Rezension: “Atemschutz-Notfallmanagement”
3. September 2010 von Stefan Cimander
(sc). „Der beste Sicherheitstruppeinsatz ist der, der gar nicht erst stattfinden muss“ schreiben die Autoren des Buchs „Atemschutz-Notfallmanagement“ zu Beginn. Weil dieser Einsatz jedoch nicht auszuschließen ist, legt das Buch in 14 Kapiteln theoretische und praktische Grundlagen für Ausbildung, Taktik und Organisation eines Atemschutznotfallkonzepts dar. Aufgepasst: Unter allen Lesern die diesen Artikel kommentieren, verlose ich ein Exemplar des Buches. Mehr dazu am Ende des Artikles.
Einteilung des Buches
Das Buch lässt sich in einem theoretischen und einen praktisch-taktischen Teil gliedern. Der theoretische Teil stellt die historische Entwicklung, Unfallursachen, Sicherheitstruppkonzepte und -typen dar. Im praktisch-taktischen Teil behandeln die Autoren die Einsatzvorbereitung und -planung, die Tätigkeiten des Sicherheitstrupps, Varianten der Atemluftversorgung, Varianten der Sofort- und schonenden Rettung, Verhalten in Notfällen, Retten aus Höhen und Tiefen sowie die Ausbildung.
Inhalt der Kapitel
Das erste Kapitel stellt knapp die „historische Entwicklung des Sicherheitstrupps“ dar. Erst mit dem tödlichen Unfall von Brandmeister Stampe (Feuerwehr Köln) trat der Sicherheitstrupp ins Bewusstsein, schreiben die Autoren.
Im Kapitel „Ursachen für Atemschutznotfälle“ indizieren die Autoren externe und menschliche Faktoren, die zu einem Atemschutznotfall führen können. Dabei konstatieren sie, dass Unfälle meist in einer Kausalkette begründet liegen.
Kapitel 3 beschreibt ein Sicherheitstruppkonzept. Dabei stellen die Autoren eine Liste mit Anforderungen auf. Zugleich fordern sie realistische Planungsgrundlagen bezüglich Personalressourcen und Kooperation mit anderen Feuerwehren. Jeder Sicherheitstruppeinsatz ist neben rechtlichen auch einem zeitlichen Aspekt unterworfen, wie die Autoren betonen.
Im Kapitel „Sicherheitstrupptypen“ stellen die Autoren verschiedene Konzepte von leichtem, schwerem und kombiniertem Sicherheitstrupp, SET- bzw. On-Deck-Konzept vor und charakterisieren Ausrüstung, Taktik und Ausbildung. Dabei akzentuieren die Autoren, dass ein Sicherheitstrupp gut geplant und ausgebildet sein muss. Besonders interessant ist das Thema Sicherheitstrupp und ABC-Einsatz, das ein wenig beschriebenes Thema darstellt. Die Autoren zeigen den enormen Personalbedarf, legen aber auch Probleme der Rettung und die Vereinbarkeit von FwDV 500 und FwDV 7 dar.
Kapitel 5 widmet sich der „Einsatzvorbereitung und -planung für einen erfolgreichen Sicherheitstruppeinsatz“. Die Autoren bringen zum Ausdruck, dass nur mit der richtigen Führungsstruktur, einer geeigneten AAO und Reserveplanung sowie einer belastbaren Kommunikationsinfrastruktur ein Atemschutznotfall zu bewältigen ist. Dazu gehören auch taktische Ventilation und ein umfangreiches Verständnis von Atemschutzüberwachung.
Das Kapitel „Tätigwerden des Sicherheitstrupps“ beschreibt die Bereitstellung, Tätigkeiten während Bereitstellung, Einsatz, Suchen und Retten des verunglückten Trupps. Dass ein Sicherheitstrupp nicht nur seine Zeit „absitzt“, sondern am Einsatz aktiv teilnimmt, erörtern die Autoren anhand von möglichen Tätigkeiten, die der Sicherheitstrupp wahrnehmen kann. Gerade das Suchen und Retten beschreiben die Autoren intensiv. Dabei zeigen die Autoren durch Gegenüberstellung die Vor- und Nachteile von schonender und Sofortrettung.
In Kapitel 7 „Varianten zur Sicherstellung der Atemluftversorgung“ geben die Autoren verschiedene Arten und das Vorgehen bei der Sicher- und Wiederherstellung der Atemluftversorgung wieder. Die Autoren kritisieren insbesondere die Fixierung auf den Maskenwechsel und plädieren als einfachste Methode auf den Wechsel des Lungenautomaten.
Im Kapitel „Varianten der Sofortrettung“ erläutern die Autoren Taktik und Ausrüstung zur Rettung von Atemschutzgeräteträger. Die Autoren legen dar, dass zu viele Hilfsmittel den Trupp langsam machen. Die Ausbildung der Rettungsmethoden muss so einfach wie möglich gestaltet sein. Die Autoren zeigen dazu verschiedene Rettungsverfahren. Im folgenden Kapitel „Varianten zur schonenden Rettung“ legen die Autoren dagegen Taktik und Hilfsmittel für eine schonende Rettung dar.
Dass sich ein verunfallter Trupp in gewissem Maß selbst helfen kann, legen die Autoren im Kapitel 10 „Verhalten in Notfällen – Selbsthilfe bzw. Selbstrettung“ dar. Dazu gehören neben dem korrekten Mayday-Ruf auch bestimmte Reflexhandlungen, wie z.B. der Griff zum Flaschenventil.
