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(iw). Der Titel ist nicht 100% korrekt, dennoch: eine siebenköpfige Gruppe, die das Risiko von Erdbeben einschätzen, und die Bevölkerung entsprechend warnen soll, ist des Totschlags angeklagt worden, nachzulesen bei der New York Times. Genau genommen geht es um das Erdbeben von L’Aquila 2009, in dessen Folge 308 Menschen ihr Leben verloren (Wikipedia).

Dem schweren Erdbeben war Tage zuvor erhöhte seismische Aktivität vorausgegangen. Der Vorwurf lautet, die Kommission habe nicht oder nur unzureichend gewarnt. Zwar sind Erdbeben, insbesondere deren Ereignisort, Zeit, Stärke und Tiefe nicht vorherzusagen, jedoch kann anhand von Indizien eine Wahrscheinlichkeit bestimmt werden. Die nach den ersten Vorbeben herausgegebenen Informationen hätten dringlicher warnen müssen, so die Anklage.

Dagegen hält die Verteidigung, die Analyse sei wissenschaftlich neutral und korrekt gewesen, und man bezieht sich auf einen länger zurück liegenden Präzendenzfall: damals wäre vor einem Beben gewarnt worden, das nie eingetreten sei. Darauf hin wurde Panikmache vorgeworfen.

Insgesamt eine sehr heikle Sache, die sich nicht auf Erdbeben und Seismologen beschränken muss – übergeordnet betrachtet, führen solche Sachen zu einem Trend, dass  irgendwann niemand mehr eine Entscheidung treffen wird.

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