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Sankt Augustin (nw), (sc). Weil zwei Angehörige des Malteser Hilfsdienstes nicht durch knöcheltiefes Wasser zu einer Patientin laufen wollten, mussten zwei Feuerwehrleute die beiden Huckepack nehmen. Der Malteser Landesverband findet das normal, immerhin geht es um Eigenschutz. Die Polizei sieht das anders: Ein Sprecher sieht Anzeichen für unterlassenen Hilfeleistung. [General-Anzeiger]

Kommentare

6 Kommentare zu “Malteser wollten nicht durch Wasser laufen” (davon )

  1. TilMar am 8. Februar 2011 10:25

    „Landesverband findet das normal, immerhin geht es um Eigenschutz.“
     
    Das kann nur ein verfrühter Aprilscherz sein?

  2. AchimZO am 8. Februar 2011 21:49

    Da fehlen mir doch die Worte… Die haben doch ihr Beruf verfehlt! Was wäre, wenn die zwei vor der Feuerwehr an einem Einsatzort mit ähnlichen Gegebenheiten sind? Den Patient warten lassen? Ich stell mir mal folgendes Szenario vor: ein PKW liegt nach einem VU in einem Bach – knöchel- bis knietief, eine Person ist im Fahrzeug eingeklemmt, der Rettungsdienst ist als erstes vor Ort und der Patient benötigt dringend Hilfe in Form von lebenserhaltenden Sofortmaßnahmen… Also ich finde das Verhalten der zwei Rettungsdienstmitarbeiter sehr, sehr bedenklich. Würde da gern mal noch andere Meinungen hören.

  3. Philipp am 8. Februar 2011 23:06

    Naja, die Frage ist jetzt, wo genau das Wasser stand.
    Einfach mal so über eine mir unbekannte Fläche laufen, auf der Wasser in Höhe x steht, weiß ich jetzt nicht, ob ich das einfach mal so machen würde

  4. AchimZO am 8. Februar 2011 23:50

    Die Frage ist durchaus berechtigt. Wenn ich das Bild sehe (Fahrzeug steht in dieser Wasserfläche, also ein Untergrund, der mindestens 3,5 Tonnen trägt) kann man da schon durchgehen. Natürlich mit der gegebenen Vorsicht (ausgehobene Kanaldeckel, sonstige Stolperfallen etc.) Fakt ist doch, wir alle arbeiten in einem Bereich, der nicht ungefährlich ist, ob das jetzt Rettungsdienst, Feuerwehr, THW, ehrenamtlich oder hauptberuflich ist. Wie war das mit den Gefahren an der Einsatzstelle?? Gilt doch (zum Teil) auch für den RD, oder? Dann ist da noch die Aussage: „auf der das Wasser in Höhe x steht“: RD will nicht durchgehen, aber die (Idioten) von der Feuerwehr können das schon, oder wie war das mit „über das Wasser laufen“?? Wenn die RD-Mitarbeiter angepasstes Schuwerk haben, sollte knöcheltiefes Wasser kein Problem sein! Ich hab wirklich kein Verständnis für das Verhalten der zwei Malteser-Mitarbeiter!

  5. Bolde112 am 9. Februar 2011 00:29

    In diesem Bericht steht, dass man mit 2,5°C kaltem Wasser mit hoher Fließgeschwindigkeit konfrontiert wurde. Allerdings soll die Frau am Uferrand gelegen haben. Wäre die Fließgeschwindigkeit so groß gewesen, dann wäre die Frau die durch ihre liegende Haltung eine größere Angriffsfläche für die „Fluten“ bildet wahrscheinlich mitgerissen worden. Also dieses Argument der verweigerten Hilfe kann man so schonmal nicht zählen lassen. Das das Wasser 2,5 Grad kalt ist okay, aber um die Frau aus dem Wasser zu ziehen bedarf es, wenn man zu zweit ist, nicht sonderlich viel Zeit also hätten sich die beiden auch nicht unterkühlt. Als Kind habe ich auch im Winter gern an kleinen zugefrorenen Bachläufen gespielt und mir nasse Füße geholt und lebe noch mit nicht abgefrorenen Gliedmaßen. Das Argument mit dem Steuerzahler Geld sparen. Die beiden wären in den warmen RTW eingestiegen hätten die Frau im Krankenhaus abgeliefert und hätten sich anschließend die Füße trocken gemacht und ein paar Ersatzschuhe angezogen. Hätten aber doch wegen so einer Kleinigkeit wohl nicht ernsthaft getauscht werden müssen. Entweder waren es Greenhorns, Neulinge, welche sich aus Angst um ihren Job ganz genau an die Vorschriften halten oder die beiden waren sehr eitel und haben deswegen nicht geholfen. Sogar ich als Privatperson wäre dort hingeeilt, um der Frau zu helfen. Naße Füße hin oder her. Und was mein Vorredner angesprochen hat mit den Untergrundbeschaffenheiten, da muss ich ihm recht geben. Aber wenn sie sich deswegen nicht ins Wasser getraut haben, hätten sie auch einen Stock zur Hilfe nehmen können und den Untergrund damit abtasten können. So wie wir es auch mit der Axt, dem Haligan, dem vorausgestreckten Bein, etc. im Innenangriff unter Nullsicht machen.
    Habe heute erst auf der Homepage des Landesfeuerwehrverbands Bayern einen Bericht gelesen, dass die Feuerwehren in Bayern welche größtenteils Freiwillige sind, im Wandel der Zeit immer mehr zu „Mädchen für alles werden“.
    Also wenn es um den Eigenschutz geht, dann dürfen sich die Jungs in kein verunfallten PKW setzen, an dem Personen mittels technischen Geräts befreit werden müssen. Da können Splitter fliegen, Glasstaub in der Luft liegen, evtl. abgerissene Teilchen unkontrolliert umhersausen. Bei einer größeren Ansammlung von Menschen keine Sicherheitswache abhalten und umgekippten Personen in der Menge helfen. Bei Blitzeis kein Auto mehr fahren, da sie in den nächsten Graben rutschen könnten. Bei Bränden nur weit außerhalb in Bereitschaft stehen, da drehender Wind ab und an ein wenig Rauch in die Lungen der Männer wirbeln kann und viele weitere Einsätze nicht fahren.

  6. Philipp am 9. Februar 2011 09:06

    @AchimZO: Also ich habe, wenn ich im RD unterwegs bin, in diesem Sinne kein angepasstes Schuhwerk. Mein Arbeitgeber stellt mir zwar S3 – Knöchelhoch zu Verfügung, aber wie mit Haix oder ähnlichen Stiefeln damit durch das Wasser laufen können, ohne dass die Füße nass werden, ist damit nicht drin.

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