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Strassenretungsfahrzeuge im Kanton Thurgau. Foto: Schaad

Fünf neue Strassenretungsfahrzeuge sind vergangene Woche an die Feuerwehren im Kanton Thurgau übergeben worden. Foto: Schaad

Autor: Sebastian Schaad (Kreuzlingen/Schweiz)

Mitte Oktober konnte Feuerwehrinspektor Urs Brändle den Feuerwehren aus Arbon, Frauenfeld, Kreuzlingen, Münchwilen und Weinfelden ein neues Strassenrettungsfahrzeug übergeben. Diese fünf Fahrzeuge, die komplett ausgerüstet ein Auftragsvolumen von CHF 2.500.000 (ca. 1,87 Mio Euro) ausmachen, wurden vollumfänglich von der  Gebäudeversicherung des Kantons Thurgau finanziert, der hierzu die zweckgebundenen ASTRA Beiträge für Autobahnen und Nationalstrassen verwendete. Mit der Ausschreibung hatte man im August 2009 begonnen. Die Auslieferung für diese Spezialfahrzeuge war auf Mitte Oktober 2010 geplant und konnte termingerecht eingehalten werden.

Bei der Übergabe auf dem Marktplatz in Frauenfeld begrüsste Urs Brändle einige geladene Gäste, darunter die Vertreter der Autobahnstützpunkte sowie die politisch Verantwortlichen jeder Gemeinde. Nach der Begrüssung des Feuerwehrinspektors sprach Walter Baumgartner, Direktor der Gebäudeversicherung Thurgau (GVTG) und Hanspeter Sauter, Verkaufsleiter der IVECO (Schweiz) AG zu den Anwesenden.

Neues Strassenrettungsfahrzeug im Kanton Thurgau auf Basis des Iveco Daily.

Neues Strassenrettungsfahrzeug im Kanton Thurgau auf Basis des Iveco Daily mit Aufbau von Magirus. Foto: Schaad

Der Direktor der GVTG zeigte auf, wie wichtig die Anschaffung dieser Fahrzeuge sei und Herr Sauter bedankte sich herzlich für den Auftrag. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um ein Vorausfahrzeug für die Strassenrettung, welches auf dem Fahrgestell eines IVECO Daily vom Typ 65C17 aufgebaut wurde. Das Allradfahrzeug mit einem Gesamtgewicht von 6’700 kg zeichnet sich durch den wartungsfreien Voll-Aluminium-Aufbau „ALU-FIRE 3“ der Firma IVECO-MAGIRUS aus, welcher als „ALU-FIRE 1“ schon 1986 patentiert wurde. Er überzeugt durch eine lange Lebensdauer und die Flexibilität im Innenausbau, der auch nachträglich gut verändert werden kann. Angetrieben wird das Fahrzeug durch einen 170 PS starken Common-Rail-Dieselmotor mit einem Drehmoment von 440 Nm, der bereits der Euro 5 Vorschrift entspricht. Die Feuerwehrangehörigen werden während der Einsatzfahrt durch ein automatisiertes Agile-6-Gang-Schaltgetriebe unterstützt, das sich auch im Halbautomatikbetrieb bewährt hat.

Das Feuerwehrauto mit einer Länge von 650 cm, einer Breite von 216 cm und einer Höhe von 284 cm befördert fünf Angehörige der Feuerwehr (AdF), von denen sich die drei Personen im hinteren Teil der Mannschaftskabine während der Fahrt sofort mit Atemschutzgeräten ausrüsten können. Dabei sitzen sie entsprechend der Sicherheitsbestimmungen gegen die Fahrtrichtung. Das Herzstück des Einsatzfahrzeuges ist das hydraulische  Rettungsgerät, welches aus Spreizer und Rettungsschere besteht und sich durch eine pneumatische Absenkvorrichtung optimal zur Bergung von Unfallopfern einsetzen lässt. Neben der Umfeldbeleuchtung wurde auch eine Flutlichtanlage mit vier 1000 W Scheinwerfern integriert. Der Lichtmast kann auf 350 cm ausgefahren werden, damit die Unfallstelle gut ausgeleuchtet werden kann.

Das alte Strassenrettungsfahrzeug in Kreuzlingen

Das alte Vorausfahrzeug ("Strassenrettungsfahrzeug") der Feuerwehr Kreuzlingen auf einem von Mowag aufgebauten Dodge. Foto: Cimander

Die Löschtechnik besteht aus einer GLORIA-Wasser-Schaumlöschanlage vom Typ WS 200, die einen Betriebsdruck von 15 bar aufbaut. Am Fahrzeug gibt es keine üblichen, sich drehenden Blaulichter mehr, da hier vollumfänglich auf die LED-Technik umgestellt wurde. Aus Sicherheitsgründen bezieht der Chauffeur die Infos zur Anfahrt zum Schadenplatz über das spezielle Datcom-Fahrzeug-Navigationssystem, für Manöver im Rückwärtsgang hilft ihm die Rückfahrkamera und bei schneebedeckten Strassen können Schleuderschneeketten der Hinterachse behilflich sein. Alle Anwesenden prüften die Fahrzeuge nach der Übergabe vor Ort, bestaunten sie und hofften, dass man die Strassenrettungsfahrzeuge für möglichst wenige Autounfälle brauchen wird. (Autor: Sebastian Schaad für www.fwnetz.de)

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Kommentare

2 Kommentare zu “Neue Strassenrettungsfahrzeuge im Thurgau” (davon )

  1. stefan112 am 20. Oktober 2010 09:36

    Ist bekannt, warum die so teuer sind? Für den Stückpreis kriegt man auch ein schönes HLF 20/16.

  2. Christian Lewalter am 20. Oktober 2010 09:50

    In der Schweiz ist doch alles ein bißchen teurer ;-)

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