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(iw) Um bei den englischen Wochen zu bleiben, und bei vielleicht etwa heiterer Betrachtung. Folgende These: zu schwere PSA kann tödlich sein. Wie wird das sein, wenn künftige Generationen auf uns schauen? Damit seid ihr in den Kampf?

Nicht ganz abwegig, zumindest wenn man ein Bisschen zurück in die Historie geht. Ein „Bisschen“: bei der Schlacht von Azincourt schleppten französische Ritter zwischen 30 und 50 Kilo an Ausrüstung mit und bekamen keine Luft. Die zahlenmässige Überlegenheit war somit bedeutungslos: als sie vor dem Feind standen, waren sie schon völlig aus der Puste, so die neuesten Erkenntnisse. Kommt das bekannt vor?

Kommentare

19 Kommentare zu “Zu schwere PSA = tödlich” (davon )

  1. Cimolino am 20. Juli 2011 17:35

    Hallo Irakli,

    verstehe nicht wirklich, was Du uns damit sagen willst.

    Solange die Mehrzahl der echt Brandverletzten deshalb verletzt (oder getötet) werden, weil sie eher viel zu leichte Kleidung anhaben (vgl. die „Wärmefenster“-Diskussion) halte ich einen solchen – auch noch so lustig gemeinten – plakativen Diskussionsansatz für ziemlich daneben…

    Dass die Überbekleidung zur Brandbekämpfung für die THL oder die Vegetationsbrandbekämpfung im Sommer die falsche Wahl ist, ist keine neue Erkenntnis….

  2. Irakli West am 20. Juli 2011 17:47

    So undeutlich? In 600 Jahren werden unsere PSA belächelt. Ich hoffe doch sehr, dass wir bis dahin Fortschritte erzeugen.

  3. IngoHorn am 20. Juli 2011 18:57

    Wie schon im Gesichterbuch geschrieben:

    So undifferenziert halte ich das für eine gefährliche These, die ruckzuck unsere Freunde von der Wärmefensterfraktion auf den Plan rufen wird… Die Entwicklung leichterer Materialien findet ja statt. Auch die langsame Erkenntnis, dass es gefährungsbezogene PSA geben muss… Was willst Du mit diesem Denkansatz bezwecken?

  4. hannibal am 21. Juli 2011 06:52

    Auseinander.. Sofort! :-)
     
    Ich weiß worauf Irakli hinaus will. Ich verstehe aber auch die Einwände von Uli und Ingo das FA die nicht so gut in der Materie stehen wie „wir“ daraus ein Hitzefenster ableiten.
    Ich dreh die Fragestellung einfach mal ein wenig:
    Folgende Lage:
    Im Jahr 2611 werden bei Bauarbeiten gut erhaltene Überreste einer Feuerwache gefunden.
    Wie werden die Forscher in 600 Jahren über unsere heutige PSA denken? Welche PSA wird dann zur Verfügung stehen?

  5. Irakli West am 21. Juli 2011 06:58

    Leute,

    Mit richtig viel Fantasie mag man Rückschlüsse auf die PSA im Innenangriff ziehen, aber dafür muss man entsprechend vorbelastet sein. Ansonsten zeigt ihr mir bitteschön wo das steht. Ich kann mir zig Szenarien vorstellen, wo man falsch bekleidet ist, bzw. wo wir in 600(!) Jahren hoffentlich eine bessere PSA Jahren haben werden als heute.

    Und bitte achtet auf den Ton.

  6. Cimolino am 21. Juli 2011 09:00

    Hallo Irakli,

    ich schlage vor, Du gibst Deinem Text x-beliebigen Angehörigen der FW – und dann fragst Du mal, was die daraus lesen bzw. zu Deiner Absicht verstehen…

    Ansonsten glaub mir einfach, dass die Wärmefensterfraktion sowas als ganz dolle Bestätigung empfindet…

  7. Stefan Cimander am 21. Juli 2011 14:59

    Wo bleiben weitere Antworten? Mein Popcorn wird kalt und die Cola warm *fg*

  8. Irakli West am 21. Juli 2011 22:30

    Tja Stefan, hätte eigentlich noch was von der Spritzschutz vs. CSA Fraktion oder dem Reflexstreifenkommando erwartet.

    Von dem her passt der Sabbatical gut. Nix für ungut.

