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	<title>FWnetz - Feuerwehr im Netz &#187; Ausbildung, Taktik</title>
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	<description>FWnetz. Feuerwehr. Ausbildung. Information.</description>
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		<title>FWnetz - Feuerwehr im Netz</title>
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	<itunes:summary>FWnetz. Informationen rund um Feuerwehr, Ausbildung und Unterhaltung.</itunes:summary>
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		<item>
		<title>Führung: Warum versagt man im entscheidenden Augenblick?</title>
		<link>http://www.fwnetz.de/2011/07/14/fuhrung-warum-versagt-man-im-entscheidenden-augenblick/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 10:15:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Irakli West</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildung, Taktik]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Versagen]]></category>

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		<description><![CDATA[(iw) Führung hat viele Facetten und ist ein schier unerschöpfliches Thema. Dass Respekt aus meiner Sicht das Fundament guter Führung ist, hatte ich in diesem Artikel aus 2008 beschrieben. Führung hat auch einen psychologischen Aspekt, und deshalb empfiehlt sich die Lektüre entsprechender Blogs, allen voran das PsyBlog.
Extrapoliert man die Artikel dort, lassen sich auch im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(iw) Führung hat viele Facetten und ist ein schier unerschöpfliches Thema. Dass Respekt aus meiner Sicht das Fundament guter Führung ist, hatte ich <a href="http://www.fwnetz.de/2008/12/29/fuhrung-respekt/">in diesem Artikel aus 2008</a> beschrieben. Führung hat auch einen psychologischen Aspekt, und deshalb empfiehlt sich die Lektüre entsprechender Blogs, allen voran das PsyBlog.</p>
<p>Extrapoliert man die Artikel dort, lassen sich auch im Kontext der Feuerwehren interessante Rückschlüsse ziehen: wenn man beispielsweise <a href="http://www.spring.org.uk/2011/07/why-people-avoid-the-truth-about-themselves.php">die Wahrheit über sich selbst ausgrenzt</a>, dann kann im Laufe der Zeit ein Konflikt zwischen Führung und Mannschaft entstehen, der großen Schaden ausrichten kann. Beispiele dafür gibt es genug.</p>
<p>Ein ganz besonderer Aspekt ist jener: Versagen, wenn es darauf ankommt. Einsätze können, insbesondere in der Chaosphase, extrem belastend sein. Ob man nun erfolgreich aus dieser Phase kommt, oder komplett versagt, entscheidet sich oft genau dann. Unser System ist stark vom Kopf abhängig; Wenn dieser keine Struktur, Ruhe reinbringt, sondern entweder nichts oder, schlimmer noch, Unruhe, dann ist das logischerweise schlecht.<span id="more-29834"></span></p>
<p>So ist das Verständnis dieses Teils des Führungsvorgangs extrem interessant. Mit dieser Hoffnung hatte ich <a href="http://www.newscientist.com/article/mg21128200.200-psychologist-why-we-screw-up-when-the-heat-is-on.html">diesen Artikel bei New Scientist</a> gelesen, der in weiten Teilen leider enttäuscht &#8211; beispielsweise gelingt die Abgrenzung zwischen Automatismus und Intelligenz nicht wirklich, bzw. ist die Aussage dass mehr Intelligenz zu mehr Versagen führen kann, zu simpel. Intelligenz kann aus meiner Sicht auch auf Automatismus auch verlassen.</p>
<p>Es finden sich jedoch durchaus darin brauchbare Aussagen. Allen voran diese:</p>
<blockquote><p>We found that over-thinking can be detrimental, that it&#8217;s better if an  activity you have performed thousands of times runs on autopilot.</p></blockquote>
<p>Je öfter man eine Tätigkeit ausführt, je automatischer ist diese, desto weniger denkt man darüber nach. Je mehr man nachdenkt, desto mehr kann etwas schief gehen, weil man sich auch zu sehr auf einen Teilbereich des gesamten Problems stürzt.</p>
<p>In der Praxis ist das ein Argument für Standardeinsätze, Merkregeln und Ähnliches. Mit GAMS und HAUS und ähnlich können auch &#8211; sagen wir mal &#8211; kleinere, ersteintreffende Feuerwehren etwas anfangen, und einen Einsatz von Grund auf in die richtige Bahn lenken. SERs dienen uns als roten Faden, solange sie nicht als in Stein gemeißelt gelten. Ein gutes Gegenbeispiel ist dieses hier:</p>
<div><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/07/coal.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-29835" title="coal was wealth" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/07/coal.jpg" alt="" width="500" height="410" /></a></div>
<p>COAL WAS WEALTH als Merkregel für ersteintreffende Einheiten? Ich glaube, das ist eher kontraproduktiv als Hilfreich. Was war nochmal das zweite A?</p>
<p>So gesehen ist unser Führungskreislauf aus der FwDV100 kein schlechter Startpunkt. Drei Phasen kann sich jeder merken.</p>
<p>Wie gesagt &#8211; man kann einen schlechten Tag haben, mit dem falschen Fuss aufgestanden sein, der linke Zeh schmerzt&#8230;doch mit der richtigen Grundlage stehen die Chancen nicht schlecht, im entscheidenden Augenblick nicht zu versagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.fwnetz.de%2F2011%2F07%2F14%2Ffuhrung-warum-versagt-man-im-entscheidenden-augenblick%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Piepser ruft, aber niemand folgt ihm</title>
		<link>http://www.fwnetz.de/2011/07/07/der-piepser-ruft-aber-niemand-folgt-ihm/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 11:36:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Cimander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildung, Taktik]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[(sc). Ich bin seit 13 Jahren aktiv bei der Feuerwehr. In diesem Jahrzehnt habe ich nicht nur unterschiedliche Formen der Alarmierung erlebt, sondern auch ein anderes, mit dem Alarmstichwort zusammenhängendes Phänomen beobachtet: Das Rosinenpicken.
