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Buchcover "Führung in Großschadenslagen"

(sc). Mit „Führung in Großschadenslagen“ aus der Reihe ecomed Einsatzpraxis legen Ulrich Cimolino, Andreas Bräutigam und Holger de Vries ein Buch vor, das ein in der Literatur der Gegenwart wenig beachtetes Thema zum Inhalt hat. Das Wissen und die Erfahrung um Organisation, Planung und Führung taktischer Verbände stellt die Behörden derzeit vor dem Hintergrund gestiegener Anforderungen vor mannigfaltige Probleme. Mit ihrem Buch wollen die Autoren eine Hilfestellung in dieser Hinsicht geben. Das Buch richtet sich dazu an die Führungsebenen oberhalb von Zug- und Gruppenführer.

Das Buch „Führen in Großschadenslagen“ gliedert sich in 8 Kapitel auf 323 Seiten. Während sich die Kapitel 1 bis 3 mit Grundlagen und Definitionen zum Aufbau auseinandersetzen, widmen sich die Kapitel 4 bis 6 dem Einsatz. Kapitel 7 und 8 geben abschließend Hilfestellungen zur Durchführung und ergänzende Hinweise.

Den Grundlagen taktischer Verbände widmet sich Kapitel 1. Zunächst definieren die Autoren den taktischen Verband und grenzen ihn von ähnlichen Organisationsformen ab. Welche Aufgaben er hat und wann er aufzubieten ist, legen die Autoren anhand der historischen Vorläufer im Zweiten Weltkrieg dar. Die organisatorischen und taktischen Erfahrungen aus dieser Zeit flossen zwar in die Nachfolgekonzepte in der frühen Bundesrepublik ein, aber spätestens mit den Umbrüchen 1968 und vor allem 1994 entstand eine Wissens- und Erfahrungslücke. Die Nachfolgelösungen der Gegenwart und die Organisation vergleichbarer Einheiten im Ausland zeigen die Autoren im Vergleich. Abschließend weisen die Autoren auf grundlegende Regelungen, aber ebenso auf das Problem der Führbarkeit, insbesondere bei der freiwilligen Feuerwehr, hin.

Die Organisation taktischer Einheiten und die verschiedenen Führungsstufen und –gliederung sind Gegenstand von Kapitel 2. Anmerkungen hinsichtlich der jeweiligen Führungskräftequalifikation und der materiellen Ausstattung des taktischen Verbandes kommen ebenfalls zur Sprache. Besonderes Augenmerk liegt dabei neben den planerisch-organisatorischen, zusätzlich auf den menschlichen Befähigungen der Führungskräfte. Zentrales Thema ist ferner die Organisation des Nachschubs, der einen taktischen Verband erst einsatzfähig macht.

Wie ein taktischer Verband von einer Feuerwehr aufzubauen und zu planen ist, erörtern die Autoren in Kapitel 3. Die Autoren geben hierfür eine Grundstruktur vor und zeigen Beispiele für verschiedene taktische Verbände, z.B. als Brandbekämpfungs- oder Waldbrandverband.

Die Unterschiede zwischen örtlichem und überörtlichem Einsatz sind Gegenstand von Kapitel 4. Hierzu diskutieren die Autoren die speziellen Probleme des überörtlichen Einsatzes, gerade hinsichtlich der Planung und Planbarkeit. Die Darstellung erfolgt durch Beispiele für überörtliche Einsätze.

Weil auch für den Einsatz taktischer Verbände Einsatzgrundsätze einzuhalten sind, beleuchten die Autoren diese und unterscheiden sie in verschiedene Stati, angefangen von der Alarmierung, bis hin zur Vorauserkundung und Leitung des Einsatzes. Zahlreiche Hinweise geben Hilfestellungen hinsichtlich der Organisation und dem Umgang mit auftretenden Schwierigkeiten. Nicht unerwähnt lassen die Autoren das Thema Sicherheit (UVV) und besonders das Thema Kommunikation. Letzteres stellen die Autoren umfassend und kritisch dar.

Schließlich lehren die Autoren die verschiedenen Möglichkeiten der Einsatzstellenorganisation. Hierzu deuten die Autoren auf Grundsätze, wie z.B. der Vermeidung der Einheitszersplitterung hin. Ferner schenken die Autoren Aspekten wie Personalplanung, Reservenbildung oder spezieller Einsatzteams Aufmerksamkeit.

