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Robuste, flexible und günstige Logistikkomponente

9. Mai 2011 von  

Das Universaltragesystem zur Verletztenrettung (Quelle: IMZ Bw/Bienert/Andrea Bienert)

Das Universaltragesystem zur Verletztenrettung (Quelle: IMZ Bw/Bienert/Andrea Bienert)

(sc). Ich schaue ja ganz gerne über den Blaulicht-Tellerrand und lese auch den ein oder anderen Beitrag auf den Seiten der Teilstreitkräfte der Bundeswehr. Schon vor einigen Wochen bin ich auf einen Artikel im Y-Magazin über das Einsatz- und Ausbildungszentrum (EAZ) für Gebirgstragtierwesen 230 in Bad Reichenhall gestoßen. Das ist die einzige pferdehaltende Einheit der Bundeswehr. Die Einheit arbeitet mit Maultieren und Haflingern und setzt die Tiere als strategisches Transportmittel überall dort ein, wo moderne Technik versagt. Einsatzerfahrungen sammelte die Einheit u.a. im Kosovo, aber auch in Afghanistan. [Y-Magazin]

Die Idee Tiere als robustes, flexibles und vor allem günstiges Transportsystem einzusetzen, ist sicherlich auch für den Bevölkerungsschutz nicht uninteressant. Denkbar ist hier z.B. der Einsatz bei großen Unwetterlagen oder Überflutungen, wo normale Einsatzfahrzeuge aufgrund der geringen Wattfähigkeit schnell den Dienst versagen.

Ich finde den Rückgriff auf eine jahrtausendealte Logistikstrategie vor dem Hintergrund einer hochgradig vernetzten und technikabhängigen Gesellschaft als Alternative nicht nur richtig, sondern dieser Rückgriff stellt auch eine wichtige Möglichkeit bei Ausfall der Technik dar.

Kommentare

4 Kommentare zu “Robuste, flexible und günstige Logistikkomponente” (davon )

  1. diggler am 9. Mai 2011 19:43
    diggler

    Genau, und wenn wir soetwas wieder einführen, gibt es wenigstens keine Beschwerden mehr über die fehlerhafte Elektronik :-)

  2. firebuff911 am 10. Mai 2011 09:04

    Sowas macht vielleicht bei Y-Tours entfernt Sinn, wenn man keine Ressourcen eingeplant hat, um den Untergefreiten Schmitz per Luftrettung vom Bagraputilam-Pass aufzulesen, oder wenn man dabei mit SAM-schwingenden Taliban rechnen muss. Für ein hochtechnisiertes Land wie Deutschland mit flächendeckender Verfügbarkeit von Einsatzkräften und Helikoptern ist es völliger Nonsense. Wo willst du die Tierchen vorhalten, im Oderbruch? Und Watfähigkeit (mit einem T, von “waten”)? Da empfehle ich besser gleich Seepferdchen!

  3. Cimolino am 10. Mai 2011 10:07
    Cimolino

    @firebuff911 – oder what ever sich dahinter verbirgt… Schon mal im Gebirge oder auch nur steilerem Gelände gewesen?
    Schon mal dort gewesen, wenns – windet – nebelt – regnet – schneit ?
    Ferner würde mich interessieren, woher überall flächendeckend jederzeit ausreichend geeignete Helikopter kommen sollen (und wer die dann ggf. auch bezahlt…)?
    Klar wird keiner für den KatS die Tiere vorhalten, aber wenn man weiß wo/wie man ggf. an die vorhandenen drankommt, ist das mehr als sinnvoll…

  4. maos am 10. Mai 2011 21:51

    @firebuff911
    http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/polizeimeldungen/Polizeimeldungen-polizei-baustelle-bergbahn-betriebsunfall-Betriebsunfall-auf-Baustelle-einer-Bergbahn;art2756,964059
    Lass auf dem Berg mal keine Bergbahn sein und schon darfst du den Mann von Hand herunter tragen. Vielleicht sogar über einige Passagen abseilen. Viel Spaß!!!

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