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(sc). Zum wiederholten Male musste ich feststellen, dass ein Artikel von mir kopiert und unter anderem Namen bzw. ohne originären Quelle- und Autorenhinweis auf einer anderen Webseite veröffentlicht wurde.

Es ehrt mich zwar, wenn andere meine Artikel toll finden, und diese auf ihrer Webseite veröffentlicht haben wollen, jedoch findet das seine Grenzen dort, wo fremde Inhalte – in diesem Fall meine– unter anderem Namen und ohne Hinweis auf die Quelle veröffentlicht werden.

Ich hatte vor einige Monaten im Zusammenhang mit dem letzten Plagiatsfall geschrieben (Link), dass ich dem nächsten eine Abmahnung schicke. Da ich ja kein Unmensch bin, setze ich ein Frist, bis zu der entweder der Autorenhinweis korrigiert oder der Artikel von der Webseite entfernt wurde. Danach gibt es dann „richtige“ Post. Hier der Wortlaut meiner Email an den Webseitenbetreiber:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Sehr geehrter Herr xxx,

mit Verwunderung musste ich feststellen, dass Sie einen Artikel von mir unter Ihrem Namen auf Ihrer Webseite veröffentlicht haben. Es handelt es ich um den Artikel „Warnung als Problem“ (http://reymueller.net/publikationen/presse/PM%20Problemwarnung.htm) den Sie am 26.02.2007 veröffentlicht haben. Ich habe diesen Artikel am 30.06.2006 im Feuerwehr Weblog (http://www.feuerwehr-weblog.de/2006/10/30/warnung-als-problem/) veröffentlicht.

Unter dem Artikel fehlt die korrekte Angabe der Quelle und des Autors. Durch die Kennzeichnung als Pressemitteilung geben Sie meinen Artikel als den Ihren aus. Zudem haben Sie Dreistigkeit besessen, einen Bearbeitungshinweis durch Ihren Namen zu ersetzen.

So etwas nennt man ein Plagiat! Den Anschein der Authenzität erwecken Sie außerdem durch Verweis auf den Pressecodex, der, wenn Sie ihn richtig gelesen haben, das Kopieren fremder Artikel nicht gestattet.

Ich setze Ihnen hiermit eine Frist bis zum 27.07.2010 18.00 Uhr, bis zu der Sie entweder den Artikel von ihrer Webseite genommen haben oder die korrekte Angabe der Quelle und des Autors nachgetragen haben. Sollte das nicht geschehen, übergebe ich die Angelegenheit einem Anwalt.

Eine Entschuldigung wäre in dieser Causa ebenfalls angemessen.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Cimander

[Update 26. Juli 2010]

Der Betreiber der Webseite, auf der ein Artikel von mir ohne Nennung meiner Person als Autor publiziert wurde, hat inzwischen reagiert und mir am Wochenende eine Email geschrieben. Er hat den betreffenden Artikel von seiner Webseite genommen, mir aber zugleich unter Androhung von Konsequenzen nahe gelegt, diesen offenen Brief zu entfernen. Nach Rücksprache mit einem von mir in dieser Causa mandatierten Fachanwalt, besteht hierzu kein Grund.  Deshalb setzte ich den Brief erneut online, nachdem ich ihn bis zum Gespräch mit dem Anwalt offline genommen hatte.

Kommentare

8 Kommentare zu “Mal wieder … Plagiat” (davon )

  1. Medevac71 am 20. Juli 2010 18:09

    richtig so, solche Verhaltensweisen sind eine unglaubliche Frechheit… und mit den Veränderungen an Unverschämtheit kaum zu überbieten.
     
    PS: Und nicht nur, dass er dein Urheberrecht an dem Artikel mit Füßen tritt, auch die Photos unterliegen den Rechten der „Schöpfer“, diese müssten ihn nur verklagen, er würde eiskalt verlieren und ein paar Tausender blechen müssen….