Im Kapitel „Rettung aus Höhen und Tiefen“ schildern die Autoren Varianten der Fremd- und Eigenrettung aus Höhen bzw. Fremdrettung aus Tiefen.
Die Atemschutzausbildung ist mehrfach Thema, ist aber in Kapitel 12 „Ausbildung – Notfalltraining“ nochmals primärer Gegenstand. Zur Ausbildung gehört neben der Wiederholung von Grundlagen auch die Realitätsnähe. Teil der Ausbildung muss aber auch die Psychologie sein, insbesondere die Entstehung von Stress und das Stressmanangement. Das Thema Informationsverarbeitung spielt hierbei eine wichtige Rolle. Hat ein Atemschutzgeräteträger diese Problematik gelernt zu verarbeiten bzw. ihr zu entgegnen, ist ein wichtiger Baustein der Ausbildung gegeben. Die Autoren geben weiterhin Beispiele für Übungen und beschreiben das grundsätzliche Vorgehen beim Aufbau einer Atemschutznotfall-Ausbildung.
Im vorletzten Kapitel „Entwurf einer SER“ beschreiben die Autoren den Vorteil einer Standard-Einsatz-Regel für einen Sicherheitstruppeinsatz. Im letzten Kapitel finden sich ein Vordruck für eine Unfallmeldung, eine Checkliste zur Dokumentation der Übergabe einer Einsatzstelle und eine Ausbildungsempfehlung für die Atemschutz-Notfalltraining mit Beispielen.
Zusammenfassung
Als roter Faden zieht sich das Thema Ausbildung durch das Buch. Mehrfach kritisieren die Autoren den Status quo der Ausbildung und der vermittelten Ausbildungsinhalte sowie die mangelnde Intensität der Ausbildung. Diese Kritik bezieht sich, sowohl auf die Führungskräfte, als auch auf die Atemschutzkräfte – egal ob hauptamtlich oder freiwillig. Analog dazu konstatieren die Autoren auf Seite der Einsatzkräfte eine mangelnde Bereitschaft sich eine „Mayday“-Situation einzugestehen.
Dies liegt – wie man immer wieder zwischen den Zeilen lesen kann – an einem kulturellen Problem und der vorherrschenden Mentalität in deutschen Feuerwehren, die „Hilfe rufen“, „Hilfe annehmen“ und mit Nachbarfeuerwehren kooperieren nicht zulässt.
Kooperation ist aber wegen des Ressourcenbedarfs bei einem Atemschutznotfall notwendig, wie die Autoren dokumentieren. Das kulturelle Problem führt insgesamt zu Konzeptlosigkeit bei der Einsatzvorbereitung und Fehler in der Ausbildung bzw. falschem Heldentum bei den Atemschutztrupps. Im Grunde konstatieren die Autoren, dass viele Feuerwehren mit einem komplexen Atemschutz-Notfallmanagement überfordert sind.
Nicht minder kritisch weisen die Autoren auf andere Missstände hin, z.B. der laxe Umgang mit der G26.3 Untersuchung, bzw. hinterfragen die persönliche Schutzausrüstung (Feuerwehrhaltegurt).
Insbesondere die geringe Rezeption von und Diskussion über die vorliegenden Unfallberichte, stimmt die Autoren nachdenklich, was die Lern- und Anpassungsfähigkeit des Feuerwehrwesens betrifft. Dies zeigt sich daran, dass z.B. der Sicherheitstrupp in der FwDV 7 geringe Aufmerksamkeit erhält.
Das Buch spricht weiterhin Aspekte an, über die sich Feuerwehren und Einsatzkräfte wenig oder keine Gedanken machen, wie z.B. Rückzugsignale, Fortführung des ursprünglichen Einsatzes bei einem Atemschutznotfall, Anpassung der AAO an den Atemschutznotfall bzw. erweiterte Aufgaben der Atemschutzüberwachung.
Zugleich widerlegen die Autoren den „Abweichen-von-der-UVV“-Mythos und zeigen physische und zeitliche Restriktionen eines Sicherheitstrupps, die in dieser Form in der Ausbildung wenig thematisiert werden, eben weil kein tragbares Konzept vorhanden ist oder man sich bestimmte Aspekte nicht eingestehen will.
Ein gänzlich unbekanntes bzw. wenig rezipiertes Thema greifen die Autoren mit dem Komplex „Sicherheitstrupp und Atemschutzunfälle im ABC-Einsatz“ auf. Neben der Komplexität zeigen die Autoren den um ein vielfaches erhöhten Ressourcenbedarf auf. Spätestens hier zeigen die Autoren deutlich, dass es ohne Kooperation, intensive Ausbildung und einem Konzept zu keiner erfolgreichen Rettung kommt.
Kritik des Rezensenten
Kritisch aus Sicht des Verfassers (der Rezension) ist die sehr kurz geratene historische Betrachtung des Sicherheitstrupps. In diesem Kapitel hätten die Autoren eine Analyse für das noch immer bestehende „stiefmütterliche“ Dasein des Sicherheitstrupps darlegen können. Offenbar liegt dieses in der Feuerwehrgeschichte bzw. dem schon mehrfach erwähnten kulturellen Problem begründet
Weiterhin ist die Beschreibung der Ausrüstung, die Taktik und Organisation des SET leider über mehrere Kapitel verteilt, sodass das SET erst gegen Schluss des Buches Kontur gewinnt.