Sicherlich kennt ihr dieses Verhalten: Je nach Alarmstichwort und/oder Objekt variiert die Antrittstärke im Feuerwehrhaus. Heißt es „BMA“, dann schaltet man den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">(sc). Ich bin seit 13 Jahren aktiv bei der Feuerwehr. In diesem Jahrzehnt habe ich nicht nur unterschiedliche Formen der Alarmierung erlebt, sondern auch ein anderes, mit dem Alarmstichwort zusammenhängendes Phänomen beobachtet: Das Rosinenpicken.</p>
<p style="text-align: justify;">Sicherlich kennt ihr dieses Verhalten: Je nach Alarmstichwort und/oder Objekt variiert die Antrittstärke im Feuerwehrhaus. Heißt es „BMA“, dann schaltet man den Piepser wie einen Wecker aus und begibt sich wieder ins Reich der Träume, heißt es „Feuer“, dann schmeißt einen das Adrenalin aus dem Bett und man ist bestrebt einen der Atemschutzplätze auf dem Fahrzeug zu ergattern. Eigentlich finde ich dieses Verhalten nicht nur unkameradschaftlich – weil die anwesenden Kameraden immer den Ärger bei mangelnder Antrittstärke abbekommen – sondern auch gefährlich. Uneigentlich kann ich das Verhalten sogar nachvollziehen. Denn wenn regelmäßig oder fast ausschließlich ein BMA aufläuft, dann blendet man den Alarm irgendwann aus – gerade um 3 Uhr morgens. Um es anders zu formulieren: Die BMA zehrt an der Motivation! Andererseits – und das muss ich zur Ehrrettung der BMA sagen &#8211;  habe ich es in den letzten Jahren mehrfach erlebt, dass sich BMA-Alarme als Brände entpuppten, darunter sogar ein Großbrand.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-29798"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Nun frage ich mich, wie man dieses Verhaltensmuster austricksen könnte. Hier kommt nun die Art der Alarmierung ins Spiel. Ich kenne inzwischen einige Arten, zu einem Einsatz gerufen zu werden: Analoger Funkalarmempfänger mit und ohne Durchsage, digitaler Pager mit Textnachricht, Warnsirene und Telefonanruf.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Telefonanruf scheidet als generelle Form der Alarmierung aus, weil in kurzer Zeit nicht genügend Feuerwehrleute erreichbar sind. Er ist eher dann geeignet, wenn es eine gewisse Vorlaufzeit gibt. Vorteil des Telefongesprächs: In der direkten Gesprächssituation können z.B. Fragen sofort beantwortet werden. Zudem vermittelt der Anruf so etwas wie Exklusivität im Sinne von „Ich werde persönlich gefragt“. Das ist gut für die Motivation.</p>
<p style="text-align: justify;">Zugegeben mit der Warnsirene bin ich nur einmal zu einem Einsatz gerufen worden – trotz Piepser. Das Auslösen der Sirene führte zu einem, ich nenne es mal „aktivierenden Effekt“, der mich zum Feuerwehrhaus eilen lies. Die Alarmierung mit der Sirene ist in weiten Teilen der Republik inzwischen unbekannt, sodass das Auslösen der Sirene in diesen Gebieten eher zum Gang in Richtung Feuerwehrhaus (ver)führt. Schließlich will man wissen, was los ist und warum man auf diese ungewöhnliche Weise gerufen wird. Dort wo die Sirene das Mittel der Wahl ist, fehlt dem Feuerwehrmann die Information, was passiert ist, sodass er nicht aufgrund eines Einsatzstichwortes wählen kann, ob man heute Feuerwehr spielt oder nicht. Hier stellt sich nur die Frage „geht gerade“ oder „geht gerade nicht“.</p>
<p style="text-align: justify;">Ähnlich verhält es sich mit der analogen Alarmierung ohne Durchsage. Es kann der 112te BMA im gleichen Hotel sein, es kann aber auch ein Verkehrsunfall oder ein Feuer sein. Rosinenpicken ist hier allerdings nicht möglich, analog zur Warnsirene. Auf die Dauer ist diese Form der Alarmierung allerdings womöglich suboptimal, denn irgendwann, z.B. nach der vierten Alarmierung an einem Tag, fängt man schon an, sich bewusst gegen den Weg zur Wache zu entscheiden. Irgendwann stellt sich nämlich die Frage nach der Relevanz und Gewichtung zwischen Feuerwehr und Privatleben. Theoretisches Hirngespinst? Mitnichten! Als nahezu jeden Tag (und teilweise mehrfach) der Piepser Geräusche von sich gab, stand ich eine Zeit lang eben vor genau dem Problem der Gewichtung.</p>
<p style="text-align: justify;">Gängig ist die analoge Alarmierung mit mehr oder weniger aussagekräftigen Alarmstichworten. Einerseits helfen diese sich mental auf die Situation einzustellen, andererseits besteht hier die größte Gefahr des Rosinenpickens. Hört man „Feuer“ sind die  Beine schneller im Feuerwehrhaus als der Kopf, hört man „BMA“, dann fragt man sich, welches Gerät eben Geräusche von sich gegeben hat. Die Alarmierung mit Pager hatte gegenüber der Alarmierung mit Durchsage den Vorteil, dass ich die Alarmuhrzeit sehen konnte. Ansonsten besteht auch hier die Gefahr des Rosinenpickens.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie man es nun dreht und wendet, die Antrittstärke lässt sich durch die Art der Alarmierung wohl nicht wesentlich erhöhen. Motivation, auch zu einer BMA auszurücken, ist auf eine andere Weise zu generieren.</p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.fwnetz.de%2F2011%2F07%2F07%2Fder-piepser-ruft-aber-niemand-folgt-ihm%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Rezension &#8220;Führung in Großschadenslagen&#8221;</title>
		<link>http://www.fwnetz.de/2011/07/01/rezension-fuhrung-in-grosschadenslagen/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 04:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Cimander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildung und Taktik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung, Taktik]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[(sc). Mit „Führung in Großschadenslagen“ aus der Reihe ecomed Einsatzpraxis legen Ulrich Cimolino, Andreas Bräutigam und Holger de Vries ein Buch vor, das ein in der Literatur der Gegenwart wenig beachtetes Thema zum Inhalt hat. Das Wissen und die Erfahrung um Organisation, Planung und Führung taktischer Verbände stellt die Behörden derzeit vor dem Hintergrund gestiegener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_29139" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/9783609774855.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-29139 " title="Buchcover &quot;Führung in Großschadenslagen&quot;" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/9783609774855-150x150.jpg" alt="Buchcover &quot;Führung in Großschadenslagen&quot;" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p style="text-align: justify;">(sc). Mit „Führung in Großschadenslagen“ aus der Reihe ecomed Einsatzpraxis legen <em>Ulrich Cimolino</em>, <em>Andreas Bräutigam</em> und <em>Holger de Vries</em> ein Buch vor, das ein in der Literatur der Gegenwart wenig beachtetes Thema zum Inhalt hat. Das Wissen und die Erfahrung um Organisation, Planung und Führung taktischer Verbände stellt die Behörden derzeit vor dem Hintergrund gestiegener Anforderungen vor mannigfaltige Probleme. Mit ihrem Buch wollen die Autoren eine Hilfestellung in dieser Hinsicht geben. Das Buch richtet sich dazu an die Führungsebenen oberhalb von Zug- und Gruppenführer. <span id="more-29137"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Das Buch „Führen in Großschadenslagen“ gliedert sich in 8 Kapitel auf 323 Seiten. Während sich die Kapitel 1 bis 3 mit Grundlagen und Definitionen zum Aufbau auseinandersetzen, widmen sich die Kapitel 4 bis 6 dem Einsatz. Kapitel 7 und 8 geben abschließend Hilfestellungen zur Durchführung und ergänzende Hinweise.</p>
<p style="text-align: justify;">Den Grundlagen taktischer Verbände widmet sich Kapitel 1. Zunächst definieren die Autoren den taktischen Verband und grenzen ihn von ähnlichen Organisationsformen ab. Welche Aufgaben er hat und wann er aufzubieten ist, legen die Autoren anhand der historischen Vorläufer im Zweiten Weltkrieg dar. Die organisatorischen und taktischen Erfahrungen aus dieser Zeit flossen zwar in die Nachfolgekonzepte in der frühen Bundesrepublik ein, aber spätestens mit den Umbrüchen 1968 und vor allem 1994 entstand eine Wissens- und Erfahrungslücke. Die Nachfolgelösungen der Gegenwart und die Organisation vergleichbarer Einheiten im Ausland zeigen die Autoren im Vergleich. Abschließend weisen die Autoren auf grundlegende Regelungen, aber ebenso auf das Problem der Führbarkeit, insbesondere bei der freiwilligen Feuerwehr, hin.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Organisation taktischer Einheiten und die verschiedenen Führungsstufen und –gliederung sind Gegenstand von Kapitel 2. Anmerkungen hinsichtlich der jeweiligen Führungskräftequalifikation und der materiellen Ausstattung des taktischen Verbandes kommen ebenfalls zur Sprache. Besonderes Augenmerk liegt dabei neben den planerisch-organisatorischen, zusätzlich auf den menschlichen Befähigungen der Führungskräfte. Zentrales Thema ist ferner die Organisation des Nachschubs, der einen taktischen Verband erst einsatzfähig macht.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie ein taktischer Verband von einer Feuerwehr aufzubauen und zu planen ist, erörtern die Autoren in Kapitel 3. Die Autoren geben hierfür eine Grundstruktur vor und zeigen Beispiele für verschiedene taktische Verbände, z.B. als Brandbekämpfungs- oder Waldbrandverband.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Unterschiede zwischen örtlichem und überörtlichem Einsatz sind Gegenstand von Kapitel 4. Hierzu diskutieren die Autoren die speziellen Probleme des überörtlichen Einsatzes, gerade hinsichtlich der Planung und Planbarkeit. Die Darstellung erfolgt durch Beispiele für überörtliche Einsätze.</p>
