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(sc). Was ich im letzten Jahr nicht geschafft habe, habe ich mir für das nun zu Ende gehende Jahr fest vorgenommen: Einen kleinen, eher persönlichen Jahresrückblick zu verfassen. Wollte ich alles Revue passieren lassen, hätte dieser Jahresrückblick locker mehrere Seiten. Aus diesem Grund lenke ich meine Aufmerksamkeit auf wenige Aspekte, die mir gerade in den Sinn kommen. Daraus leite ich ab, dass es (für mich) wichtige Themen waren und noch sind.

Ein Glanzlicht in diesem Jahr war die Interschutz in Leipzig. Im Gegensatz zu vielen anderen Feuerwehrleuten, war dies meine erste Interschutz. Wie ich schon in meinem subjektiven Interschutz-Rückblick geschrieben habe, war es anstrengend, aber auch äußerst lehrreich – und das in mehrfacher Hinsicht. Erneut habe ich schmerzhaft erfahren, dass man nicht über alles schreiben kann, z.B. weil die Zeit oder das Basiswissen fehlt. Aber, und das ist fast wichtiger: Ist man mit einem Team vor Ort, dann organisiert man entweder gar nichts oder man organisiert alles durch. Ein Zwischending verkompliziert alles. Ich denke auch, dass wir zu wenig aktive Schreiber in Leipzig dabei hatten, die dann dummerweise auch noch alle ähnliche Interessen hatten. Ich selbst habe noch nicht alle Artikel fertig gestellt oder mit dem Schreiben begonnen, denn mir fehlt dazu momentan, wie soll es anders ein, die Zeit.

Zeit ist ein gutes Stichwort, das mich zu meinem nächsten Punkt leitet. An anderer Stelle hatte ich mein Leid beklagt, dass ich mit meinen Artikeln nie fertig werde und regelmäßig Projekte begraben muss. Darunter sind durchaus interessanten Themen, in die ich auch schon Recherchearbeit gesteckt habe. Steht man inzwischen voll im Beruf, hat noch Interessen und Verpflichtungen außerhalb des FWNetz und besitzt auch nicht an jedem Abend die für die Schreiberei notwendigen geistigen Ressourcen, dann bleibt die Produktion von Inhalten logischerweise auf der Strecke. Interesse an einem Thema allein motiviert mich inzwischen kaum mehr.

Aber, und das muss ich auch sagen, nach fünf Jahren Mitarbeit an dieser Plattform hört man auch nicht einfach auf, oder lässt das ganze einige Wochen liegen, frei nach dem Motto „Sollen doch mal andere den Inhalt liefern“. Immerhin gehört die Schreiberei (ich nenne es absichtlich nicht „Bloggerei“) inzwischen zum Habitus. Deshalb bemühe ich mich trotz mangelnder geistiger und anderer Ressourcen Inhalte zu produzieren (oder produzieren zu lassen).

Wer aufmerksam gelesen hat, dem fiel auf, dass die Faktoren Zeit und Motivation für mich in diesem Jahr eine äußerst wichtige Rolle spielten. Die Motivation war in diesem Jahr mindestens einmal auf dem Nullpunkt, und zwar so sehr, dass ich beinahe alles hingeschmissen hätte. Zum ersten Mal in meinem Leben (und hoffentlich auch das letzte Mal) musste ich jemanden wegen der Verletzung meiner Urheberrechte abmahnen lassen. Das war für mich nicht nur ein teurer Spaß, sondern zwang mich auch zum Nachdenken. Den wer nichts veröffentlicht, dem können auch keine Texte geklaut werden.

Es gab (oder gibt) da noch einen Aspekt, der mir wichtig ist: Resonanz. Auch das habe ich mehrfach angemahnt oder eingefordert oder mir einfach nur gewünscht. Vergleiche ich die Resonanz – gemessen an Klickzahlen oder Kommentaren oder Verweisen auf anderen Seiten – auf Veröffentlichungen im FWNetz mit denen anderer Plattformen, so beschleicht mich das Gefühl, das insgesamt das Interesse an den im FWNetz veröffentlichten Inhalten sinkt, im Speziellen aber auch an meinen Interessengebieten. Kommentare sind unter Artikeln von mir inzwischen eher die Seltenheit und auch die Klickzahlen erreichen meist erst nach Monaten die Marke von 1.000. Auch das gibt mir zu denken, ob meine Texte auf dieser Plattform noch angebracht sind.

