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(iw) Heute die neue Brandschutz im Briefkasten, für mich besonderes Interessant der Artikel von Heinrich Schlingmann ab Seite 350. Schön zu sehen, dass die Gerüchteküche rund um Innovationen auf der Interschutz begründet ist – von mindestens zwei Herstellern ist dieses neue Konzept zu erwarten, der eine ist eben Schlingmann, der eben nun in der Brandschutz berichtet.

Zwei Punkte möchte ich herausgreifen, der erste ist das „neue“ Konzept. Die Anführungszeichen deshalb, weil die Grundkonfiguration keineswegs neu ist – man schaue ins Ausland -aber für ein „typisches“ HLF unter Umständen wegweisend sein kann, insofern sich das Prinzip durchsetzt.

Vorgestellt wird ein Aufbau, der den Tank mit dem hinteren Geräteraum tauscht, und eine midship installierte Pumpe.

Die Problematik bisher ist, dass die schweren Komponenten, also Tank, Pumpe und fahrbare Haspeln, hinten montiert sind. So kann die Hinterachse schnell überladen sein, das gilt insbesondere für Tankvolumina von 2400 Litern aufwärts (beim HLF wohlgemerkt), und das Fahrverhalten wird schnell kritisch. Dieser Aufbau sieht in etwas so aus:

Ist, denke ich, relativ selbst erklärend. Wenn nicht: die Schnauze zeigt nach links :)

Einer der Gründe für diese Konfiguration ist die Notwendigkeit eines durchgehenden Geräteraumes. Das neue Konzept sieht in etwa so aus:

Wie man sieht, wäre das Gewicht etwas gleichmässiger verteilt. Der durchgehende Geräteraum wäre dann hinten, und man könnte auf das hintere Rollo verzichten.

Der andere Punkt, der mit sehr gut gefallen hat: Schlingmann äußert sich zu Pumpenständen mit Display und Menüführung skeptisch. Ich muss ihn hier vollkommen beipflichten. Die Haptik geht flöten, teilweise widersprüchliche und inkonsequente Menüführung usw.

Was man aus dem Text noch heraus interpretieren kann: möglichst wenig Gerät auf dem Dach, und Insassenschutz, letzteres vor Allem, weil der Chefredakteur das in seiner Kolumne nochmal aufgreift. Schlingmann ist auch Anhänger der „Doppelkabine“, oder eben Gegner der im Aufbau integrierten Kabine.

Ich bin kein Fahrzeugprofi, aber jetzt kommt es darauf an, dass das vernünftig gelebt wird – wie gesagt, ich kann mir nicht mal annähernd ausdenken, wie die Feuerwehren ihre Möglichkeiten ausreizen werden (das werden sie). Zwei Tanks, oder so.

Kommentare

5 Kommentare zu “Interschutz: Schlingmann mit „neuem“ Fahrzeugkonzept” (davon )

  1. Christian Lewalter am 7. Mai 2010 14:47

    Möglichst wenig Geräte auf dem Dach versucht auch Ziegler zu machen. Bei unserem HLF liegen oben nur die Leitern (Entnahme von unten möglich) Ganz vielleicht sollen mal Schlauchbrücken aufs Dach.

    mMn sehr sinnvoll, wenn keiner aufs Dach muss.

  2. Cimolino am 7. Mai 2010 15:03

    Hallo,

    1. Gewichtsverteilung:
    Altes Problem, v.a. bei Fahrzeugen mit großer Kabine und großen Tankwünschen, potenziert mit Haspelideen usw.
    Vielfach fachlich diskutiert und hier mit den technischen Problemen für Fahrgestell/Aufbau und Gewichtsverteilung ausführlich beschrieben:
    http://www.einsatzpraxis.org/de/home/buecher/einsatzfahrzeuge_-_technik.html
    http://www.einsatzpraxis.org/de/home/buecher/einsatzfahrzeuge_-_typen.html