Der Einsatz von Geräten und Löschmitteln ist Thema von Kapitel 5. Dabei erläutern die Autoren mit Hilfe von Beispielen ebenso Sachverhalte wie Wasserförderung, Bereitstellung von Redundanzen und Pendelverkehr. Das Rückgrat eines Verbandes ist die Versorgung und die Logistik, weshalb die Autoren diesen Aspekt mit kleinen praktischen und planerischen Hinweisen darstellen.

Hinweise zum Verhalten bei Einsatzende oder bei der Aufgabe einer Stellung gibt Kapitel 6. Hinweise und Grundlagen für die Aus- und Fortbildung aller Mannschafts- und Führungsebenen eines taktischen Verbandes finden sich in Kapitel 7.

Das letzte Kapitel stellt in übersichtlicher Form Hinweise und Anmerkungen zum Kfz-Marsch, Kennzeichnungen und Zeichen, medizinischen Aspekten und persönlicher Ausrüstung dar. Mit dem Vorschlag einer Mustergliederung für taktische Verbände runden die Autoren ihre Bemerkungen ab. Zusätzlich setzen sich die Autoren erneut mit dem Streitpunkt Funkrufnamen auseinander. Die Einbindung und die Fähigkeiten der Bundeswehr kommen dabei auch zur Sprache. Das Kapitel beinhaltet ferner viele hilfreiche Checklisten.

Die Autoren stellen ein vielfältiges Themengebiet dar und machen in diesem Kontext auf weiterführende und ergänzende Literatur aus der gleichen Buchreihe aufmerksam, denn „Führung in Goßschadenslagen“ baut auf vorhandenem Wissen auf bzw. setzt dieses voraus. Das Buch ist also nicht als Einzelpublikation zu rezipieren. Gleichwohl bietet das Buch eine Fülle von Informationen über die Aspekte Planung, Führung und Organisation taktischer Verbände.

Zugleich liest sich das Buch stellenweise wie eine Anklage gegen die Situation des deutschen Feuerwehrwesens und seiner Regelungen. So kritisieren die Autoren mangelhafte oder nicht existierende bzw. fragmentierte und inkompatible Vorschriften und Vorgaben in den Bundesländern, nicht minder machen sie aber Vorschläge für einheitliche Regelungen.

Ein besonderer Kritikpunkt der Autoren ist dabei das Aufblähen der FwDV3 zu einer „eierlegenden Wollmilchsau“, die z.B. Regelungen rund um Führung von Verbänden nicht beinhaltet, und dies in der Folge zu unterschiedlichen Auslegungen in den Ländern führte und führt. Dies geht soweit, dass die Verbandsführerausbildung das Thema taktische Verbände nicht aufgreift, weil den Ländern schlicht das Bewusstsein hierfür fehlt. Am Beispiel des ursprünglich einheitlich geplanten Funkrufnamenkonzepts zeigen die Autoren außerdem den mangelnden Willen der Länder zur Zusammenarbeit. In welchem Maß der Vorschlag der Autoren zur Neudefinition der Funkrufnamen auf Resonanz stößt, bleibt abzuwarten.

Sodann kritisieren die Autoren die Feuerwehren selbst, insbesondere die freiwilligen Feuerwehren. Ihnen werfen die Autoren vor, nicht nur ein fehlendes Bewusstsein für überörtliche Einsätze zu haben, sondern auch keine geeignete Personalplanung und -entwicklung im Führungszirkel durchzuführen. Denn gerade bei der freiwilligen Feuerwehr mangelt es oft an geeignetem Führungspersonal und dies, obwohl die Freiwilligen Feuerwehren in der Mehrheit taktische Verbänden zu stellen haben. Für das Führen taktischer Verbände ist geeignetes Führungspersonal notwendig.

Freimütig blicken die Autoren deshalb zu Organisationen, die nicht in kommunaler Borniertheit gefangen sind. Gerade die Vorschriften der Bundeswehr zur Führung von Verbänden beurteilen die Autoren immer wieder zu Recht als Vorbild. Bundeswehr und Polizei sind qua ihrer Aufgaben per se zum Denken in großen Dimensionen angehalten. Vor diesem Hintergrund ziehen die Autoren auch immer wieder den Luftschutz-Hilfsdienst (LSHD) als Vorbild heran. Nach dem Lesen des Buchs, versteht der Leser die Vorbildfunktion des Militärs, da es hier viele Parallelen gibt.

