungen oder ähnlichem. Darin sehe ich auch kein Problem. Hausnummern gebe ich nicht an. Es kann ja jeder sehen, in welcher Straße die großen roten Autos geparkt haben. Vor Veröffentlichung der Bilder frage ich den Grundstücksbesitzer, ob er einverstanden ist.

  6. frank.recktenwald am 6. Mai 2010 06:42

    Wir verwenden ebenfalls eine Kartendarstellung auf unserer Seite. Ich sehe das als unproblematisch, da wir den Marker nur ungefähr setzen, nicht punktgenau auf das Haus.

    @Geza: Bei uns ist das so geregelt. Ich habe offiziell vom Bürgermeister diese Ermächtigung.

  7. maos am 6. Mai 2010 19:38

    Hausnummern sollten absolutes Tabu sein. Wenn es in einer Firma brennt und das am nächsten Tag in 5 verschiedenen Zeitungen steht wird wohl niemand was sagen, bei BMA sieht das Ganze schon anderst aus.
    Bei uns wird sowohl mit Adressnennungen als auch mit Bildmaterial äusserst sensibel umgegangen. Ich musste mich anfangs zwar so manches mal überzeugen lassen, mittlerweile stehe ich allerdings voll dahinter.
     
    @geza
    Dein letzter Absatz interessiert mich. Hast du dazu nähere Informationen, bzw. kannst du mir sagen wo und wie das genau geregelt ist?

  8. Geza Grün am 8. Mai 2010 18:20

    @ mao:
    Maßgeblich dürfte der §67 des Bundesbeamtengesetzes sein. Das wird meist noch auch Landesebene und auf kommunaler Ebene ergänzt oder geregelt.
     

  9. bigthoom am 1. Juni 2010 20:17

    Verhältnismäßigkeit ist das Zauberwort bei Einsatzberichten und Fotos.
    Brennt nur ein Mülleimer in einer Firma, so wird wohl kaum der Firmenname in unseren Berichten auftauchen. Brennt aber die gesamte Produktionshalle so dürfte das öffentliche Interesse wohl hinter den Interessen der Firma zurückstehen. …
    Zumal bei uns die Internetseite beim Verein liegt. So sind wir in der Berichterstattung freier als jeder an den Dienstherr Gebundene.

  10. LarsR am 1. Juni 2010 22:06

    Ähm, und woher bekommen die Vereinsmitglieder Informationen über das und aus dem Einsatzgeschehen?

  11. maos am 2. Juni 2010 13:47

    @LarsR
    Bei uns ist jeder FA automatisch Mitglied des Vereins (wir haben keine Mitgliedsgebühren).
    Unsere Seite wird auch vom Verein betrieben (und damit auch bezahlt), da wir uns auf einer ofiziellen Seite der Stadt nicht als wichtige öffentliche Institution und Verein, sondern nur als irgendein Amt der Stadt präsentieren könnten.

  12. LarsR am 2. Juni 2010 14:03

    Darauf zielte meine Frage nicht ab.

    Wenn jemand dienstlich (in seiner Tätigkeit als FA) irgendwelche Informationen erlangt, dann hat er diese entsprechend den gültigen Regelungen zu behandeln (und in der Regel für sich zu behalten). Wenn der Dienstherr eine bestimmte Berichterstattung wünscht – oder nicht wünscht – dann ist das eben so.

    Das kann man nicht dadurch umgehen, dass man die Seite, auf denen die Informationen bereitgestellt werden sollen, von einem Verein betreiben lässt. Genau so liest sich Dein „freier in der Berichterstattung“ aber.
    Es kann doch nicht jeder hingehen und irgendwelche Informationen/Einsatzberichte, die er als FA erlangt hat, veröffentlichen und dabei sogar noch über das, was offiziell gewünscht ist, hinausgehen. Ich sehe diese Praxis ziemlich kritisch. Entscheidend ist, woher die Informationen stammen (Tätigkeit als FA) und nicht, auf welchem Wege sie verbreitet werden sollen (Verein).

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