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(hl). Die heutige Meldung [Bericht FWnetz] hat mich ehrlich gesagt anfangs ein wenig geschockt. Einer meiner ersten Gedanken war, dass ich nun weiß, warum Feuerwehrfahrzeuge so teuer sind. Aber natürlich spielen noch andere Gründe (Normung, …) eine entsprechende Rolle im Rahmen der Preiskalkulation. Trotzdem dürften interessierte und informierte Bürger genauso wie ich im ersten Moment denken, da dieser Vorfall auch von anderen Medien aufgegriffen wurde oder noch wird.

Mittlerweile frage ich mich, welche Auswirkungen dieser – in meinen Augen – Skandal haben wird. Hierzu habe ich einige Punkte zusammengetragen, die ich kurz darstelle und zur weiteren Diskussion stelle:

  • Die Unternehmen haben einen Imageschaden.
  • Strafrechtliche Konsequenzen für die beteiligten Personen, da die zuständigen Staatsanwaltschaften ermitteln.
  • Genauere Untersuchungen und Überprüfungen künftiger Ausschreibungen.
  • Finanzieller Schaden durch die hohe Bußgeldzahlung mit entsprechenden Auswirkungen, wie beispielsweise Sparmaßnahmen im Unternehmen oder Preiserhöhungen der Produkte.

Vielleicht kommen noch einige Punkte aufgrund von Kommentaren hinzu.

Kommentare

6 Kommentare zu “Das „Feuerwehr-Kartell“ und die (möglichen) Auswirkungen” (davon )

  1. Cimolino am 10. Februar 2011 20:26

    noch mehr Aufwand für die Bearbeiter bei den Feuerwehren, weil noch genauer über-/geprüft werden muss/wird…
    noch mehr Rechtfertigung, wenns wieder der gleicher Hersteller wird (weil kein anderer geboten hat, oder schlicht was falsches angeboten wurde)
    noch mehr Mißtrauen auf allen Seiten…

  2. Julian R. am 11. Februar 2011 00:02

    wirklich überraschend ist diese Meldung in meinen Augen nicht. Die Ursache des Problems ist nicht im Verhalten der genannten Unternehmen zu finden, sondern ist vielmehr durch die Marktstruktur geprägt. Hierbei stehen auf der einen Seite die Städte und Gemeinden als Nachfrager und die Unternehmen als Anbieter auf der anderen Seite. Je komplexer das Produkt, desto größer ist in aller Regel die Markteintrittsbarriere und umso weniger Unternehmen bieten am Markt an. Diesen wenigen Anbietern stehen jedoch vergleichsweise viele Nachfrager gegenüber. Daraus resultiert, alleine auf Grund der Marktstruktur, eine deutlich größere Marktmacht der Anbieter. Diese Marktmacht lässt sich nicht durch einzelne regulatorische Eingriffe wirksam einschränken.
    Eine theoretische Möglichkeit, das Marktmachtverhältnis zu verändern, besteht in meinen Augen darin, die Anzahl der Nachfrager zu verringern und somit die Macht der einzelnen Nachfrager zu erhöhen. In der Wirtschaft werden zu diesem Zweck Einkaufsgenossenschaften gebildet. Warum nicht auch für den Feuerwehrbereich? Ein Landkreis, Region oder Bundesland würde bei einer entsprechenden Abbnahmemenge eine deutlich bessere Verhandlungsposition besitzen als die einzelne Gemeinde XYZ. Ich weiß das ist momentan nicht realisierbar, ist jedoch in meinen Augen der einzige Weg, welcher langfristig dazu geeignet ist, die Situation im Sinne der Allgemeinheit zu verbessern.
     
    Meinungen?

  3. exc450 am 11. Februar 2011 00:56

    @julian:
    seh ich ganz anders… wenn ich mir n auto kauf erwarte ich auch das ich als einzelabnehmer vernünftig kalkulierte preise angeboten bekommen und schliesse mich nicht mit meinen nachbarn zusammen… gerade die sogenannte einkaufsgenossenschaft wie du sie nennst ist prädestiniert für dubiose machenschaften und verkompliziert die sache noch mehr ;)
    gibts eventuell zu wenig anbieter am markt?

  4. Julian R. am 11. Februar 2011 07:52

    @exc450 warum sollte dir ein Unternehmen „vernünftig kalkulierte“ Preise (was damit auch immer gemeint ist) anbieten? Ein Unternehmen wird in der Regel den Preis verlangen, den es am Markt erzielen kann. Um es mal ein wenig plastischer auszudrücken: Du schreibt als Gemeinde ein HLF aus. Alleine durch die ausgeschriebenen Kombination von Fahrgestell, Gewicht und Getriebeart wird sich die Anzahl der Unternehmen, welche ein Angebot abgeben auf ca. 1-2 belaufen. Was hast du als Gemeinde/ Stadt da noch für Möglichkeiten Druck auf den Anbieter auszuüben? Du kannst ja schlecht sagen „Senken Sie Ihren Preis, oder ich gehe zur Konkurrenz!“.
    Treten nun mehrere Käufer gemeinsam am Markt auf, so erhöht sich durch das Volumen die Attraktivität für die Anbieter, sodass mehr als 1 oder 2 Anbieter auf eine Ausschreibung auch ein Angebot abliefern. Und erst jetzt hast du als Nachfrager die Position aggresiver auf die Anbieter einzuwirken und bessere Preise zu erzielen.

  5. Christian Lewalter am 11. Februar 2011 08:04

    Richtig überrascht war ich auch nicht. Wir haben in unserer Wehr mal über die Thema gesprochen. Die Fw-Fahrzeuge in unserer Gegend, die jetzt so 20-25 Jahre auf dem Buckel haben fast ausnahmslos von Ziegler sind. Irgendwann hat sich das gewandelt. Ca. 10 Jahre alte Autos sind Iveco/Magirus. Jetzt werden plötzlich nur noch Rosenbauer-Autos bestellt und geliefert. Das kam uns schon verdächtig vor.

  6. Florian Körblein am 11. Februar 2011 14:30

    @Christian: Bei uns in der näheren Umgeung genau das Gleiche. Jahre lang die mit dem Dom, dann bis etwa vor 2-3 Jahren Z…. und jetzt kommt wieder der Dom verstärkt. Metz, Rosenbauer, Schlingmann? So gut wie nicht vorhanden.

    @Julian: Warum kann ich als Gemeinde nicht den Preis verhandeln?

    Bei Volumenbündelung bei Feuerwehrfahrzeugen sehe ich kaum Effekte, zuviele Individuallösungen, zu geringes Volumen mit 1-2 Fahrzeugen. Wenn ich als große BF 10 baugleiche Fahrzeuge kaufe ist das was natürlich etwas anderes!

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