Sehr gut dargestellt sind die Fähigkeiten, die eine Führungsfunktion besitzen sollte. Führen heißt nämlich nicht nur befehlen und planen, sondern hat auch eine menschliche Seite. Dies lässt sich in dem Satz zusammenfassen, dass sich ein Führer um seine Mannschaft kümmert. Dazu stellen die Autoren die Bedürfnisse des gemeinen Verbandsangehörigen ausführlich dar. Diese Anforderungen lassen die Kritik an der Verbandsführerausbildung, aber auch der geeigneten Personalwahl in einem ganz anderen Licht erscheinen.

Weitere Aspekte, wie das Schaffen von Redundanzen und eine funktionierende Logistik sind ebenfalls wichtige Bausteine für das Funktionieren eines taktischen Verbandes. Ohne Nachschub gibt es keinen Verband. Daraus lässt sich ableiten, dass sich ein taktischer Verband ad hoc nicht zusammenstellen lässt. Ein taktischer Verband erfordert eine detaillierte Planung, die auch die „kleinen Geschäfte“ einkalkuliert.

Abschließend zeichnet sich das Buch durch viele anschauliche Infografiken und ausführliche Fußnoten aus, die der Leser gerade nicht auslassen sollte. Ferner ist das Buch in einem rezipientenfreundlichen Stil verfasst, der allein durch seine Sprachwahl die Praxisnähe des Buchs unterstreicht.

Auf formaler Ebene fällt auf, dass Literatur zitiert, aber nicht in der Literaturliste aufgeführt wird. Die Autoren zitieren im Übrigen nach der angelsächsischen Zitation, dies erfordert jedoch auch die entsprechende Formatierung der Literaturliste. Die Beschreibung der für einen taktischen Verband benötigten Fahrzeuge wirkt stellenweise wie eine stichpunktartige Aufzählung. Hier könnten die Autoren ein paar Seiten mehr investieren und sich nicht mit Literaturverweisen zu anderen Publikationen begnügen. Die reiche Bebilderung lockert den Inhalt zwar auf, jedoch wirkt das ein oder andere Foto zu viel. Last but not least erklären die Autoren in einem Kapitel das SET als Spezialeinheit. Weshalb sich in diesem Kontext kein Hinweis auf das Buch „Atemschutz-Notfall-Management“ aus der gleichen Buchreihe findet, ist etwas rätselhaft. Vielleicht lassen sich diese Anregungen in einer Folgeauflage korrigieren.

Das Führen von Verbänden ist anspruchsvoll, aber die Autoren geben mit ihrem Buch wertvolle Anmerkungen, die den Planungsprozess und den Einsatz mit Hilfe von zahlreichen Vorschlägen vereinfachen können. Vor dem Hintergrund einer gewissen Planlosigkeit der Verantwortlichen in den Ländern, geben die Autoren eine Organisationsstruktur vor, die es lokalen Verantwortlichen z.B. auf Landkreisebene ermöglicht, Verbände aufzustellen. Die Stärke des Buches liegt zusätzlich in der Tiefe des Themas. Die Autoren betrachten nicht nur die Makro- und Mesoebene eines Verbandes, sondern stellen auch die Mikroebene – den Feuerwehrmann selbst – in den Mittelpunkt. (Autor der Rezension: Stefan Cimander, www.fwnetz.de)

Cimolino, Ulrich; Andreas Bräutigam; Holger de Vries: Führung in Großschadenslagen: taktische Verbände im Einsatz. Reihe ecomed Sicherheit: Einsatzpraxis. Hrsg. v. Ulrich Cimolino. Heidelberg et al.: Ecomed 2010. ISBN 978-3-609-77485-5, Preis 44,95 Euro.

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Kommentare

3 Kommentare zu “Rezension „Führung in Großschadenslagen“” (davon )

  1. Cimolino am 1. Juli 2011 16:41

    Hallo,

    danke für die umfangreiche Rezension, als Co-Herausgeber und Mitautor ein paar Kommentare:

    >Zugleich liest sich das Buch stellenweise wie eine Anklage gegen die Situation des deutschen Feuerwehrwesens und seiner Regelungen. So kritisieren die Autoren mangelhafte oder nicht existierende bzw. fragmentierte und inkompatible Vorschriften und Vorgaben in den Bundesländern, nicht minder machen sie aber Vorschläge für einheitliche Regelungen.

