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Diese Meldung ist eine rein subjektive Meinung. Die ganze Thematik rund um die Quotenabsprachen bei den Fahrzeugen mag verwundern oder nicht. Tatsache ist, wenn die Unternehmen jetzt zu einer gütlichen Einigung gekommen sind, so hat das Ganze natürlich einen Vorlauf, der sich auch daran zeigt, dass mindestens zwei der Unternehmen eine entsprechende Rücklage gebildet haben, die sie sogar nicht ganz abschöpfen müssen. Inwieweit der Kunde – letztendlich der Steuerzahler – zuviel auf den Tisch gelegt hat, mag man natürlich nicht bewerten können. Eigentlich geht es ja nur um Quoten und nicht um Preisabsprachen (wird gerne verwechselt), wobei der Volkswirt bestätigen wird, dass Preise in einem Oligopol durchaus überhöht sein können.

Eigentlich geht es um etwas anderes. Es geht um die Tatsache, dass viele Feuerwehren genau das Fahrzeug bekommen, das sie im Vorhinein haben wollen. Kann ich’s belegen? Natürlich nicht. Und ob’s die meisten sind? Keine Ahnung. Tatsache ist, viele Wehren haben einen „reinen Stall“ oder einen Lieblingshändler, der halt nun mal eine Marke -ob Fahrgestell oder / und Aufbau, Rettungssatz etc. vertritt. Eigentlich ist so ein vertauensvolles Verhältnis auch wirtschaftlich sinnvoll, insofern man keine überirdischen Preis dafür bezahlt. Wenn man aber Samstag Abends mal eben eine Hydraulikkupplung ersetzt oder repariert bekommt, ist das einerseits im Sinne des sonntags unfallerleidendens Bürgers (=opfers bzw. „zu rettenden“) und andererseits des Stadtsäckels, insbesondere wenn man sieht was bei einem guten Verhältnis auf Kulanz erledigt wird..

Aber zurück zu den Fahrzeugen. Mein Eindruck ist, dass die Feuerwehren in vielen (wahrgenommenen) Fällen sehr genau wissen, was sie haben wollen, und dies auch bekommen. Dann wird eben so ausgeschrieben, dass eigentlich nur einer die Vorgaben erfüllen kann.

Das, wie gesagt, die Wahrnehmung. Es scheint, die Welt wäre gar nicht so. Ob nun die Marktmacht wirklich bei den Herstellern liegt, keine Ahnung, und ist auch gar nicht nachzuvollziehen.

Was bleibt ist die Frage, ob sich alle irgendwie gegenseitig verarscht haben. Soviel zur Wahrnehmung.

Kommentare

3 Kommentare zu “Fahrzeug: Habenwill” (davon )

  1. alex am 16. Februar 2011 21:34

    Hi,
    wir haben einen einheitlichen Fahrzeugpool und wir sind froh darüber. Kleine Arbeiten können die Kameraden übernehmen, die die Fahrgestelle kennen, da sie damit Arbeiten. Die Fachwerkstatt ist im Ort und sowohl die Pumpenbedienstände, Schalter im Führerhaus als auch viele andere Dinge sind alle mehr oder weniger einheitlich und übersichtlich.
    Wir konnten von allen größeren Herstellern Fahrzeuge begutachten und fahren, einige haben in anderen Wehren Erfahrungen mit anderen Fahrgestellen und Aufbauern.
    Wir haben unseren Favoriten bekommen und da wir die Ausrüstung zum Großteil auch vom Aufbauer haben, war das Fahrzeug im Vergleich zu anderen Wehren nicht teuerer, obwohl auch so ausgeschrieben wurde, dass ein Aufbauer und Fahrgestellhersteller eher in Frage kam.
     
    Dass sich Lentner beschwert, ist auch ganz klar! Wir wollten unter keinen Umständen Lentner haben und hätten bewusst etwas mehr bezahlt, um das zu vermeiden. So gehen Lentner Ausschreibungen verloren, die sie ggf. sogar bekommen hätten. Nur dann ist die Wehr unzufrieden, ggf. der Gerätewart…
    Ich will aber auch betonen, dass wir nicht um jeden Preis dieses Auto von diesen Herstellern wollten, es war unser Favorit und preislich nicht weit von allen Anderen weg.

  2. Eric am 17. Februar 2011 02:02

    Gelegentlich kann man diese Handlungsweise im Ansatz nachvollziehen. Und zwar dann, wenn es darum geht einen Servicepartner direkt vor der Haustür zu haben. Das ermöglicht durchaus geringere Ausfallzeiten von Fahrzeugen / Gerätschaften, was vor allem bei einer Mindestlaufzeit der Fahrzeuge von ca. 25-30 Jahren (und wohl auch noch länger) durchaus ein interessanter Punkt sein dürfte.
    In den allermeisten dieser Fälle geht es jedoch eher darum: Mit einer Gemächtsverlängerung in Form eines supertollen Fahrzeugs, dass genau auf die „örtlichen Bedürfnisse“ dieser Wehr zugeschnitten ist, prollen zu können. Koste es was es wolle.
    Das sich die Firma L. darüber ärgert, ist sicherlich berechtigt, jedoch hört man hier und dort immer wieder von Qualitätsproblemen bei den Aufbauten besagter Firma. Ich würde es auch vermeiden, einen solchen Aufbau für ein Fahrzeug zu besorgen, das eine Einsatzzeit von 30 Jahren durchmachen muss.

  3. alex am 17. Februar 2011 09:30

    Hi,
    wir wollten v.a. einheitliche Pumpenbedienstände, keine riesen Display zur Steuerung sondern Schalter.
    Ein paar Kameraden und ich kennen die Probleme, wenn man 3 verschiedene Hersteller im Stall stehen hat.. Beim einen sind es Druckknöpfe, beim nächsten sind Drehschalter dabei, der nächste macht alles über Display mit Menü.. Die anordnung ist total verschieden.. Das macht einfach kein Spass, wenn man nicht ständig auf jedem Fahrzeug übt.
    Und solange die Hersteller nicht in der Lage sind, ein genormtes Bedienteil der Pumpen anzubieten, wird auch das nächste Fahrzeug von uns nur von 1 Hersteller kommen. Seit den 80ern hat sich das Aussehen des Bedienstandes unseres Aufbauers praktisch nur darin geändert, dass es keinen Kupplungs und Gashebel mehr gibt, sondern das Taster sind und noch ein Bereich „Schaumzumischung“ hinzugekommen ist.
    Mal zum Vergleich:
    Ziegler
    Lentner
    Rosenbauer
    Das dürften alles recht neue Bedienstände sein, auch wenn klar ist, dass es noch einige Varianten gibt, will ich euch ermuntern, eifnach mal selber im Internet zu suchen, da gibt es noch wesentlich abschreckendere Beispiele.

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