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Von Bernd Hoeft.

Um im Falle eines Atemschutznotfalles ausreichend auf die veränderte Situation reagieren zu können, müssen von Führungskräften der Feuerwehren einige Dinge, zum Teil bereits im Vorwege beachtet werden. Zudem muss die gesamte Mannschaft auf einen solchen Fall vorbereitet sein, um ein adäquates, vernünftiges Handeln in dieser Extremsituation zu ermöglichen.

Um im Falle eines Atemschutznotfalles ausreichend auf die veränderte Situationreagieren zu können, müssen von Führungskräften der Feuerwehren einige Dinge,zum Teil bereits im Vorwege beachtet werden. Zudem muss die gesamte Mannschaftauf einen solchen Fall vorbereitet sein, um ein adäquates, vernünftiges Handeln indieser Extremsituation zu ermöglichen.Wer sich als Führungskraft erst mit Notfällen beschäftigt, wenn tatsächlich einer eintritt handelt nicht zeitgemäß und auch nicht den aktuellen Erkenntnissen der Unfallursachenforschung entsprechend. Es muss in diesem Falle bereits heute die Frage gestellt werden, ob man den Einsatz und seine Kameraden mit ausreichender Sorgfalt vorbereitet hat oder ob man sich eines Organisationsverschuldens aufgrund fehlender Notfall-Ablauf-Pläne bzw. entsprechender Strukturen potenziell schuldig macht. Die aus Notfällen gewonnenen Erkenntnisse und daraus resultierende Anforderungen an die Führung, Mannschaft, Ausrüstung und Ausbildung sind seit Jahren bekannt und mittlerweile ausreichend dokumentiert. Aufgrund der Verschiedenartigkeit der einzelnen Feuerwehren und der dort jeweils vorgehaltenen unterschiedlichen Technik sind Einsatzregeln jedoch nur in begrenztem Maße allgemein verbindlich zu erstellen, viel mehr ist eine individuelle Anpassung auf die jeweilige Feuerwehr notwendig. Grundsätzlich müssen bei der Erstellung von Einsatzkonzepten für Notfallsituationen jedoch immer wieder die gleichen Dinge berücksichtigt werden.

Unfälle

Keine Feuerwehr kann Zustände hundertprozentiger Sicherheit für Ihre unter PA vorgehenden Einsatzkräfte erschaffen. Da sie unter Zeitdruck dort zum Einsatz kommt, wo bereits eine Notsituation vorherrscht, kann dieses naturgemäß auch nicht erreicht werden. Im Umkehrschluss ist also damit zu rechnen, dass ein Unfall in den eigenen Reihen passieren kann. Unfälle passieren durch technische Defekte an der Atemschutztechnik, körperliche und psychische Unzulänglichkeiten (teilweise temporär auftretend), taktische Fehler, sich unkontrolliert verändernde Einsatzstellen (z.B. schnelle Brandausbreitung), Unwissenheit, Übermut und nicht zuletzt auch Murphys Law. Auch die Verkettung mehrerer „kleiner“ Fehler, wie beispielsweise unterlassene Kurzprüfungen, führen häufig zu nicht mehr beherrschbaren Situationen. Seit dem Jahre 2009 hatten die Feuerwehren Deutschlands bereits 2 getötete und 58 verletzte Kameraden zu beklagen [1]. Dabei kann jeder einzelne Unfall kontrovers diskutiert und bewertet werden. Viel wichtiger als „Nachtreten“ ist jedoch, Lehren aus den vergangenen Vorfällen zu ziehen und in seiner Einsatzvorbereitung sowie –durchführung zu berücksichtigen. Wem Orte wie Tübingen, Ibbenbüren, Köln und Berlin dabei noch immer unbekannt sind, dem sei eine weitergehende Information dringend anzuraten.

Die in [1] genannte Internetseite eignet sich ausgezeichnet zur entsprechenden Recherche.