    UC: Eben…
    Wie will man übergreifend mit Einheiten aus verschiedensten Feuerwehren zusammenarbeiten?
    Mittlerweile haben ja auch viele Bundesländer etwas auf die Beine gestellt, aber leider eben äußerst unterschiedlich….
    >Ein besonderer Kritikpunkt der Autoren ist dabei das Aufblähen der FwDV3 zu einer „eierlegenden Wollmilchsau“, die z.B. Regelungen rund um Führung von Verbänden nicht beinhaltet, und dies in der Folge zu unterschiedlichen Auslegungen in den Ländern führte und führt. Dies geht soweit, dass die Verbandsführerausbildung das Thema taktische Verbände nicht aufgreift, weil den Ländern schlicht das Bewusstsein hierfür fehlt. Am Beispiel des ursprünglich einheitlich geplanten Funkrufnamenkonzepts zeigen die Autoren außerdem den mangelnden Willen der Länder zur Zusammenarbeit. In welchem Maß der Vorschlag der Autoren zur Neudefinition der Funkrufnamen auf Resonanz stößt, bleibt abzuwarten.

    UC:
    Gar nicht… – und das wird gerade im Digitalfunk noch fatale Folgen haben (Unterschiede im gesprochenen und angezeigten Funkverkehr führen im Grenzgebiet verschiedener Bundesländer dazu, dass ein Fahrzeugtyp verschieden verwendet und verstanden wird… – und am Schluß ist gar die Norm schuld, wenn sie uneinheitliche unverständliche Autos liefert…)
    >Sodann kritisieren die Autoren die Feuerwehren selbst, insbesondere die freiwilligen Feuerwehren. Ihnen werfen die Autoren vor, nicht nur ein fehlendes Bewusstsein für überörtliche Einsätze zu haben, sondern auch keine geeignete Personalplanung und -entwicklung im Führungszirkel durchzuführen. Denn gerade bei der freiwilligen Feuerwehr mangelt es oft an geeignetem Führungspersonal und dies, obwohl die Freiwilligen Feuerwehren in der Mehrheit taktische Verbänden zu stellen haben. Für das Führen taktischer Verbände ist geeignetes Führungspersonal notwendig.

    UC:
    Das ist korrekt, allerdings nicht nur bei der FF so. Nur hat man bei der FF das Problem, dass es in einzelnen Bundesländern mit einem äußerst überschaubaren Anteil an Ausbildung zum „Führer“ reicht.
    Wie sich der aber mit dem Normaleinsatz beschäftigt, geschweige denn mit solchen seltenen Lagen, steht auf einem anderen Blatt – und Führungsfortbildung gibts zu häufig gar nicht.
    >Freimütig blicken die Autoren deshalb zu Organisationen, die nicht in kommunaler Borniertheit gefangen sind. Gerade die Vorschriften der Bundeswehr zur Führung von Verbänden beurteilen die Autoren immer wieder zu Recht als Vorbild. Bundeswehr und Polizei sind qua ihrer Aufgaben per se zum Denken in großen Dimensionen angehalten. Vor diesem Hintergrund ziehen die Autoren auch immer wieder den Luftschutz-Hilfsdienst (LSHD) als Vorbild heran. Nach dem Lesen des Buchs, versteht der Leser die Vorbildfunktion des Militärs, da es hier
    viele Parallelen gibt.
    UC: vgl. auch das THW…

    >Sehr gut dargestellt sind die Fähigkeiten, die eine Führungsfunktion besitzen sollte. Führen heißt nämlich nicht nur befehlen und planen, sondern hat auch eine menschliche Seite. Dies lässt sich in dem Satz zusammenfassen, dass sich ein Führer um seine Mannschaft kümmert. Dazu stellen die Autoren die Bedürfnisse des gemeinen Verbandsangehörigen ausführlich dar. Diese Anforderungen lassen die Kritik an der Verbandsführerausbildung, aber auch der geeigneten Personalwahl in einem ganz anderen Licht erscheinen.

    UC: eben, da wollen wir ja auch hin – die Leute müssen verstehen, WARUM etwas erforderlich ist, dann besteht auch die Chance, dass sie das machen und anwenden….

    >Auf formaler Ebene fällt auf, dass Literatur zitiert, aber nicht in der Literaturliste aufgeführt wird.

    UC: Uuups, das ist so keinesfalls beabsichtigt, wenn was auffällt bitte direkt an mich oder AB.

    >Die Autoren zitieren im Übrigen nach der angelsächsischen Zitation, dies erfordert jedoch auch die entsprechende Formatierung der Literaturliste.

    ?

