Team | AGB | Impressum | Datenschutzbestimmungen | Kontakt | Bilder | Facebook | Twitter | Werben im FWnetz

(sc). In loser Folge stellt das FWNetz Blogs und blog-ähnliche Seiten aus den Bereichen Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophen-/Zivilschutz und artverwandten Organisationen vor. Heute steht uns der Betreiber von dem rettungsdienstblog.wordpress.com Rede und Antwort. Er erzählt uns die Geschichte seines Blogs, legt seine Ziele dar und beschreibt den Spagat zwischen Anonymität und Qualität.

Stelle Deinen Blog in einem Satz vor!

Mein Blog berichtet über die Gedanken, Erlebnisse und die Welt eines Rettungsassistenten, der gerade die Welt des Rettungsdienstes erkundet, und immer offen ist für neue Ideen und Problemlösungen in Einsätzen und Herangehenweisen im Rettungsdienst, wie auch im privaten, restlichen Alltag.

Bloggst Du alleine oder gibt es (oder planst Du) mehrere Kontributoren für Dein Blog?

Derzeit blogge ich alleine. Natürlich weiß ich nicht, was in einem Jahr sein wird. Es kann sein, dass es meinen Blog dann nicht mehr gibt, oder aber mehrere Blogger steuern Inhalte bei. Im Moment habe ich aber nicht vor, mich mit anderen Bloggern zusammen zu tun.

Seit wann bloggst Du und gab es Vorläufer des Blogs?

Den Rettungsdienstblog gibt es seit Anfang November 2010. Davor habe ich aber schon einige Male Texte in verschiedenen Internetportalen ins Netz gestellt. Unter anderem habe ich zwei Texte bei den Blaulichtgeschichten (Anmerk. d . Red.: Interview hier) unter einem Pseudonym geschrieben und veröffentlicht. Ansonsten habe ich vorher noch keine großartigen Blogger-Erfahrungen gemacht.

Wie bist Du auf die Idee gekommen, einen Blog über das Thema Rettungsdienst zu führen?

Die Idee, einen Blog zu gründen und zu etablieren, hatte ich schon längere Zeit in mir. Das Schreiben, Mitteilen von Gefühlen, Austauschen von Erfahrungen hat mich schon Ewigkeiten gelockt. Irgendwann habe ich dann die Seite Blaulichtgeschichten kennen gelernt und habe angefangen, dafür Geschichten zu schreiben.

Dabei ist mir dann aufgefallen, dass ich wirklich Spaß am Bloggen und Schreiben für andere habe, und vor allem auch genug Stoff finde. Dann habe ich irgendwann abends mal meinen Blog aufgesetzt und die ersten Einträge geschrieben. Seitdem bin ich bemüht, inhaltliche Qualität mit Quantität zu verbinden und meine Leser immer wieder mit Texten zu fesseln. Ich hoffe, dass mir das auch über einen längeren Zeitraum gelingt und mein Blog nicht nur eine Lichterscheinung ist, die nach ein paar Monaten wieder verschwunden ist. Aber da mach ich mir keine großen Sorgen, denn mit meiner neuen Arbeitsstelle werde ich sicherlich auch wieder mehr von mir berichten können.

Gibt es innerhalb Deines Blogs inhaltliche Schwerpunkte?

Inhaltliche Schwerpunkte?! Naja, das Hauptthema ist und bleibt der Rettungsdienst. Dabei versuche ich ausgewogen zwischen Berichten über mein Arbeitsleben, allgemeine Themen über den Rettungsdienst und andere Dinge, die mich interessieren, zu schreiben. Wenn ich etwas Besonderes erlebe, schreibe ich darüber. Wenn ich ein Thema finde (z.B. aktuell die Namen im Rettungsdienst), berichte ich darüber und genauso will ich von Zeit zu Zeit Textreihen, wie im Moment die „Reihe Buchrezensionen“, schreiben. Somit hoffe ich, einen interessanten, lesenswerten Blog auf die Beine zu stellen.

Worüber schreibst Du am Liebesten?

Über Erfolgserlebnisse lässt es sich am einfachsten schreiben. Sei es ein erfolgreicher Einsatz oder ein Erfolg im normalen Arbeitsalltag. Als ich z.B. meine neue Stelle bekommen habe, war es mir eine Wonne darüber zu berichten.