Fazit
Die Autoren exponieren, dass die Atemschutz- und Sicherheitstruppausbildung angepasst werden muss. Der Vorschlag einen Atemschutzlehrgang II einzuführen, dem als Schwerpunkt das Thema Atemschutznotfallmanagement zu Grunde liegt, ist – auch vor den im Buch beschriebenen Problemen und Anforderungen – zuzustimmen.
Das Buch „Atemschutz-Notfallmanagement“ ist damit eine Pflichtlektüre für die Einsatzplanung und -vorbereitung sowie für die Ausbildung. Gerade weil kulturelle Probleme und nicht existierende Dienstvorschriften dem Atemschutz-Notfallmanagement entgegenstehen, stellt das Buch wichtige Grundlagen dar, die von allen an einem Einsatz beteiligten unbedingt rezipiert werden sollten. Kaufen – lesen – anwenden! (Autor der Rezension: Stefan Cimander, www.fwnetz.de)
Cimolino, Ulrich; Adrian Ridder; Björn Lüssenheide; Christian Reeker, Jan Südmersen: Atemschutz-Notfallmanagement: Organisation, Ausbildung und Ausrüstung für Sicherheitstrupps und Schnelleinsatzteams. Hrsg. v. Ulrich Cimolino. Verlag Ecomed Sicherheit. Heidelberg 2010. 268 Seiten. ISBN 978-3-609-77484-8. Preis 44,95 Euro.
[Update: 06.09.10] Verlosung
Unter allen Lesern, die die Rezension kommentieren, verlose ich ein Exemplar des Buches.
Alles was Du tun musst, ist unter dem Artikel „Rezension: Atemschutz-Notfallmanagement“ Deinen Kommentar hinterlassen und eine gültige Emailadresse angeben. Der Kommentar selbst muss sich nicht direkt auf die Rezension beziehen, sollte aber mit dem Thema Atemschutz-Notfallmanagement zu tun haben. Die Verlosung endet am 20. September um 18 Uhr. Ich benachrichtige den per Los ermittelten Gewinner dann in einer Email. Wer nicht unter dieser Email erreichbar ist, geht leer aus.
[update 20.09.10] Gewinner der Verlosung
Die Verlosung des Buchs Atemschutz-Notfallmanagement ist zu Ende. Gewonnen hat Michael Arens, der Autor, der Kommentar Nr. 11 abgegeben hat. Die Zufallszahl habe ich mit Hilfe von random.org ermittelt.
Ich bedanke mich beim Ecomed Verlag, der so freundlich war, mir je ein Exemplar für die Rezension und die Verlosung zur Verfügung zu stellen.
- Link zum Datensatz in der Deutschen Nationalbibliothek
- Link zum Produkt bei ecomed
- Pressemeldung von ecomed
- Link zur Webseite Einsatzpraxis
- Rezension auf feuerwehrleben.de (incl. Verlosung)








Das Thema Atemschutznotfall wird bei uns in der Wehr im Block “Atemschutz” mit eingebunden (wir bilden in der Abteilung blockweise aus).
Allerdings muss man anerkennen, dass zu wenig Zeit und Ausbildung in diesen wichtigen Komplex investiert wurde und wird. Wie dies zu ändern ist, wird derzeit bei uns überprüft und getestet.
Aufgrund dieser tollen Rezension werde ich mir das Buch vermutlich noch diese Woche bestellen !! (#01)
Ein so komplexes wie wichtiges Thema. Leider wird es in vielen Freiwilligen Feuerwehren, aufgrund des hohen Zeitaufwandes für die Ausbildung immer noch Stiefmütterlich behandelt. (#02)
Es ist zudem so, dass viele Wehren immer noch nicht wahr haben wollen, das Atemschutznotfälle überall und immer passierern können…. (#03)
Eigentlich müsste es selbstverständlich sein, das Atemschutz-Notfallmanagement in den Feuerwehr-Dienstvorschriften ausreichend behandelt wird. Aber die DVen sagen dazu nur sehr wenig bis gar nichts aus. Leider zeigen aber die bekannt gewordenen Unfälle, wie wichtig die richtige Ausbildung und das vorhanden sein eines Notfallkonzeptes ist! In vielen Wehren hat man aber leider das noch gar nicht erkannt. Wie war das noch: Sicherheitstrupp stellen die “Frischlinge”, die gerade ihren AGT-Lehrgang absolviert haben? Sicherheitstrupp stellen diejenigen, die sich gerade nicht ganz fit fühlen? Der Sicherheitstrupp hat überhaupt keinen Plan, welche Ausrüstung er bei Tätigwerden braucht und wo sich der in Not geratene Trupp befinden könnte? Es könnte einem Angst un Bange werden. Gut, das solche Fachbücher geschrieben wurden. Und jetzt müssen sie nur noch von den richtigen Leuten gelesen und der Inhalt auch umgesetzt werden. (#04)
In München wird momentan an einem Atemschutznotfallkonzept gearbeitet, bei dem extra ausgebildete Feuerwehrleute in einem speziellen dafür ausgestatteten Fahrzeug direkt ausrücken können. Die bisherige Vorstellung des Konzepts klingt für mich recht vielversprechend, auch wenn es wohl noch ne Weile dauern wird, bis das ganze final umgesetzt wird (Bürokratie lebe hoch! :D). (#05)
Nach deiner Rezension und der auf feuerwehrleben.de ist eins klar: Das Buch wird gekauft. Im Buch Atemschutz aus der gleichnamigen Reihe waren ja schon einige interessante Details zum Thema Atemschutznotfall, um so besser wenn sich ein eigenes Buch diesem wichtigen Thema widmet. (#06)
Ich habe das Buch bei einem Freund in der Hand gehabt und auch kurz reingucken können.