    > Die Beschreibung der für einen taktischen Verband benötigten Fahrzeuge wirkt stellenweise wie eine stichpunktartige Aufzählung. Hier könnten die Autoren ein paar Seiten mehr investieren und sich nicht mit Literaturverweisen zu anderen Publikationen begnügen.

    UC: Verstehe ich gerade nicht, Beispiel? (ich setze ansonsten die Fahrzeugtypen bei Lesern so eines Buches als bekannt voraus…

    > Die reiche Bebilderung lockert den Inhalt zwar auf, jedoch wirkt das ein oder andere Foto zu viel.

    UC: Wir haben leider die Erfahrung gemacht, dass viel mehr Text = Inhalt noch weniger gelesen wird….

    > Last but not least erklären die Autoren in einem Kapitel das SET als Spezialeinheit. Weshalb sich in diesem Kontext kein Hinweis auf das Buch „Atemschutz-Notfall-Management“ aus der gleichen Buchreihe findet, ist etwas rätselhaft.

    UC: weil es beim Verband nicht um den Atemschutznotfall geht und das SET hier im Kontext der taktischen Reserven erläutert wird… (ich habe übrigens schon oft den Vorwurf gehört, dass wir uns zuviel selbst zitieren oder auf eigene Literatur verweisen würden, das ist das erste Mal, dass ein fehlender Verweis angesprochen wird… *g)

    > Vielleicht lassen sich diese Anregungen in einer Folgeauflage korrigieren.

    UC: wir bemühen uns…. (jetzt müssen erst mal die gedruckten Bücher der ersten Auflage verkauft werden…)

  2. Stefan Cimander am 6. Juli 2011 09:58

    Hallo Ulrich,

    danke für Deine Anmerkungen. Nun habe ich Zeit,  teilweise zu antworten, der andere Teil kommt dann per Mail.

    Eine Vorbemerkung: Ich bin keine Führungskraft, sodass ich einige Aspekte sicherlich unter einem anderen Blickwinkel sehen würde (vllt. auch noch kritischer), als ich das in der Rezension getan habe. Ferner kenne ich die von Dir im Vorwort genannten Bücher der Reihe, die als Voraussetzung für das aktuelle Buch genannt werden, leider nicht!

    – die Geschichte mit der fehlenden Literatur bekommst Du per Mail. Glücklicherweise habe ich mir das nämlich separat notiert, nachdem es mir aufgefallen ist.

    – Zur Formatierung der Literaturliste: Ich werde echt fuchsig, wenn ich in den Literaturlisten nicht gleich das zitierte Buch finde. Wenn ich also Literatur mit „Cimolino 2010“ angebe, dann muss ich in der Literaturliste die Jahresangabe auch hinter den Namen schreiben, also „Ulrich Cimolino et al (2010): Führung in Großschadenslagen. Heidelberg: ecomed“. Stelle ich das Jahr aber ans Ende, muss ich die Publikation anders im Text angeben, z.B. mit „Cimolino: Führung“. (Aber es gibt Fachliteratur, die sich genau damit auseinandersetzt, bezeichnenderweise stammt u.a. ein Standardwerk dazu von einem gewissen Herrn Guttenberg, allerdings Karl Theodor Maria Georg Achaz Eberhardt Josef Freiherr von und zu Guttenberg).

    – Zur Bebilderung: Also wenn Führungskräften – die Zielgruppe des Buches – die Anzahl der Fotos in einer Fachpublikation wichtiger als der sonstige Inhalt ist, dann läuft bei der Führungskräfteauswahl und – ausbildung etwas falsch. Das bestätigt die im Buch geäußerte Kritik. Solche Leute sollten sich überlegen, ob sie überhaupt „führen“ sollten.

    – Zu Fahrzeugtypen: Mir persönlich ist nur eines der beiden Fahrzeugbücher bekannt. Meine Kritik zielt auch nicht auf die Vollintegration der Fahrzeugtypen in das aktuelle Buch, sondern eher auf die Darbietung eines besseren Kurzüberblicks. Aber, ich gebe zu, über diesen Punkt lässt sich streiten.