<p style="text-align: justify;">Weil auch für den Einsatz taktischer Verbände Einsatzgrundsätze einzuhalten sind, beleuchten die Autoren diese und unterscheiden sie in verschiedene Stati, angefangen von der Alarmierung, bis hin zur Vorauserkundung und Leitung des Einsatzes. Zahlreiche Hinweise geben Hilfestellungen hinsichtlich der Organisation und dem Umgang mit auftretenden Schwierigkeiten. Nicht unerwähnt lassen die Autoren das Thema Sicherheit (UVV) und besonders das Thema Kommunikation. Letzteres stellen die Autoren umfassend und kritisch dar.</p>
<p style="text-align: justify;">Schließlich lehren die Autoren die verschiedenen Möglichkeiten der Einsatzstellenorganisation. Hierzu deuten die Autoren auf Grundsätze, wie z.B. der Vermeidung der Einheitszersplitterung hin. Ferner schenken die Autoren Aspekten wie Personalplanung, Reservenbildung oder spezieller Einsatzteams Aufmerksamkeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Einsatz von Geräten und Löschmitteln ist Thema von Kapitel 5. Dabei erläutern die Autoren mit Hilfe von Beispielen ebenso Sachverhalte wie Wasserförderung, Bereitstellung von Redundanzen und Pendelverkehr. Das Rückgrat eines Verbandes ist die Versorgung und die Logistik, weshalb die Autoren diesen Aspekt mit kleinen praktischen und planerischen Hinweisen darstellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Hinweise zum Verhalten bei Einsatzende oder bei der Aufgabe einer Stellung gibt Kapitel 6.  Hinweise und Grundlagen für die Aus- und Fortbildung aller Mannschafts- und Führungsebenen eines taktischen Verbandes finden sich in Kapitel 7.</p>
<p style="text-align: justify;">Das letzte Kapitel stellt in übersichtlicher Form Hinweise und Anmerkungen zum Kfz-Marsch, Kennzeichnungen und Zeichen, medizinischen Aspekten und persönlicher Ausrüstung dar. Mit dem Vorschlag einer Mustergliederung für taktische Verbände runden die Autoren ihre Bemerkungen ab. Zusätzlich setzen sich die Autoren erneut mit dem Streitpunkt Funkrufnamen auseinander. Die Einbindung und die Fähigkeiten der Bundeswehr kommen dabei auch zur Sprache. Das Kapitel beinhaltet ferner viele hilfreiche Checklisten.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Autoren stellen ein vielfältiges Themengebiet dar und machen in diesem Kontext auf weiterführende und ergänzende Literatur aus der gleichen Buchreihe aufmerksam, denn „Führung in Goßschadenslagen“ baut auf vorhandenem Wissen auf bzw. setzt dieses voraus. Das Buch ist also nicht als Einzelpublikation zu rezipieren. Gleichwohl bietet das Buch eine Fülle von Informationen über die Aspekte Planung, Führung und Organisation taktischer Verbände.</p>
<p style="text-align: justify;">Zugleich liest sich das Buch stellenweise wie eine Anklage gegen die Situation des deutschen Feuerwehrwesens und seiner Regelungen. So kritisieren die Autoren mangelhafte oder nicht existierende bzw. fragmentierte und inkompatible Vorschriften und Vorgaben in den Bundesländern, nicht minder machen sie aber Vorschläge für einheitliche Regelungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein besonderer Kritikpunkt der Autoren ist dabei das Aufblähen der FwDV3 zu einer „eierlegenden Wollmilchsau“, die z.B. Regelungen rund um Führung von Verbänden nicht beinhaltet, und dies in der Folge zu unterschiedlichen Auslegungen in den Ländern führte und führt. Dies geht soweit, dass die Verbandsführerausbildung das Thema taktische Verbände nicht aufgreift, weil den Ländern schlicht das Bewusstsein hierfür fehlt. Am Beispiel des ursprünglich einheitlich geplanten Funkrufnamenkonzepts zeigen die Autoren außerdem den mangelnden Willen der Länder zur Zusammenarbeit. In welchem Maß der Vorschlag der Autoren zur Neudefinition der Funkrufnamen auf Resonanz stößt, bleibt abzuwarten.</p>
<p style="text-align: justify;">Sodann kritisieren die Autoren die Feuerwehren selbst, insbesondere die freiwilligen Feuerwehren. Ihnen werfen die Autoren vor, nicht nur ein fehlendes Bewusstsein für überörtliche Einsätze zu haben, sondern auch keine geeignete Personalplanung und -entwicklung im Führungszirkel durchzuführen. Denn gerade bei der freiwilligen Feuerwehr mangelt es oft an geeignetem Führungspersonal und dies, obwohl die Freiwilligen Feuerwehren in der Mehrheit taktische Verbänden zu stellen haben. Für das Führen taktischer Verbände ist geeignetes Führungspersonal notwendig.</p>
<p style="text-align: justify;">Freimütig blicken die Autoren deshalb zu Organisationen, die nicht in kommunaler Borniertheit gefangen sind. Gerade die Vorschriften der Bundeswehr zur Führung von Verbänden beurteilen die Autoren immer wieder zu Recht als Vorbild. Bundeswehr und Polizei sind qua ihrer Aufgaben per se zum Denken in großen Dimensionen angehalten. Vor diesem Hintergrund ziehen die Autoren auch immer wieder den Luftschutz-Hilfsdienst (LSHD) als Vorbild heran. Nach dem Lesen des Buchs, versteht der Leser die Vorbildfunktion des Militärs, da es hier viele Parallelen gibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Sehr gut dargestellt sind die Fähigkeiten, die eine Führungsfunktion besitzen sollte. Führen heißt nämlich nicht nur befehlen und planen, sondern hat auch eine menschliche Seite. Dies lässt sich in dem Satz zusammenfassen, dass sich ein Führer um seine Mannschaft kümmert. Dazu stellen die Autoren die Bedürfnisse des gemeinen Verbandsangehörigen ausführlich dar. Diese Anforderungen lassen die Kritik an der Verbandsführerausbildung, aber auch der geeigneten Personalwahl in einem ganz anderen Licht erscheinen.</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Aspekte, wie das Schaffen von Redundanzen und eine funktionierende Logistik sind ebenfalls wichtige Bausteine für das Funktionieren eines taktischen Verbandes. Ohne Nachschub gibt es keinen Verband. Daraus lässt sich ableiten, dass sich ein taktischer Verband ad hoc nicht zusammenstellen lässt. Ein taktischer Verband erfordert eine detaillierte Planung, die auch die „kleinen Geschäfte“ einkalkuliert.</p>
<p style="text-align: justify;">Abschließend zeichnet sich das Buch durch viele anschauliche Infografiken und ausführliche Fußnoten aus, die der Leser gerade nicht auslassen sollte. Ferner ist das Buch in einem rezipientenfreundlichen Stil verfasst, der allein durch seine Sprachwahl die Praxisnähe des Buchs unterstreicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf formaler Ebene fällt auf, dass Literatur zitiert, aber nicht in der Literaturliste aufgeführt wird. Die Autoren zitieren im Übrigen nach der angelsächsischen Zitation, dies erfordert jedoch auch die entsprechende Formatierung der Literaturliste. Die Beschreibung der für einen taktischen Verband benötigten Fahrzeuge wirkt stellenweise wie eine stichpunktartige Aufzählung. Hier könnten die Autoren ein paar Seiten mehr investieren und sich nicht mit Literaturverweisen zu anderen Publikationen begnügen. Die reiche Bebilderung lockert den Inhalt zwar auf, jedoch wirkt das ein oder andere Foto zu viel. Last but not least erklären die Autoren in einem Kapitel das SET als Spezialeinheit. Weshalb sich in diesem Kontext kein Hinweis auf das Buch „Atemschutz-Notfall-Management“ aus der gleichen Buchreihe findet, ist etwas rätselhaft. Vielleicht lassen sich diese Anregungen in einer Folgeauflage korrigieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Führen von Verbänden ist anspruchsvoll, aber die Autoren geben mit ihrem Buch wertvolle Anmerkungen, die den Planungsprozess und den Einsatz mit Hilfe von zahlreichen Vorschlägen vereinfachen können. Vor dem Hintergrund einer gewissen Planlosigkeit der Verantwortlichen in den Ländern, geben die Autoren eine Organisationsstruktur vor, die es lokalen Verantwortlichen z.B. auf Landkreisebene ermöglicht, Verbände aufzustellen. Die Stärke des Buches liegt zusätzlich in der Tiefe des Themas. Die Autoren betrachten nicht nur die Makro- und Mesoebene eines Verbandes, sondern stellen auch die Mikroebene – den Feuerwehrmann selbst &#8211; in den Mittelpunkt. (Autor der Rezension: Stefan Cimander, www.fwnetz.de)</p>