Ich denke das sich so einige Leute wundern wie viel man über das Thema SiTr schreiben und auch lernen kann. Leider ist es ja wirklich ein stiefmütterlich behandeltes Thema vorallem in den FF´s.
Meiner Meinung nach ist der SiTr einer der schwersten und anspruchsvollsten Job´s in der Feuerwehr. Deshalb keiner für Blutjunge Frischlinge! (#07)
Hab das Buch auch schon auf meiner Amazon Wunschliste ;-) (#08)
ja in den FF wird das thema gerne mal “verschwitzt” – oder sehr oberflächlich behandelt. :( (#09)
Konnte am Samstag in Vockenhausen einen kurzen Blick in das Buch werfen und werde es mir wohl kaufen sollte es mit dem Gewinnen nichts werden… (#10)
Hallo,
das Buch gehört sicherlich zur Pflichlektüre. Vorallem wenn man das Buch “Atemschutz” aus der Reihe schon besitzt.
Ich habe auch einige dieser Bücher aus der Reihe, allerdings ist der Preis in letzter Zeit doch recht hoch geworden!
Gruß
Michael (#11)
Hallo,
viele Freiwillige Feuerwehren beschäftigen sich mit dem Thema Atemschutznotfall. Allerdings gibt es aus Sicht der FwDv kaum Vorgaben. Wir haben diese Buch für die Feuerwehr gekauft, d.h. die Gemeinde hat ein Exemplar dieses Buches gekauft und jeder der möchte kann es anschauen und lesen.
Nur anschauen hilft leider halt auch noch nicht. Ich denke jede Feuerwehr sollte sich auf dieses Thema so gut es geht vorbereiten, dazu ist dieses Buch eine Pflicht Lektüre.
Ein Atemschutznotfallkonzept im dem immer ein extra Fahrzeug nur für diesen Fall vorgehalten wird wäre sehr Wünschenswert. Leider aber wahrscheinlich praktisch kaum durchführbar. (#12)
Das Manko ist hier mal wieder, dass es Jahrzenhte dauert, bis diese Erkenntnisse sich in FwDV niederschlagen und an den Feuerwehrschulen entsprechend gelehrt werden. Und bis dahin? Jede Feuerwehr oder jeder Landkreis strickt sich seine eigene Variante – im günstigsten Fall. (#13)
Solange überhaupt etwas gestrickt wird, ist das schon besser als die Vergangenheit.
Inzwischen gibt es in meiner Wehr immerhin einen Plan, wie sich auf einen Atemschutznotfall vorbereitet wird. Fehlt nur noch die Ausbildung und dafür sind in dem Buch auch einige interessante Möglichkeiten beschrieben. (#14)
Wäre das ideale Begleitwerk für den im November geplanten Atemschutzworkshop bei uns im Kreis. Ein Part der praktischen und theoretischen Ausbildung wird hierbei auch das Atemschutznotfallmanagement sein. Hoffe das Buch findet dabei Verwendung und wir können den Teilnehmern die Möglichkeiten im Atemschutznotfallmanagement näher bringen. (#15)
Vielen Dank für die gute Rezension. Das Buch steht damit auch auf meiner Amazon Wunschliste. Für die Atemschutzausbildung am Standort unerlässlich.
MFG
Jan (#16)
@Michael87:
solche Atemschutznotfallteams gab es auch vereinzelt in anderen Ländern. Mir liegen keine Informationen vor, dass sich das irgendwo durchgesetzt bzw. echt bewährt hat…
Für nähere Infos dazu wäre ich dankbar.
Ein Buch, nicht nur für Ausbilder im Atemschutz, sondern auch für Führungskräfte, um ihnen die Augen zu öffnen und sie für das Thema zu sensibilisieren…
Das Buch ist ein “must have”! (#17)
Hat nicht die BF Berlin auch ein solches Konzept vorgestellt ?
Eine Einheit ist speziell auf AS Notfälle ausgebildet und wird automatisch ab einer bestimmten Lage mitalarmiert.
Leider kann man nicht vorhersehen, das ein AS Notfall eintritt. Dieser kann auch bei einem kleinen Zimmerbrand auftreten – und wenn dann die entsprechende Einheit nicht da ist, bringt meiner Meinung nach das beste AS Notfall Management nichts.
(#18)
Wir halten im November in unserem Bezirk mit KBM und verschiedenen Ausbildern der Stützpunktwehren einen Atemschutzworkshop ab. Hier wird nun auch verschärft Atemschutznotfalltraining betrieben. Zum einen weil in Bayern die FwDv7 wohl ergänzt werden soll und zum anderen weil wir uns ziemlich sicher sind dass nicht einmal 90 Prozent aller überhaupt nichts mit dem Thema anfangen können. Wie gehe ich vor wenn das und das? Was mache ich wenn das… Ich denke aber auch, dass es gerade im Sektor der FF schwierig ist genügend Personal im Einsatzfall vorzuhalten. Immer weniger wollen Atemschutz machen. Tagsüber sind die meisten durch die auswärtige Arbeitsstelle verhindert. Da kann man froh sein, wenn überhaupt Geräteträger zum Einsatz kommen. Oftmals ist es auch der Fall, das die “alten” Hasen den Erstangriff machen und die unerfahrenen den Sicherheitstrupp stellen. Nur das der Sicherheitstrupp im Falle des Falles den schlimmeren Job hat, dass wissen die wenigstens oder bedenken dies zumindest nicht. (#19)
ich mag die fachliteratur über das Thema atemschutz.
