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Dieses Jahr erstmals als Aussteller vor Ort, das ist dann doch etwas anderes als aus „Pressesicht“. Praktisch bedeutet das zweierlei: erstens, man übernachtet wesentlich näher an der Messe, genau genommen genau gegenüber. Bedeutet weniger hin- und herfahren, und Abends kriegt man das bunte Treiben in den Restaurants und Bars mit. Zweitens, man verbringt logischerweise die meiste Zeit am Stand, und kommt nicht so viel herum.

Unterm Strich ist das nicht so wild, denn trotz den zwei Jahren Pause – der letzte Besuch war 2009 – hat sich nicht viel getan. Die wichtigsten Neuerungen wurden ja letztes Jahr auf der Interschutz präsentiert, und was Fahrzeuge betrifft, ist es natürlich recht sinnlos diese Riesendinger in Europa auf den Markt zu bringen.

Dennoch bin ich über ein Paar Dinge gestolpert, die ich hier zeigen möchte:

FDNY Rescue

FDNY tauscht seinen Rescue-Fuhrpark aus, insgesamt fünf Einheiten. Auf der FDIC war der künftige Rescue 4 zu sehen. Ich habe die technischen Daten hier, es fehlt leider die Gewichtsangabe, vermute mal 25-30 Tonnen. Wer es genau wissen will, das Ding heisst „Ultra Walk in Heavy Rescue“ und der Hersteller ist Ferrara (mit a :). Länge: 35′ (10,6m), Breite: 99″ (2,5m), Höhe 133″ (3,37m). Besatzung 6 Mann, davon vier hinten in Fahrtrichtung.

Der Blick nach vorne:

Innen ist die benötigte Ausrüstung um sich unterwegs bereits auszurüsten, vom PA über (vermutlich) andere PSA, Taucherausrüstung, Luft, und ähnliches. Ganz vorne ist ein Funktisch.

Die Ausrüstung beinhaltet unter Anderem einen 25kW Generator hydraulisch, zwei Winden mit vorne 15.000 lbs und hinten 25.000 lbs. Man muss schon ein Bisschen suchen um die hintere zu finden:

Ich frage mich, wie lange das abgeklappte Abdeckblech halten wird. Gut zu sehen, direkt über der Winde: überall am Fahrzeug sind Festpunkte, auch am Dach, um beispielweise Einbeine oder Winden anzubringen.

Flach-PA

Das Flach-PA-Konzept hat inzwischen einige Jahre auf dem Buckel. Damals ging der Auftrag von der IAFF an MSA um dieses Gerät weiter zu entwickeln. Dräger hat auch ein ähnliches Konzept:

Ich meine (gerne korrigieren) das würde Flexpack heissen. Was beide gemeinsam haben: es sind aktuell nur Konzepte, und es ist laut Mitarbeiter fraglich ob die Dinger überhaupt auf den Markt kommen. NFPA Zulassung ist ein Ding, Marktakzeptanz das andere: man geht von einem 3-5 fachen Preis gegenüber aktuelle Modelle aus. Somit gibt es hier leider nicht viel Neues zu vermelden.

Heavy Rescue

Zu diesem Fahrzeug gibt es nicht sehr viel zu sagen, ausser, dass es wahnsinnig gross ist. Man sehe sich die Treppe an.

CMC Rescue Equipment MPD

Für Höhenrettung / USAR sehr interessant das MPD, das jedoch noch kein CE hat und mit $650 nicht ganz günstig ist. Bietet aber sowohl fürs Heben sowie Senken eine Kombination aus Bremse und Rolle und somit eine prima kontrolle für aktive Seile. Als Descender ist es nicht gedacht.

Amkus Spreizeraufsatz

Interessanter Aufsatz für Amkus-Spreizer, mit dem man massiv an Strecke überbrücken kann. Hier ein „Dash Lift“, also Anheben des Armaturenbretts mittels Spreizer statt Zylinder. Etwas rustikale Arbeitsweise, aber man sieht das Prinzip gut.

Paratech Ratchet Base

Eigenwerbung darf natürlich nicht fehlen. Wir haben diesen Zusatz für die grauen AcmeThread-Stützen herausgebracht, mit dem sich ein vorgefertigtes Abstützsystem nun vorhalten lässt, mit allen Vorteilen (sofort einsetzbar, 10 Tonnen bei 4:1, modular).

Wie gesagt, zu viel mehr hat es nicht gereicht. Die Bilderstrecke in voller Auflösung ist hier zu finden.

Persönliche Eindrücke nehme ich natürlich mit. Nachdem ich einen halben Tag in Chicago bei Squad 5 mitfahren durfte (separater Artikel folgt), ging’s mit dem Bus nach Indy. Akzeptable drei Stunden, ein Hauch von Midwest – viele Felder, viel nichts.

Das Beste am Ganzen ist jedoch zweifelsohne die Kollegen zu treffen – man tauscht sich aus, sowohl Geschichten als auch Anwendungen und sonstige Neuigkeiten. Für mich ungewohnt natürlich die Tatsache, dass die USA aus unserer Sicht sicher 10 Jahre Vorsprung auf Europa hat – sehr viele kennen das Gerät, und dieses wird durchwegs sehr hoch angesehen. Es geht mehr darum, vorhandene Gerätesätze sinnvoll zu ergänzen – bei den wenigsten muss man von Grund auf anfangen zu erklären. Hat Vor- und Nachteile, ist aber für mich eine willkommene Abwechslung und – hoffentlich – ein kleiner Ausblick in die Zukunft.

Was damit gemeint ist, sieht man hier: mit ein Paar Zusätzen lässt sich auch eine „L-Trench“ (angewinkelte Tiefbaugrube) bewerkstelligen; von der Komplexität her wesentlich mehr als eine gerade Grube.

Schön ist natürlich auch, wenn man das eigene Gerät an anderen Ständen begegnet:

Natürlich kann man nicht ganz ohne Eigenbeschaffungen eine Messe verlassen. Hier die Ausbeute:

Vom Knieschoner über Helmlampe zu T-Shirt. Hätte natürlich gerne mehr mitgenommen, aber Fluggepäck ist nunmal begrenzt.

Wie oben erwähnt, geht’s Abends dann in der Innenstadt richtig rund. Einer der wichtigsten Treffpunkte ist das Claddagh, ein Irish Pub wo man das Alter nachweise muss. Ander Länder, andere Sitten :)

Hier noch ein Paar Vorbereitungen:

Ich frage mich immer noch, ob das Repertoire eine Pipes & Drums – FF – Band mehr als 4 verschiedene Stücke beinhalten. Tja, und so schnell kann eine Woche herumgehen. Bleibt nur anzumerken, dass während es zuhause richtig schön und warm war, hat’s hier sogar geschneit. Bäh!

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