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Journalismus vom Feinsten. Die New York Times hat Zugang zu den Protokollen des Deep Water Horizon-Unglücks bekommen und zeichnet die letzten Minuten auf der Plattform nach. Eine absolut packende Lektüre von Anbeginn bis zum Ende – vor Allem ist faszinierend, warum alle Kontrollmechanismen versagten. Irgendwie warteten alle auf einen Input von ober- bzw. außerhalb, vielleicht auch, um keine Verantwortung übernehmen zu müssen. Das Resultat: eine der schlimmsten Umweltkatastrophen bislang.

Für mich die Kernaussage des Artikels:

The Horizon was like a Gulf Coast town that regularly rehearsed for Category 1 hurricanes but never contemplated the hundred-year storm.

Man übt und bereitet sich auf „kleine“ Unfälle vor, aber auf den Super-GAU nicht. Insgesamt kommt aus dem Artikel nicht eindeutig hervor, ob die Katastrophe vermeidbar gewesen wäre – dem Unterton nach ja, es waren zig Mechanismen verfügbar, die alle versagten, vor Allem durch menschliche Bedienfehler.

Sehr intensiv fand ich folgenden Satz:

Yet with as many as 20 sensors glowing magenta on her console, Ms. Fleytas hesitated. She did not sound the general master alarm. Instead she began pressing buttons that told the system that the bridge crew was aware of the alarms.

Dieses belegt aus meiner Sicht die Tatsache, dass Entscheidungen unter Stress eben doch anders getroffen werden – oder halt gar nicht. Wir gehen immer von rationalen Entscheidungsmechanismen aus. Wer kurz (oder lang) in einer Paniksituation gewesen ist, weiss, dass es anders sein kann. Gut, dass ich kein Gericht bin, das darüber entscheiden muss.

Wikipedia: Deepwater Horizon

(Bild: Wikimedia Commons)

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