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(sc). Alles aus einer Hand, Aufbauten aus GFK und ein intelligentes Pumpenbediensystem sind die Merkmale des polnischen Aufbauherstellers Stolarcyk. Die Spezialität von Stolarcyk sind Fahrzeuge über 12 Tonnen, was auch ein Blick in die Produktpalette zeigt. Von Löschfahrzeugen über Rüstwagen bis hin zu Spezialfahrzeugen befindet sich alles im Angebot. Derzeitiger Schwerpunkt bilden Tanklösch- und Spezialfahrzeuge auf Basis des Unimog. Kleinere Fahrzeuge werden dagegen eher selten gebaut.

Besondere Charakteristik der Aufbauten von Stolarcyk ist die eingesetzte Komposite-Technologie: Die Aufbauten sind vollständig aus GFK gefertigt. Dabei bietet Stolarcyk an, das GFK bereits während der Produktionsphase in der gewünschten Farbe einzufärben, sodass keine Lackierung des Fahrzeugaufbaus notwendig ist. Daneben konstruiert Stolarcyk auf Wunsch auch Aufbauten aus Aluminium.

Stolarcyk produziert neben Aufbauten auch Pumpen in der Leistungsklasse bis 6.500 Litern pro Minute. Neben der klassischen Pumpe mit Handrändern und Druckknöpfen stellte Stolarcyk auf der Interschutz sein neues, intelligentes Pumpenbediensystem vor. Zentrale Einheit bildet der Touchscreen, dessen Funktionen in Menüs sortiert sind.Genauer gesagt liegen die Funktionen unter Buttons. Nach Angaben von Ewa Jabłonowska von Stolarcyk kann ein Feuerwehrmann die Pumpe nicht falsch bedienen, da er intelligent durch die Menüs geführt wird. Außerdem deaktivieren sich bestimmte Funktionen, sobald bestimmte Buttons aufgerufen werden. Im Notfall lässt sich die Pumpe manuell bedienen, die dazu nötige Vorrichtung befindet sich hinter dem Bedienstand.

Neben dem dem neuen Pumpenbediensystem stellte Stolarcyk ein Unimog-TLF (von Stolarcyk als mittleres Hilfeleistungslöschfahrzeug bezeichnet) vor, das über einen Front-Monitor und eine Selbstschutzeinrichtung verfügt. Neben 2.900 Litern Wasser führt das TLF 250 Liter Schaum mit. 2.500 Litern dienen der Brandbekämpfung, 400 Liter Wasser sind für die Selbstschutzeinrichtung vorgesehen. Diese rund um das Fahrzeug laufende Einrichtung produziert einen Wassernebel, der das Fahrzeug vor Hitze schützen soll. Ein weiteres Highlight bildet der an der Fahrzeugfront montierte und aus der Kabine heraus steuerbare Monitor.

Stolarcyk betont, dass alles auf Kundenwunsch gebaut und konfiguriert wird. Werksseitige Festlegungen gibt es keine.

Zum zweiten Mal nach 2005 präsentierte sich der polnische Aufbauhersteller Stolarcyk auf der Interschutz 2010. Stolarcyk ist nach eigenen Angaben der führende Hersteller von Feuerwehraufbauten in Polen. Die Firma existiert seit rund 20 Jahren. Stolarcyk will mit seinen Produkten auf den europäischen Markt expandieren und hat während der Interschutz schon vielversprechende Kontakte, auch mit deutschen Feuerwehren geknüpft. Einen Aufbau von Stolarcyk gibt es bei einigen wenigen ostdeutschen Feuerwehren.

Das Pumpenbedienfeld ist als Touchscreen ausgeführt und die Software verhindert, dass ein Feuerwehrmann einen Fehler macht.

Das Pumpenbedienfeld ist als Touchscreen ausgeführt und die Software verhindert, dass ein Feuerwehrmann einen Fehler macht.

Selbstschutzeinrichtung an einem Unimog U5000.

Frontmonitor am Unimog. Laut Stolarcyk ist der ausgestellte Unimog in dieser Form bis jetzt einmalig.

Nach eigenen Angaben bietet nur Stolarcyk eine derart konstruierte Aufstiegsfläche für einen Unimog an.

Der Besuch des FWNetz-Teams auf der Interschutz wurde möglich durch die Unterstützung von Resqtec.

Kommentare

2 Kommentare zu “Feuerwehrtechnik aus Polen” (davon )

  1. Ulrich Wolf am 8. Juni 2010 20:31

    Einfach klasse, so ein Unimog!

    Danke ans FWnetz (interschutz)team für die tolle Berichterstattung!
    Gruß nach L.
    Ulli

  2. Sebastian Busch am 8. Juni 2010 23:33

    Eine Feuerwehr in unserem Landkreis (Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt) hat 2007 ein GTLF vom o. g. Hersteller in Dienst gestellt:

    http://www.feuerwehr.zorbau.de/ausruestung/grosstankloeschfahrzeug-gtlf-95-64.html

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