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(iw). Andere Länder, andere Feuerwehrwesen, andere Probleme. Die Labour-Regierung der 2000er Jahre setzte sich daran, das Feuerwehrwesen zu „regionalisieren“. Die bisher 46 vorhandenen Leitstellen sollten in 9 Regional Control Centres zusammengefasst werden. In Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor wurde Gelände angemietet, Gebäude errichtet und ausgestattet – nur mit der Technik haperte es. So sehr, dass das Vorhaben Ende 2010 aufgegeben wurde, nach Millionen ausgegebenen Pfund. Nur das Londoner Zentrum soll in Betrieb gehen, vor Allem mit Hinblick auf die olympischen Spiele 2012.

Das sind die Fakten – was sich dahinter verbirgt, kann nur erahnt werden. Tatsächlich scheinen massive technische Probleme des Hauptauftragnehmers EADS zumindest Kern des Problems sein. Die Feuerwehr-Gewerkschaft hatte sich seit Anfang dagegen gesträubt.

Das Ende der Probleme ist nicht in Sicht. Laut Guardian fällt ca. eine halbe Milliarde Pfund für Infrastrukturkosten an, Miete muss gezahlt werden und wie kann man überhaupt eine Leitstelle vermieten?

Ein Projekt dieser Komplexität ist sicherlich nicht nur eine technisch-operative Sache, so empfiehlt sich die Lektüre der Kommentare im Guardian-Artikel. Neben den üblichen Trolls und Lynchjustizanhänger finden sich interessante Aussagen. Darunter solche, dass die Feuerwehren befürchteten, Kompetenzen an zentrale Instanzen zu verlieren, und, dass EADS eigentlich kein Softwareunternehmen sei, und an die billgst anbietenden Subunternehmer Aufträge vergeben habe. Ob das alles stimmt, wer weiss, aber man erahnt die Komplexität eines Projekts dieser Größenordnung.

Bitter ist nur die Menge an Geld, die in den Wind geschossen wurde, besonders vor dem Hintergrund, dass UK aktuell wirklich extreme Einschnitte in den Ausgaben tätigt.

Weitere Informationen bei Wikipedia, oder bei BBC. Wie gesagt, ein objektives Urteil ist fast unmöglich.

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