Schade nur das sowenige leute sich damit richtig beschäftigen und etwas bewegen wollen.
ich stimme da mal Bolde112 zu
Oftmals ist es auch der Fall, das die “alten” Hasen den Erstangriff machen und die unerfahrenen den Sicherheitstrupp stellen.
läuft bei uns genau so …
buch haben will :D (#20)
@nawerwohl ich arbeite gerade daran, dass Berliner Konzept hier im FWNetz vorzustellen. Kann allerdings noch ein paar Wochen dauern, da das Berliner A.N.T.S. nicht die einzige “Altlast” von der Interschutz ist. ;-)
Leider wird das Thema Sicherungstrupp hier sehr selten behandelt – weder theoretisch noch praktisch sind wir “fit”. Das ganze wurde auf dem AGT-Lehrgang mal angesprochen, und seitdem habe ich persönlich in der Richtung nichts gemacht – evtl. selbst etwas darüber gelesen – aber mehr nicht. Eine Tasche für den Sicherungstrupp ist jedoch vorhanden – doch was nützt die beste Ausrüstung wenn die Ausbildung nicht stimmt?
Über das Buch würde ich mich freuen :) (#21)
Das Buch ist eine super Lektüre für jeden Atemschutzträger, eigentlich ein pflichkauf.
luky2k1@gmx.de (#33)
Vielen Dank für die Rezension, eine eher unbesetzte Nische in der Literatur – werd mal ein paar Blicke hereinwerfen! (#22)
Konzept hin, Konzept her.
Ist auch schön, wenn man innerhalb einer Feuerwehr, also BF und FF zwei Systeme fährt. D.h. BF hat eine Ausrüstung für den Sicherheitstrupp und FF eben nicht.
Aber wie hat man schon so schön bemerkt:
>Wir können alles, außer unseren Rettungsdienst vernünftig organisieren<
Trifft es hier auch ganz gut. Den StA wird es ggf. interessieren. (#23)
Ach das alte Leid.
Traurig ist es das wieder mal auf private Initiative hin was veröffentlicht wird.
Anbetracht der Tatsache das die FWDV 7 das Thema eher stiefmütterlich behandelt (dort sind 2 UE vorgesehen, zusammen mit einer Hand voll Themen) so hätte man schon längst seitens DES Interessenverbandes reagieren müssen.
Fazit: Wichtigste Regel bleibt Technik folgt Taktik und wir haben ein Ausbildungsdefizit.
Ich kenne Wehren die haben für viel Geld eine Rettungsschleiftrage mit ErsatzPA (den ich für eher zweitrangig halte) gekauft, spekulieren darauf das man dann unter 0 Sicht die Maske wechselt. Zwar wird in der ein oder anderen Übung mal ein May Day eingebaut aber systematisch eingeübt wurde das ganze NIE! Dafür ist dann eine FA weiblich mit knapp 1,60m und 50 kg 50% des SiTr.
Fazit: Es wurde Zeit für dieses Buch! (#24)
Ich bin der Meinung es nützt nichts sich nur mit Lektüre einzudecken . Wer sucht wird vielfach im Internet fündig . Wichtig ist es das gelesene auch zu üben und zu Trainieren im Praktischen . Das Buch sollte meiner Meinung nach dazu dienen und helfen sich Übungen auszudenken Anregungen zu holen und diese dann in der Praxis mit den Kollegen und Kameraden auszuprobieren und für sich (Feuerwehr) eine geeignete Strategie zu entwickeln wie ich mit dem hoffentlich nie eintretenden AT-Notfall umgehen kann.Also wer sich das Buch beschafft sollte auch das gelesene in der Praxis umsetzen!! Sonst hat das Buch keinen Sinn und wird nur zum Staubfänger im Regal neben andere Feuerwehr Lektüre. (#25)
@Michael87: Die Info ist mir neu. Darf ich fragen, aus welcher Quelle du dieses Wissen beziehst? Mir ist Derartiges bezüglich einer “Sondereinsatzgruppe” mit speziellem Fahrzeug nicht bekannt. (#26)
hallo zusammen,
das thema wird sehr oft viel zu wenig überdacht und geübt. leider kann es immer und überall passieren dass ein kammerad aufeinmal hilfe aus den eigenen benötigt. wenn man jetzt nicht richtig vorbereitet ist, dann wird es schwierig.
meiner meinung nach sollten diese themen bereits mit zu der ausbildung zum agt eingebracht werden und am besten in den einschlägigen fwdv´s verankert sein.
mit einem solchen buch können sich wissbegierige und interessierte führungskräfte (aber auch andere einsatzkräfte) selbst fortbilden und sehr viele ideen aufschnappen um diese in ausbildung vor ort einzubinden. (#27)
Ich bin schon sehr gespannt auf das Buch! (#28)
Wie JAnders schon zum Thema Sicherheitskonzept FF<->BF geschrieben hat, wäre es meiner Meinung nach sehr wichtig einen einheitlichen Standard zu schaffen (Ich weiss Utopie …). Das fängt beispielsweise auch schon bei der verwendeten Technik an (ÜD/NM). Zumindest auf Landkreisebene sollte es möglich sein, bzw. wäre es wünschenswert, ein gemeinsames Konzept zu verabschieden. (#29)
Danke für die Rezesion!
