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Duisburg (nw), (hl). Bei einer Massenpanik während der diesjährigen Loveparade sind nach aktuellem Stand (19:40 Uhr) mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Eine unbekannte Anwahl weiterer Menschen sind verletzt. In einem Tunnel brach laut ersten Meldungen wegen der Sperrung des Festgeländes die Panik aus. Auf der angrenzenden und gesperrten Autobahn 59 sind mehrere Rettungshubschrauber gelandet. Dort hat der Rettungsdienst auch seinen Arbeits- und Bereitstellungräume, so die TV-Bilder. Offenbar ist das Mobilfunknetz vor Ort überlastet. Für Angehörige wurde eine Infohotline eingerichtet: 02 03 / 9 40 00

1. Update 20:30 Uhr
Bei den Toten soll es sich um neun Frauen und sechs Männer handeln. Gegen 17 Uhr hatte sich das Unglück ereignet. Der Krisenstab der Stadt Duisburg ließ die Veranstaltung weiterlaufen, um eine weitere Panik zu vermeiden. Zeitweise war der Bahnhof Duisburg gesperrt.

Links:

2. Update 21:15 Uhr

Laut wdr.de gibt es rund 80 Verletzte. Davon etliche Schwerverletzte. Weiter heißt es, dass das Gelände für 500.000 Besucher ausgelegt sei. Jedoch drängten mindestens die doppelte Besucheranzahl auf das Festgelände. Laut ersten Schätzungen besuchten mindestens 1 Million Menschen die Veranstaltung. Der Bahnhof Duisburg, der an den Unglücksort angrenzt, wurde gesperrt, weil Menschen in Panik über die Gleise liefen.

Ein Youtube-Video soll den Tunnel rund fünf Minuten vor der Massenpanik zeigen. 47 Sekunden lang zeigt es viele Menschen, die sich unter dem Bauwerk hindurch bewegen. Das Video wurde inzwischen vom Nutzer entfernt.

3. Update 22:30 Uhr

derwesten.de meldete vor wenigen Minuten (22:17 Uhr), dass durch das Unglück 17 Menschen getötet wurden. 40 Personen sind schwerstverletzt. 80 weitere Menschen sind verletzt.

4. Update, 25. Juli 13:40 Uhr

Pressekonferenz

Laut der heutigen Pressekonferenz (PK), die im Fernsehen übertragen wurde, forderte das gestrige Unglück 19 Tote und über 340 Verletzte. Die Toten wurden nicht in den beiden Tunneln, sondern außerhalb im Bereich der Zugangsrampe aufgefunden. Bisher sind 16 Tote identifiziert. Neben Deutschen sind unter den Todesopfer mindestens vier ausländischer Nationalitäten. Die Opfer waren knapp über 20 Jahre bis circa 40 Jahre alt.

Die teils laute und emotionale PK ließ einige Fragen offen. Unter anderem mit dem Verweis auf die gestern begonnene Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft Duisburg blieben Antworten aus. Auf die Verantwortlichen auf dem Podium prasselten teilweise Anschuldigungen seitens den Medienvertretern ein.

Der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland werde nach der PK Überlebende in Krankenhäusern besuchen. Der Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller sagte, dass es keine weiteren Loveparade’s geben werde. Laut dem Leiter des Krisenstabs, Wolfgang Rabe, wurden alle Unterlagen der Polizei übergeben, damit das Unglück lückenlos aufgeklärt werde. Der stellvertretende Polizeipräsident von Duisburg, Detlef von Schmeling, hat einen umfangreichen Bericht vom Polizei-Einsatzleiter angefordert. Dieser lag jedoch zur PK noch nicht vor. Zudem gab er an, dass momentan zwei Strafanzeigen vorliegen.

Ein Medienvertreter fragte, ob der Leiter der Berufsfeuerwehr im Vorfeld vor dem Nadelöhr gewarnt habe. Sauerland konnte die Frage nicht beantworten und sagte, dass man solche Fragen noch klären müsse. In der PK wurde zudem auf Nachfrage mitgeteilt, dass das alte Güterbahnhof-Gelände wegen den Bahngleisen und der Autobahn eingezäunt war. Rettungswege auf dem Veranstaltungsgelände wurden dadurch ebenfalls sichergestellt.

Blick ins Internet

Die derzeit noch vermissten Personen sind bei sonderlage.de namentlich aufgeführt. Bei gefundenen Personen sind die Namen durchgestrichen. Wegen der hohen Nachfrage hatte diese Website zeitweise eine längere Ladezeit. Auch über Twitter suchten und suchen noch immer Angehörige und Freunde nach vermissten Personen, die sich nach dem Unglück nicht mehr gemeldet haben.

