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Abwechslungsweise etwas zum Schmunzeln, und für mich eine kleine Herausforderung, zwei Themen in einem unterzubringen. Die erste Aussage: wenn es in einer Organisation (fast) keine Vegetarier gibt, dann ist das die Feuerwehr. Hat sicher nicht mal etwas mit politischer Einstellung zu tun, ist einfach eine Tatsache. Die ganz wenigen haben hart zu kämpfen. Langer Einsatz? Verpflegung sind Würstchen oder Wurstsemmeln. Das mal so als Rahmen.

Sagen wir mal, wir hätten 1% Vegetarier. Wieviele davon wären Veganer? Ich habe in meinem Leben vor 20 Jahren eine einzige Veganerin kennen gelernt – inzwischen hat sie es aufgegeben. Nicht, dass ich es verdammen würde, ganz im Gegenteil. Hochachtungsvoll, und ich esse sicher nicht planlos Fleisch, aber so ein Ding frisch vom Grill…..ähm, ich schweife ab. Veganer + Feuerwehr = haha.

Szenenwechsel in die USA. Dort ist dem Sissonville Fire Department vor Kurzem das Feuerwehrhaus mitsamt Inhalt, ein Schaden von über $2 Millionen, abgefackelt. Hierzulande würden wir uns zurücklehnen und unser Eigen so richtig einfordern – die Kommune unterhält die Feuerwehr (andere Diskussion). In USA ist es anders, das durfte ich 1990 bei einem einmonatigen Aufenthalt bei einer Feuerwehr kennen lernen. Null Geld von oben, alles durch Bingo und Spenden beschafft. Wahnsinn, oder?

Tja, und in Sissonville müssen sie halt schauen, wo sie Geld herkriegen. Der Schaden von $2 Millionen ist leider nur zur Hälfte von der Versicherung gedeckt. So müsste eigentlich jede Unterstützung aus der Wirtschaft als Willkommen angesehen werden.

Hier kommt die PETA ins Bild, mit einem unmoralischen Angebot, anders kann man das nicht beschreiben. Was ist die PETA? Hier auf der Deutschen Site:

PETA Deutschland e.V. ist der Ansicht, dass die Grundrechte von Tieren, also ihre ureigensten Interessen, berücksichtigt werden müssen, egal, ob die Tiere für den Menschen von irgendeinem Nutzen sind. Genau wie wir, können sie leiden und haben ein Interesse daran, ihr eigenes Leben zu leben. Daher steht es uns nicht zu, sie für Ernährung, Kleidung, Experimente oder aus irgendeinem anderen Grund zu benutzen.

Das unmoralische Angebot? Werbung auf dem Helm. Vielleicht wie oben abgebildet, mit den „Chili Chicks“. Infos dazu hier. Um wieviel Geld es geht, ist unklar. An sich aber ein cleverer Marketing-Gag. Oder?

Nicht vergessen: wir dürfen nicht von unseren eigenen Verhältnissen ausgehen. Zwar tragen wir selbst mehr Werbung herum, als wir denken – fängt beim Logo des Aufbauherstellers an – aber bewusst und gegen Kohle nicht.

Ich kann irgendwie immer noch nicht an ein ernsthaftes Angebot glauben, und davon abgesehen, scheinen die US-Kollegen das Ganze sowiesio kategorisch abzulehnen, siehe hier.

Was mich an der ganzen Sache eigentlich vielmehr verwundert, ist die Tatsache, dass das Angebot tatsächlich ernst gemeint war, und, dass die PETA nun enttäuscht ist. Was mich erstaunt: jeder hat ganz bestimmt das Recht dazu, Veganer zu sein. Aber ein Bisschen Realitätsnähe darf man schon erwarten. Bei uns undenkbar, und gerade bei den T-Bone-Amis kann ich mir eine Werbung mit spärlich bedeckten Fleisch-Verweigererer-Mädels sogar noch weniger vorstellen.

Allein die Aktion ist gute PR, und dabei sollte es eigentlich bleiben, finde ich. Dass die Kollegen in Sissonville das Angebot ablehnen, darf nicht verwundern. Auch wenn es schwer fällt. Ein Fazit kann man so richtig nicht ziehen, muss man auch nicht immer. Eher zum Nachdenken, das Selbstverständnis, wir erwarten automatisch alles von der Gemeinde bzw. vom Steuerzahler. Wirklich?

Kommentare

2 Kommentare zu “Würdest Du….nein. Oder? nein. Oder?” (davon )

  1. Toemmel am 10. Dezember 2010 20:33

    Nicht, dass ich das Konzept der Drittmittelfinanzierung für die Feuerwehr auch hierzulande noch weiter ausbauen wollte, als es ohnehin schon existiert (Privatbeschaffungen, Erlöse aus den Tagen der Offenen Türe, etc.).
    Aber im Grundsatz gibt es – glaube ich – schon Möglichkeiten, feuerwehrverträgliche Werbung in nicht störender Menge an Ausrüstung und Material anzubringen.
    Wie IW ja schon schreibt, Zxxxxxx, oder Rxxxxxxxxx, sthet ja auch den Fahrzeugen auch schon mehrfach und recht gut lesbar drauf.

  2. Harald Laier am 11. Dezember 2010 07:14

    „Feuerwehr und Werbung“ wird in der Zukunft ein interessantes Thema sein. Schließlich haben die Kommunen wenig Geld. Zudem steht auch die Feuerwehr als Einrichtung auf dem Prüfstand. Daher werden neue Finanzierungswege eröffnet. In diesem Zusammenhang einige Szenarien, die bereits heute vereinzelt Realität sind:

    • Public-Private-Partnership (PPP, Öffentlich-Private Partnerschaft)
    • Werbung auf der Internetseite einer Feuerwehr
    • Öffentlichkeitswirksame Spendenübergabe an die Feuerwehr
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