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Landkreis Harburg und Gemeinden vereinbaren mit Kreisbrandmeister Umsetzung von Punkten aus dem Ideenkatalog des Kreisfeuerwehrverbandes für ehrenamtlich tätige Feuerwehrmitglieder


Die Förderung des Ehrenamts in den Freiwilligen Feuerwehren steht immer wieder im Blickfeld der Öffentlichkeit. Die Förderung erscheint aus unterschiedlichen Gründen, insbesondere auch durch den demografischen Wandel, erforderlich.

Die vielen Freiwilligen bei der Feuerwehr leisten eine unschätzbare Arbeit zur Rettung von Leib und Leben sowie Sachgütern. Gerade in den ländlichen Räumen müssen der Nachwuchs und die aktiven Feuerwehrkameradinnen und Kameraden gefördert werden. Daher soll dieses Engagement für die Gesellschaft massiv unterstützt werden.

Das Land Niedersachsen hat hierzu am 21. September 2010 den „Abschlussbericht zur Sicherstellung des Brandschutzes in Niedersachsen unter besonderer Berücksichtigung des Demografischen Wandels“ herausgegeben. Der Bericht kann im Internet auf der Seite des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport (www.mi.niedersachsen.de) heruntergeladen werden.

Durch Initiative von kommunalen Vertretern über den Niedersächsischen Städte und Gemeindebund, sowie des Feuerwehrverbandes, soll dem permanenten Anstieg der Bürokratie entgegen gewirkt werden. Die Ortsbrandmeister und Führungskräfte sollen sich ausschließlich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können.

Folgender Ideenkatalog, welcher unter Leitung von Kreisbrandmeister Reymers im Kreisfeuerwehrverband entwickelt wurde, soll nun im Einvernehmen aller Kommunen im Landkreis Harburg umgesetzt werden (bislang einmalig in Niedersachsen):

Der Ideenkatalog kann in zwei Kategorien aufgeteilt werden.

1.Persönliche Anreize, Vergünstigungen, Anerkennungen und

2.Aus- und Fortbildung; arbeitserleichternde Maßnahmen

1. Persönliche Anreize, Vergünstigungen, Anerkennungen:

Intensive Einführung und Benutzung der Ehrenamtskarte.

Kostenlose Uniformbekleidung im Rahmen der Dienstkleidungsverordnung

Kostenloser Erwerb von Fahrerlaubnissen
Das Ziel muss in dem genannten Bereich bis 7,5to sein, den Führerscheinerwerb für die aktiven FW-Mitglieder kostenlos zu gestalten.
Bei den Fahrerlaubnissen für Fahrzeuge mit mehr als 7,5 Tonnen, muss der Eigenanteil erheblich reduziert werden. Die durch eine Bereitstellung eines Fahrschulfahrzeuges durch den Landkreis zu erwartende Kostenreduzierung für Führerscheine ab
7,5to, soll den Führerscheinanwärtern in Form eines geringeren Eigenanteils zu Gute kommen.

Bevorzugte Einstellung von aktiven Feuerwehrmitgliedern
Bei Stellenausschreibungen der Kommunen sollten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt werden.

Unterstützung beim Erhalt des Wohnortes
Hilfe bei Wohnungssuche, bei Ausbildungs- und Arbeitsplatz, im Wesentlichen für Führungskräfte

Erstattung von Fahrtkosten bei Fortbildungen
Hier stehen die Kommunen gern bereit, auch die Fahrtkosten zu den Fortbildungsmaßnahmen zu finanzieren.

Zeitgerechte Aufwandsentschädigung
Hierbei sollen die verschiedenen Funktionsträger (Gruppenführer, Zugführer, Maschinisten etc.) mit den unterschiedlichsten Aufgaben in einer Übersicht landkreisweit durch die Kommunen angeglichen werden.

2. Aus- und Fortbildung; arbeitserleichternde Maßnahmen

Ermöglichung von Doppeldiensten in unterschiedlichen Feuerwehren
Dies ist eine grundsätzliche Voraussetzung für die zukünftige Anforderung von Freiwilligen Feuerwehren, um ihre Einsatzbereitschaft auch an Werktagen zu gewährleisten. Grundsätzlich wird dies künftig durch Kommunen unterstützt und gefördert.

Kostenfreie Gestellung von Fachzeitschriften

Unterstützung beim bürokratischen Aufwand
Auch hier wurde durch die Kommunen eine Unterstützung zugesagt, um beispielsweise Internetgebühren und Handykosten für Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren im Rahmen zu halten.
Technische Prüfungen sollen verstärkt in der FTZ des Landkreises durchgeführt werden.
Gestellung einer Büroausstattung (Computer, Drucker etc.) sowie Übernahme der Verbrauchsmaterialien, die zur Ausübung des Ehrenamtes erforderlich sind.

Hausmeisterservice für Feuerwehrhäuser
Der jeweilige Ortsbrandmeister soll künftig nach allen Kräften durch die einzelnen Kommunen unterstützt werden. Insbesondere bei der Pflege, Unterhaltung und dem Betrieb der Feuerwehrgerätehäuser (beispielsweise bei der Ablesung der Verbrauchszähler, der Beaufsichtigung von Instandhaltungsarbeiten; Schneeräumungen im Winter zur
Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft usw.)

Kostenfreier Besuch von Fortbildungsmaßnahmen
– z.B. KVHS-Lehrgänge, die bereits heute durch den Landkreis finanziert werden, so aber auch Fortbildungsmaßnahmen der verschiedenen Feuerwehrmitgliedern in ihren bestimmten Funktionen, sind selbstverständlich durch die Kommunen zu unterstützen und zu fördern.

Bericht: Pressestelle LK Harburg und Red.Florian ZuSa
Florian ZuSa

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