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Letztes Jahr war das so ein Bisschen eine Offenbarung, als ich bei einer BF eine Grundausbilung zum Höhenretter machen durfte. Der Hintergrund ist ganz einfach, beruflich geht es um Zwei- oder Einbeine, Dreibeine, und Seilzüge in allen möglichen Konfigurationen. Es geht – gerade im USAR-Bereich – um Heben und Senken, und seitlich bewegen von Lasten oder Personen, ob Retter oder Gerettete, oder einfach um (komplexere) Absturzsicherung.

Höhenrettung ist rein vernommen ein wenig Freak-Bereich. Wenn man reinschaut was die Leute so machen, so ist das mit Sicherheit eine der anspruchsvollsten Einsatzgebiete in einer Feuerwehr. Und das Gefühl beim Übersteigen im 8. Stock ist unbeschreiblich. Andere zahlen zig €€€ für ein Looping in einer Oktoberfest-Achterbahn, aber das kommt nicht hin. Einziger für mich nachvollziehbarer Vergleich? In eine ordentlich gesicherte Tiefbaugrube einsteigen, wobei das trotzdem etwas anderes ist. Unterm Strich: mein Respekt an die Höhenretter – es gehört richtig viel Kreativität und Grips dazu.

Und genauso wie USAR und andere Bereiche, ist das auch eine Gemeinschaft. Ein Höhepunkt dürfte wohl GRIMP sein. Davon gibt es ein Hammervideo, richtig gute investierte 11 Minuten.

Das runterrauschen am Seil würde ich gern als Nahziel definieren. Viel Spaß beim Schauen!

Der nächste GRIMPday (heisst soviel wie Klettern auf Französisch) findet am 4. Juni statt.

*Übrigens ist „Seilrettung“ eine direkte, und nicht ganz korrekte Übersetzung von Rope Rescue. Tatsache ist jedoch, es geht um wesentlich mehr als nur Höhenrettung.

Kommentare

4 Kommentare zu “Seilrettung*: GRIMP” (davon )

  1. Jan Ole Unger am 24. Februar 2011 21:03

    Klugscheißmodus: In Paris heisst es GREP ;-)

  2. Carlo Schepers am 24. Februar 2011 22:16

    Das Video macht echt Laune, bin früher schon sehr gerne klettern gegangen gelegentlich Sportklettern in einer Halle hier in der Nähe. Leider ist dieses Hobby etwas eingeschlafen. Höhenrettung ist aber wirklich ein sehr interessanter Bereich.

  3. Tech am 25. Februar 2011 00:04

    Grimper bedeutet klettern auf französisch.
    GRIMP ist die französische Abkürzung für die HöRG, und zwar :
    Groupe de Rechercher et d’Intervention en Milieux Périlleux.
    Die Pariser Feuerwehr hat das Groupe de Recherche et d’Exploration Profonde die eine Mischung zwischen Höhenrettung sowie Erkundungen unter Kreislauf-ATG.
    Andere Départements verfügen über GRIMP und GELD (Explorations de Longues Durées).
    Die Belgier haben ihre HöRG aus dem französischen Modell übernommen, und daher wurde der belgische Wettbewerb GRIMPDay genannt.

  4. MatthiasM am 27. Februar 2011 19:43

    Noch das andere Extrem ist dann die Höhlenrettung. Dieselben Techniken, aber vorwiegend um jemanden nicht mit der Schwerkraft runter auf den Boden, sondern gegen die Schwerkraft aus der Höhle ans Tageslicht zu befördern, ein klein wenig Grubenwehr ist auch dabei, aber man hat das Vergnügen mit natürlichen Hohlräumen, die im Gegensatz zum „man-made“ Bergbau von Mutter Natur absolut nicht nach ergonomischen Gesichtspunkten gestaltet sind.
    Viele Schnittpunkte in Ausrüstung und Techniken zur Höhenarbeit/Höhenrettung einerseits und der klassischen „oberirdischen“ Bergrettung andererseits.
    Höhlenrettung, das sind vorwiegend zahlreiche aktive HöhlenforscherInnen. Höhlen, das ist auch ein sehr interessantes Hobby, geht über den Sport wie beim Klettern schon gut hinaus.

    lG Matthias

    PS.: Wer auf Höhenrettungswettbewerbe geht, wird dementsprechend oft auch Abordnungen von Höhlenrettungsgruppen antreffen, z.B. die Höhlenrettung Baden-Württemberg oder die Malteser-Höhlenrettung (beide BaWü).
     
     

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