Fasse ich meine Gedanken zusammen, dann muss ich feststellen, dass die Aspekte Zeit, Motivation und Resonanz bei mir eine Gleichung bilden: Erhalte ich Resonanz auf meine Veröffentlichung, motiviert mich das zusätzlich und führt dazu, dass ich mir die Zeit nehme, angefangene Projekte weiterzuverfolgen und neue zu beginnen. (Autor: Stefan Cimander, ww.fwnetz.de)

P.S. Dieser Text ist einige Tage älter, als das Publikationsadtum vermuten lässt. Ich wollte mit der Publikation nur bis Mitte Dezember warten.

Kommentare

5 Kommentare zu “Eine Gleichung die mein Jahr beschreibt” (davon )

  1. nibe am 17. Dezember 2010 10:54

    Ich bin mir nicht sicher, aber vielleicht gibt es das Problem gar nicht, wie oben beschrieben. Beispiel: ich selber lese die Artikel des fwnetz über einen Feed Reader. Leitet kann ich über diesen keine Kommentare schreiben und somit anscheinend auch kein Feedback geben. Wie sieht es denn mit den RSS-Feed Abonenten aus? Sinkt die Zahl auch?
    Meiner Meinung nach ist die Geschichte mit den Plagiaten ärgerlich und Schade, aber noch lange keine Tragödie. Man kann dem vielleicht auch etwas positives abfinden, denn kopiert werden ist die Anerkennung etwas gut gemacht zu haben. Das ist keine Entschuldigung für die Verletzung des Copyrights, aber vielleicht kann das auch als Bestätigung angesehen werden.
     
    Gruß nibe

  2. Florian Fastner am 17. Dezember 2010 12:21

    Hallo Stefan,

    was ich am fwnetz.de Team schön finde, dass ihr immer sehr ehrliche Artikel schreibt. Egal ob Irakli mit seinem Beitrag wie es beruflich und mit fwnetz.de weitergeht oder dieser hier.

    Zum einen ist es wichtig, dass ihr (Du) mal vor Augen habt, wo ihr steht. Ihr seid neben feuerwehr.de DAS Portal für die Feuerwehr in Deutschland und das ist aus meiner Sicht eine riesen Leistung. Viel Luft gibts da nicht mehr nach oben, da jeder der feuerwehrmäßig im Internet unterwegs ist Euch sowieso schon kennt.

    Außerdem hat sich das Internet auch die letzten Jahre gewandelt. Gab es 2005 nur 2-3 gute Feuerwehrseiten im Netz sind es jetzt viel mehr. Die Websites der Feuerwehren werden auch interessanter und auf Facebook, Twitter & Co gibt es viele Möglichkeiten an Informationen zu kommen. Nicht zuletzt versuchen traditionelle Medien (Fachzeitrschriften, etc )sich auch vermehrt im Internet zu engagieren. D.h. was Feuerwehr Informationen angeht sind die Leute auch satter.

    Aber eins ist wichtig, und das ist meine Hauptmotivation. Der Kontakt zu anderen aus dem Feuerwehrbereich die auch im Internet unterwegs sind. Ich bin alleine zur Interschutz gefahren und hatte durch feuerwehrleben.de so nette Gespräche mit anderen Bloggern, Forenbetreibern etc. das es mir Wert ist weiter zu machen. Ohne meinen Blog wäre das nicht so eine tolle Erfahrung gewesen. Zu vielen habe ich jetzt noch immer, oder noch mehr, Kontakt.

    Ich hoffe daher sehr, dass insbesondere die alten Hasen, noch lange weiter machen werden und es noch viele spannende und interessante Beiträge und Ideen von Feuerwehrlern im Internet gibt.

