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einsatzleiter.blogspot.com ist ein Blog das Themen rund um den oberösterreichischen und weltweiten Rettungsdienst aufgreift.

(sc). In loser Folge stellt das FWNetz im “Feuerwehr Weblog” Blogs aus den Bereichen Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophen-/Zivilschutz vor. Heute erzählt uns Rudi aus  Oberösterreich etwas über seinen Weblog “einsatzleiter.blogspot.com”.

Stellen Sie sich kurz vor.

Mein Name ist Rudi. Ich blogge aus Überzeugung. Seit 1992 engagiere ich mich ehrenamtlich beim Roten Kreuz.

Stellen Sie Ihren Blog in einem Satz vor!

Einsatzleiter.blogspot.com ist das Jüngste aus einer Reihe meiner online-Projekte, das sich an Einsatzkräfte und Menschen aus humanitären Organisationen richtet und ihnen abseits der „hausgemachten“ Berichterstattung einen – manchmal auch kritischen – (Außen-)Blick auf Ereignisse rund um ihr Tätigkeitsfeld eröffnen soll.

Seit wann bloggen Sie? Gab es Vorläufer des Blogs?

Einsatzleiter.blogspot.com existiert seit fünf Monaten. Zu bloggen habe ich aber bereits vor vielen Jahren begonnen. Das erste Projekt, ein Informationsmedium für unsere Dienststelle zu schaffen, scheiterte an meinem überbordenden Mitteilungsbedürfnis. Nach wenigen Monaten traten unüberwindliche Differenzen über die Ausrichtung auf.

So setzte ich meine Tätigkeit unter dem Titel „Hilfe braucht Menschen“ fort – allerdings nicht offiziell. Die sehr kontroverse Seite entwickelte sich im Lauf der Jahre zu einem gut besuchten Portal und ich sparte auch nicht mit kritischen Tönen. Letztendlich stand ich vor der Alternative das Projekt einzustellen oder disziplinarische und zivilrechtliche Schritte gegen mich zu riskieren. Die Vernunft siegte.

Wie sind Sie überhaupt auf die Idee gekommen einen Blog über humanitäre Organisationen zu führen?

Am Anfang stand die Idee jenen Mitarbeitenden, die nur selten auf der Dienststelle erscheinen – etwa weil sie beruflich, schulisch oder privat sehr in Anspruch genommen werden – dienstlich relevante Informationen bereitzustellen. Später erkannte ich dass aktuelle Beiträge die Attraktivität erheblich steigern.

Worin unterscheidet sich einsatzleiter.blogspot von Ihrem Vorgängermedium?

Da die Subdomain „hilfe-braucht-menschen.blogspot.com“ einmal ein Werbeslogan des Vereins war, durfte ich sie nicht benutzen. „Einsatzleiter“ schien mir einprägsam und allgemein genug um keine Missverständnise über den Inhalt und Verfasser aufkommen zu lassen. Selbst noch so banale Interna des Vereins werden Sie auf der Seite vergeblich suchen, es könnte als vereinsschädigend oder Bruch der Schweigepflicht ausgelegt werden und zum Ausschluss führen. Bilder die nicht von öffentlichen Veranstaltungen stammen sind aus dem selben Grund tabu.

einsatzleiter.blogspot.com ist das Jüngste einer Reihe von Online-Aktivitäten von Rudi.

Folglich ist einsatzleiter.blogspot der inhaltliche Nachfolger von hilfe-braucht-menschen.blogspot.com?

Viele Elemente sind ähnlich. Auch die meinsten Leser haben die Migration mitvollzogen. Die Erfahrungen mit dem Vorgängerblog sind natürlich eingeflossen.

Gibt es innerhalb des Blog einsatzleiter.blogspot inhaltliche Schwerpunkte?

Zum größten Teil zitiere ich Inhalte aus verschiedenen Quellen, von denen ich annehme, dass sie für meine Leserinnen und Leser interessant sind. Wesentliches Kriterium dieser Meldungen ist, dass sie in internen Medien nicht, oder nur am Rande vorkommen.

Beschränken Sie ihre Verweise auf ein bestimmtes Gebiet?

Über Einsätze im Bezirk versuche ich möglichst lückenlos zu berichten. Intessantes, wissenswertes, kurioses, bewegendes findet auch dann Erwähnung wenn es wo anders passiert ist. Etwa neue Richtlinien der AHA zur CPR.

Worüber schreiben Sie am liebsten?

Am liebsten verfasse ich Kommentare. Dabei greife ich bekannte Themen auf und suche einen neuen, unkonventionellen, witzig-ironischen Zugang. Leider werde ich dabei oft missverstanden.

Worüber fällt es Ihnen am schwersten zu schreiben?

Wenn ich schreibe, so mache ich das immer mit Freude. Ich empfinde keine Verpflichtung lückenlos über alles zu berichten. Das unterscheidet den Blogger wesentlich vom PR-Sklaven, der über jede Ehrennadelverleihung fabulieren muss.

Was war Ihr größter Erfolg als Blogger?

Die Zahl der Zugriffe ist ein sehr unzuverlässiger Indikator für Erfolg. Erfolgserlebnisse sind jene Momente wenn Kollegen zugeben, sich über das Geschriebene amüsiert zu haben oder mir schmunzelnd attestieren „…du bist a fester Trottel!“

Wie kam Ihr Blog bei Kollegen und Vorgesetzten an?

Die meisten Kolleginnen und Kollegen die den Blog lesen haben Spaß dabei. Vereinzelt fühlen sich im Blog genannte Personen ungerecht behandelt, falsch interpretiert oder bloßgestellt. Dann kann es auch zu hoch emotionellen Reaktionen kommen.

Kluge Vorgesetzte kennen die Seite, frei nach em Motto „Was ich nicht weiß, …“ einfach nicht.

Wie sind Ihre Kontakte zu anderen Blogs im Bereich humanitärer Organisationen?

Mit anderen Bloggern habe ich wenig Kontakt. Wenn dann reicht das Spektrum von Lob und Anerkennung mit der Erlaubnis Inhalte selbstverständlich verwenden zu dürfen, bis zur Beschwerde bei der Vereinsleitung und dem Verbot auch nur irgendeinen Bezug zu ihrer Webpräsenz zu nehmen.

Was wünschen Sie sich in Bezug auf Ihren Blog?

Ich wünsche mir viele regelmäßig wiederkehrende Leser, die sich aus den Informationen ihre eigene Meinung bilden. Hierarchische Strukturen – so sinnvoll und nötig sie im Einsatzfall sind – dürfen nicht länger den alltäglichen Umgang bestimmen. Doch das ist noch ein langer Weg.

Vielen Dank für das Interview Rudi. Das Interview führte Stefan Cimander für www.fwnetz.de

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