Jetzt muss ich mir nur noch überlegen wie ich meine Frau überredet bringe mir das Buch zu schenken ;-) Falls ich es nicht Gewinne.
rebholz at cm-r dot de
Hoffe die Email gilt so. (#30)
Das Buch ist sicherlich genau so gut und praktisch, wie die anderen der Ecomed Reihe. Ich besitze bis jetzt 3 der Bücher.
Wichtig wie auch viele vorher geschrieben: Auch das ganze in die Praxis umsetzen.
tschirley183 (at) googlemail.com (#31)
Betreff Angabe Email: Es genügt, wenn ihr bei eurer Anmeldung im FWNetz die richtige Emailadresse angebt. Ihr müsst die Adresse nicht in den Kommentar reinschreiben.
Mal eines vorweg, damit keine Missverständnisse auftreten: Ich kann mich für solche Lektüren (und da vertraue ich mal Stefan C. auf seine sachliche Beurteilung, denn ich selbst habe dieses Buch noch nicht gelesen) nur dafür aussprechen. Allerdings gehe ich davon aus, dass dieses Buch leider nicht viel mehr sein wird als ein F**z im Wind. Denn die Leute die es lesen müssten tuen es nicht und wenn….
Ich gebe zu: ich bin ziemlich verbittert was dieses Thema betrifft, weil sich einfach nichts bewegt. Und wenn dann nur dort wo es fast eh “egal” ist, oder man redet (bewusst) an einander vorbei! Also Leute, wie schon hier bereits gesagt; nicht nur lesen sondern die beschiebene Dinge auch beherzigen und verinnerlichen. Im diesen Sinne: kommt wieder ganz und gesund von Euren Einsätzen zurück! (#32)
Wieder ein gelungenes Werk aus der Cimolino´schen Buchreihe. Ein Buch von Praktikern für Praktiker! Gefällt mir sehr gut! (#34)
Ich gestehe: obwohl ich weiß, wie wichtig der Sicherungstrupp ist, habe ich noch keine fertige Lösung für meine Einheit. So weit, so schlecht.
Mein Problem: um die Anforderungen nach FwDV 7 etc. für jeden AGT bzw. alle Vorschriften für jeden FM (SB) jährlich zu erfüllen, geht schon jetzt reichlich Dienstzeit drauf. So sind neue Wege gefragt, alles unter einen Hut zu bringen.
Da stellt sich doch die Frage, wie weit sind denn die hauptamtlichen Feuerwehren? Welche erfüllen die Anforderungen, die die Autoren stellen? (#35)
Nachgefragt an Ludger K: Funktion in der Feuerwehr?
Hallo,
das Thema Atemschutznotfall bzw. Einsatz eines Sicherheitstrupps ist bei uns (FF) in die Ausbildung der Atemschutzträger integriert. Nach einem Dräger-Seminar zu diesem Thema bin ich sicher, dass das in keinem Fall ausreicht. Als Führungskraft versuche ich seitdem zumindest meine Kameraden auf solche Szenarien vorzubereiten. Gruß Michael (#36)
@René: Ich antworte da jetzt einfach mal auf deine Frage. Wenn ich mich nicht täusche ist er Wehrführer. (#37)
Atemschutz-Notfallmanagement wird in der Feuerwehr immer wichtiger. Dass ein Sicherheitstrupp mit zwei Mann zu wenig ist, zeigen immer wieder die bei uns geübten Notfallsituationen. (#38)
markus.seither@gmx.net
Durfte schon auf der Interschutz am Stand von Atemschutzunfälle.de/.eu einen kleinen Einblick erhalten. Ich mag die Reihe aus dem Ecomedverlag,denn endlich bekommt die Infos, die man braucht. Genauso ist es mit diesem Buch. Wenn ich da grade an unsere Wehr denke, könnte das Thema durchaus noch einen Nachschlag vertragen… (#39)
Danke Schwane. Jetzt so beim zweiten Mal durchlesen…. :)
Aber mal wieder im Ernst. Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Leitene Personen sich dem Thema ANT widmen. Denn diese sind auch die, die etwas in Bewegung bringen können! Und es sind auch genau die, die dieses Buch ebenfalls lesen sollten.
Aber nun genug von meiner Seite! Meine Botschaft sollte jetzt klar sein ;)
Auf jedenfall eine Gute Sache. Die Ausbildungen müssen einfach durchgehend angepasst werden und mehr auf die Praxis zugeschnitten sein.
@Cimolino RIT Temas sind doch beim FDNY als FAST etabliert?! oder irre ich mich da so?(#40)
Leider wird das Buch vermutlich, wie fast alles zu dem Thema, wieder nur von den denen gelesen, die sich sowieso schon mit dem Thema beschäftigen. Genauso wie man auf Veranstaltungen zu dem Theme meistens nur die gleichen Gesichter wieder trifft. :-(
Ich habe in unserer Feuerwehr nach knapp zwei Jahren den Versuch aufgegeben, mehr Ausbildung in dem Bereich zu etablieren: Wird von der Führung nicht als nötig befunden und dementsprechend nicht gewünscht!
Mehr Pflicht zur Umsetzung der Notfallausbildung ist in meinen Augen dringend erforderlich, es muss aber auch entsprechend einheitliche Vorgaben und Kontrollmechanismen geben. Ansonsten wäre es, wie vieles im Bereich FF, nur Makulatur. (#41)
Danke für den tollen Artikel. Jeden den man so bewegen kann sich mit dem Thema zu beschäftigen ist die Sache wert. Es ist erschreckend wie viele Feuerwehren das Thema nur Stiefmütterlich behandeln.