    Schöne Grüße (und hoffentlich genug Resonanz ;-))

    Florian
     
     
     
     

  3. Irakli West am 17. Dezember 2010 12:56

    Stefan,

    schön ehrlicher Artikel. Und immerhin ist die „kein Bock mehr“-Frequenz im Vergleich zu früheren Jahren deutlich gesunken :)

    Erstens: die Mischung macht’s. Deine Artikel verleihen dieser Plattform eine Qualität, die sie sonst nicht hätte.

    Zweitens: Fachartikel, insbesondere so gut recherchierte wie Deine, erfordern entsprechendes Fachwissen um eine Reaktion auszulösen.

    Drittens: Fraglos sind einige Deiner Publikationen, insbesondere aus dem KatS, nun mal „Nische“.

    Die Anerkennung hast Du, glaube mir. Dies wird oft und gern in Gesprächen, wenn es um das FWNetz geht, bestätigt.

    Zuletzt:Ob die Quantität des Feedbacks ausschlaggebend ist? Dann versuch’s mal mit folgendem, unrecherchierten Artikel: „Warum CAFS und VRW zusammen gehören„. Ich verspreche Dir mehr Feedback, als Dir lieb ist. Eine andere Möglichkeit wäre eine Art „iLike Button“, aber wieviel Aussagekraft der wohl hat?

    Ich denke, man kann immer wesentlich mehr aus dem machen, was das FWnetz ist, und sicher muss man sich den einen oder anderen Gedanken machen. Aktuell als halbchaotischer Pool von Beitragenden gefällt es mir nicht unbedingt schlecht. Fürs Erste.

    Von mir auf jeden Fall ein dickes Dankeschön fürs Mitmachen und Gestalten, und natürlich viel Vorfreude auf die Zukunft.

    Irakli

     

     

  4. Irakli West am 17. Dezember 2010 14:57

    @nibe leider kann die Zahl der RSS-Abonnenten nicht ermittelt werden. Der RSS Feed zählt im Schnitt 1045 Besucher pro Tag im letzten Monat, das macht ca. 1/4 des Gesamtvolumens aus (ca. 4.000 pro Tag)

  5. Harald Laier am 17. Dezember 2010 19:45

    Hallo Stefan,

    die Interschutz 2010 war auch für mich ein Highlight – ob als Feuerwehrmann oder FWnetzler. Klar hätte manches besser laufen können. Aber auch für mich waren die Tage in Leipzig sehr lehrreich. Ich habe viel davon mitgenommen.

    Du hattest als „Chef“ in diesen Tagen genug um die Ohren. Schließlich musste alles vor, während und nach der Interschutz koordiniert werden. Zudem hattest Du auch noch Deine eigenen Themen zum Schreiben. Du hast meiner Meinung nach die Interschutz-Sache gut im Griff gehabt und gesteuert.

    Die Zugriffszahlen sind auch für mich immer interessant. Gerade wenn ich größere Berichte geschrieben habe, wie beispielsweise jüngst von der KFV-Podiumsdiskussion, dann schaue ich öfters auf die aktuellen Zugriffszahlen des eigenen Berichts. Ob diese Zahlen oder die Anzahl von Kommentare ein Qualitätsmesser sind – das habe ich mich schon häufiger gefragt und habe immer noch keine Antwort darauf.

    Klar ist man über jede Resonanz froh, da ja unser „Lohn“ der Lob und die Anerkennung für die erbrachte Leistung ist. Trotzdem ist es ja so, dass niemand das FWnetz liest. Zudem hat Florian recht, dass die Zahl der Feuerwehrblogs, -foren usw. zugenommen hat. Das Angebot ist groß. Dass dann die Scheibe kleiner wird hat wohl jeder vor Augen. Trotzdem sollten wir auf die in diesem Jahr erbrachte Leistung Stolz sein – schließlich zieht man im Dezember nicht nur in der Buchhaltung Bilanz.

    Auf jeden Fall richte ich bereits den Blick aufs neue Jahr. Ich bereite gerade zwei Projekte vor, die ich im Frühjahr in Angriff nehmen will. Mehr verrate ich dazu noch nicht. ;-)

    An dieser Stelle ein Danke von mir an alle Leser und FWnetzler. Allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr – mit möglichst wenig Einsätzen.

    Harald Laier

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