Wenn wir Unfälle nun also nicht gänzlich ausschließen können, dann sollten wir wenigstens einige Dinge vorbereiten, um nicht schutzlos dazustehen wenn wir von einem Unfall „überrannt“ werden. Das bekannteste Mittel dazu kennen wir aus der FwDV7 [2], es heißt…

…Sicherheitstrupp

Da der Sicherheitstrupp das wohl „bekannteste“ Einsatzmittel zur Rettung eigener PATräger ist, erstaunt umso mehr, dass dieser zum großen Teil auch heute noch mit erschreckend wenig Ausrüstung und Ausbildung in den Einsatz geschickt wird/werden soll. Da stehen dann häufig zwei Kameraden/-innen ohne angelegten Atemanschluss (Maske) am Verteiler bereit, bewaffnet mit maximal einem Taschenmesser und einer Handlampe. In der Regel sind das dann auch noch neue oder unerfahrene Kameraden, oder diejenigen, welche sich heute „nicht so gut fühlen“. Eine unsinnige Auswahl. Verbunden mit einer zu hohen Erwartungshaltung, nämlich dass sie die Verunfallten wieder nach Hause holen, ist dieser Trupp zum Scheitern verurteilt. Bei fortgebildeten Wehren ist man sich bereits heute darüber im Klaren, dass ein Sicherheitstrupp nur als erste Maßnahme dienen kann und dann Weiteres folgen muss. Denn vergangene Unfälle sowie praktische Versuche (z.B. Phoenix, USA) zeigen, dass zur Bewältigung eines Atemschutznotfalles „mittlerer Härte“ mit einem Verunfallten vier bis sechs Trupps zur Rettung benötigt werden [3]. Bei steigendem Schwierigkeitsgrad durch z.B. bauliche Gegebenheiten können das sogar noch deutlich mehr werden. Das Leistungsvermögen eines einzelnen Sicherheitstrupps ist also viel geringer als bisher angenommen. Trotzdem ist dieser Sicherheitstrupp die erste wichtige Komponente zur Rettung. Er dringt idealer weise schnell zum Verunfallten vor, meldet die vorgefundene Situation nach draußen, versorgt ggf. mit weiterer Atemluft, oder führt eine Crash-Rettung in den sicheren Bereich durch. Eine qualifizierte Rettung kann er meist aufgrund eigener begrenzter Ressourcen nicht vollumfänglich leisten. Hier hat ein geeignetes Konzept zu greifen (SiTr-Konzept).

Konzepte

Wie oben bereits festgestellt, ist der Sicherheitstrupp nur eine „Erstmaßnahme“ eines Gesamtkonzeptes zur Unglücksbewältigung. Da er schnell zum Verunfallten vordringen soll, ist seine Ausrüstung möglichst gering zu halten, eine Überbelastung des Trupps ist zwingend zu vermeiden. Um jedoch den verunglückten Kameraden mit Atemluft zu versorgen, muss man diese natürlich mitführen. Hier haben sich Einsatztaschen für den SiTr. mit Schleifboden der einfache Lösungen wie beispielsweise das „Kölner Bündel“ bereits deutlich bewährt und sollten zum allgemeinen Standard der Atemschutzausbildung gehören. In intensiven Atemschutznotfalltrainings (ANT) können alle PA-Träger zudem die notwendigen Handgriffe für den Umgang mit diesen Geräten schnell erlernen.