Hier steht und fällt das AGT-Notfallmanagement mit den Ausbildern, welche gerade durch solche Bücher Wissen sammeln und sensibilisiert werden.
Der beste Sicherheitstrupp ist der, der nicht eingesetzt wird. Dennoch dürfen nur die besten Atemschutzgeräteträger in den Sicherheitstrupp.
Gruß Tom (#42)
Sehr erfreulich, dass dieses Buch zur Auseinandersetzung mit dem Thema anregt.
Schade, dass aber auch hier wieder viel unreflektiert mitgeredet werden wird und “DAS Buch” als Pflichtlektüre bibelartig für alles herhalten muss.
Entscheidend ist dennoch, dass es ein Bewusstsein und eine konkrete Planung für Atemschutznotfälle an den Standorten gibt – egal ob deckungsgleich mit den Inhalten des Buches oder individuell, ob bereits vor oder erst seit Erscheinen des Buches.
Be prepared! ;-) (#43)
Hallo “mgrtnr”,
hmmm, hast Du “DAS Buch” (oder ein anderes zu dem Thema) schon gelesen?
Es gibt nämlich leider das Problem, dass nicht nur bei diesem Thema viel zu wenig gemacht wird, sondern, dass – wenn mal was gemacht wird – gern mehr oder weniger sinnloses versucht wird…
Im Buch versuchen wir daher die verschiedenen Wege und Methoden, die in den letzten Jahren versucht wurden zu beschreiben UND zu bewerten. Das wird nicht allen gefallen, ist aber hilfreich, um Irrwege zu vermeiden, die im Zweifel viel Aufwand darstellen, aber vermutlich keinem helfen würden…
Es gibt hier erstmal grundsätzlich zwei Probleme, es muss zunächst einmal die Notwendigkeit erkannt werden, das ist ja be vielen leider noch nciht so und da wird in der Fläche, so ehrlich sollte man sein, auch das Buch nix ändern, gibt ja schon länger auch das “rote Heft” dazu… Zum zweiten muss man auch entsprechende Möglichkeiten zur Übung haben. Einen “realen” AGT zu retten bringt zwar auf der einen Seite ein realistisches Gewicht, auf der anderen Seite hilft der immer irgendwie mit, was die Sache vereinfacht. Ich bin mittlerweile so weit und kleide einen Dummy komplett mit Reservekleidung ein, er bekommt einen alten PA auf den Rücken. Dann macht das auch bei der Übung schon nen anderen Eindruck…
http://www.ff-steinbach.de/Uebung10.html
Übung vom 13.06…
Die Anfänge bei uns gehen in Richtung 2000 zurück, irgendwann in dem Bereich, wurde zum ersten Mal ein Atemschutznotfall bei einer Übung eingespielt, seitdem ist das mehrfach im Jahr ein Thema, 2007 gab es dann ein Halbtageseminar, das wird wohl dieses Jahr auch wieder stattfinden…
http://www.ff-steinbach.de/Atemschutz%fcbung07.html (#44)
Bei uns in der Wehr wurde erst nach dem Tödlichen Unfall der Kameraden aus Tübingen 2005, dass erstemal überhaupt ein AGT-Notfall geübt.
Mit der Einführung der Atemschutzüberwachung vor 3 Jahren wird bei uns das Thema Atemschutz in fast jeder dritten Übung behandelt. Bei uns muss jeder AGT wie vorgeschrieben einmal auf die Strecke und mindestens 3 mal im Jahr einen PA getragen haben. Finde ich schonmal Grundlage für einen Einsatz als AGT.
AGT-Notfälle haben wir schon in verschiednen Variationen geübt. Rettung aus einem Keller oder aus dem 1.OG, gerade der Keller hatte es in sich, gab als Rettungsweg nur eine Treppe :)
(#45)
Viele Wehren haben auf den Gebiet des Notfall-Managements im Atemschutznotfall extremes NAchholepotential. Daher ist es gut, dass neue Fachpublikationen erscheinen, die dieses Wissen weiter in den Mittelpunkt rücken.
(#46)
Hallo,
wir üben schon seit einigen jahren den Atemschutznotfall. Dieses Notfalltraining haben wir fest in einem extra Ausbildungsplan verankert. Seit 2007 arbeiten wir zusätzlich auf Landkreisebene an einem einheitlichen Sicherheitstrupp-Konzept für alle Feuerwehren des Landkreises. In vielen Sitzungen – hierbei wurde auch hart und kontrovers diskutiert – der drei Stadtfeuerwehren des Landkreises Rottal-Inn enstand nun ein einheitliches Ausbildungskonzept. Wir sind hier gerade dabei dieses Thema umzusetzen und den Feuerwehren näher zu bringen.
Wie schon die vorangegangenen Bücher, haben diese m. E. Vorbildcharakter für eine weiterführende Ausbildung aller Wehren in Deutschland. Man braucht das Rad nicht neu erfinden, hier ist alles zusammengetragen. Bin zwar mit dem lesen noch nicht ganz durch….
http://www.feuerwehr-pfarrkirchen.de hier die Termine zur SiTr-Ausbildung (#47)
Hallo,
vielen Dank für die Rezension. Ich finde es gut dass sich immer mehr Feuerwehren über diesen Sachverhalt Gedanken machen.
