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(sc). Schleppten bisher Wehrpflichtige z.B. bei Hochwasser Sandsäcke, führt das Ende der Wehrpflicht dazu, dass Kommunen auf Wehrpflichtige als Personalreserve im Katastrophenfall nicht zurückgreifen können. Verteidigungsminister Thomas de Maizière rückte deshalb in einer Rede die 120.000 Reservisten in den Fokus. Sie sollen in Zukunft im Katastrophenschutz mithelfen : „Die Wehrpflichtigen, die Sandsäcke schleppen können, gibt es bald nicht mehr. Aber es gibt viele Reservisten. Und es wird der Zeitpunkt kommen, wo wir vielleicht auf Sie zurückgreifen müssen“, erklärte de Maizière. [Pressemitteilung]

Passend dazu fand vor einigen Tagen in Berlin eine Tagung statt, auf der sich die Verbindungsoffiziere der KVKs austauschten. Die KVKs sind die zivil-militärischen Verbindungsstellen auf Landkreisebene und ziehen ihre Legitimation aus der Beratung der zivilen Seite im Katastrophenfall. Die KVKs sind mit Reservisten besetzt. [Pressemitteilung]

Kommentare

2 Kommentare zu “Reservisten für den KatS” (davon )

  1. firebuff911 am 13. Mai 2011 22:00

    Wenn man bedenkt, dass die Reservisten zu einem großen Teil ehemalige Wehrpflichtige sind, und die Altersgrenze für Mannschaftsdienstgrade bei 32 Jahren liegt, kann das wohl auch nur eine Übergangslösung sein.

  2. Cimolino am 14. Mai 2011 07:54

    Hallo,

    wird immer besser…
    Nicht vorhandene Einheiten sollen mit nicht vorhandenen Fahrzeugen (Verbindungsoffiziere können ja vielleicht noch mangels Fahrzeug mit dem Privatwagen zum Stab fahren, womit fährt der Rest, wenn immer mehr der Mob-Stützpunkte etc. abgebaut werden?) reale Katastrophen bewältigen, für die sie formal weder zuständig, noch wirklich ausgebildet bzw. geübt sind.

    Selbst auf der Tagung wird dazu u.a. folgendes öffentlich festgestellt:
    „Computer und Bürokratie
    Manchmal hapert es an der IT, manchmal an der eigenen Beweglichkeit: Die Ausstattung mit Laptops gilt als verbesserungsfähig. Kein KVK hat ein eigenes, gar geländegängiges Fahrzeug – „und immer ein fremdes Auto kapern, kann’s auch nicht sein“, wie ein Teilnehmer bemerkt. Manchmal hapert es aber auch an der Schnelligkeit von Verwaltungswegen. Denn die Reservisten der Verbindungskommandos sind als „Soldaten auf Standby“ manchmal so schnell gefordert, dass der formale Einberufungsbescheid noch fehlt, während sie schon vor Ort gefordert sind.
    Gerade wenn eine Notlage sich abzeichnet, aber noch kein Katastrophenalarm ausgelöst wurde – Stichwort: steigende Pegelstände – können die Reservisten formal eigentlich noch nicht agieren, tun es aber natürlich trotzdem. Eine gesetzliche Neuregelung soll hier Abhilfe schaffen. Bis dahin müssen pragmatische Zwischenlösungen gefunden werden, die allen Betroffenen gerecht werden, aber das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verlieren: Die Bundeswehr unterstützt, wenn sie gebraucht wird.“

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