  2. Andreas Kirchmeyer am 21. Juli 2010 13:45

    Das ein Artikel auf die eigene Website kopiert wird ist die eine Sache, den ursprünglichen Author zu vergessen die Andere. Aber auch noch den Vermerk der Bildbearbeitung auf sich selbst zu schreiben geht ja wohl doch sehr stark in Richtung Frechheit. Ich bin gespannt wann und ob er es ändert…

  3. Stefan Cimander am 21. Juli 2010 13:56

    @Andreas vergesse bitte nicht, dass er das als Pressemitteilung tituliert hat. Er hat also meinen Artikel an andere weiter gegeben. Selbst die Fotos, die zum Großteil von mir stammen, macht er sich ebenfalls zu eigen.

  4. Julian R. am 21. Juli 2010 14:36

    Nur als kleine Anmerkung: Ob Stefan’s Artikel durch das Urheberrecht geschützt ist, ist keines Wegs sicher. Vorraussetzung für die Anwendungen des UrhG ist, dass ein Werk im Sinne dieses Gesetzes vorliegt. An ein solches Werk sind relativ hohe Anfordungen gestellt. Es muss sich um „persönlich geistige Schöpfungen“ mit einem großen Maß an geistiger Schöpfungshöhe handeln. Genauer spezifiziert wird diese Anfordung nicht, d.h. es würde im Zweifel auf das Gericht ankommen, ob das UrhG anwendbar ist.
    Falls das UrhG nicht anwendbar ist, so greift in jedem Falle das Leistungsschutzrecht, welches quasi der „kleine Bruder“ des Urheberrechts ist.
    Die Anmerkung ist nicht so zu verstehen, dass Stefan keine Rechte an seinem Artikel hat, sondern soll einfach nur kurz darlegen, dass nicht alles was veröffentlicht wird, in den Gültigkeitsbereich des UrhG fällt.
     
    so…*Klugscheißmodus off* :D

  5. Stefan Cimander am 21. Juli 2010 15:43

    @Julian R. stimmt! Der Artikel wurde sogar unter Creative Commons lizenziert – gegen die Bestimmungen: Nennung des Autors und Weitergabe unter gleicher Lizenz aber verstoßen

  6. Medevac71 am 21. Juli 2010 17:35

    @Julian R :Einerseits ja, andererseits nicht ganz.
    Er ist Urheber und hat somit Rechte an der Arbeit (das braucht man ja nicht unbedingt im rechtlichen, sondern kann es auch im allgemeinen Sinne sehen). Genauso wie er Schöpfer des Werkes ist, klar, er hat das erschaffen, somit ist er Schöpfer (so rein sprachlich, nicht zwingend im rechtl. Sinne).
    Im PS habe ich mich vll dann falsch ausgedrückt (denn dort bezog ich mich auf die Photos), aber Lichtbilder unterliegen nach UrhG den gleichen Rechten wie Lichtbildwerke (Abschnitt 2, Schutz der Lichtbilder).
    An sich ist es ja recht eindeutig, dass unser Freund hier nicht vergessen hat, sich an die CC zu halten, sondern Veränderungen vorgenommen hat, um die Autorenschaft Stefans nicht anzuerkennen und dieses Werk als ein Eigenes auszuzeichnen. Dies ist ja „klar“ in den CC geregelt, bzw es gibt sie, damit verbreitet werden kann, ohne direkt Rechte zu verletzen.
    Aber für mich scheint das kein „oh, das wusste ich aber nicht“, sondern ein bewusstes  Verändern zu sein, sonst hätte er es nicht gemacht (aber halt alles Definitionssache).
    Mit fremden Federn kann man sich zwar schmücken, aber nicht mit ihnen fliegen.

    *klugscheißmodus off*
    :-P

  7. Stefan Cimander am 26. Juli 2010 17:41

    Zur Info: Der Artikel ist von der Webseite verschwunden! Weiteres siehe Update-Notiz.

  8. Stefan Cimander am 2. Februar 2011 20:48

    Die Sache ist inzwischen abgeschlossen. Danke für eure moralische Unterstützung.

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