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Sachsen, (sst). Aufgrund von anhaltendem Starkregen stiegen die Pegel zahlreicher sächsischer Flüsse binnen kürzester Zeit vom Freitag zum Samstag stark an. Besonders dramatisch verschärfte sich die Lage in den Flussgebieten der Mulde und der Lausitzer Neiße mit ihren Nebenflüssen. In einem Keller eines Hauses in Neukirchen bei Chemnitz, starben am Samstag (07.08.2010) bei einem Hochwasser drei Menschen. Im tschechischen Grenzgebiet starben vier Menschen. Auch in Polen starb ein Mensch in den Wassermassen.

Besonders angespannt ist die Lage im Landkreis Görlitz entlang der Neiße an der polnischen Grenze. In der Stadt Zittau im Dreiländereck, wo Neiße und Mandau zusammenfließen stiegen die Pegel binnen Stunden besorgniserregend an. Bereits am Samstag Vormittag wurde hier am Pegelmesspunkt Zittau der Richtwert für die Alarmstufe 3 der Lausitzer Neiße überschritten. Binnen drei Stunden kletterte der Pegel der Neiße in Görlitz um vier Meter und erreichte einen Höchststand von sieben Metern. Normal sind 1,70 Meter. In Görlitz wie auch in weiteren Orten musste die Feuerwehr und Technisches Hilfswerk zahlreiche Menschen aus ihren Häusern evakuieren und in Notunterkünften unterbringen.

Unterhalb Zittau in Höhe Ostritz kam es zur Überflutung des Deiches sowie oberhalb Görlitz zum Durchbruch der Wassermassen der Lausitzer Neiße in Richtung Berzdorfer See. Beide Situationen führen zu einer Abflachung der Hochwasserwelle der Lausitzer Neiße und eine Einschätzung der Entwicklung am Pegel Görlitz ist derzeit kaum möglich. Aus jetziger Sicht wird erwartet, dass die Wasserführung auf diesem hohen Niveau verbleibt und bis Sonntag Mittag noch ansteigen wird.

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