Twitter-Nutzer verbreiteten auch zahlreiche Bilder, Informationen und Videos zu dem Unglück. Die Infohotline wurde veröffentlicht und damit in kurzer Zeit an viele User verbreitet. Aber leider gab es auch Schattenseiten. Mehr dazu: „Twitter im Katastrophenfall“ von scherzinfarkt.net

Viele Politiker drückten ihre Anteilnahme aus und fordern eine lückenlose Aufklärung des Unglücks. Dr. Motte, Erfinder und Gründer der Loveparade, kritisierte die Sicherheitsvorkehrungen und die Geländeabsperrung in Duisburg.

Laut Pottblog.de gab es bei der Infohotline über 500.000 Anrufe. Davon wurden 5.500 Anrufe bearbeitet.

Kommentare

11 Kommentare zu “Loveparade Duisburg – Tote und Verletzte nach Massenpanik [4. Update]” (davon )

  1. maos am 24. Juli 2010 20:45

    Ein Kommentar vom letzten Donnerstag:
    http://twitpic.com/289wsj

  2. diggler am 25. Juli 2010 03:58

    FUBAR

  3. LarsR am 25. Juli 2010 09:11

    Traurig, dass dieses Unglück direkt zur politischen Hetzrede gegen die Polizei genutzt wird. :(
     
    Die Polizei hat weder das (im Nachhinein eindeutig) ungeeignete Gelände ausgewählt, noch das Sicherheitskonzept erarbeitet, noch hat die Polizei primär die Absperrung des Geländes durchgeführt.
    Inwiefern war das Absperren dieses Veranstaltungsgelände denn sinnlos? Auf der einen Seite eine Autobahn, auf der anderen die (dringend benötigten) Bahngleise – willst Du das alles offen lassen?

  4. Medevac71 am 25. Juli 2010 10:25

    Wir wissen doch alle nicht, was die genauen Ursachen und Umstände waren.
    Warum wird dann hier, an einer doch irgendwie „professionellen“ Stelle, die das zu genüge kennt und weiß, dass es dann doch irgendwie anders war/sein wird, über Fakten geredet, die keine sind.
    Stört mich.

  5. bigthoom am 25. Juli 2010 10:40

    Mittlerweile hat sich die Anzahl der Verletzten auf 340! erhöht. Die Zahl der Toten hat sich um weitere 2 auf 19 erhöht.

  6. Irakli West am 25. Juli 2010 16:10

    [EDIT IRAKLI] Ich habe den Kommentar von Sascha255 entfernt. Diskussion über „Polizeistaat“ hat hier nichts verloren.

  7. firebuff911 am 25. Juli 2010 20:08

    http://img252.imageshack.us/img252/1200/rampegterbahnhofdsseldo.png

    Hier mal ein Bild von der Rampe, dem Hauptzugang aufs Veranstaltungsgelände. Rechts und links am unteren Bildrand sieht man angeschnitten die Röhren des zweispurigen Straßentunnels, aus denen beidseitig die Menschen auf diese Rampe strömten. In diesen Bereichen, also in der Nähe der beiden Tunnelausgänge, wurden offenbar auch die Toten aufgefunden. Man kann m.E. gut nachvollziehen, dass sich an diesen Stellen ein Engpaß für die von beiden Seiten zuströmenden Menschenmassen ergibt. Schwer vorstellbar, dass man hier alle verfügbaren Kenntnisse zur Organisation von Großereignissen berücksichtigt hat.

  8. firebuff911 am 25. Juli 2010 21:19

    http://www.youtube.com/watch?v=aXZ_j1nhnhg
    Augenzeugenbericht, der Polizisten eine massive Behinderung von Ersthelfern vorwirft

  9. DFV-Präsident äußert sich zu Loveparade-Unglück : FWnetz – Feuerwehr im Netz am 26. Juli 2010 17:08

    […] Bericht im FWnetz: Loveparade Duisburg – Tote und Verletzte nach Massenpanik [4. Update] Kategorie: KurznachrichtenTags: Berlin, DFV, Duisburg, feuerwehr, Hans-Peter Kröger, Loveparade, […]

  10. martien am 26. Juli 2010 18:48

    Erschreckende Reportage von SpiegelTV. Die Reporter liefen den ganzen Tag mit (im Krisenstab, auf dem Gelände, auf den Straßen):
    http://www.spiegel.de/flash/0,,23952,00.html

  11. Julian Backs am 26. Juli 2010 20:22

    Es sind wohl 20 Tote…

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