Wie ein Sicherheitstrupp-Konzept im Einzelnen aussieht, wird durch die Einsatzstelle und das spezifische Gefahrenpotenzial bestimmt. Sicherheitstrupps können durch Mehrflaschen-PA (2x300bar 6 Liter) durch zusätzliche Atemluft gestärkt oder personell aufgerüstet werden. Es kann zudem durchaus sinnvoll sein, dass der Sicherheitstrupp durch einen weiteren (schweren) Trupp, bestehend aus vier Kameraden mit formstabilem Rettungsgerät unterstützt wird, weshalb man diese Form auch Ergänzungs-, Unterstützungs oder Erweiterungstruppkonzept nennt. Der schwere Trupp führt dabei diejenigen Gerätschaften nach, die durch den SiTr angefordert werden, nachdem dieser die Lage vor Ort inspiziert hat. Zudem hat dieser Trupp z.B. eine Schleifkorbtrage zur qualitativ hochwertigen Rettung des Verunfallten anbei. Aufgrund seiner Rüstzeit wird dieser zweite Trupp in der Regel zeitversetzt zum Sicherheitstrupp in den Einsatz gehen. Dadurch ergibt sich eine (positiv zu bewertende) Verlängerung der möglichen Gesamtrettungszeit. Ein Abbruch des SiTr. aufgrund eigenen Luftmangels führt somit nicht zum Abbruch der gesamten Rettungsmaßnahme. Nimmt die Einsatzstelle jedoch größere Ausmaße (durch Raum oder Gefahr) an, so kann selbst dieses Konzept an seine Grenzen stoßen. Hier kann der Einsatz eines oder mehrerer SET (Schnelleinsatzteam – auch RIT „rapid intervention team“ genannt) sinnvoll sein. Ein SET besteht dabei aus einer kompletten taktischen Einheit (Gruppe) mit dem alleinigen Einsatzauftrag zur Sicherheit der PA-Träger.

Personelle Anforderungen

Einsatzkräfte, die als Sicherheitstrupps tätig werden, führen stets einen hochriskanten Einsatz durch, der körperliche und psychische Grenzen berührt. Für diese Aufgabe sind daher qualifizierte und körperlich fähige Kameraden auszuwählen. Da der Einsatz im Sicherheitstrupp durch emotionale Einflüsse zusätzlicher Stressbelastung unterliegt, sollten erfahrene und gefestigte Kameraden eingesetzt werden.

Ausbildung

Eine zumindest jährlich wiederkehrende Heißausbildung in Brandsimulationsanlagen ist für alle PA-Träger der Feuerwehren notwendig. Diese kann in gasbefeuerten Anlagen zum Erlernen von taktischen Maßnahmen sowie in feststoffbefeuerten Anlagen zum Kennenlernen von Rauchphänomenen durchgeführt werden. Optimal ist es, wenn beide Varianten den Kameraden zur Ausbildung angeboten werden. Dabei sollte jedoch keine (leider häufig anzutreffende) übertriebene Härte durch extreme Hitze oder Ausbildungsziele gelten. Wichtiger als das ooh! ist das aha! Zumindest die Sicherheitstrupps sollten zudem in regelmäßigen Notfalltrainings (ANT) auf ihre schwere Aufgabe vorbereitet werden. Dort erlernen sie neben theoretischen Aspekten der Notfallrettung (Ursachen, Erkenntnisse) alle Handgriffe zum Durchführen der Suche, Crashrettung, der Atemluftversorgung, sowie dem qualitativen Transport von verletzten PATrägern. Da in keiner dem Verfasser bekannten Feuerwehrvariante eine Trennung zwischen reinen Einsatz- und Sicherheitstrupps existiert, sind folgerichtig ALLE PATräger entsprechend auszubilden. Ein Pluspunkt ist das Erlernen von Techniken, die im Falle eines eigenen Notfalles hilfreich sind. Wer die Vorgehensweise eines Sicherheitstrupps kennt, wird auch seine eigene Rettung als Opfer mit anderen Augen sehen, als ein untrainierter, der nicht weiß was auf Ihn zukommt. Zudem wird das Verständnis bei Kameraden, die in Bereitstellung als SET oder Sicherheitstrupp stehen gestärkt. Denn niemand mag gerne alarmiert werden, um dann nur herum zu stehen.

