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(sc). In loser Folge stellt das FWNetz im „Feuerwehr Weblog“ Weblogs aus den Bereichen Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz vor. Heute erzählt uns Ingmar etwas über seinen Weblog “Krankentransport-Blog” und seine Erlebnisse als Fahrer eines KTWs Behindertentransportwagens.

Stellen Sie Ihren Blog in einem Satz vor!

Mein Blog erzählt die kleinen und großen Geschichten aus meinem Berufsalltag, das können Patientengeschichten, Erlebnisse im Straßenverkehr oder vieles mehr sein.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen einen Blog über Ihren Beruf zu führen?

Mein Beruf ist unglaublich abwechslungsreich und man erlebt fast jeden Tag interessante, lustige und erwähnenswerte Dinge. Ich erzähle sehr gerne darüber. Ein Blog bietet natürlich die ideale Plattform, diese Geschichten einer breiten Masse zu präsentieren.

In Ihrem Blog liest man in der Tat sehr viele Geschichten. Da stellt sich die Frage, ob Sie über alles bloggen, oder ob es Tabuthemen gibt?

Am liebsten schreibe ich über lustige Erlebnisse mit den Patienten, insbesondere aber über deren Sprüche, die oft dazu führen, dass ich vor Lachen beinahe unter dem Lenkrad liege.

Andererseits fällt es mir schwer über wirklich traurige Schicksale zu bloggen. Auch die gehören leider zu meinem Beruf. Sei es, dass mich irgendeine Krankheitsgeschichte besonders bewegt, oder dass langjährige Patienten sterben. Solche Geschichten findet man deshalb auch selten in meinem Blog. Es fällt mir zum Einen schwer, dafür die richtigen Worte zu finden, zum Anderen habe ich, trotz konsequenter Wahrung der Anonymität, gewisse Skrupel, darüber zu schreiben.

Krankentransport-Blog

Im Krankentransport-Blog erzählt Ingmar über seine Erlebnisse als Fahrer eines Krankentransportwagens.

Es ist verständlich, dass Sie über Schicksale weniger schreiben. Wenn Sie es dann doch tun, welche Funktion erfüllt dieser Beitrag dann für Sie?

Man könnte es fast als eine Art „Seelenreinigung“ ansehen. Wenn ich solche Dinge erlebe, geht mir das ab und zu einfach sehr nahe und in vielen Fällen einfach nicht mehr aus dem Kopf, obwohl ich meiner Meinung nach eine gesunde Distanz zu meinem Beruf habe. Darüber zu schreiben, wirkt sehr befreiend, da man die in dem Moment gefühlte Stimmung, dass viele Dinge schlicht und ergreifend ungerecht sind, mit seinen Lesern teilt. Wenn dann ein Leser einen Kommentar schreibt, der einem Recht gibt und in gewisser Weise Trost spendet, ist das Geschriebene schon fast wieder Geschichte.

Gab es denn auch so etwas wie Ihr bisher skurrilstes Erlebnis, über das Sie gebloggt haben?

Ja, ich glaube, der Herr, der seine Hose und Unterhose auszog, als ich das Zimmer betrat, bleibt für mich nach wie vor auf Platz 1! Klick zum Beitrag

Was war Ihr größter Erfolg als Blogger?

Zu entdecken, wie leicht sich WordPress installieren lässt.

Wie kam Ihr Blog bei Kollegen, Vorgesetzten oder sogar bei Ihren „Kunden“ an?

Obwohl meine Vorgesetzten von meinem Blog wissen, hänge ich es nicht an die ganz große Glocke. Einige Kollegen wissen davon, andere nicht. Aber die Kollegen, die davon wissen, haben mir bisher nur positives Feedback gegeben.

Neunzig Prozent meiner Fahrgäste sind in einem Alter, in dem man häufig nicht einmal weiß, was ein Computer ist, so dass die „Gefahr“, dass ich erkannt werde doch ziemlich gering ist. Da mein Blog auch nicht besonders weit verbreitet ist, halte ich es ebenfalls für unwahrscheinlich, dass ich mal von jemandem in der zehn-Prozent-Gruppe erkannt werde.

Bloggen Sie alleine oder schreiben noch andere in Ihrem Blog mit?

Am Anfang hatte ich noch einen Freund aus dem Rettungsdienst, der mit mir zusammen bloggte. Leider machte das trotz unserer Bemühungen, seine Identität ein wenig im Hintergrund zu halten recht schnell die Runde bei seinen Vorgesetzten und ihm wurde freundlich nahegelegt, das Bloggen zu unterlassen. Daraufhin hat er aufgehört. Diese Gefahr besteht bei mir nicht, meine Vorgesetzten wissen von meinem Blog.

Was wünschen Sie sich in Bezug auf Ihren Blog?

Weiterhin viele interessierte Leser und immer neue Geschichten zum berichten.

Stellen Sie sich kurz vor.

Ich bin Ingmar, 22 Jahre jung und komme aus Bremen. Beruflich bin ich Fahrer für medizinisch unqualifizierte Kranken- und Behindertenfahrten. Der erste Eintrag in meinem Blog datiert vom 18. Mai 2009.

Vielen Dank Ingamr für das Interview. Das Interview führte Stefan Cimander.

Du möchtest Deinen BOS-Weblog auch vorstellen oder Du kennst einen interessanten Weblog, den man hier im FWNetz vorstellen sollte? Dann schreibe eine kurze Nachricht an sc [ät] fwnetz [Punkt] de.

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