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Jeder darf Ansprüche stellen. Stellt man einen Anspruch, so sollte dieser auch berechtigt sein. Die Berechtigung ergibt sich nicht automatisch durch die Wahrnehmung eines Ehrenamts – leider ist das so oft der Fall. Das ist meine Freizeit, also kann ich im Gegenzug auch etwas erwarten, Dankbarkeit, zum Beispiel. Anerkennung. Oder sogar den Hero-Status.

Den Hero gibt’s natürlich – diese Anerkennung muss man sich erst mal erarbeiten. Ein richtiger Hero ist jemand, der ein freiwilliges soziales Jahr in einem Pflegeheim ableistet. Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr sein, das ist (sorry!) extrem einfach. Natürlich ist Ehrenamt nichts Selbstverständliches. Dennoch.

Die Mitgliedschaft in einer Feuerwehr allein ist nicht ausreichend. Entscheidend ist, wie man es lebt.

Kern des Ganzen ist der Anspruch – vor Allem an sich selbst. Wenn ich fit bin, wenn ich weiss, wie mit den verschiedenen Situationen umzugehen ist, wenn ich weiss, dass die anderen es auch drauf haben und fähig sind, und ich mich auf sie verlassen kann, dann ist das OK.

Wenn ich will, dass andere glauben, dass ich irgendwo reinrenne, wo andere rausrennen, dann deshalb, weil das eine fundierte Sache ist und nicht aus purer Dummheit. Das Aufziehen eines T-Shirts, das Anbringen eines Aufklebers („überholen Sie ruhig! Wir schneiden Sie raus: Ich bin nämlich was Besseres!“) , tja das reicht leider nicht. So einfach sind die anderen nicht zu blenden.

Und Du, welchen Anspruch hast Du an Dich?

 

 

Kommentare

6 Kommentare zu “Wir rennen dann mal rein” (davon )

  1. Hubi am 30. Mai 2011 21:04

    das beste aus den mir zur verfügung stehenden mitteln machen, ohne wenn und aber helfen. einfach zu wissen jawohl ja das kann ich kein ding heißt für mich auch wenn meine wehr es nicht oder nur wenig ausbildet suche ich mir andere veranstaltungen.
    ganz wichtig immer mal wieder über den tellerrand schauen

  2. Holzbein am 30. Mai 2011 23:24

    Heldenstatus ist eh eine Sache für sich.
    Ist fast wie : Was ist ein Menschenleben wert?
    Jedersollte für sich einen Mittelweg finden.
    Aber sich damit auseinander zu setzen, WO man im „System“ steht kann nie schaden.

    (Gerne ,mehr Augenöffner)!
    MfG Peter

  3. nomex am 31. Mai 2011 02:48

    fakt ist doch das wir Sachen erledigen müssen die der Otto-Normalverbraucher nicht mehr unter Kontrolle hat. Also schon aus dem Grund ist das was wir machen schon jenseits des Normalen. Wer den Job macht muß für sich entscheiden wie weit er geht. Das es Kameraden gibt die für sich sagen, wenn es die Situation erfordert, gehe ich auch über die Grenzen, halte ich für angebracht.
    Das es heute Kameraden gibt die nicht mehr so denken, ist der Zeit geschuldet. Wir leben mitlerweile in einer Kasko-Gesellschaft. Das war früher anders, da war man sich klar, das zum Einsatz fahren nicht unbedingt heißt auch zurück zu kommen. Verstehen heute 99% der Kameraden nicht mehr.

  4. Bolde112 am 31. Mai 2011 17:19

    Es ist aber auch lustig anzusehen, wer solche Aufkleber oder T-Shirts kauft und zur Schau stellt. Bei uns in der ländlichen Gegend sind es zu meist Kameraden aus kleinen Wehren, welche gerade ein TSF vorhalten. Da rennen manche rum mit T-Shirts von wegen „überholen Sie….“ verfügen aber nicht über das notwendige Material um diese Rettung auch durchzuführen. Das selbe mit „andere rennen raus, wir rennen rein“. Wie bitte ohne Atemschutz und andere notwendige Mittel?
    Helden sind für mich Menschen in Zivil, welche nicht über die hochwertigen Gerätschaften und Schutzkleidungen verfügen und dennoch ihr Leben für jemand anderen riskieren. Personen, die nicht über das fundierte Wissen wie wir Feuerwehrler verfügen und dennoch in ein brennendes Haus rennen, weil dort Oma Getrud im Bett liegt und nichts von dem Brand mitbekommen hat.

  5. Cimolino am 31. Mai 2011 21:53

    Hallo,

    solange wir uns intern mehr mit Diskussionen zu sowas beschäftigen, wie mit wichtigen Themen, habe ich keine Sorge, dass sich die Fahrt nicht mehr weiter beschleunigt…
    (Fragt doch mal beliebige Leute beliebiger Zielgruppen, wie die mit von FA teils leidenschaftlichst diskutierten Themen umgehen….)

    Humor ist, wenn man auch mal über sich schmunzeln kann…

  6. cfranz am 5. Juni 2011 20:35

    Ehrlich gesagt finde ich solche T-Shirts gar nicht mal so schlimm. Wo mir regelmäßig der Kamm schwillt sind diese T-Shirts mit „Feierwehr“ o.Ä. Das ist meiner Meinung nach ein größeres Problem im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, wenn FA mit solchen T-Shirts auch noch Klischees bestätigen.

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