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(iw) Führung hat viele Facetten und ist ein schier unerschöpfliches Thema. Dass Respekt aus meiner Sicht das Fundament guter Führung ist, hatte ich in diesem Artikel aus 2008 beschrieben. Führung hat auch einen psychologischen Aspekt, und deshalb empfiehlt sich die Lektüre entsprechender Blogs, allen voran das PsyBlog.

Extrapoliert man die Artikel dort, lassen sich auch im Kontext der Feuerwehren interessante Rückschlüsse ziehen: wenn man beispielsweise die Wahrheit über sich selbst ausgrenzt, dann kann im Laufe der Zeit ein Konflikt zwischen Führung und Mannschaft entstehen, der großen Schaden ausrichten kann. Beispiele dafür gibt es genug.

Ein ganz besonderer Aspekt ist jener: Versagen, wenn es darauf ankommt. Einsätze können, insbesondere in der Chaosphase, extrem belastend sein. Ob man nun erfolgreich aus dieser Phase kommt, oder komplett versagt, entscheidet sich oft genau dann. Unser System ist stark vom Kopf abhängig; Wenn dieser keine Struktur, Ruhe reinbringt, sondern entweder nichts oder, schlimmer noch, Unruhe, dann ist das logischerweise schlecht. Weiterlesen…

(sc). Ich bin seit 13 Jahren aktiv bei der Feuerwehr. In diesem Jahrzehnt habe ich nicht nur unterschiedliche Formen der Alarmierung erlebt, sondern auch ein anderes, mit dem Alarmstichwort zusammenhängendes Phänomen beobachtet: Das Rosinenpicken.

Sicherlich kennt ihr dieses Verhalten: Je nach Alarmstichwort und/oder Objekt variiert die Antrittstärke im Feuerwehrhaus. Heißt es „BMA“, dann schaltet man den Piepser wie einen Wecker aus und begibt sich wieder ins Reich der Träume, heißt es „Feuer“, dann schmeißt einen das Adrenalin aus dem Bett und man ist bestrebt einen der Atemschutzplätze auf dem Fahrzeug zu ergattern. Eigentlich finde ich dieses Verhalten nicht nur unkameradschaftlich – weil die anwesenden Kameraden immer den Ärger bei mangelnder Antrittstärke abbekommen – sondern auch gefährlich. Uneigentlich kann ich das Verhalten sogar nachvollziehen. Denn wenn regelmäßig oder fast ausschließlich ein BMA aufläuft, dann blendet man den Alarm irgendwann aus – gerade um 3 Uhr morgens. Um es anders zu formulieren: Die BMA zehrt an der Motivation! Andererseits – und das muss ich zur Ehrrettung der BMA sagen – habe ich es in den letzten Jahren mehrfach erlebt, dass sich BMA-Alarme als Brände entpuppten, darunter sogar ein Großbrand.

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Buchcover "Führung in Großschadenslagen"

(sc). Mit „Führung in Großschadenslagen“ aus der Reihe ecomed Einsatzpraxis legen Ulrich Cimolino, Andreas Bräutigam und Holger de Vries ein Buch vor, das ein in der Literatur der Gegenwart wenig beachtetes Thema zum Inhalt hat. Das Wissen und die Erfahrung um Organisation, Planung und Führung taktischer Verbände stellt die Behörden derzeit vor dem Hintergrund gestiegener Anforderungen vor mannigfaltige Probleme. Mit ihrem Buch wollen die Autoren eine Hilfestellung in dieser Hinsicht geben. Das Buch richtet sich dazu an die Führungsebenen oberhalb von Zug- und Gruppenführer. Weiterlesen…

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(iw) Nehmt Euch mal ein Bisschen Zeit und lest Euch „Floor Collapse: A Survivor’s story“ auf Fire Engineering durch. Darin beschreibt Captain Long, wie er durch einen kollabierenden Boden in den brennenden Keller fiel, und denkbar knapp gerettet wurde.

Interessant an diesem Bericht ist die ungeschminkte „Ich-Sicht“. Es gibt auch viele objektive Beobachtungen und Analysen, aber faszinierend ist das Fazit, das Captain Long zieht, am Ende des Artikels – insbesondere die Verarbeitung des traumatischen Erlebnisses.

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Ramstein (rp), (hl). Den ersten von einem zweiteiligen Beitrag über die Feuerwehr vom Flugplatz Ramstein habe ich gerade online gestellt. Nach mehreren Mails und einem Vorgespräch besuchte ich am 11. April die us-amerikanische Air Base. Neben einem fantastischen Wetter waren meine Gastgeber gut gelaunt, erklärten viel und beantworteten meine Fragen.