<p style="text-align: justify;">Cimolino, Ulrich; Andreas Bräutigam; Holger de Vries:  <em>Führung in Großschadenslagen: taktische Verbände im Einsatz</em>.  Reihe ecomed Sicherheit: Einsatzpraxis. Hrsg. v. Ulrich Cimolino. Heidelberg et al.: Ecomed 2010. ISBN 978-3-609-77485-5, Preis 44,95 Euro.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Links</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.ecomed-sicherheit.de/" target="_blank">Verlag Ecomed</a></li>
<li><a href="http://www.ecomed-sicherheit.de/es/detail/isbn/978-3-609-77485/order_nr/60977485/suAuthor/Ulrich%20Cimolino/impression/193483/titel/F%C3%BChrung+in+Gro%C3%9Fschadenslagen" target="_blank">Produktseite des Buchs</a></li>
<li><a href="http://www.hjr-verlag.de/hjr/presseinformation/count/24068" target="_blank">Presseseite zum Buch</a></li>
</ul>
<h3>Auswahl an Rezensionen im  FWNetz/Feuerwehr Weblog</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.fwnetz.de/2011/06/01/rezension-atemschutztraining-realitatsnah-und-sicher/">Rezension: &#8220;Atemschutztraining &#8211; Realitätsnah und sicher&#8221;</a></li>
<li><a rel="bookmark" href="../2011/04/11/rezension-einsatzstress-so-helfen-sie-sich-und-anderen/">Rezension: &#8220;Einsatzstress? So helfen Sie sich und  anderen!&#8221;</a></li>
<li><a href="../2011/03/24/rezension-einsatze-im-bereich-von-bahnanlagen/">Rezension: &#8220;Einsätze im Bereich von Bahnanlagen&#8221;</a></li>
<li><a href="../2011/04/11/2010/09/03/rezension-atemschutz-notfallmanagement/">Rezension: &#8220;Atemschutz-Notfallmanagement&#8221;</a></li>
<li><a href="../2011/04/11/2010/05/06/schwarzfall-was-ist-die-zivilisation-ohne-strom/">&#8220;Schwarzfall&#8221;   – Was ist die Zivilisation ohne Strom</a></li>
<li><a href="../2011/04/11/2009/07/26/rezension-k-fischer-loschgruppenfahrzeuge-lf-16/">Rezension:   K. Fischer &#8220;Löschgruppenfahrzeuge LF 16&#8243;</a></li>
<li><a href="../2011/04/11/2008/01/27/an-die-schlauche-fertig-los/">&#8220;An   die Schläuche fertig los!&#8221;</a></li>
<li><a title="Permanent Link: Von Ameisen und Vulkanen" rel="bookmark" href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/02/09/von-ameisen-und-vulkanen/">Von    Ameisen und Vulkanen</a></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.fwnetz.de%2F2011%2F07%2F01%2Frezension-fuhrung-in-grosschadenslagen%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
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		<title>Im Innenangriff fast gestorben: Lektüre</title>
		<link>http://www.fwnetz.de/2011/06/29/im-innenangriff-fast-gestorben-lekture/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 09:54:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Irakli West</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildung, Taktik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Brand]]></category>
		<category><![CDATA[Durchbruch]]></category>
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		<category><![CDATA[Floor Collapse]]></category>
		<category><![CDATA[Keller]]></category>
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		<category><![CDATA[Rettung]]></category>

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		<description><![CDATA[(iw) Nehmt Euch mal ein Bisschen Zeit und lest Euch &#8220;Floor Collapse: A Survivor&#8217;s story&#8221; auf Fire Engineering durch. Darin beschreibt Captain Long, wie er durch einen kollabierenden Boden in den brennenden Keller fiel, und denkbar knapp gerettet wurde.
Interessant an diesem Bericht ist die ungeschminkte &#8220;Ich-Sicht&#8221;. Es gibt auch viele objektive Beobachtungen und Analysen, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(iw) Nehmt Euch mal ein Bisschen Zeit und lest Euch &#8220;<a href="http://www.fireengineering.com/index/articles/display.articles.fire-engineering.survival-zone.2011.06.floor-collapse-a-survivors-story.html">Floor Collapse: A Survivor&#8217;s story</a>&#8221; auf Fire Engineering durch. Darin beschreibt Captain Long, wie er durch einen kollabierenden Boden in den brennenden Keller fiel, und denkbar knapp gerettet wurde.</p>
<p>Interessant an diesem Bericht ist die ungeschminkte &#8220;Ich-Sicht&#8221;. Es gibt auch viele objektive Beobachtungen und Analysen, aber faszinierend ist das Fazit, das Captain Long zieht, am Ende des Artikels &#8211; insbesondere die Verarbeitung des traumatischen Erlebnisses.</p>
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		<item>
		<title>Im Magazin: Die Firefighters vom Flugplatz Ramstein</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 18:06:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Laier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung, Taktik]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[AF]]></category>
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		<description><![CDATA[Ramstein (rp), (hl). Den ersten von einem zweiteiligen Beitrag über die Feuerwehr vom Flugplatz Ramstein habe ich gerade online gestellt. Nach mehreren Mails und einem Vorgespräch besuchte ich am 11. April die us-amerikanische Air Base. Neben einem fantastischen Wetter waren meine Gastgeber gut gelaunt, erklärten viel und beantworteten meine Fragen.

Highlight war die Ausfahrt mit den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Ramstein (rp), (hl). <a href="http://www.fwnetz.de/?p=29443" >Den ersten von einem zweiteiligen Beitrag über die Feuerwehr vom Flugplatz Ramstein habe ich gerade online gestellt.</a> Nach mehreren Mails und einem Vorgespräch besuchte ich am 11. April die us-amerikanische Air Base. Neben einem fantastischen Wetter waren meine Gastgeber gut gelaunt, erklärten viel und beantworteten meine Fragen.</p>
<div id="attachment_29457" class="wp-caption alignleft" style="width: 400px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000902.jpg"><img src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000902-1024x682.jpg" alt="Flugfeldlöschfahrzeug" title="Flugfeldlöschfahrzeug" width="390" height="260" class="size-large wp-image-29457" /></a><p class="wp-caption-text">Flugfeldlöschfahrzeug</p></div>
<p><span id="more-29448"></span></p>
<p align="justify">Highlight war die Ausfahrt mit den Feuerwehrfahrzeugen zu einer Lockheed C-5, einem Großraumtransportflugzeug, besser bekannt als Galaxy. Wie bei einem Realfall positionierten sich die Fahrzeuge an vier Punkten um die Maschine. Meine Gastgeber erklärten mir anschließend in dem Flugzeug die Rettungswege und Vorgehensweise bei der Menschenrettung sowie der Brandbekämpfung.</p>
<p align="justify">An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an alle Beteiligten. Es war für mich ein Höhepunkt in meiner bisherigen Zeit für das FWnetz. Vielleicht werde ich auch in Zukunft mal wieder über die Firefighters berichten, falls Interesse bestehen sollte und mir die Möglichkeit dazu eingeräumt wird.</p>
<p align="justify"><strong><a href="http://www.fwnetz.de/2011/06/20/die-firefighters-vom-flugplatz-ramstein-teil-2/" >Der zweite Teil</a> <del datetime="2011-06-20T05:24:44+00:00">erscheint am Montag, 20. Juni, gegen 7 Uhr.</del></strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Berliner Task Force: Vier ist besser als zwei</title>
		<link>http://www.fwnetz.de/2011/06/10/berliner-task-force-vier-ist-besser-als-zwei/</link>
		<comments>http://www.fwnetz.de/2011/06/10/berliner-task-force-vier-ist-besser-als-zwei/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 07:03:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Cimander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildung und Taktik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung, Taktik]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Interschutz 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Atemschutznotfall-Management der Berliner Feuerwehr
(sc). Seit 2004 bildet die Berliner Feuerwehr ihre Angehörigen in einem einheitlichen Atemschutznotfalltraining aus. Seit 2009 ergänzt die Atemschutznotfall-Trainierten-Staffel (ANTS) dieses Notfallkonzept. Das Atemschutznotfall-Management basiert nun auf dem Atemschutznotfall-Training (ANT) und der Atemschutznotfall-Trainierten-Staffel (ANTS). 
