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Blaustiche haben eine praktische und juristische Seite. Die juristische, inkl. Wege- und Sonderrecht, gehe ich hier gar nicht erst an. Es reicht zu wissen, dass man als Fahrer automatisch mit einem Fuss im Knast steht.

Die pragmatische Sicht: schon mal mit einem besonnenen Fahrer Blaustich gefahren? Das ist der ruhige Typ, der Kreuzungen, auch grüne, langsam anfährt, der das Horn einen Tick später einschaltet, der nicht auf zwei Rädern um die Ecke biegt, sondern vielmehr schleicht. Bekannt? Und nun das Ganze mal zehn nehmen, sich in die Lage des Fahrers versetzen. Ölspur ist eine Sache. VU mit eingeklemmten ist eine ganz andere, und deutlich dringlicher. Und was gibt es Beschisseneres (sorry) als einen langsamen PKW-Fahrer, der im Weg ist? Der nicht mal einfach stehen bleibt, sondern auch noch ewig vor einem herfährt – sehr frustrierend.

Genau dieses Erlebnis hatte die Besatzung von Engine 58 vom Orange County Fire Rescue. Tat: siehe film oben: Finger gezeigt, Fahrer nicht angeschnallt, einmal übers Bankett und das Feuerwehrauto zerstört oder beschädigt. Lieutenant degradiert, Maschinist gefeuert.

Meine ganz persönliche Meinung: lieber keine Kameras, sowohl nach aussen als nach innen zeigende, einbauen. Gerade der Blaustich ist eine extrem stressige Phase, und wenn’s eine Kamera gäbe, anhand derer man Leute aus dem Dienst jagen könnte, würde sich das Feuerwehrwesen recht schnell leeren. Ich möchte mal die Löschgruppe sehen, die vollstes Verständnis für das im Stress abgewürgte Auto in der Rettungsgasse hat.

Wie gesagt, es gibt den juristischen Aspekt, und wegen der Aufnahme müssen halt Fahrer und Beifahrer bluten – Gesetz ist Gesetz. Wenn auch da ein waschechter Hero sitzt. [Statter911]

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