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Vorgestern Abend bei Phoenix die Doku „Die Hölle nach dem Krieg – Irak-Veteranen und ihr Leben danach“ gesehen. Die Kamera begleitet vier Freunde aus Utah, die in den Irak ziehen und ihre anschliessende Reintegration – oder nicht. Alle leiden unter den Folgen und verarbeiten das Erlebte unterschiedlich. Allesamt haben ein verändertes Wesen. Während einer weiter Dienst in der Armee tut, gesteht der andere den Mord an seiner Frau. Die zwei anderen liegen irgendwo dazwischen.

Natürlich versucht man, die eine oder andere Parallele zu einem „Dienst an der Sache“ zu ziehen. Nein, als Feuerwehr müssen wir nicht ein halbes Jahr in einem fremden Land unter akutem Stress leiden. Wer von uns Pech hat, wird mitunter mit extremen Situationen konfontiert.

Für mich sind ein Paar Punkte hängen geblieben, der wichtigste davon:

Die Frage, ob man das richtige getan hat, oder nicht. Alle vier Soldaten fragen sich, ob es eine gute und berechtigte Sache war. Es tauchen Zweifel auf. Dies dürfte der allergrösste Unterschied zu einem Leben in der Feuerwehr sein. Wenn es auch hier und dort hapert, der eine oder andere Befehl unlogisch sein mag – im Grunde tut man eine gute Sache, und wird insgesamt nie daran zweifeln.  Das ist eine ganz grundlegende Sache. Ich kann mir nicht annähernd vorstellen wie das ist, wenn das, woran man glaubt, plötzlich nicht mehr glaubenswert ist.

Ansonsten erwähnenswert die Bedeutung der Familie und der Freunde bei der Reintegration, der Wille, die Situation meistern zu wollen, und, dass allesamt Probleme hatten, eine Beziehung anzugehen oder aufrecht zu erhalten. Unterm Strich auch die Erkenntnis, dass es wesentlich mehr gibt auf der Welt als nur Geld und Karriere. Zwei der vier haben zu sich gefunden, einer insbesondere mit Jugendprojekten.

Wie gesagt, schön ist, wenn man sich nicht fragen muss ob man das Richtige macht. Das ist vielleicht auch ein Grund dafür, dass ich mich beispielsweise „Funkwecker abgeben weil kein neues Auto“-Aktionen so masslos ärgere. Man kann auch darüber hinweg sehen, dass die Feuerwehr gerne dazu genutzt wird, um den Misserfolg im Berufs- oder/ und Privatleben zu kompensieren.

Leider weiss ich nicht, ob und wann die Doku wiederholt wird. Von mir eine ganz klare Empfehlung.

Bild: C-17 Medevac auf Wikimedia Commons

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