Flugfeldlöschfahrzeug

Flugfeldlöschfahrzeug

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Das Atemschutznotfall-Management der Berliner Feuerwehr

ANTS Berlin

Atemschutznotfall: Einsatz für die ANTS

(sc). Seit 2004 bildet die Berliner Feuerwehr ihre Angehörigen in einem einheitlichen Atemschutznotfalltraining aus. Seit 2009 ergänzt die Atemschutznotfall-Trainierten-Staffel (ANTS) dieses Notfallkonzept. Das Atemschutznotfall-Management basiert nun auf dem Atemschutznotfall-Training (ANT) und der Atemschutznotfall-Trainierten-Staffel (ANTS). Weiterlesen…

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In der Feuerwehrausbildung wird die Schubladen-Metapher recht gerne verwendet. Wer sie nicht kennt: mein Wissen ist in ganz vielen verschiedenen Schubladen gespeichert, und je mehr (gefüllte) ich davon habe, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich kniffelige Einsätze bewältigen kann. In anderen Worten: es geht auch um Optionen. Nicht alle Optionen sind zwingend sinnvoll, und aus meiner Sicht gibt es nur sehr wenige Dinge, die man pauschal verteufeln sollte.

Mit dieser mehr oder weniger aussagekräftigen Einleitung wollte ich eine Bilderstrecke vom letzten Jahr nachholen, als im Schwedischen Katrineholm ein nietnagelneuer Volvo mit Kettenzug auseinandergenommen wurde. Mir ist völlig klar, dass alleine das Wort „Kettenzugmethode“ bei einigen eine automatische allergische Reaktion auslösen dürfte. Mein Tipp: erstmal angucken, und zwar live am neuen, sicheren PKW, dann könnten wir gerne diskutieren.

Mit Hinblick auf die Aussage oben: es geht hier nicht um eine allmächtige, alleinige Lösung, sondern um eine Option mehr. Klar, ist sie nicht immer und überall anwendbar. Muss ja nicht sein.

Wer die Methode nicht kennt: von hinten wird eine Kette an beide C- bzw. D-Säulen angebracht (statische Kette). Von vorne geht man dann mit drei verschieden langen Ketten an: die kurze um die Lenksäule, die zweite um die Fahrer-A-Säule und die dritte um die Beifahrer-A-Säule. Man zieht, schaut sich an wo es „zieht“ und macht einen Entlastungsschnitt. Vorteil: es wird an drei Stellen gleichzeitig gezogen. Nachteil: Komplex, erfordert Platz, Erfahrung, und, und.

Soll sich jeder seine Meinung bilden. Ich finde, eine extra Option ist besser als gar keine. Bilderstrecke hier:

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(iw) Zum Thema „Erkundung“ und „Gefahren an der Einsatzstelle“: Sehr empfehlenswerter Artikel! Feuerwehr rückt an zu „E-Leitung auf Zaun“. Mit der Wärmebildkamera sieht man schön, wie ein Kettenschloss auf ca. 150°C erhitzt wird. Der Übergang vom Strom in den Bauzaun ist ganze 200 Meter (!) von dieser Stelle entfernt. Übrigens bei Übungslagen und Planspielen eine prima Falle, und für das Reale Einsatzleben eine mehr als geeignete Erinnerung daran, dass Erkundung einfach sauwichtig ist.

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Jeder darf Ansprüche stellen. Stellt man einen Anspruch, so sollte dieser auch berechtigt sein. Die Berechtigung ergibt sich nicht automatisch durch die Wahrnehmung eines Ehrenamts – leider ist das so oft der Fall. Das ist meine Freizeit, also kann ich im Gegenzug auch etwas erwarten, Dankbarkeit, zum Beispiel. Anerkennung. Oder sogar den Hero-Status. Weiterlesen…

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Bild: Feuerwehr Sankt Blasien

Bild: Feuerwehr Sankt Blasien

Gastbeitrag von Steffen Seydel

Vor etwa zwei Jahren machte sich die Feuerwehr Sankt Blasien Gedanken über die Taktik im Brandeinsatz und führte das Schlauchpaket-System ein. Bei der näheren Betrachtung der bisherigen Systeme, sowie unseren Eindrücken aus Proben und Einsätzen, wollten wir mit der Einführung auch weitere Verbesserungen im Bereich Schlauchmanagement erreichen.  Weiterlesen…

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