    Wir restaurieren gerade ein TLF 15, das hatte „schon“ eine Mitteleinbaupumpe:
    http://alt.truckenmueller.org/2/alt/2289/hist/san.htm
    Warum hat man das damals wieder verlassen?
    U.a. weils zu schwierig/aufwändig zu reparieren war (das spielt aber v.a. für die eine Rolle, wo echt Betriebsstunden auf die Pumpen kommen, oder viel ggf. „Dreck“ mit gefördert wird)…
    Darüber hinaus führen Midship-Pumpen mit seitlichem Pumpenanschluß schnell zu ziemlich teuren Schäden, falls da einer reinfährt, oder man in Kurven ein „bißchen zu eng“ den Radius bemisst.

    Schlingmann wird aber nicht der einzige sein, der dazu was zeigt…
    Die Variantenvielfalt wird damit noch weiter zunehmen, die Preise auch…

    Zur Leiterentnahmehilfe:
    s.o. in den Büchern
    1. Wiegt das erheblich
    2. hat das bei uns nur wenige Monate „überlebt“ (dann wars verschlissen und defekt => Schulbetrieb…)
    3. wirds bei Oberleitung schnell lebensgefährlich

  3. Christian Lewalter am 7. Mai 2010 15:57

    @UC

    Leiterentnahmehilfe

    1. und 2. ohne Widerspruch

    zu 3. Auch kein Widerspruch, haben aber keine Oberleitungen im Ausrückebereich, unsere Eisenbahn dieselt  ;-)

    Wir konnten es uns auch nicht wirklich aussuchen, da die Gemeinde ein Vorführfahrzeug gekauft hat.

     

  4. zhorin am 7. Mai 2010 16:06

    Zumeist wird das mit der Reduzierten Dachbeladung mit einem etwas erhöhten Aufbau gelöst – zumindest erklärte uns das damals ein Schlingmannverteter so. Beim Testen war das insbesondere für kleiner FA schon knifflig da an alles auch ran zu kommen.

    Die Midshippumpe begeistert mich auch net wirklich. ( wo liegen bei dieser midship-Pumpe eigentlich die ganzen Schlauchabgänge bzw der A-Sauganschluss ? )

    Ich mach mir wirklich Sorgen, dass man einer ungehinderten Vergrösserung – natürlich nur nach den örtlichen Gegebenheiten – der Normfahrzeuge damit Tür und Tor öffnet. Immerhin kann man dann dank der besseren Gewichtsverteilung noch mehr drauf packen und den Tank noch grösser machen.

  5. Cimolino am 8. Mai 2010 08:06

    Hallo,

    Midshippumpe und Anschlüsse für Schläuche:
    es gibt 2 Möglichkeiten…
    1. wie „hier übliche“ im Heck (vgl. unser TLF 15)
    2. an den Seiten (vgl. die Lösung am „GW-L“ der Fw DO)
    Zu beiden Varianten wirds m.W. auf der Interschutz „neue“ Fahrzeuge bzw. Konzepte geben.

    Für die seitlichen Anschlüsse (die gehen dann mit Pumpenbedienfeld an beiden Seiten, oder nur an einer…) gilt
    – Kostet Platz in G1/2.
    – sollte in den Anschlüssen ausserhalb der „Anfahrzone“ liegen (also hoch genug)
    – eine FP 10/2000 benötigt entsprechend viele Zu- und Abgangsmöglichkeiten. Für den Zugang muss ein 3B-A-Sammelnstück montiert werden können. Für den Abgang mindestens 3 (genormt sind m.W. 4 Abgänge B.
    – der Ma kann nur eine Seite sehen, werden also die Abgänge der 2. Seite mit genutzt, um das zu erreichen, ist das m.E. eher suboptimal, weil der Ma dafür ums Auto laufen muss (oder durch den MR…) – die Fahrzeuge in den USA sind dann auch entsprechend mit kompletten Anlagen an beiden Seiten ausgestattet – und mit den bekannten „Größen-Ergebnissen“.

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