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(sc). Nachdem ich am Samstag auf der 11. Retro Classics war, kam mir die Idee, eine kleine Bildergalerie mit ein wenig Text zu produzieren. So weit so gut. Aber. Wer mich kennt, der weiß, dass ich ehrgeizig bin, was das Schreiben von Texten betrifft. Auch wenn es wirklich nur um maximal ein oder zwei Absätze zu einigen bestimmten Fotos geht, so stehe ich an einigen Stellen ziemlich auf dem Schlauch. Trotz umfangreicher Literatur zu Hause, finde ich nicht auf alle Fragen eine zufriedenstellende Antwort. Verkompliziert wird das Ganze durch Aussagen in der Online-Enzyklopädie Wikipedia, die teils im Widerspruch zu den Angaben in den Büchern stehen. (Der Informationsgehalt eines Buches übertrifft für meine Belange den, den die Wikipedia bietet).

Allerdings gibt es nicht mehr jedes Buch zu erwerben bzw. zu einem Preis zu erwerben, den meine Geldbeutel zulässt.  (Man muss ja beachten, dass es in der Summe um viele „teure“ Bücher geht). Aus diesem Grund muss ich die geschichts- und fahrzeugbegeisterten Leser unter euch um ein wenig Input bitten:

Saurer / MAN

Die Adolph Saurer AG war der größte LKW-Hersteller der Schweiz. Der Beginn der LKW-Produktion bei MAN ist eng mit dem Unternehmen vom Bodensee verbunden. Genau an diesem Punkt habe ich nur spärliche Informationen, die aus den Büchern von Hasemann stammen. Mich interessiert die Kooperation zwischen MAN und Saurer, die den Zeitraum 1915 bis 1924 umfasst. Es gibt Bücher über Saurer, aber leider, wenn denn noch lieferbar, nicht in meiner Preisklasse. (Bild eines Saurer Feuerwehrfahrzeuges)

  • Hans Ulrich Wipf, Mario König, Adrian Knoepfli: Saurer. Vom Ostschweizer Kleinbetrieb zum internationalen Technologiekonzern, hier+jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte, Baden 2003.
  • Markus Mäder: Drei Generationen Saurer. Franz Saurer (1806-1882), Adolph Saurer (1841-1920), Hippolyt Saurer (1878-1936). Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik, Band 48, herausgegeben vom Verein für wirtschaftshistorische Studien, Meilen 1988.

Aber auch für MAN sind Bücher – in der Masse aller benötigten Bücher (!) – zurzeit für mich unerschwinglich.

  • Die MAN. Eine deutsche Industriegeschichte. C.H. Beck, München 2008

Deshalb die Frage an euch, ob jemand unter euch im Besitz besagter Publikationen ist, und mir diese für begrenzte Zeit zur Verfügung stellen könnte. Natürlich bin ich auch über Hinweise auf Zeitschriftenartikel dankbar, die meine Thematik aufgreifen.

Kaelble / Metz

Kaelble war ein Baumaschinen-, Motoren- und Nutzfahrzeughersteller und vor allem durch seine Zugmaschinen für Straßenroller, Muldenkipper und Planierraupen bekannt. (Bild der Kaelble-Zugmaschine K 415 Z, 95 PS, ab Bj. 1955). Ich bin hier auf zwei Bücher gestoßen, für die das gleiche, wie für Saurer gilt.

  • J. Wahl, A. Luig: Kaelble. Podszun Verlag, 1999.
  • E. Fink: Eine schwäbische Firma. Stroh Verlag Backnang 2000.

Kaelble hatte Metz in den 1960er Jahren endgültig übernommen, nachdem die Gebrüder Bachert sich aus dem Unternehmen Metz zurückgezogen hatten bzw. starben. Hier bin ich auf einen Widerspruch zwischen Wikipedia und Buchliteratur gestoßen: Sowohl Paulitz, als auch Metz selbst (in dem Jubiläums-Buch 150 Jahre Metz) geben die Übernahme von Metz durch Kaelble für die 1960er Jahre an, während es in der Wikipedia an zwei Stellen (1, 2) heißt, Kaelble habe Metz bereits 1912 übernommen. Dass die Gebrüder Bachert Metz 1905 kauften, bleibt in der Wikipedia unerwähnt. Die beiden Brüder stammten aus der Familie, die u.a. die Feuerwehrgerätefrabrik Bachert besaßen. Metz und Bachert blieben aber eigenständige Unternehmen.