Ausrüstung

Neben der persönlichen Schutzausrüstung gem. FwDV7 sollte jeder Atemschutzträger mindestens über ein Schneidwerkzeug (Einhandmesser oder Schere) verfügen und eine  Bandschlinge mit Karabiner am Mann haben. Diese Ausrüstungsgegenstände sind nicht sehr hochpreisig und können jedem Kameraden auch in kleinen Feuerwehren zur Verfügung gestellt werden. Wünschenswert ist zudem die Anschaffung von Notsignalgebern (wie bereits seit Jahren in der FwDV7 beschrieben). Der Sicherheitstrupp führt in seiner Tasche (Pack) mindestens Atemluft, Bandschlingen, wenn vorhanden Reserveschlüssel für Notsignalgeber und ein Rettungstuch mit. Weitere Ausrüstungsgegenstände, wie z.B. atemluftversorgte Rettungsmasken (z.B. Respi-Hood) sind wünschenswert. Sofern möglich sollten Wärmebildkameras zur Verfügung gestellt werden. Spätestens bei Mayday-Meldung ist eine weitere Kamera für den Rettungseinsatz anzufordern.

Äußere Erfordernisse

Grundsätzlich können Einsätze nur erfolgreich abgeschlossen werden, wenn bereits im Vorwege die notwendigen Führungs- und Kommunikationsstrukturen existieren und den Gegebenheiten der Einsatzstelle angepasst sind. So wird noch immer an den „Vorteilen“ einer zentralen Atemschutzüberwachung sowie dem beliebten Atemschutzkanal für alle PA-Träger festgehalten, welche im Falle eines Notfalles schnell überlastet werden. Besser geeignet sind i.d.R. kleinere autarke Einsatzabschnitte, mit eigenen Überwachern und Kommunikationswegen (Kanälen).

Diese Abschnitte bereits in der frühen Einsatzphase zu bilden, ist Aufgabe einer funktionierenden Einsatzleitung. Zudem sind ausreichende Reserven auch für Notfälle vorzuhalten, denn wie oben bereits geschrieben können diese nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Reservenvorhaltung gemäß FwDV 100 [4] betrifft also im Besonderen auch den Atemschutzeinsatz und dem möglichen Sicherheitstruppeinsatz. Neben den personellen Reserven können zudem Vorkehrungen wie Anleiterbereitschaft den Einsatzerfolg eines Angriffs- und Sicherheitstrupps begünstigen, wenn nicht sogar erst ermöglichen. Die Führungskräfte der Feuerwehren sind aufgefordert zu handeln und ihre Wehren vorzubereiten. Sicherheit für die eingesetzten Feuerwehrkameraden muss das höchste Ziel sein. Informationen und Hilfen im Bereich ANT sind ausreichend im Internet oder an Schulen und Verbänden vorhanden und sollten genutzt werden.

Zur Person

Der Verfasser Bernd Hoeft, stv. Zugführer bei der Feuerwehr Itzehoe, bildet als Seminarleiter Atemschutznotfalltraining“ beim Kreisfeuerwehrverband Steinburg mit seinem Team Atemschutzträger regelmäßig für den Sicherheitstruppeinsatz aus. Er unterstützt bei der Erstellung von weiter führenden Konzepten, sowie bei der standortbezogenen Fortführung der Ausbildung innerhalb der einzelnen Wehren. Er führt regelmäßig Heißausbildung in gas- sowie holzbefeuerten Übungsanlagen durch. Die Ausbildung zum „Notfalltrainer“ erhielt er durch die Feuerwehrakademie in Hamburg.

Quellen:

[1] Atemschutzunfaelle.eu

[2] Feuerwehrdienstvorschrift 7 / Atemschutz

[3] Versuche Phoenix (USA)

[4] Feuerwehrdienstvorschrift 100 / Führung und Leitung im Einsatz

Kommentare

13 Kommentare zu “Notfall drinnen, Notstand draußen?” (davon )

  1. Cimolino am 1. September 2010 08:59

    Hallo,

    weder in der FwDV 7 noch in der FwDV 100 steht zu einigen der richtig angerissenen Themen im Umfeld des Atemschutznotfalls sonderlich viel Verwertbares. (Übrigens auch nicht in der FwDV 3 zum Löscheinsatz.)

