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Viele Sturmsysteme plus Schneeschmelze ergeben das höchste Mississippi-Hochwasser seit Jahrzehnten. Mehr als ein Dutzend Menschen kamen ums Leben (zusätzlich zu den über 380 Toten bei den Wirbelstürmen), und zehntausende Menschen müssen ihre Häuser verlassen.

Der Morganza Spillway, ein Flutbecken, wurde das zweite Mal in seiner Geschichte geöffnet und ein Gebiet von 12.000 Quadratkilometern geflutet. Nebenbei: das System wird dann aktiviert, wenn der Mississippi mehr als 12.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde führt. Bei einer Förderleistung von 2.000 l/min bräuchte man mehr als eine halbe Million HLF, um diese Menge zu bewegen (und hoffe inständig  mich nicht verrechnet zu haben).

Allen Voran steht das US Army Corps of Engineers. Diese Institution ist wesentlich mehr als „nur“ Heerespioniere – unter ihrer Ägide wurde auch „Das Wasser“ im letzten Jahrhundert erschlossen. Die Bandbreite der Aufgaben ist hier nachzulesen.

Worum es hier eigentlich geht: In einer solchen Katastrophenlage ist nicht nur Pressearbeit angesagt, sondern auch Informationsausbreitung an die Betroffenen, sowie Dialog, auch zur Informationsbeschaffung. Das US-Verteidigungsministerium hat einen Account namens Floodfight 2011- Operation Watershed eingerichtet, und regionale Einheiten des USACE ebenso, beispielsweise Vicksburg. Die Mitarbeiter der Behörden nutzen täglich diese Dienste.

Größter Nachteil ist, dass man zwar einen Großteil der Bevölkerung, nicht aber alle auf diese Weise erreichen kann, schließlich ist nicht jeder Mitglied bei Facebook. Einige Vorteile liegen jedoch klar auf der Hand, unter Anderem der, dass man eine vorhandene, stabile, sinnvolle und skalierbare Infrastruktur nutzen kann und nicht selbst betreiben braucht. Hauptvorteil: man kommt sehr schnell an die „Zielgruppe“ heran. Weiterer Vorteil: man ist dort aktiv, wo Diskussionen sowieso stattfinden würden, und kann insbesondere dann eingreifen, wenn diese unfundiert sind.

Unterm Strich bei größeren und längeren Schadenslagen ganz sicher eine Option. Es sind inzwischen auch viele deutsche (Berufs)feuerwehren auf Facebook vertreten, und hoffentlich haben sie in ihrer Kommunikationsplanung auch diesen Fall eingeplant – Soziale Netzwerke quasi live nutzen.

[Fast Company] [Bild: Flood elevation river gages in the Mississippi River, USACE auf Flickr]

 

 

Kommentare

Ein Kommentar bisher zu “Mississippi-Flut: Facebook hilft” (davon )

  1. samoehrle am 17. Mai 2011 22:39

    12.000m³/s = 12.000*60m³/min = 12.000*60*1000l/min = 720.000.000l/min
    (720.000.000l/min)/((2.000l/min)/HLF) = 360.000 HLF
    Die Größenordnung stimmt ;-)

    Allerdings schreibt Wikipedia 42.000m³/s statt 12.000m³/s Abfluss als Öffnungsbeginn, dann wären das 1.260.000 HLF

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