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(sc). Ich habe eben auf wissenschaft.de einen interessanten Artikel über blaues Licht gelesen, dessen Quintessenz sich in folgendem Satz ausdrücken lässt: „Blaues Licht beeinflusst direkt die Verarbeitung von Gefühlen im Gehirn und bereitet es zudem auf eine Reaktion vor“ schreibt wissenschaft.de. Das ist insofern für uns interessant, weil die so genannten BOS – oder umgangssprachlich „Blaulichtorganisationen“ – mit blauem Blinklicht Vorrechte auf der Straße einfordern oder das blaue Blinklicht zur Absicherung an einer Einsatzstelle nutzen.

Überrascht bin ich von dem Ergebnis der Untersuchung Universität Liège (Belgien) nicht, auf die sich wissenschaft.de beruft. Als Angehöriger einer Blaulichtorganisation weiß ich, dass blaues Blinklicht im Dunkeln eine Art Aktivierung des Gehirns bewirkt. Das kennt jeder von uns. Während wir bei Tag eher auf die Farbe des vorbeifahrenden Fahrzeuges oder dessen Tonfolgehorn reagieren, spielt in der Nacht das Blinklicht die größere Rolle. Ich habe aus Beobachtungen geschlossen, dass blaue Farbe sozusagen auch Nicht-Angehörige „aktiviert“. Ich schreibe bewusst von Aktivierung, denn auf mich hat blaues Blinklicht im Dunkeln etwas bedrohliches oder geheimnisvolles, das auf der einen Seite Vorsicht oder Angst als Reaktion hervorruft, auf der anderen Seite aber zu Neugier führt. Sowohl Angst als auch Neugier rütteln das Gehirn wach. Damit wäre zumindest die Warnwirkung des blauen Blinklichts erklärt. Und genau das schreiben die Forscher auch in ihrer Studie: Blaues Licht führt zu einer Reaktion im Gehirn.

Eingeführt hat das blaue Blinklicht der „Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei und Feuerlöschpolizei“ in einem Runderlass vom 07. Mai 1938. Er führte damit ein einheitliches optisches Warnzeichen für Polizei und der Feuerlöschpolizei (das war die „Berufsfeuerwehr“ in der Zeit des Nationalsozialismus). Denn bis dato gab es verschiedene optische Warnsignale, u.a. auch rotes Blinklicht. Ein zweiter Grund sprach für die Einführung von blauem Blinklicht, genauer Kobaltblau: Diese Farbe war aus der Luft bei Nacht schwer zu erkennen, sodass Kobaltblau auch mit den Verdunkelungsverordnungen konform ging (immerhin planten die Nationalsozialisten ja Krieg).

Kommentare

8 Kommentare zu “Blaues Licht aktiviert unser Gehirn” (davon )

  1. diggler am 26. Oktober 2010 14:28

    Das erklärt, warum hier niemand auf unsere Fahrzeuge reagiert. Wir haben ja „nur“ Rot und Weiss Licht *LOL*

  2. Jochen Petzinger am 26. Oktober 2010 15:36

    Schon einige Zeit her, aber Blaulicht hat noch andere Vorteile:
    Blaulicht gegen Schimmelpilze
    http://www.welt.de/die-welt/wissen/article7387912/Blaulicht-gegen-Schimmelpilze.html

  3. Ulrich Wolf am 26. Oktober 2010 16:18

    Hier noch etwas zu den Besonderheiten von blauem Licht. http://www.osthessen-news.de/beitrag_H.php?id=1175526 

  4. Pulheiminator am 26. Oktober 2010 16:59

    hatte VW Ende der 90er auch festgestellt…
    http://www.youtube.com/watch?v=AaRBJI_6tLk

  5. Christian Rambow am 27. Oktober 2010 09:59

    Ich verweise dazu mal auf meinen Fast-Namensvetter:
    http://www.youtube.com/watch?v=OJJPS5lZaqA
     

  6. Christian Lewalter am 27. Oktober 2010 16:00

    Soso. Bei manchen schaltet sich bei Blaulicht das Gehirn ab.

  7. Joachim am 29. Oktober 2010 20:49
  8. Fit und aktiv dank blauem Licht am 1. Juni 2017 11:44

    […] Wirkung kann man sich nachts zunutze machen: Blaues Licht beeinflusst die Gefühlswahrnehmung [siehe fwnetz.de v. 26.10.2016, wissenschaft.de] und Forscher der Universität Basel fanden heraus, dass eine Blaulichttherapie […]

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