    Als weitere Quellen vermute ich daher direkt oder indirekt:

    Zum Atemschutznotfall und dessen Bewältigung:
    http://www.einsatzpraxis.org/de/home/buecher/atemschutz_-_notfallmanagement.html

    Zum Atemschutzeinsatz an sich (seit 1999 schreiben wir da auch was zum Thema Ausrüstung, Führung, Abschnittsbildung, Ausbildung, SiTr usw.):
    http://www.einsatzpraxis.org/de/home/buecher/atemschutz.html

    Zu Führung und Kommunikation (seit 2000…):
    http://www.einsatzpraxis.org/de/home/buecher/einsatz-_und_abschnittsleitung.html
    http://www.einsatzpraxis.org/de/home/buecher/kommunikation_im_einsatz.html

  2. René am 2. September 2010 13:58

    Moin,
    und genau dies ist ja auch vieler Orts das Problem! Denn was nicht in der FwDV geschrieben steht ist also damit auch nicht bindend! Nichts für ungut Cimolino, die vorgestellten Lektüren sind sicher qualitativ sehr anspruchsvoll, doch dies interessiert leider nur sehr wenige. Denn so lange sich in den Dienstvorschriften nichts tut, kannst Du die Bücher auch auf dem Flohmarkt verkaufen. Sicher gibt es den einen oder anderen Atemschutzgeräteträger der die Bücher auch für 50 Euro aus der Hand reißt, doch was bedeutet dies schon? Ist dieser ernsthaft in der Lage etwas zu bewirken? Ich denke eher nein. Und wenn ja, dann gehört dieser eher zu den Ausnahmen die etwas erreichen konnten. Bitte entschuldige, aber ich weiß hier ganz genau wo von ich hier schreibe. Denn als ehem. Leiter Atemschutz habe ich viele Kämpfe bitter verlieren müssen. Ich habe nicht nur in meiner Wehr sachliche und sensibilisierende Gespräche geführt, sondern auch auf anderen Ebenen. Und immer wurde mir die Tür vor dem Gesicht zugeschlagen. Denn es kam immer dat Gleiche heraus; denn entscheidend ist was in der Vorschrift geschrieben steht! Und nichts anderes.

  3. Dutzend Ärgernisse bei der Feuerwehr « Das dreckige Dutzend am 2. September 2010 17:43

    […] warum sich mit dem Thema so selten und so oberflächlich auseinandergesetzt wird. (Tipp: Nofall drinnen, Notstand draußen? fwnetz.de). Allerdings ist der nächste Punkt eine oft gehörte Antwort, warum gewisse Dinge […]

  4. B.Hoeft am 2. September 2010 19:58

    Hallo,
    natürlich habe ich auch jede Menge Wissen aus (einigen) der zitierten Werke gezogen. Manch anderes jedoch auch in Vorträgen (zum Beispiel bei Ulrich oder Jan….Beispiel Pfarrkirchen!). Was nun genau wo gelernt wurde, vermag ich aber nun nicht mehr zu sagen. Mir gings eher um die Sache.  Und  natürlich kommt man um die Lektüre dieser Bücher nicht herum, wenn man sich tiefer mit der Thematik beschäftigen will.
    Wichtig ist, dass die noch nicht zum Umdenken entschlossenen, regelmäßig mit mundgerechten Häppchen angeködert werden. Das war meine Intention. Daher auch die teilweise nur oberflächliche Nennung abendfüllender Themen.
    Viele Grüße
    Bernd

  5. Cimolino am 2. September 2010 21:53

    @Rene:
    Natürlich wissen wir leider nur zu genau, wie die Situation „an der Basis“ so ist, genau deshalb mühen wir uns ja seit ungefähr 20 Jahren über die Basis das zu ändern, was von oben trotz aller Versuche immer noch mindestens 10 Jahre länger dauert… (vgl. Diskussion um Reform der FwDV 3/4 – und unseren Vorschlägen von 1990/91!).
    An den Vorschriften wirksam etwas zu ändern bedeutet heute i.d.R.
    – erst eine Mehrheit dafür finden!
    – darüber dann den Änderungsdruck groß genug zu machen
    – Zustimmung bei den dafür Zuständigen zu finden
    (ich setze voraus, dass der, der Kritik an den Vorschriften äußert, natürlich bereit ist, an der Überarbeitung mitzuwirken…)

    Es bringt aber herzlich wenig, Vorschriften zu Themen anzugeben, zu denen so gut wie (oder gar) nichts darin enthalten ist.
    Deshalb schreiben wir seit der Endlosdiskussion um die FwDV 3/4 mit dem Ergebnis der neuen „Allvorschrift“ FwDV 3 nun die SER-Reihe weiter fort und versuchen die Hintergründe für die Fachdiskussion über die Bücher zu schaffen.

