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Gastartikel

Ich oute mich hier an dieser Stelle als begeisterter Anhänger von Coaching TV. Dabei wird die meist prekäre Situation normaler Menschen von Profis analysiert und es wird Hilfestellung geleistet wie man die Karre wieder aus dem Dreck bekommt.

Mein absoluter Favorit dabei ist „Rach, der Restauranttester“ auf RTL.

Sternekoch Christian Rach leistet dort Hilfestellung für Gastronomen bei denen es irgendwo zwischen 5 vor 12 und 10 nach 1 ist.

Schauen wir uns mal an mit welchen Problemen Christian Rach zu kämpfen hat (Mehrfachnennungen teilweise erforderlich)

  • Führungskräfte die nicht führen
  • Führungskräfte die jeder Diskussion aus dem Weg gehen
  • Führungskräfte die es versuchen jedem Recht zu machen, egal mit welchen Auswirkungen auf den Betrieb
  • Mitarbeiter die sich wissentlich gegen die Anweisungen Ihrer Vorgesetzten stellen
  • teilweise absolute Betriebsblindheit
  • keine Konzepte
  • überalterte Konzepte
  • Konzepte wo jedem klar sein MUSS das es nicht funktionieren kann
  • fehlendes Fachwissen
  • Autodidakten die sich für den Größten halten
  • obwohl schon „Gaststätte“ nicht funktioniert will man „Restaurant“ sein. (hoffentlich versteht jemand was ich sagen will)
  • Fachauthorität wird nicht anerkannt. Ich erinnere mich da an einen Koch der mit CR diskutieren wollte das man bei TK Koketten keinerlei Unterschied zu Frischen schmeckt.
  • Fehlendes Wissen über alles was im Hintergrund (Finanzen) läuft
  • Der Seniorchef der trotz der Tatsache das er schon lange nichts mehr zu sagen mitten im Tagesgeschehen steht und immer wieder in Entscheidungen eingreift.
  • Unfreundlichkeit gegenüber der Kundschaft
  • Das Projekt wird als Selbstzweck für die eigene Sache gesehen
  • aus einer anderen Sendung:

  • jeder Vertreter kann jeden Scheiß verkaufen egal ob er ins Konzept passt

Wenn wir diese Liste (die gerne in den Kommentaren vervollständigt werden darf) jetzt mal durchgehen fällt da nicht was auf?

Richtig. All diese Probleme tauchen mehr oder weniger stark auch bei Feuerwehrs auf.
Nur gibt es da leider keinen der einen an der Hand nimmt und einem weiterhilft – wenn man will!

Wie löst Christian Rach diese Probleme? Was kann man für die Werkzeugkiste von ihm mitnehmen?

  • Annehmen externer Hilfe ohne vorgegebene Zielstellung
  • schonungslose Analyse der Ist Situation
  • alles kann und muss in Frage gestellt werden – es gibt keinerlei heilige Kühe
  • es muss ein klares Konzept erstellt werden
  • das vorhandene Potential muss rausgestellt und genutzt werden – es ist nicht immer alles schlecht
  • Es muss offen über mögliche Konsequenzen geredet werden
  • Die Führungsebene muss klar sein, dort muss sich jeder seiner Verantwortung bewusst sein
  • Handwerk muss beherrscht werden
  • Der beste Service ist nichts wert ohne die passende Infrastruktur
  • Der Kunde ist König
  • Das was man macht muss Spass machen, dann geht es einfach von der Hand und die Ergebnisse werden besser. (Ich liebe es wenn er mit älteren Damen kocht die meistens als erste Begreifen um was es geht)
  • Besser und professioneller ist nicht immer aufwendiger und teurer
  • Manchmal ist eine Schließung die einzigste Option
  • Führungskräfte sind Kräfte die führen
  • Generationenwechsel sind klar zu planen

Kommentare

11 Kommentare zu “Christian Rach und die Feuerwehr” (davon )

  1. Phillipp Müller am 7. Februar 2011 16:23

    Südmersen, der Feuerwehrtester! Ab März auf retter.tv ;-)

  2. Bruno am 7. Februar 2011 18:52

    Hilfe, mir laufen die Tränen vor Lachen bei DER Vorstellung!!! :-)

  3. Cimolino am 7. Februar 2011 19:01

    Klasse auf den Punkt gebracht.

