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Göttingen (ni), (sst). Bei der Entschärfung einer amerikanischen Zehn-Zentner-Bombe aus dem 2. Weltkrieg kam es am Dienstagabend auf dem Göttinger Schützenplatz gegen 21:30 Uhr zu einer Detonation der Fliegerbombe. Dabei kamen drei Menschen ums Leben, zwei weitere wurden Schwerverletzt. Vier Personen erlitten leichte Verletzungen. In allen Fällen handelt es sich dabei um Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes. Die beiden Schwerverletzten sind inzwischen außer Lebensgefahr. Die Evakuierung von rund 7.200 Menschen war noch im Gange. Lediglich Vorarbeiten für die Abtrennung des Zünders waren begonnen worden.

Erste Informationen:

Update 22:38 Uhr

Wie ein Sprecher der Feuerwehr in Göttingen mitteilte, detonierte der Sprengkörper gegen 22.00 Uhr auf dem Schützenplatz der Universitätsstadt, als die Entschärfung vorbereitet wurde. Ob es sich bei den Opfern der Explosion um Anwohner oder zur Entschärfung eingesetzte Bedienstete handele, könne man noch nicht sagen, erklärte der Sprecher. Zum Zeitpunkt der Explosion habe man gerade die Evakuierung des Gebietes vorbereitet.

Zuvor mussten wegen des Bombenfundes am späten Dienstagabend rund 7.000 Menschen evakuiert werden. Von der Räumung ist auch der Bahnhof betroffen. Bereits am vergangenen Donnerstag war in Göttingen ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Verdacht, dass in sieben Metern Tiefe unter dem Schützenplatz eine weitere Bombe liegt, habe sich bestätigt, teilte die Stadt am Nachmittag mit. Die Bombe hatte einen gefährlichen Säurezünder. Sie musste deshalb mit einem Spezialroboter entschärft werden. [Quelle: N24]

Update 22:44 Uhr

Die Polizei bestätigte, dass es sich bei den Toten um drei Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes handelt. Drei Personen wurden schwer verletzt.

Update 22:56 Uhr

Der Sprecher der Stadt Göttingen bestätigt drei Tote, zwei Schwerverletzte sowie vier Leichtverletzte. Die Evakuierung des Stadtteils war zum Zeitpunkt der Explosion noch nicht vollständig abgeschlossen. Die Entschärfung sei für 22:30 Uhr geplant gewesen. In Göttingen kursierende Gerüchte, eine Gasleitung sei explodiert konnte der Sprecher nicht bestätigen. Nach Angaben der Stadtwerke hat es keinen Duckabfall in den Gasleitungen in dem Stadtteil gegeben. [Quelle: RheinZeitung]

Update 00:09 Uhr

Wie die Polizei in einer ersten offiziellen Pressemitteilung verkündet, wurden nach ersten Erkenntnissen drei Personen tödlich und sechs weitere zum Teil schwer verletzt. Nach gegenwärtigen Erkenntnissen handelt es sich in allen Fällen um Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Polizei Niedersachsen. Laut Universitätsmedizin Göttingen sind die beiden schwerverletzten Personen außer Lebensgefahr. Die Stadt Göttingen vermutet um die Fundstelle der Bombe noch weitere Blindgänger.

Update 00:45 Uhr

Inzwischen ist die Evakuierung wieder aufgehoben worden. Die Explosionsstelle bleibt aber im Umkreis von 300 Metern hermetisch abgeriegelt. Die betroffenen Menschen können die Betreuungsquartiere wieder verlassen. Der Göttinger Schützenplatz bleibt aber weiträumig gesperrt.

Links:

Update 02.06.2010

Auch einen Tag nach der Detonation einer einer Fliegerbombe auf dem Göttinger Schützenplatz bleibt der Sicherheitskreis von 300 Metern erhalten. Die Anwohner können vorerst nicht in ihre Häuser zurückkehren.

Wie es genau zu dem Unglück kam, konnte Polizeisprecher Robert Kruse bei einer Pressekonferenz am Mittwochmittag nicht sagen. „Die Ermittlungen laufen noch.“ Allerdings schloss er aus, dass es an dem Verfahren liege: Wie bei der Entschärfung in der Nacht zu Freitag vergangene Woche, sollte ein neuartiger Roboter mit einem ferngesteuerten Wasserstrahl-Schneidegerät eingesetzt werden. Dieses Vorgehen habe sich bewährt, so Kruse.

Die Opfer – 38, 52 und 55 Jahre alt – seien alle „erfahrene Kollegen“ des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Zentralen Polizeidirektion gewesen.  „Unser Mitleid gilt jetzt ihren Angehörigen und Freunden“, sagte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann.

Zu größeren Sachschäden sei es laut Polizeisprecher Kruse nicht gekommen. Allenfalls seien im Umkreis von 100 Metern Bombensplitter gefunden worden. [Quelle: HNA]

Links:

Auch über die zahlreichen Twitter-Meldungen und deren Gefahren wird nach dem Ereignis wieder heiß diskutiert:

Kommentare

Ein Kommentar bisher zu “[Update] Göttingen: Fliegerbombe bei Entschärfung detoniert” (davon )

  1. diggler am 2. Juni 2010 04:28

    Mein Beileid an die Angehoerigen der Getoeteten und baldige Genesung den Verletzten.

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