    Leider muss ich allen sagen, dass es künftig nicht einfacher, sondern nur noch komplizierter wird, auf den vorhandenen Instrumentarien weiter sinnvoll zu „spielen“, weil
    – die Instrumente werden mehr…
    – die Noten werden vielfältiger
    – die Geschmäcker auch

  6. Cimolino am 2. September 2010 21:55

    @ B. Hoefs,

    ich kenne das Problem seit gut 20 Jahren…
    Deshalb versuchen wir auch aktiv daran zu arbeiten. Die genannten Grundlagenwerke („FwDV-en“) bieten zu den Detailfragen allerdings so gut wie keine Informationen…
    Die liefern wir – und das seit über 10 Jahren…

  7. B.Hoeft am 3. September 2010 11:46

    …und das macht ihr ja auch ausgezeichnet!
    Alles wird gut. Denkt Euch einfach die Querverweise weg. ;-)

  8. TilMar am 3. September 2010 18:20

    Also ich kenn die „Argumente“ gegen Atemschutznotfalltrainings wie „Bei uns passiert das nicht, wir haben nur normale Wohnhäuser, da passiert 1. nix und 2. ist da einer schnell rausgeholt.“
    Mehr sage ich dazu nicht. Naja vielleicht das noch: mit dem SA in den IA wird auch noch gemacht …

  9. Christian Lewalter am 3. September 2010 22:36

    @TilMar SA im IA ist z.B. in Österreich und Skandinavien Standard.

  10. TilMar am 4. September 2010 10:02

    @CL ja ich weiß, aber ich finde es bei uns nict gut, weil geglaubt wird, man könne dann noch über den verteiler 2 c-rohre betreiben. der druck eicht überhaupt nicht aus, HSR brauchen ja einen bestimmten druck. und obwohl man sieht, dass es nicht funktioniert, wird es weiter gemacht …
    imho hätte ichd en ganzen SA aus dem auto geschmissen und stattdessen c schläuche als buchten gelegt …

  11. Christian Lewalter am 4. September 2010 16:24

    Letzteres ist unumstritten die beste Lösung! Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe. Kostet 10% vom formfesten SA, nimmt 10% Platz weg und wiegt nur 10%. Kann aber 100% vom formfesten!

  12. René am 4. September 2010 19:18

    @Christian: Es freut mich wirklich ernsthaft, dass andere Länder eine gesündere Einstellung zum diesen Thema haben. Aber leider bringen uns solche Erkenntnisse hier auch nicht weiter. Denn WIR haben hier die Probleme, und genau um diese geht es letzten Endes.
    Ich finde es schon bedenklich dass das Thema „Fußpilz“ (jetzt im allgemein gesprochen) eine gößere Aufmerksamkeit geschenkt bekommt, als dieses Thema um welches wir uns hier unterhalten. Denn viele Kameraden machen den Job unter PA FREIWILLIG, und dann wird man so im Stich gelassen. Dies ist ein Zustand den man nicht gelten lassen kann. Erst recht nicht solche Aussagen wie „Bei uns passiert so etwas nicht!“ Nun sicher wurde es auch in den Wehren gesagt, wo Fw Angehöhrige im einem Innenangriff zu Schaden gekommen sind! Irgendwie „komisch“ oder?

  13. B.Hoeft am 5. September 2010 18:00

    Hier übrigens noch meine Kontaktadressen, da mich ein, zwei Leute nicht erreichen konnten:
    bernd.hoeft@feuerwehr-itzehoe.de
    http://www.facebook.com/bernd.hoeft
    Danke, weitermachen.. ;-)

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