    Was ist der Unterschied bzw. warum wird das bei der Fw nicht so einfach funktionieren?

    Es gibt (noch) keinen bzw. zu wenig Druck, weil der Einzelne keine finanziellen Probleme hat (und wie es den Kommunen geht bzw. der Outcome ist, wird zu wenig hinterfragt). Das ist bei einer Gaststätte die ggf. schlicht in die Insolvenz mit dem Inhaber/Pächter geht ganz anders…

    Unabhängig davon könnte man da lustige Filme machen. Beispiele aus dem IRL kennt jeder mehr als genug…

  4. jansued am 7. Februar 2011 19:43

    Jo, das Drehbuch hätte ich – vom Leben geschrieben. Scripted Reality eben ;-)

  5. Stefan Cimander am 7. Februar 2011 22:28

    … wir können den Zwegat ja noch dazupacken, für die Feuerwehren, die von der Hand in den Mund leben müssen ;-)

  6. Bolde112 am 8. Februar 2011 00:07

    Na klar, und wenn wir schon dabei sind laden wir die Kochprofis auch gleich noch ein, damit sie die Mannschaft wieder zusammen führen und uns Verhaltenstipps geben. Rach, Kochprofis und Zwegat – Da kann es ja nur mit jeder Feuerwehr aufwärts gehen

  7. Tobi_live am 8. Februar 2011 10:39

    Und jetzt wird klar warum die Erwartungen an den neuen Wehrführer / Kommandant so hoch sind. Er soll am besten alles gute bewahren aber doch vieles erneuern.
    Dabei wollen die älteren lieber ihre eingefahrenen Prozesse beibehalten, während die Jungen diese komplett überarbeiten wolllen und alles anderst werden muss.
    Tja… keine leichte Aufgabe.
     
     
     

  8. Solgull am 8. Februar 2011 12:43

    Dafür bekommt er auch – sofern er denn möchte – jede menge Hilfe aus der eigenen Wehr. Sowohl was die fachlichen Themen als auch die menschlichen Themen angeht. Hier kommt wieder der Faktor Freiwillige Feuerwehr zum tragen, bei dem man auf verschiedenste Berufe und die damit eingehenden Kenntnisse zugreifen kann.

  9. Robert Sims am 8. Februar 2011 19:36

    @Tobi_live Gut erkannt und schön auf den Punkt gebracht. Kommt mir sehr bekannt vor.

  10. hannibal am 16. Februar 2011 10:56

    @Cimolino
    Genau das ist der Grund warum man es bei der Feuerwehr so schwer hat fundamentales zu ändern. Es gibt keinen Leidensdruck.
    @Stefan Cimander
    Der Zwegat würde nicht funktionieren. Der löst nicht wirklich kreativ.
    @Tobi_live
    „Prüft sorgfältig bevor ihr Bewährtes ändert, aber haltet nicht an Bewährtem fest, wenn die Lage dies nicht länger rechtfertigt und die bewährte Lösung nicht den Erfordernissen der Zukunft entspricht“

    Scharnhorst
    Problematisch wird es erst wenn er es nicht schafft alle möglichst an einen Tisch zu bekommen u den Fehler macht zu schnell sich einer Fraktion anzuschliessen.
    @Bolde112
    Welchen systematischen Ansatz hast DU denn um Feuerwehren wieder auf den rechten Weg zu bekommen?

  11. René am 17. Februar 2011 20:10

    Keine Frage: Sehr schön geschrieben und auf dem Punkt gebracht :). Nur wird dies an der falschen Stelle veröffentlicht. Denn wir sind die falsche Zielgruppe. Denn auffällig ist, dass jeder von uns seit Jahren um diese angesprochenen Probleme weiß – doch was hat sich bisher getan? :) Eigentlich müsste man diesen schönen Text oben aushängen ;)

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