    – Zur SET: Im Buch „Atemschutznotfallmanagement“ gibt es ja auch ein Kapitel über das SET. Ob ich nun auf ein Buch oder einen Zeitschriftartikel des gleichen Autors verweise, ist mir persönlich wurscht. Die Kritiker, die die Selbstreferenz (Niklas Luhman würde sich jetzt freuen!) bemängeln, sollen doch selbst Feuerwehrliteratur zu diesen Themen schreiben, die man dann zitieren könnte. Solange die Fachliteratur im Feuerwehrbereich sehr übersichtlich ist, sollten diese Leute besser die Klappe halten. Vermutlich sind das dann auch die, die lieber Fotos anschauen, als Text zu lesen

    Grüße

    Stefan

  3. Cimolino am 6. Juli 2011 23:11

    Hi,

    >Ich bin keine Führungskraft, sodass ich einige Aspekte sicherlich unter einem anderen Blickwinkel sehen würde (vllt. auch noch kritischer), als ich das in der Rezension getan habe.

    Das Buch richtet sich aber v.a. an Führungskräfte, weil gerade für so ein Thema einiges an Führungslehre/-wissen eigentlich vorausgesetzt werden muss, sonst würde das Buch noch viel dicker… ;-)

    >   Ferner kenne ich die von Dir im Vorwort genannten Bücher der Reihe, die als Voraussetzung für das aktuelle Buch genannt werden, leider nicht!

    Das erklärt einige Deiner Kritikpunkte, aber wie gesagt, man kann unmöglich in einem Buch den Spagat vom Trupp- zum Verbandsführer schaffen…
    >- die Geschichte mit der fehlenden Literatur bekommst Du per Mail. Glücklicherweise habe ich mir das nämlich separat notiert, nachdem es mir aufgefallen ist.

    Danke!
    >- Zur Formatierung der Literaturliste: Ich werde echt fuchsig, wenn ich in den Literaturlisten nicht gleich das zitierte Buch finde. Wenn ich also Literatur mit “Cimolino 2010″ angebe, dann muss ich in der Literaturliste die Jahresangabe auch hinter den Namen schreiben, also “Ulrich Cimolino et al (2010): Führung in Großschadenslagen. Heidelberg: ecomed”. Stelle ich das Jahr aber ans Ende, muss ich die Publikation anders im Text angeben, z.B. mit “Cimolino: Führung”. (Aber es gibt Fachliteratur, die sich genau damit auseinandersetzt, bezeichnenderweise stammt u.a. ein Standardwerk dazu von einem gewissen Herrn Guttenberg, allerdings Karl Theodor Maria Georg Achaz Eberhardt Josef Freiherr von und zu Guttenberg).

    Die von uns gewählt vorm entspricht gängigen Regeln und ist m.E. übersichtlicher, weil sich die Jahreszahl IMMER am Schluß der Absatzes im Lit-Verz. findet. Da wir viele Werke mehrerer Autoren bzw. diverser Verbände oder Ministerien angeben würde man die Angabe in () hinter dem „Namen“ immer an völlig unterschiedlichen Stellen finden.
    Gab dazu bisher (seit 1999) auch noch nie (!) eine Beschwerde…

    >- Zur Bebilderung: Also wenn Führungskräften – die Zielgruppe des Buches – die Anzahl der Fotos in einer Fachpublikation wichtiger als der sonstige Inhalt ist, dann läuft bei der Führungskräfteauswahl und – ausbildung etwas falsch. Das bestätigt die im Buch geäußerte Kritik. Solche Leute sollten sich überlegen, ob sie überhaupt „führen“ sollten.

    Es geht weniger um die Anzahl, als um die Verfügbarkeit von Bildern (auch zur Auflockerung) an sich…
    Das muss Dir/mir nicht gefallen, das ist aber so…

    >- Zur SET: Im Buch „Atemschutznotfallmanagement“ gibt es ja auch ein Kapitel über das SET. Ob ich nun auf ein Buch oder einen Zeitschriftartikel des gleichen Autors verweise, ist mir persönlich wurscht. 

    Zum SET in ASNM: Das Thema gehört da inhaltlich zu 100 % rein, bei den Großschadenslagen nur sehr am Rande…

    Ich könnte natürlich noch mehr übernehmen, aber es stellt sich die Frage, was in welchem Umfang?
    Wir haben versucht das so zu halten, dass zumindest der Bezug gegeben ist. Wird mehr zu dem „Begleitinhalt“ gesucht, muss leider dort nachgelesen werden. (Immer daran denken, es gibt bei den Büchern sowieso ein Raum-/Platzproblem und wir liefern immer viel mehr Seiten, als es eigentlich seitens des Verlages gewünscht ist…. Vergleiche mal andere Fachliteratur zur Feuerwehr in Umfang, Qualität des Drucks und Inhalt usw.)

    Grüße
    Uli

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