Als kleiner Provokateur, der seine Leser auch mal herausfordern will und ihre Meinung kennen lernen will, schreibe ich auch gerne über Themen, bei denen ich schon im Voraus weiß, dass Brisanz dahinter steckt und die Leser sich gerne mit dem Thema auseinandersetzen.

Worüber fällt es Dir am schwersten zu schreiben?

Schwierige Einsätze, Einsätze mit Todesfolge oder Einsätze mit Kindern. Eigentlich das übliche, was jeder Rettungsdienst-Blogger sagen wird. Aber wenn ich ein Thema als zu schwierig empfinde, werde ich darüber nicht bloggen.

Was war Dein größter Erfolg als Blogger?

Nun, als junger Blog, der gerade einmal etwas mehr als einen Monat existiert, kann ich noch nicht viel als Erfolg aufweisen. Wenn ich aber unter den bisherigen Erlebnissen „das Erfolgserlebnis“ aussuchen müsste, würde ich ganz klar die permanent steigenden Besucherzahlen anführen. Sie zeigen mir, dass ich bei meinen Lesern ankomme und es die Leute interessiert, was ich schreibe. Das motiviert einen ungemein, auch wenn es Ehrensache unter den Bloggern ist, nicht nur auf die Besucherzahlen zu achten. Wichtig sind sie trotzdem für jeden unter uns!

Wie kam Dein Blog bei Lesern, Kollegen und Vorgesetzen an?

Nun, ich blogge anonym. Deshalb kann ich leider gar nicht sagen, wie mein Blog bei Kollegen und Vorgesetzen ankam. Ich hoffe aber, dass er gut ankam und immer noch ankommt, soweit ich sie als meine Leser begeistern konnte.

Bei meinen Lesern kam der Blog sehr gut an. Ein Problem am Anfang war sicherlich, dass im Moment BOS-Blogs und ganz besondere, die aus der Themenrichtung Rettungsdienst, wie nichts aus dem Boden schießen. Aber das kann und muss man als Blogger mit Qualität in seinen Texten kompensieren und den Lesern somit deutlich machen, dass man es mit dem Bloggen ernst meint und sich auf dem Markt etablieren will. Ich denke, diese anfängliche Phase habe ich inzwischen überwunden und habe momentan keinen riesigen, aber dafür treuen Leserkreis um mich gescharrt.

Wie sind Deine Kontakte zu anderen BOS-Blogs?

Ich bin aktiver Leser und Kommentator bei diversen Blogs aus der Richtung BOS. Immer wieder gebe ich dort meine Senf dazu und sage, was ich zu den Artikeln denke. Eine Reihe dieser Blogs kann man in meiner Blogroll finden. Eine Kooperation mit anderen Blogs gibt es bisher noch nicht.

Was wünschst Du Dir in Bezug auf Deinen Blog?

Qualität! Ich wünsche mir, dass ich meine Leser weiterhin mit tollen, interessanten und packenden Texten fesseln kann und sie mir die Treue halten. Meine Texte sollten auf keinen Fall an Qualität abnehmen, lieber noch besser werden. Ich will aber sehr gerne noch mehr Leser erreichen und binden. Grundsätzlich ist es aber am wichtigsten, und das wünsche ich mir auch am meisten, dass ich meine Leser begeistern kann!

Stelle Dich kurz vor

Ich bin ein junger Rettungsassistent, der gerade am Anfang der Zwanziger steht. Vor meinem Leben als Rettungsassistent habe ich das Abitur absolviert und habe mich danach mit dem Rettungsdienst beschäftigt. Dort zu arbeiten ist mein Traumberuf. Sofort nach der Berufsausbildung habe ich eine Ausbildung zum Rettungsassistenten begonnen und mit Erfolg abgeschlossen. Danach folge das Anerkennungsjahr bei einer Hilfsorganisation und danach ein kurzes Intermezzo bei einer anderen Hilfsorganisation in der Kulturhauptstadt RUHR.2010. Seit kurzem bin ich bei einer Feuerwehr im Rettungsdienst angestellt und verdiene dort meine Brötchen. Mein Leben und Handeln spielt sich mitten in NRW, im wunderschönen Ruhrpott ab.

Der Betreiber des Blogs möchte aus verschiedenen Gründen in diesem Interview anonym bleiben. Der Betreiber ist der Redaktion jedoch namentlich bekannt. Dennoch vielen Dank für das Interview, das Stefan Cimander für www.fwnetz.de führte.

Links

Bisher erschienen:

Kommentare

Kommentare geschlossen.

Bottom