Konzeptionelle Erkenntnisse
Ursprung des Notfallmanagements ist eine selbstkritische Einschätzung der Fähigkeiten der Feuerwehrangehörigen, ausgelöst u.a. durch einen Atemschutzunfall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3 style="text-align: center;">Das Atemschutznotfall-Management der Berliner Feuerwehr</h3>
<div id="attachment_28466" class="wp-caption alignleft" style="width: 400px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9355b.jpg"><img class="size-full wp-image-28466 " title="IMGP9355b" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9355b.jpg" alt="ANTS Berlin" width="390" height="219" /></a><p class="wp-caption-text">Atemschutznotfall: Einsatz für die ANTS</p></div>
<p style="text-align: justify;">(sc). Seit 2004 bildet die Berliner Feuerwehr ihre Angehörigen in einem einheitlichen Atemschutznotfalltraining aus. Seit 2009 ergänzt die Atemschutznotfall-Trainierten-Staffel (ANTS) dieses Notfallkonzept. Das Atemschutznotfall-Management basiert nun auf dem Atemschutznotfall-Training (ANT) und der Atemschutznotfall-Trainierten-Staffel (ANTS). <span id="more-26407"></span></p>
<h2>Konzeptionelle Erkenntnisse</h2>
<p style="text-align: justify;">Ursprung des Notfallmanagements ist eine selbstkritische Einschätzung der Fähigkeiten der Feuerwehrangehörigen, ausgelöst u.a. durch einen Atemschutzunfall im April 2004.<a name="sdfootnote1anc" href="#sdfootnote1sym"><sup>1</sup></a> Die Berliner Feuerwehr führte deshalb ab 2004 ein einheitliches Atemschutznotfalltraining ein. Nachdem die ersten Angehörigen das Training durchlaufen hatten, gewann die Berliner Feuerwehr in einer Auswertung wichtige Erkenntnisse über die physische Anstrengung, die Rettungsmethode und den Zeitfaktor.<a name="sdfootnote2anc" href="#sdfootnote2sym"><sup>2</sup></a> Danach ist die Crash-Rettung nicht immer Mittel der Wahl. Zusätzlich evaluierte die Berliner Feuerwehr 2008 mit zehn Einsatzübungen in der Direktion Süd den Kenntnisstand im Atemschutznotfall-Management. Dabei offenbarten sich verschiedene Probleme. Die festgestellten Schwierigkeiten bezogen sich auf fast alle Aspekte des Notfallmanagements, angefangen von Faktoren wie Ausrüstung, Ausbildung, Kommunikation, Größe des Trupps, zeitlichen Zwängen bis hin zur notwendigen Flexibilität eines Atemschutztrupps.<a name="sdfootnote3anc" href="#sdfootnote3sym"><sup>3</sup></a></p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_28464" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9339b.jpg"><img class="size-full wp-image-28464 " title="IMGP9339b" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9339b.jpg" alt="ANTS Berlin" width="500" height="281" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Die vier Funktionen im ANTS-Trupp. Bild: Ehresmann/wiesbaden112.de</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Diese Beobachtungen führten zur Modifizierung der Atemschutznotfallausbildung durch den Fachbereich Einsatzorganisation. Als Ergebnis basiert das Atemschutznotfallkonzept nun auf einer Kombination aus im Atemschutznotfalltraining (ANT) ausgebildeten Standardsicherheitstrupp und der Atemschutznotfall-Trainierten-Staffel (ANTS). Die ANTS entspricht etwa dem aus der amerikanischen Literatur bekannten Rapid Intervention Team (RIT).<a name="sdfootnote4anc" href="#sdfootnote4sym"><sup>4</sup></a></p>
<h3>Das Konzept in der Praxis</h3>
<p style="text-align: justify;">Das ANT zeichnet sich durch das standardisierte Vorgehen des Sicherheitstrupps aus. Jedes im Brandeinsatz eingesetzte Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug (LHF)<a name="sdfootnote5anc" href="#sdfootnote5sym"><sup>5</sup></a> stellt den Sicherheitstrupp gemäß der Feuerwehr-Dienstvorschrift (FwDV) 7.<a name="sdfootnote6anc" href="#sdfootnote6sym"><sup>6</sup></a> Zu den Aufgaben des Sicherheitstrupps gehört die  Erkundung der Lage, das Suchen des verunglückten Trupps und erste Hilfsmaßnahmen. Vor allem soll der Sicherheitstrupp die Atemluftversorgung sicherstellen, um so das Zeitfenster des oder der Verunfallten zu erweitern. Ist eine Rettung durch den Sicherheitstrupp möglich, kann dieser die Rettung sofort und selbständig ausführen.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_28465" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9340b.jpg"><img class="size-full wp-image-28465 " title="IMGP9340b" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9340b.jpg" alt="ANTS Berlin" width="500" height="281" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Sicherungstrupp nach FwDV 7 mit RIT-Bag und Schleifkorbtrage. Bild: Ehresmann/wiesbaden112.de</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Aufgabe der ANTS ist es nicht den Sicherheitstrupp zu ersetzen, sondern diesen zu unterstützen. Die ANTS stellt eine „Zeitreserve in kritischen Situation“<a name="sdfootnote7anc" href="#sdfootnote7sym"><sup>7</sup></a> dar und entlastet damit den Sicherheitstrupp psychisch: <span style="color: #000000;">Der Sicherheitstrupp agiert im Wissen der anrückenden Verstärkung.</span><span style="color: #000000;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;">Der ANTS-Trupp besteht aus vier Atemschutzgeräteträgern und kann mehrere Verletzte retten und mit Atemluft versorgen. Ein einzelner Sicherheitstrupp kann diese Aufgaben aus organisatorisch-taktischen Gründen nicht durchführen. Ziel der ANTS ist es also die Wahrscheinlichkeit der erfolgreichen Bewältigung eines Atemschutznotfalls zu erhöhen.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_28467" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9361b.jpg"><img class="size-full wp-image-28467 " title="IMGP9361b" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9361b.jpg" alt="ANTS Berlin" width="500" height="281" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Die ANTS geht mit der WBK an der Schlauchleitung vor. Bild: Ehresmann/wiesbaden112.de</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Trifft die ANTS im Objekt auf den verunfallten Trupp, übergibt der Standardsicherheitstrupp den verunglückten Atemschutztrupp und zieht sich zurück. Eine Unterstützung der ANTS durch den Sicherheitstrupp ist nicht vorgesehen. Die ANTS ist darauf trainiert, im 4-Mann-Trupp zu arbeiten. Die Unterstützung durch den Standardsicherheitstrupp wäre kontraproduktiv, da ein zusätzlicher und nicht trainierter Koordinierungsaufwand entsteht. Der Funkverkehr von ANTS und der Staffel, deren Trupp sich in einer Notlage befindet, laufen über den gleichen Funkkanal.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_28468" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9371b.jpg"><img class="size-full wp-image-28468 " title="IMGP9371b" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9371b.jpg" alt="ANTS Berlin" width="500" height="334" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Vorbereitung des verunfallten Feuerwehrmanns für den Transport. Dazu legte die ANTS dem verunglückten Atemschutzgeräteträger das RespiHood an. Die MSA RespiHood ist eine Rettungshaube mit konstantem Luftstrom. Bild: Ehresmann/wiesbaden112.de</dd>
