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Kennt ihr Risiko? Hier geht es darum, sein Territorium mit allen Mitteln zu verteidigen und neue Gebiete zu erobern. Klingt vertraut, nicht? Mein Gebiet. Wie oft wäre es besser, man würde kooperieren: in Realität haben viele ihre eigenen Missionsziele vor Augem, die leider oft nicht im Sinne des eigentlichen „Kunden“ sind, wenn ich auch den Begriff auch für verkehrt halte. Und oft sind diese Missionsziele nicht nachvollziehbar, sondern diejenigen haben sie sich selbst hingelegt.

Zu abstrakt? Die Realität hält viele Beispiele vor: Man schafft sich ein eigenes Hubrettungsgerät an, nur damit die Nachbarwehr außen vor bleibt. Einen zweiten, dritten Rettungssatz, damit die anderen nicht in die AAO mit reinrutschen.

Praktischerweise ist es immer noch so, dass nach vorgehaltenem Gerät beurteilt wird, und nicht nach Qualität oder vor Allem Quantität – wer ist sich schon ehrlich, dass pi mal Daumen ein Zehntel der Auf dem-Papier-Mannschaft, wenn es gut geht, an einem Montagmorgen zur Verfügung steht?

Wenn man sich ehrlich wäre, wären wir wesentlich pragmatischer und würden vorhandene Resourcen besser einsetzen. Der Realität liegt – meiner Meinung nach – sehr oft ein Gesichtsverlust zugrunde. Man möchte, fordert, tut, aber liefern wird immer schwerer. Oder haben die meisten Wehren kein Problem damit, Quantität und Qualität zu liefern?

Im Grunde geht es hier nicht um das Deutsche Feuerwehrsystem – das ist eine andere Diskussion – sondern um einen ganz menschlichen Zug, der überall vorkommt: dem Ego. Es ist schon verdammt schwer, sich und anderen einzugestehen, dass man nicht liefern kann, oder anzuerkennen, wozu genau man fähig ist.

Was das in der Praxis bedeutet? Es wird aufgerüstet, oder es wird verhindert, dass die eigentlich besser positionierte Feuerwehr auf den Autobahnabschnitt fährt. Die zweite Pumpe wird selbst gestellt, egal ob die nächste gerade mal ein paar Kilometer weiter steht und früher zur Verfügung stehen würde. Man alarmiert die eigenen Leute nach, obwohl 50 andere vor Ort verfügbar sind. Beispiele gibt es genug. Das System reflektiert das Ego, und so kommt es sehr viel aufs Blenden an.

So abstrakt dieser Artikel erscheinen mag, es geht um eine Grundeinstellung. Wer sieht denn ein, dass es einmal zusammen mit den anderen besser geht, und notfalls, sich einzugestehen, dass andere bei bestimmten Dingen mindestens genauso geeignet sind? Das ist schwer. Langfristig lohnt es sich aber.

Oder ganz salopp ausgedrückt: was mich wirklich stört, ist der Unwille, mit anderen zusammenzuarbeiten, aus welchen Gründen auch immer. Der in Not geratene Bürger muss im Vordergrund stehen, und die Feuerwehr muss sich überlegen wie sie am Besten helfen kann. Oberstes Ziel muss eine geeignete, qualitativ hochwertige Hilfe sein, am Besten eine, die auch noch im optimalen Preis- Leistungsverhältnis liegt. Es muss nicht alle 5 Kilometer ein HGTLF stehen, auch wenn die Erkenntis weh tut. Diese optimale Hilfe wird sowieso mehr und mehr nur gemeinsam mit anderen möglich sein.

So muss sich jeder überlegen, ob die Weltherrschaft wirklich das Sinnvollste ist, oder ob man nicht gemeinsam besser auskommt.  Sollen sich doch alle in Risiko austoben, solange die Wirklichkeit davon ungerührt bleibt.

Kommentare

Ein Kommentar bisher zu “1..2..3..meins!” (davon )

  1. Solgull am 1. Juni 2011 19:45

    Hier ist leider ein Hauptpunkt bei der Fahrzeugbeschaffung, dass fast jeder Einsatz ohne fremde Hilfe abgearbeitet werden kann.
    Das führt dann zu einem quasi SW 2000, wobei der nächste echte nur 14 km entfernt steht und natürlich zu jede Menge Wasser und Schaum auf den Fahrzeugen. Allerdings stehen im Abstand von 14 km (ausserhalb der eigenen Feuerwehr) ja auch „nur“ 3x 24/50 oder vergleichbar und die nächste Werkfeuerwehr mit entsprechend umfangreichem Material ist auch „ganze“ 18km entfernt.

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