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Interschutz 2010(sst). Den Nachfolger seiner bisherigen Gelenkarm-Drehleiter präsentierte Magirus auf der Interschutz. Ein neues Einzelauszugssystem verringert die Rüstzeiten. Durch einen vierteiligen Leiterpark wird zudem Gewicht gespart. Um der Rettung schwergewichtiger Patienten mit der Drehleiter gerecht zu werden, stelle nahezu alle Hersteller einen 4-Mann-Rettungkorb mit gesteigerter Nutzlast vor. Gimaex wirbt zudem mit einer kompakten Drehleiter ohne Überhang des Drehtellers und einer eigenen Niveauregulierung.

Gelenkarm-Drehleiter mit neuer Einzelauszugs-Technologie

Mit der Weiterentwicklung der Gelenkarm-Drehleiter schafft Magirus neue Maßstäbe. Der Leiterpark der neuen M 32 L-AS besteht aus nur vier – statt fünf – Leiterteilen. Dadurch kommt es zu einer Gewichtseinsparung von 500 kg. Zudem wird die Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse verbessert. Auch eine lenkbare Hinterachse wird dadurch ermöglicht. Bei bisherigen Gelenkarm-Drehleitern konnte das nur vereinzelt umgesetzt werden. Die Gewichtseinsparung vergrößert zudem die Ausladung der Drehleiter.

Durch das neue Einzelauszugssystem werden nicht alle Leiterteile gleichzeitig ausgezogen. Das oberste Leiterteil fährt zuerst aus. Wenn die Mindestausfahrlänge von vier Metern erreicht ist, kann der integrierte, 4,70 Meter lange Gelenkarm abgewinkelt werden. Er ist um 75° abknickbar und kann als Soforteinstieg genutzt werden. Trotz Gelenkarm verfügt die Drehleiter über eine festverlegte Rohrführung im obersten Leitersatz.

Mit dem Kranhaken am untersten Leiterteil können bis 4.000 kg gehoben werden. Eine zusätzliche Lastöse am Korbboden und obersten Leiterteil trägt bis zu 400 kg. Der Rettungskorb (wahlweise 3- oder 4-Mann-Rettungskorb) kann abgenommen und beispielsweise durch einen Wasserwerfer ersetzt werden.

Ein neues Schwingungsdämpfungssystem erhöht die Sicherheit. Alle Bewegungen der Drehleiter werden vom Rechner erkannt und durch hydraulisches Gegensteuern gedämpft.

Interschutz 2010

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4-Mann-Rettungskorb mit gesteigerter Nutzlast

Neuigkeit bei fast allen Drehleiter-Herstellern sind 4-Mann- bzw. „Schwerlast“-Rettungskörbe. Sie reagieren damit auf die immer häufiger anfallende Aufgabe, schwergewichtige Personen zu retten. Durch eine höhere Korblast können neben dem adipösen Patienten auf der Krankentragenlagerung noch zwei Peronen im Korb transportiert werden.

Bei Magirus beträgt die Korblast 400 kg. Im Vergleich zu einem 3-Mann-Rettungskorb vergrößert sich der Korb dabei seitlich um insgesamt 30 Zentimeter. Außenliegende Antriebtsteile und die in den Korbboden integrierte Wasserführung ermöglichen den größtmöglichen Platz im Korb. Auf zwei Multifunktionssäulen, die jeweils seitlich angebracht sind, können Wasserwerfer, Lüfter oder die Krankentragenlagerung aufgesteckt werden. Zwei Korbeinstiege ermöglichen den Zugang von vorne, in den Korbboden ist jeweils eine ausziehbare Leiter integriert.

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Auch Metz hat die Nutzlast bei seinem 4-Mann-Rettungskorbes von 270 auf 450 kg gesteigert. Zwei Einstiege an den Frontseiten und ein zentraler Einstieg vorne mit Klappleiter ermöglichen den Zugang in den Korb. Eine neue Absenkvorrichtung für die schwenkbare Krankentragenlagerung, die an der Front angebracht ist, erleichtert die Entnahme einer Trage. Damit lässt sich die Trage auf eine angenehme und sichere Entnahmehöhe abgesenken. Trotz der Neuerungen erhöht sich das Eigengewicht des Rettungskorbes nicht.

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Auf engstem Raum: Drehleiter ohne Überhang des Drehtellers

Enge Gassen, dicht geparkte Fahrzeuge – Gimaex wirbt mit dem Prototypen einer weiterentwickelten DLA (K) 23-12 für seine kompakte Bauweise. Durch ein eigenes Drehleitersystem ist ein Überstehen des Drehtellers (negative Ausladung) kaum vorhanden. Die Drehleiter benötigt laut Gimaex nur 2,4 Meter Breite, um bei einem um 90° gedrehten Drehkranz die volle Rettungshöhe von 32 Metern zu erreichen. Die automatische Niveauregulierung findet im Gegensatz zu den anderen Herstellern im Leiterpark und nicht im Drehkranz statt. Dadurch kann der Leiterpark vertikal und horizontal gedreht werden. Auch bei Gimaex ist der Rettungskorb auf eine Nutzlast von 400 kg ausgelegt.

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In Zeiten knapper Kassen: Refurbishment

Die beiden Drehleiter-Hersteller Magirus und Metz setzen verstärkt auch auf das so genannte „Refurbishment“. Gerade in Zeiten leerer Stadtkassen ist eine generalüberholte Drehleiter preislich durchaus interessant. Dabei wird die Drehleiter auf „Herz und Nieren“ geprüft und tiefgreifend überhohlt, erläutert Metz. Jede Drehleiter erhält ein komplett neues Podium sowie ein neu ausgebautes Fahrerhaus. Auch die Hydraulik und Elektrik wird weitgehend überarbeitet. Der Leiterpark wird vollständig überholt und pulverbeschichtet ebenso wie der Rettungskorb modernisiert und mit Aufnahmemöglichkeiten für Krankentragenlagerung und Wenderohr versehen. Vom jeweiligen Hersteller wird zudem ein Motorcheck durchgeführt.

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Der Besuch des FWNetz-Teams auf der Interschutz wurde möglich durch die Unterstützung von Resqtec.

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