</dl>
</div>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_28469" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9375b.jpg"><img class="size-full wp-image-28469 " title="IMGP9375b" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9375b.jpg" alt="ANTS Berlin" width="500" height="335" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Die ANTS mobilisiert den verunfallten Feuerwehrmann mit einem Kopffixierset und zurrt ihn auf dem Spineboard fest. Bild: Ehresmann/wiesbaden112.de</dd>
</dl>
</div>
<h3>Alarmierung der ANTS</h3>
<p style="text-align: justify;">Die ANTS kommt dann zum Einsatz, wenn sich ein Atemschutzunfall ereignet hat. Der zuständige Einsatzleiter muss den Atemschutzunfall unverzüglich der Leitstelle anzeigen, da eine Lagenänderung nach FwDV 100<a name="sdfootnote8anc" href="#sdfootnote8sym"><sup>8</sup></a> eingetreten ist. Die Leitstelle alarmiert nun gemäß der Standard-Einsatz-Regel (SER) „Eigenrettung“ mit dem Einsatzstichwort „Eigenrettung“ die ANTS als Sonderfahrzeug (LHF-ANTS), eine DLK, einen RTW und ein NEF. Ein C-Dienst<a name="sdfootnote9anc" href="#sdfootnote9sym"><sup>9</sup></a> unterstützt die ANTS-Staffel zusätzlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Der mitalarmierte C-Dienst leitet den Einsatzabschnitt „Eigenrettung“. Er koordiniert die ihm unterstellten Kräfte, und weitere Atemschutzreserven, Rettungsdiensteinheiten oder das Einsatznachsorgeteam. Er kann ferner weiteres, an der Unfallstelle benötigtes Material nachfordern. Der C-Dienst ANTS entlastet den Einsatzleiter durch seine Tätigkeit als Abschnittsleiter. Er löst den Einsatzleiter also nicht ab, ist jedoch mit seinem Abschnitt dem Einsatzleiter unterstellt. Hiermit ist auch ein reibungsloser Informationsfluss gewährleistet. Um die Aufgabe als C-Dienst ANTS wahrnehmen zu können, müssen sich die Führungsdienste in regelmäßigen Abständen im Bereich Atemschutznotfallmanagement fortbilden, sodass jeder C-Dienst den Einsatzabschnitt leiten kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Welche konkreten Maßnahmen die ANTS ergreift und welche Ausrüstung die Feuerwehrmänner vornehmen, entscheidet aber der Staffelführer ANTS auf Grundlage der Situation und der vorhandenen Informationen. Dazu sind die Führungskräfte vor Ort verpflichtet, den Staffelführer ANTS umfassend einzuweisen. Der C-Dienst ist damit eine übergeordnete organisatorische Ebene, der den Staffelführer entlasten muss.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Einsatzleiter kann die ANTS natürlich auch präventiv (Stichwort „ANTS präventiv“) anfordern, wenn eine entsprechend unsichere Lage gegeben ist. Die Einsatzleiter bekommen hierzu in den Fortbildungsveranstaltungen für die C-/B-/A-Dienste mögliche Einsatzlagen dargestellt, die eine präventive Alarmierung der ANTS rechtfertigen. Mögliche Lagen sind z.B. komplexe unübersichtliche Objekte, große Eindringtiefen oder Vorgehen mehrerer PA-Trupps. Bei einer präventiven Alarmierung fährt nur das LHF-ANTS und ein RTW die Einsatzstelle an. Der Staffelführer ANTS ist dann automatisch Abschnittsleiter. Ein zusätzlicher C-Dienst ist in diesem Fall nicht Teil der Alarmierung.</p>
<h2>Zwei-Mann-Trupp: Das Atemschutz-Notfall-Training</h2>
<p style="text-align: justify;">In einem dreitägigen Lehrgang bekommen die Angehörigen der Berliner Feuerwehr die Grundlagen des Atemschutz-Notfall-Trainings (ANT) vermittelt. Danach erfolgt eine jährliche Fortbildung. Jeder der drei Berliner Direktionsbereiche führt diesen Lehrgang an einem eigenen, speziell ausgerüsteten Ausbildungsstützpunkt durch.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Inhalt des Trainings zeichnet sich durch eine starke Praxisorientierung aus. Deshalb beginnt der Lehrgang mit einer Einsatzübung. Diese dient der Abfrage des Wissensstandes, und damit der gruppenindividuellen Anpassung des Lehrgangsverlaufs. Die auf Video aufgezeichnete Übung dient im späteren Verlauf dem Erkennen von Handlungsstrategien.<a name="sdfootnote10anc" href="#sdfootnote10sym"><sup>10</sup></a> Der theoretische Teil beinhaltet u.a. eine Diskussion über den Stampe-Unfall<a name="sdfootnote11anc" href="#sdfootnote11sym"><sup>11</sup></a>, die FwDV 7, Gerätetechnik und Schutzkleidung.</p>
<p style="text-align: justify;">In Anlehnung an die Taktik der Feuerwehren Düsseldorf<a name="sdfootnote12anc" href="#sdfootnote12sym"><sup>12</sup></a> und Köln vermitteln die Ausbilder eine einheitliche Vorgehensweise. Dazu gehören die Unterweisung und praktische Anwendung von Suchmethoden und Orientieren, sowie die Vermittlung von Methoden zur Crash-Rettung.</p>
<p style="text-align: justify;">Problematisch gestaltete sich für die Berliner Feuerwehr zunächst die Organisation der Ausbildung von etwa 4.500 Atemschutzgeräteträgern. Sowohl eine zentrale Ausbildung, wie auch die Vermittlung durch Multiplikatoren kamen für die Serviceeinheit Aus- und Fortbildung nicht in Frage. Die zentrale Ausbildung wäre aufgrund der Masse an Atemschutzgeräteträgern aus organisatorischen Gründen nicht zu bewältigen, während die Wissensvermittlung über Multiplikatoren zu einem inhomogenen Kenntnis- und Ausbildungsstand aller Atemschutzgeräteträgern führen könnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Um die Lehrgangsgruppen klein zu halten und ein kontinuierliches Training zu gewährleisten, ist ein großer Bedarf an Ausbildern nötig. Diese Aufgabe nehmen hauptsächlich Angehörige des gehobenen Dienstes war. Gleichzeitig fließt das Thema ANT damit auch in den täglichen Wachunterricht ein. Die Freiwilligen Feuerwehren haben eigene Ausbilder, erhalten aber die gleiche Ausbildung.</p>
<p style="text-align: justify;">Damit das Training möglichst realistisch ist und gleichzeitig die Einsatzkleidung nicht überstrapaziert wird, sind alle drei Ausbildungsstützpunkte mit ausgesonderter Kleidung, alten Atemschutzmasken, einem Notfallset (RIT-Bag) und Atemschutzgeräten ausgestattet. Die Übungsräume sind realistisch mit Möbeln bestückt. Weil die Ausbildung physisch an den Atemschutzgeräteträgern zehrt, steht für jede Übung ein RTW, ein AED und Getränke bereit.</p>