Wie die Rezension beschreibt, ist ein Atemschutz-Notfallmanagement nicht damit getan, eine Sicherheitstrupptasche auf das Auto zu werfen und zu sagen “macht mal”.
Das ist vielleicht die Unterste Ebene eines Konzeptes.
Viel eher sollte vielleicht mal grundlegend der Atemschutzeinsatz an sich überdacht und angepasst werden. (Kommunikation, Atemschutzüberwachung, Ausbildung, Ehrliche Auswertung von Übungen etc.) und wenn das alles problemlos läuft, kann und sollte man sich über weitere Maßnahmen Gedanken machen.
Alles Andere ist meiner Meinung nach reiner Aktionismus.
Leider ist mit der Preis des Buches momentan etwas zu hoch, weshalb ich es mir in naher Zukunft nicht leisten kann. (#48)
Wird Zeit dass auch mal diese Nischenthemen ausführlich behandelt werden. Vielen Dank dafür!
Gruß
Patrick (#49)
Sehr gutes Buch, dass die Problematik und Lösungswege gut darstellt.
Es ersetzt aber keine dementsprechende Ausbildung an den Standorten, die für mich zur Aus- und Weiterbildung der Atemschutzgeräteträger gehört.
Das Buch gehört für mich als Ausbilder und Führungskraft zur Pflichtliteratur. (#50)
ja ein Buch das sich mit einem “tabuthema” wie Atemschutznätälle befasst ist meiner erachtens nach gut.
Bei uns in München is es o wir gehen bei jedme termin 2 PA lagen 1 Personen Rettung und einmal Kammeradenrettung. dann kommt noch die Ausbildung in der BSA und in FeuReX wo man noch strahlrohtraining bekommt. All unsere Lagen werden natürlich Bild geübt so sollte man wenn man aus der ausbildung kommt auch bei null sicht in der lage sein einen Kameraden zu retten. aber dies ja nur theorietisch. daher is die idee sehr gut! (#51)
Die letzten Übungen zeigten deutlich Defizite sowohl beim AT-Einsatz als auch beim Notfallmanagement, nicht nur in unserer Wehr, sondern auch bei den Nachbarwehren. Daher wird dies vertieft und die Anschaffung dieser Literatur soll ein erster Schritt zu einer Ausbildung sein, die sowohl die Führungskräfte wie auch die eingesetzten AT-Träger hoffentlich befähigen wird, die ihnen gestellten Ausgaben erfolgreich zu erfüllen und im Notfall sich und Kameraden helfen zu können. (#52)
Defizite existieren bei Fü-Kräften und PA Trägern oft gleichermaßen. Das Buch widmet sich m.E. beiden Zielgruppen. Es kann auch helfen, einheitliche Wege zu finden.
Zudem sollten alle PA-Träger (backpackers) lernwillig und offen für die Thematik sein. Führungskräfte erreicht man da leider oft schwieriger….
Muss man eigentlich diese #53 selbst reinschreiben wenn man gewinnen will? Egal ich mach das einfach ;-)
(#53)
Atemschutz-Notfallmanagement ist ein wichtiges Thema. In der eigenen Wehr wurde die Thematik erst zum tödlichen Unfall in Tübingen in den Ausbildungsdienst übernommen. Seitdem wird sich damit intensiv beschäftigt. Arbeiten unter Nullsicht, verunfallte Person mit frischem PA versorgen, Lungenautomaten tauschen. All das ist noch relativ neu für die meisten. Sowas in einem Atemschutzlehrgang II zu lehren, finde ich gar nicht mal so falsch. (#54)
ich finde das das thema noch zu wenig beachtung findet in der freiwilligen feuerwehr (#55)
Das Buch sollte eigentlich Pflichtlektüre für die Führungskräfte in den Feuerwehr werden. Leider bilden sich nur die wenigsten regelmäßig fort :(
Werde mir das Buch mal vom Kollegen ausleihen, falls ich es hier nicht gewinne ;) (#56)
Klasse Buch zu einer wirklich wichtigen Thematik!
Aber das ist vordergründig eben nicht so spannend wie große rote Auto ;-( (#57)
Bei französischen Feuerwehren wird das Thema zwar schon länger angesprochen, aber die konkrete Darstellung ist ein bisschen “leicht”. Mehr als “Sicherheitstrupp stellen” gibt es in den wenigsten Wehren, und auch die Atemschutzüberwachung wird zu wenig geübt und in der Praxis umgesetzt. Der Weg ist noch lang… (#58)
Wir haben das Buch schon für unsere Feuerwehrbibliothek beschafft…
Vieleicht findet ja noch ein Exemplar den Weg in meinen privaten Bücherschrein… :-) (#59)
Auf jedenfall eine wichtige Sache die lange gebraucht hat bis sie sich durchgesetzt hat. Und auch der ein oder andere Kamerad erst sein Leben lassen musste um der Sache nachdruck zu verleihen. Was ich bei der Sache noch vermisse ist zumindestens in meiner Umgebung die überregionale Ausbildung bzw ein Konzept um auch bei den großen Einsätzen die ja sowieso unübersichtlicher sind nach gleichem Vorgehen zu handeln. Im moment gibt es da noch einige Probleme was gleiche Ausrüstung und Vorgehen betrifft. Aber das wird hoffentlich auch noch ausgemerzt. (#60)
Sodele, die Verlsoung ist zu Ende. Gewonnen hat: Michael Arens, der Autor, der Kommentar Nr. 11 abgegeben hat. Die Zufallszahl habe ich mit Hilfe von random.org ermittelt.