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(sc). Nein, ich will an dieser Stelle nicht über die fast gleichnamige Broschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) referieren, mein Thema lehnt sich jedoch an die Ausführung dieser Broschüre an. Es geht um das Thema Lebensmittel, genauer um Gemüse und Obst, also um alles das, was man selbst im Garten oder auf dem Balkon anpflanzen könnte. Und nun sind wir schon mitten in meinem eigentlichen Thema: Der Anbau von Lebensmitteln. War es in früheren Zeiten normal, dass viele Haushalte einen Nutzgarten hatten, verschwindet die Fähigkeit selbst Obst und Gemüse zu erzeugen, offenbar zusehends. In Städten ist das natürlich dem mangelnden Platz für einen Nutzgarten geschuldet. Allerdings lassen sich bestimmte Gemüsearten auch auf einem Balkon ziehen.

Dennoch beobachte ich immer mehr, dass wir uns auf das Vorhandensein von Lebensmitteln im Supermarkt um die Ecke verlassen – auch dann, wenn wir z.B. einen eigenen Garten haben. Die Prämissen der Konsumgesellschaft lassen uns also faul werden. Was wir brauchen, das kaufen wir uns einfach. So kennen wir das, so haben wir das schon immer gemacht. Problematisch wird diese Einstellung aber dann, wenn es nichts mehr zu kaufen gibt. Die Gründe, die zu so einer Situation führen, seien mal dahingestellt.

Worauf ich nun hinaus will ist, dass wir, insbesondere die jüngere Generation, kaum noch die Fähigkeit und das Wissen haben, uns selbst zu versorgen. Wir sind im Bewusstsein aufgewachsen, alles kaufen zu können. Das geht soweit, dass einige unter uns frisches Obst und Gemüse gar nicht mehr kennen – der Konserve sei Dank. Die Bevorratung bestimmter Lebensmittel ist sicherlich sinnvoll, leichzeitig sollten wir uns aber das Wissen aneignen, auch selbst Lebensmittel anbauen und herstellen zu können.

Kommentare

4 Kommentare zu “Fähigkeiten um für den Notfall vorbereitet zu sein” (davon )

  1. AlexBentzien am 9. Juni 2011 09:26

    Solange es in diesem Lande für jede Eventualität des Lebens jemanden gibt, der uns das eigenständige Denken und Handeln abnimmt – solange erwartest Du zuviel ;)

    Anstelle die vom Sturm dahingeraffte Mülltonne selber aufzustellen ruft der Bürger lieber die Feuerwehr, zum Reifenwechsel am eigenen PKW den ADAC, bei dem gefährlichen Männerschnupfen kommt der Hausärztliche Notdienst, oder wahlweise auch der Rettungsdienst bis ans eigene Bett. Warum sich dann Gedanken über Zucchini auf dem eigenen Balkon machen? Milch kommt doch praktischerweise aus der Tüte…

  2. Linus Drescher am 9. Juni 2011 09:43

    Das Problem dürfte folgendes sein: Auf dem Land, wo man den Platz und eventuell noch die Fähigkeiten hat, um sich selbst zu versorgen, hat man i.d.R. auch noch Zugang zu Landwirten, die die Produkte ja nach wie vor auf den Feldern/in den Ställen haben. In der Stadt sind weder Platz, noch die Landwirte da.
    Für eine weitgehende Versorgung aus eigenem Anbau sind große Pflanzenbestände nötig. Einen dafür ausreichend großen Balkon dürften nur die wenigsten Menschen haben. Eine Eigenversorgung vom eigenen Balkon ist meines Erachtens völlig illusorisch.
    Bei einem Haus mit großzügigem Garten wäre es zwar theoretisch möglich, aber im Notfall müsste man erst mal Pflanzen aussäen. Bis man davon Leben kann, ist man im dümmsten Fall schon längst verhungert.

  3. pmew am 10. Juni 2011 09:02

    Da lob ich mir doch meinen eigenen Gemüsegarten – als Kompensation zum stressigen Büroalltag kann ich das nur empfehlen! Trotz meiner „überdurchschnittlichen Gartenerfahrung“ würde ich es mir trotzdem nicht zutrauen, auch nur eine Person für längere Zeit ausschließlich vom Ertrag des Gartens zu ernähren – von einem Balkon ganz zu schweigen.

  4. Stefan Cimander am 10. Juni 2011 09:13

    Der Artikel soll – wenn auch etwas überspitzt – das Thema Selbstversorgung bzw. eigentlich die Fähigkeit und das Wissen zur Selbstversorgung in den Mittelpunkt rücken. Alex hat das in seinem Kommentar pointiert sehr gut dargestellt.

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