  9. Gewissen am 21. Juli 2011 23:53

    Oh man,
    so wie ich es hier sehe vergleicht Irakli West hier Äpfel mit Birnen und hat scheinbar eine blühende Phantasie……..anders kann ich mir diesen [EDIT: Irakli] nun wirklich nicht erklären !!!
    Ich selbst bilde in der Feuerwehr hin und wieder den Nachwuchs aus und hab in genau diesem Bereich schon gehört das die Ausrüstung zwar schwer sei,aber nicht das sie so schwer sei das man nach dem Erreichen vom Einsatziel nicht mehr arbeiten könnte……….ein Quervergleich zu den Rittern.
    Nun ist die Schlacht von Azincourt (Oktober 1415) wirklich schon 600 Jahre her,das Feuerwehrwesen in Deutschland aber noch nicht.Erste Hinweise auf einen organisierten Brandschutz in Bonn gehen auf das Jahr 1672 zurück…..also über 250 Jahre später und da wären die Ritter bestimmt nicht mehr mit so viel „Gerümpel“ in die Schlacht gezogen.
    Nun kommen wir mal auf die aktuelle Situation der PSA betreffend……..in den letzten 30 Jahren ist die PSA nicht leichter,sondern schwerer geworden.NOMEX-Klamotten gab es da noch nicht,nur eine Einsatzjacke welche aussen wie eine Regenjacke und innen eine bessere Wolldecke war.
    Der heute übliche Kampfanzug bestand aus einer „zweiten Garnitur“ die im Prinzip nichts anderes als der feine Frack (Ausgehuniform oder erste Garnitur) war……nur ohne Lametta auf der Brust…..optisch genau gleich wie die erste Garnitur.
    Die Einsatzstiefel sind mit der Zeit auch schwerer geworden als meine ersten „Knobelbecher“ es waren…..trotz das die Haix schwerer sind,hat man nach längerer Tragezeit kaum lahme Beine.Anders war es bei den guten alten Knobelbechern wo man nach 4 Stunden die Füsse kaum noch spührte.
    Immerhin sind vom PA die Flaschen leichter geworden.Immer mehr Stahlflaschen werden gegen Komposit Flaschen ausgetauscht und somit ist dann auch das Tragen eines PA mit zwei Flaschen kein Problem…………ist nur etwas schwerer als zu meinen Anfängen mit den alten DA 48 Geräten (2 Flaschen Geräten), welche bei uns bis Anfang der 90er verwendet wurden.
    Also Irakli West,ich schlage vor das weitere [EDIT: Irakli] deinerseits etwas im zeitlichen Rahmen bleiben sollten……immerhin ist dies hier sowas wie ein Fachforum……können ja über Drehleitern von 1930 diskutieren oder über das Kolbenprinzip einer Handpumpe aus dem Jahre 1900………nicht aber über etwas aus einen Zeitraum von 600 Jahren.
    HOCHACHTUNGSVOLL,
    Gewissen
     

  10. diggler am 22. Juli 2011 06:43

    Irakli stirring up shit with success *LOL*

  11. diggler am 22. Juli 2011 06:56

    @Gewissen (ich glaube nicht, dass das dein richtiger Name ist): Ich bin mir sicher, dass Irakli weiss, dass dies ein Fachforum ist…… er hat es schliesslich ins Leben gerufen…. und ich bin mir nicht sicher was du  mit deine (vielen) Worten sagen wolltest?…… 20- 30 Jahre ist o.k. aber 600 ist nicht??

  12. diggler am 22. Juli 2011 07:07

    Hier ist mein „take“: Wir ersetzten unsere alte PSA von Janesville mit „neuerem“ oder „modererem“ und ich muss sagen, dass unsere neue PSA sehr viel wärmer ist als unsere Alte!! Mal schauen wie das so funktionieren wird im Sommer (falls wir dieses Jahr noch einen kriegen) und dann im Winter (und Winter haben wir hier garantiert)!

    Werde mal einen Bericht schreiben, wenn ich genug erfahrungen gesammelt haben (was hoffentlich nicht 600 Jahr dauern wird).

  13. Christian Lewalter am 22. Juli 2011 07:39

    Oder so: Bild

  14. Irakli West am 22. Juli 2011 08:43

    Gewissen,

    das FWnetz ist kein Fachforum, wie Du schreibst, sondern ein Weblog. Wir behalten uns redaktionelle Eingriffe vor (siehe EDIT in Deinem Kommentar).

