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„Leider“ bin ich nicht in Japan – was sich hinter einem Tag wie dem heutigen verbirgt, das ist metaphorisch am Bild oben zu sehen: Impfpass, Fremdwährung, USB-Stick…und vieles mehr. Worum geht’s? USAR-Teams müssen entscheiden, ob sie in Bereitschaft gehen, oder nicht. Das bedeutet: Warten auf go / nogo.

Derzeit sind ca. 50 Teams nach UN INSARAG einsatzbereit, unter Anderem auch wir von @fire. Aktuell werden Teams aus USA, Neuseeland, Australien und Taiwan explizit angefordert, was sich sicher auch aus der Historik, Nähre und dem vorgesehenen Einsatzspektrum ergibt. Wie es weiter geht, das werden wir sehen, aber diese Anforderung mach absolut Sinn.

Was ich aber loswerden wollte: der Tag heute hat ganz klar gezeigt, welche Medien gut sind, und welche einfach nur peinlich. Bei manchen – ohne Namen zu nennen – war das Panikmache übelster Art, zwischendurch mit Atom-Weltuntergangsalarm. Meine Empfehlung? BBC News. Neigen nur ganz wenig und nur ab und zu zu Übertreibungen – ansonsten eine sachliche und fachliche Berichterstattung, die man nur als begrüßenswert betrachten kann.

Kommentare

5 Kommentare zu “Bericht aus Japan” (davon )

  1. Jannis Wiese am 11. März 2011 21:56

    Um vielleicht ein paar Eindrücke zu gewinnen, die man heute über die Medien nicht unbedingt gewinnen konnte, eignet sich meiner Meinung nach The Big Picture: http://www.boston.com/bigpicture/2011/03/massive_earthquake_hits_japan.html

    Irakli, deine Meinung über die Berichterstattung teile ich absolut, ich hab heute teilweise N24 geschaut wo der von dir beschriebene Weltuntergangsalarm gut rübergebracht wurde…

  2. Harald Laier am 12. März 2011 11:05

    Laut dwdl.de, einem Medienmagazin, hatte die „Tagesschau“ gestern Abend mehr als zehn Millionen Zuschauer, wenn man alle ARD-Anstalten berücksichtigt. Meiner Meinung nach zählt die Tagesschau zu den „guten Medien“. Aber – wie gesagt – ist nur meine Meinung und über Meinungen kann man streiten!

  3. Markus H. am 12. März 2011 11:40

    Soviel zur Panikmache.
     
    Es handelt sich leider hier um den worst-case. Ein Versagen der Stromzufur mit daraus folgendem Versagen der Kühlung durch Ausfall der stromgetriebenen Pumpen bedeutet das man ein sich selbst aufheizendes System nicht mehr kühlen kann. Das Druck-Ablassen gestern hat das Problem nicht beseitigt, sondern nur das Aufbrechen des Reaktormantels verzögert. Ohne Kühlung lässt sich eine Katastrophe – die Kernschmelze des selbst erhitzenden Reaktors – nicht abwenden.
    Die einzige Möglichkeit ist nur noch von aussen Massenweise Kühlmittel in den Reaktor zu kippen. Das bedeutet das dort viele Kollegen eine Dosis abbekommen die ihr Leben verändern wird.
    Während die Panikmacher in den Medien immer noch von einer *möglichen* Katastrophe sprechen ist leider nach Sellafield und Tschernobyl das dritte Atomkraftwerk hops gegangen.
    Das gilt alles natürlich nur soweit wie man es aus der Ferne sagen kann. Aber eine Explosion bedeutet leider das die Situation im Reaktor (seit gestern Abend) völlig ausser Kontrolle geraten ist und ein offenes System vorliegt aus dem Strahlung ungehindert austreten kann.

  4. bigthoom am 13. März 2011 15:40

    glaub von der panikmache sind wir lange weg… 1071mSV/h sind die atomare katastrophe! … Die die jetzt dort arbeiten, werden STERBEN! Ich hoffe als Helden, weil sie jetzt doch noch das Allerschlimmste vermeiden!
     
    Trauig so eine Katastrophe… Erdbeben, Flutwelle und der drohende Super-GAU… Kann es noch Schlimmer kommen?!

  5. Markus H. am 28. März 2011 17:40

    Nun schliesst sich der Kreis, endlich hat man nun auch zugegeben das eine Kernschmelze stattgefunden hat und das diese bereits seit dem 11. März im Gange ist.
    Ich bin mir sicher das es zu mindestens noch einer weiteren Kernschmelze kam.
    Leider ist auch das Verstrahlen vieler Arbeiter und auch der Feuerwehrleute nun eingetreten und wird noch so weitergehen, denn die Sarkophage müssen noch gebaut werden.
    Es ist wünschenswert, das der Autor seine Einstellung zur Panikmache überdenkt. Wir haben eher das gegenteilige Problem, das bei Atomunfällen generell die Vertuschungsmaschinerie der Betreiber zur Körperverletzung der betroffenen Einsatzkräfte und Anwohner führt.

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