<p style="text-align: justify;">Damit trotz Dezentralität die Ausbildung nicht auseinander läuft, stellt eine Qualitätssicherung die Einhaltung der Ausbildungsvorgaben sicher. Dazu treffen sich z.B. die Hauptausbilder in regelmäßigen Abständen zum Erfahrungsaustausch. Dies soll auch sicherstellen, dass neue Erkenntnisse zeitnah in die Ausbildung einfließen.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_28470" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9376b.jpg"><img class="size-full wp-image-28470 " title="IMGP9376b" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9376b.jpg" alt="ANTS Berlin" width="500" height="281" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Der verunfallte Feuerwehrmann mit RespiHood. Bild: Ehresmann/wiesbaden112.de</dd>
</dl>
</div>
<h2>Vier-Mann-Trupp: Die Atemschutz-Notfall-Trainierte-Staffel</h2>
<p style="text-align: justify;">Zur Zeit stellt nur die Wache 5100 Neukölln<a name="sdfootnote13anc" href="#sdfootnote13sym"><sup>13</sup></a> eine ANTS. Weitere ANTS sollen bis Jahresende 2011 auf den Wachen 1300 Prenzlauer Berg und 2500 Wedding in Betrieb gehen. In Neukölln lief seit 2009 der Probebetrieb.<a name="sdfootnote14anc" href="#sdfootnote14sym"><sup>14</sup></a><span style="color: #0000ff;"> </span>Die Einrichtung der ersten ANTS auf der Wache Neukölln geschah aus der Eigeninitiative der Wachmitglieder heraus. Die Mitglieder der Wache verfügen ferner über umfangreiches Atemschutzwissen. Dieses Wissen resultiert einerseits aus dem hohen Einsatzaufkommen im Bereich Brandbekämpfung und andererseits aus der Sonderaufgabe Langzeitatemschutz. Der Einsatz unter Atemschutz gehört damit zum Tagesgeschäft der Wachangehörigen. Darüber hinaus sind einige der Neuköllner Wachangehörigen im regulären ANT als Ausbilder tätig. Aus diesen Faktoren heraus entwickelte sich ab 2007 die Idee einer konzeptionellen Erweiterung des ANT zur ANTS.</p>
<p style="text-align: justify;">Umfang, Dauer und Konzept der Ausbildung und des Trainings der Wachangehörigen legt der jeweilige Wachleiter fest. Die Berliner Feuerwehr macht bewusst keine Vorgaben, um die Motivation der Mitarbeiter dadurch zu steigern: Die Feuerwehrleute wissen wofür sie trainieren, und dass sie selbst ein zu rettendes Opfer sein können. Auf der Feuerwache Neukölln trainiert z.B. jede Wachabteilung mindestens ein Mal wöchentlich für etwa zwei bis drei Stunden. Bevorzugt finden die Übungen in verschiedenen Räumen auf der Wache statt. Die Übungen können aber auch z.B. in den Ausbildungsräumen für das ANT stattfinden. Zusätzlich ist das Atemschutznotfallmanagement Teil des täglichen Wachunterrichts.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_28471" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9386b.jpg"><img class="size-full wp-image-28471 " title="IMGP9386b" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9386b.jpg" alt="ANTS Berlin" width="500" height="281" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Transport des verunfallten Feuerwehrmanns. Bild: Ehresmann/wiesbaden112.de</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Die Wachangehörigen erhalten erweiterte Schulungen, z.B. für die Wärmebildkamera. Nach der alten Fahrzeugkonzeption führte ein LHF keine Wärmebildkamera mit. Ein ELW-C brachte sie auf Anforderung an die Einsatzstelle. Mit der neuen LHF-Generation sind Wärmebildkameras fester Bestandteil der Fahrzeugausstattung und Teil der Feuerwehrgrundausbildung.</p>
<p style="text-align: justify;">Die ANTS-Standorte verfügen nach der Planung über je zwei LHF, die identisch ausgestattet sein sollen und als Redundanz dienen. Das bedeutet, dass die Berliner Feuerwehr in Zukunft auf sechs mit festem Personal besetzte LHF-ANTS zurückgreifen kann. Kommt es in der Zwischenzeit zu einem Fahrzeugausfall, kann kein anderes LHF der neuen Generation als vollwertiger Ersatz dienen, denn eine schnelle Umrüstung ist wegen der baulichen Anpassungen für die 2-Flaschengeräte nicht möglich. Normale LHF führen grundsätzlich nur zwei dieser Geräte mit. Da sich jedoch zwei PA 60 auf jeder DLK befinden, ist ein ad hoc Einsatz vor Ort dennoch möglich. Die restliche Ausrüstung kann dagegen problemlos auf ein LHF der neuen Generation verlagert werden.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_28472" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9379b.jpg"><img class="size-full wp-image-28472 " title="IMGP9379b" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMGP9379b.jpg" alt="ANTS Berlin" width="500" height="281" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Vorbereitungen für den Transport. Bild: Ehresmann/wiesbaden112.de</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Neben der Wache Neukölln sollen die Wachen Wedding und Prenzlauer Berg eine ANTS stellen. Diese Wachen erfüllen die definierten Voraussetzungen, wie die feste Besetzung von zwei LHF, die Sonderaufgabe „Langzeitatemschutz“<a name="sdfootnote15anc" href="#sdfootnote15sym"><sup>15</sup></a> und die Nähe zum Zentrum der Stadt. Gerade durch die Aufgabe Langzeitatemschutz besteht auf diesen Wachen neben dem erhöhten Trainingsbedarf auch das entsprechende Wissen und Erfahrung hinsichtlich der neuen Aufgaben. Die Angehörigen der Wache Neukölln begleiten den Aufbau der weiteren ANTS-Standorte aus eigener Bereitschaft heraus.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Fahrzeuge der ANTS verfügen über eine spezielle Ausstattung, die in nachfolgender Tabelle im Vergleich zu einem Standardsicherheitstrupp dargestellt ist:</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="4" width="100%" bordercolor="#000000">
<col width="162*"></col>
<col width="94*"></col>
<tbody>
<tr valign="TOP">
<td width="63%"><strong>ANTS</strong></td>
<td width="37%"><strong>ANT </strong></td>
</tr>
<tr valign="TOP">
<td width="63%">Wärmebildkamera</td>
<td width="37%">-</td>
</tr>
<tr valign="TOP">
<td width="63%">PA 60 (2-Flaschen-Atemschutzgerät)</td>
<td width="37%">PA 30 (1-Flaschen-Atemschutzgerät)</td>
</tr>
<tr valign="TOP">
<td width="63%">Spineboard, 4 Bandschlingen à 1,5m mit je einem 			Schraub-Karabinern, 1 Kopffixier-Set, 4 Fixier-Gurte</td>
<td width="37%">Schleifkorbtrage<a name="sdfootnote16anc" href="#sdfootnote16sym"><sup>16</sup></a></td>
</tr>
<tr valign="TOP">
<td width="63%">RIT-Bag mit einem CFK-Behälter 6,8l mit mind. 300 bar 			Fülldruck, Druckminderer, Mitteldruckleitung mit Zug-Endlastung, 			Y-Stück, 2 Bandschlingen à 1,5m mit 2 Schraubkarabiner, 1 			Notfall-Schneide-Werkzeug S-CUT, 1 Bergetuch mit 2 			Schraub-Karabiner, 1 RespiHood (Rettungshaube), 2 Tür-Keile 			(Fäll-Keile), 2 Bandschlingen flach 1,9m an 			einemTriLock-Karabiner</td>
<td width="37%">Sicherheitstrupp-Tasche</td>
</tr>
<tr valign="TOP">
<td width="63%">DeVries-Set mit HSR, 2 x 30 m D-Schlauch, Übergangsstück C-D, 			Quadrafog 150</td>
<td width="37%">C-Leitung mit HSR</td>
</tr>
<tr valign="TOP">
<td width="63%">AEF-Box</td>
<td width="37%">AEF-Box (Staffel)</td>
</tr>
<tr valign="TOP">
<td width="63%">Rettungshaube</td>