    Danke.

  15. Max60 am 22. Juli 2011 10:30

    Im Unterschied zu früher gibt es heute schon leichtere PSA bei gleichem oder besserem Schutzlevel. Nur wird die idR nicht beschafft, weil sich der Beschaffer darüber entweder keine Gedanken macht oder diese zu teuer ist.

    Ansonsten gibt es doch schon Ansätze für z.B. neue, leichtere PA ( http://www.firerescue1.com/fire-products/fire-breathing-apparatus/articles/774401-SCBA-flat-pack-prototype-expected-in-September/ ) – Wobei ich das Gewicht einer 6L Composite-Atemluftflasche nicht unbedingt als störend betrachten würde..
    Desweiteren gibt es auch Bereiche, in denen die Ausrüstung eher schwerer wird, als leichter. Siehe z.B. Vollschalenhelme und co.
    Insofern ist es sicher interessant, was in der Zukunft noch so alles auf uns zu kommt. 

  16. Gewissen am 22. Juli 2011 15:24

    Hallo Max,
    mit Sicherheit werden die PSA mittelfristig leichter und handlicher werden…..bei mindestens dem gleichen Schutzlevel oder höher…….da gebe ich Dir Recht.
    Bei Deiner Aussage das die heutige Schutzausrüstung leichter ist als die von damals…….bedenke bitte das es in den 80ern nur einen Bruchteil von dem gegeben hat als das was uns heute zur Verfügung steht (z.B. NOMEX).
    Solltest Du in den 80ern schon in dem Bereich aktiv tätig gewesen sein,dann wirst Du schon wissen was ich meine.Nicht selten ist es damals vorgekommen das z.B. die Hitze durch die Klamotten geschlagen ist,man sich am Wasserdampf verbrüht hatte oder die Ohrläppchen etwas wärmer wurden…..lach
    OK,diese Klamotten wiegen etwas und müssen auch geschleppt werden (was früher wegen iss nich entfiel).Hier ist es dann eine sehr grosse Erleichterung wenn man bei einem Langzeitatmer (hier z.B. Zweiflaschengeräte für den Einsatz in einem U-Bahn Tunnel) Kompositflaschen statt Stahlflaschen trägt……….oder wir packen aus dem deutschen Museum die alten Travox wieder aus……ERGO….empfinde ich nicht das Gewicht einer Komposit Flasche als störend sondern eher als Erleichterung.
    Helme z.B. sind ein gutes Beispiel,nehmen wir einfach mal den 08/15 Metall Helm,den ich noch heute nutze.Die gleiche Bauform,nur aus Kunststoff,ist nicht nur leichter sondern soll auch mindestens genauso sicher sein…….wer es glaubt…..ich jedenfalls nicht und vertraue daher auf „Altbewährtes“,wo ich ganz genau weiß wie sich das Teil verhält wenn etwas volle Motte dort einschlägt.Da nehme ich die 250 – 500 Gramm gerne in Kauf ;)

  17. Solgull am 23. Juli 2011 01:16

    Hallo,
    wer einmal die komplette PSA einer Feuerwehr-fremden Person angelegt hat. Dabei Am besten auch mal das Atemschutzgeräte (hier immer noch mit Stahlflasche, weil andere zu teuer sind für eine Freiwillige Feuerwehr) über die Schulter gelegt hat – wird fast immer eine Reaktion wie: „Das ist aber schwer“ bekommen.
    Sind wir es vielleicht inzwischen einfach gewohnt mit dieser schweren Kleidung rum zu laufen, so dass es uns nicht mehr auffällt?

  18. Holzbein am 23. Juli 2011 07:31

    Man wird wohl über uns lachen, wenn es die „Feuerwehr“ bis dahin noch gibt.
    Autos fahren selber und Feuer sind auch keine Gefahr mehr.
    http://www.weltderphysik.de/de/4245.php?ni=2592
    MfG Peter

  19. pmew am 2. August 2011 12:22

    Vielleicht sollte man auch weniger über die PSA diskutieren, sondern über das, was ein FA alles an Ausrüstung in den Innenangriff mitnehmen kann / muss / soll. Wenn man da allen Empfehlungen nachkommen würde, könnte man sich wirklich nicht mehr bewegen bzw. man hätte keine Hand mehr frei um zu arbeiten. Ich zumindest habe den Artikel so verstanden, dass man darüber diskutieren sollte …

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