Hier die Frage an die Leser, ob mir jemand diesen Widerspruch auflösen kann?

(Nebenbei bemerkt: Über Magirus gibt es mehr Literatur, als über Metz. Das macht mich etwas stutzig, weil beide das deutsche Feuerwehrwesen nachhaltig geprägt haben).

Bachert

Als Aufbauhersteller ist den Älteren unter uns der Name Bachert noch bekannt. Bachert begann in den 1950er Jahre Feuerwehrfahrzeuge aufzubauen. In den Jahren davor stellte man nur Feuerwehrgeräte her. Über Bachert liegen mir so gut wie keine Informationen vor, außer dem Wenigen, was ich den Bücher von Klaus Fischer gelesen habe.

Auch die Frage, ob es überhaupt nennenswerte Fach- und Zeitschriftenliteratur über Bachert gibt? Denn auch hier bietet meine erster Anlaufpunkt Wikipedia nichts Brauchbares.

Kommentare

2 Kommentare zu “Recherche zur Fahrzeuggeschichte” (davon )

  1. Stefan Cimander am 15. März 2011 23:18

    Zur Frage wann Kaelble nun Metz übernommen hat, steht es nun 3:1 gegen die Aussage in der Wikipedia: Haselmann, Metz und ein Artikel über Kaeble sprechen statt dem in der Wikipedia genannten 1912 vom Jahr 1956ff.

  2. Speedy am 16. März 2011 20:27

    Zitat:

    Man schrieb das Jahr 1748 als sich Kaspar Bachert im badischen Dallau niederließ und mit der Herstellung von Feuerspritzen begann. Sein Sohn Jakob Bachert führte die Firma weiter. 1827 gründete der 28jährige Adam Bachert das Unternehmen in Kochendorf, Bezirk Mosbach(heute LK Heilbronn), dem heutigen Bad Friedrichshall. Schon 1830 wurden die ersten Kataloge gedruckt und dieses Jahr gilt als offizielles Gründungsjahr. Damit ist Bachert die älteste Feuerwehrfirma.
    Der Chefbaudirektor in Stuttgart bestätigte in einem Gutachten schon 2 Jahre vorher, dass die Bachert Zwei-Zylinder Hochdruckspritzen zukunftsweisend sind. Die Söhne Karl und Louis Bachert führten das Werk weiter. 1895 folgte die nächste Generation mit Albert und Hermann Bachert die das Werk weit über die Grenzen hinaus bekannt machten. Die beiden anderen Brüder Alfred und Karl Bachert gründeten ein Zweigwerk in Karlsruhe und übernahmen dort 1906 die Firma Carl Metz, die sie unter diesem Namen weiterführten.
    Schon 1897 wurde die erste fahrbare 6 PS Benzin-Motorspritze vorgestellt. Mit 330 Litern pro Minute konnte man das Feuer aus 30m Entfernung bekämpfen! Ab 1926 wurden dann auch Tragkraftspritzen produziert. 1928 wurde das erste Löschgruppenfahrzeug auf einem Opel 1,5 to Fahrgestell mit Vorbaupumpe gebaut. 1932 übernahm Eugen Bachert das Werk, der es bis 1989 führte.
    Obwohl das Werk in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges zerstört wurde, konnte es wieder auf- und ausgebaut werden. 1950 wurde die Tragkraftspritze mit VW Motor auf den Markt gebracht. Jahrzehntelange Erfahrung und zahlreiche Pionierleistungen machten Bachert in den nächsten 30 Jahren zu einem angesehenen Hersteller in Deutschland mit Lieferungen weltweit. 1989 wurden die Bachert Werke geschlossen bzw. verkauft. Doch die Tradition und das Know-how blieben erhalten, so dass wir mit der Neugründung der GFT auch auf alle bewährten Bachert Produkte zurückgreifen können.
     

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