<td width="37%">Vollmaske mit Lungenautomat</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">Speziell hervorzuheben ist das DeVries-Set. Das DeVries-Set beinhaltet einen D-Schlauch, der beim Vorgehen weniger hinderlich ist, als eine C-Leitung. Der D-Schlauch ist nicht Mittel zur unmittelbaren Brandbekämpfung, z.B. bei einer drohenden schnellen Brandausbreitung, da er eine zu geringe Wasserleistung hat. Er ist vielmehr als wassergefüllte Rückwegsicherung zu sehen. Das DeVries-Set soll auch der Ablöschung von Klein- und Entstehungsbränden dienen. Wenn es die Lage erfordert, dann geht die ANTS mit einem C-Rohr, statt mit dem DeVries-Set vor.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die Aufgaben der ANTS besonders wichtig ist die Ausstattung mit 2-Flaschen-Atemschutzgeräten. Damit ist der Atemluftvorrat gegenüber den Standardgeräten verdoppelt und ermöglicht längeres Arbeiten in einem Gebäude. Die Verdoppelung des Atemluftvorrates ist eine wesentliche Anforderung für einen erfolgreichen Rettungseinsatz. Voraussetzung für die Verlastung der vier 2-Flaschengeräte sowie der anderen Rettungsgeräte, war das Vorhandensein eines LHF der neuen Generation<a name="sdfootnote17anc" href="#sdfootnote17sym"><sup>17</sup></a>. Nur hier war genügend Raum im Aufbau für die baulichen Anpassungen für die Atemschutzgeräte. Zwei Regenerationsgeräte sind außerdem im Dachkasten verladen.</p>
<h2>Aufgaben der einzelnen Feuerwehrleute</h2>
<p style="text-align: justify;">Jeder Feuerwehrmann der ANTS-Staffel hat seine fest zugeordnete Aufgabe. Der Staffelführer ist bei präventiver Alarmierung, ein C-Dienst bei einem tatsächlichen Unfall Abschnittsleiter. Der Staffelführer ist unmittelbarer Führer der ANTS. Er geht nicht mit dem Trupp vor. Für die Kommunikation mit der Einheit und der Einsatzleitung verfügt er über zwei Handfunkgeräte. Der Maschinist führt die Atemschutzüberwachung mit der AEF-Box aus. Wenn nötig, setzt er auch den BB-CBC Verteiler zur Sicherstellung der Wasserversorgung. Die ANTS stellt grundsätzlich eine eigene Wasserversorgung über das LHF-ANTS sicher.</p>
<p style="text-align: justify;">Um einen reibungslosen Einsatz zu gewährleisten, hat der 4-Mann-Trupp vier Funktionen, die von 1 bis 4 durchnummeriert sind. Untereinander  kommunizieren die Truppmitglieder nur mit ihrer Funktionsnummer. Dies hat den Grund, dass so eine einfache und klare Aufgabenzuweisung, insbesondere bei Absprachen in verrauchten Bereichen gewährleistet ist. Jeder hat ein digitales Handfunkgerät<a name="sdfootnote18anc" href="#sdfootnote18sym"><sup>18</sup></a> und eine Handlampe dabei. Damit ist sichergestellt, dass verlorene Truppmitglieder kommunizieren und sich orientieren können.</p>
<p style="text-align: justify;">Die mitgeführte Ausrüstung und die Aufgaben im Trupp sind fest vorgegeben:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Der Truppführer 	(Nr.1) trägt eine Feuerwehrleine, eine Feuerwehraxt / Halligan-Tool 	und die Wärmebildkamera. Er führt den Trupp nach Innen und Außen 	und ist für die Einschätzung der Gefahren verantwortlich.</li>
<li style="text-align: justify;">Truppmitglied Nr. 2 	trägt das RIT-Bag. Er ist, zusammen mit Funktion Nr. 3 später für 	den Transport des Verunfallten zuständig.</li>
<li style="text-align: justify;">Truppmitglied Nr. 3 	trägt das Spineboard mit allem Zubehör. Zusammen mit Funktion Nr. 	2 ist er später für den Transport des Verunfallten zuständig</li>
<li style="text-align: justify;">Die Funktion Nr. 4 	ist für den Eigenschutz zuständig. Dazu führt dieser neben einer 	Feuerwehrleine, ein deVries-Set und eine weitere Feuerwehraxt mit.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Neben der Aufgabe als RIT soll die ANTS auch neue taktische Konzepte und neuartige Ausrüstung testen. Dabei geht es zunächst nur um Erprobungen für die ANTS selbst. Die Berliner Feuerwehr schließt jedoch nicht aus, dass diese Erprobungen Auswirkungen auf grundsätzliche Beschaffungen haben können. (Autor: Stefan Cimander, www.fwnetz.de / Fotos: Michael Ehresmann, www.wiesbaden112.de)</p>
<h2 style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Fußnoten<br />
</span></h2>
<div id="sdfootnote1" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote1sym" href="#sdfootnote1anc">1</a>Kircher/Böttcher 	2004.</p>
</div>
<div id="sdfootnote2" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote2sym" href="#sdfootnote2anc">2</a>Höfs/Vollbrecht 	2011, S. 68f.</p>
</div>
<div id="sdfootnote3" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote3sym" href="#sdfootnote3anc">3</a>Vgl. 	in Cimander 2008 die Problemstellungen bei der Rettung von 	Atemschutzgeräteträgern in internationalem Kontext.</p>
</div>
<div id="sdfootnote4" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote4sym" href="#sdfootnote4anc">4</a>Vgl. 	dazu Cimolino et. al 2010, S. 52-60 und<span style="color: #000000;"> Weich/Cimolino 2008.</span></p>
</div>
<div id="sdfootnote5" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote5sym" href="#sdfootnote5anc">5</a>Ein 	Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug (LHF) entspricht weitgehend einem 	(H)LF. In Berlin sind die LHF standardmäßig mit einer Staffel 	(1/5) besetzt. Nach dem neuen Einsatzkonzeption stellt das LHF den 	Standardsicherheitstrupp, den zuvor die Besatzung der DLA (K) 	stellte.</p>
</div>
<div id="sdfootnote6" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote6sym" href="#sdfootnote6anc">6</a>FwDV 	7, Abschnitt 7.2, Punkt 2</p>
</div>
<div id="sdfootnote7" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote7sym" href="#sdfootnote7anc">7</a>Kleist 	et al. 2009, S. 703.</p>
</div>
<div id="sdfootnote8" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote8sym" href="#sdfootnote8anc">8</a>FwDV 	100, Abschnitt 3.3.1.3.</p>
</div>
<div id="sdfootnote9" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote9sym" href="#sdfootnote9anc">9</a>Ein 	C-Dienst der Berliner Feuerwehr arbeitet im gehobenen 	feuerwehrtechnischen Dienst (B IV), ist mindestens Brandamtmann, war 	mindestens fünf Jahre als Staffelführer tätig und hat eine 	zweiwöchige C-Dienst-Fortbildung besucht.</p>
</div>
<div id="sdfootnote10" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote10sym" href="#sdfootnote10anc">10</a>Vgl. 	dazu die Erklärung dieser Vorgehensweise in Höfs/Vollbrecht 2011.</p>
</div>
<div id="sdfootnote11" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote11sym" href="#sdfootnote11anc">11</a>Feuerwehr 	Köln 1996.</p>
</div>
<div id="sdfootnote12" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote12sym" href="#sdfootnote12anc">12</a>Vgl. 	Nobis /Volkmar 2009.</p>
</div>
<div id="sdfootnote13" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote13sym" href="#sdfootnote13anc">13</a>Die 	personelle Sollstärke der Feuerwache Neukölln beträgt 99 	Mitarbeiter. Die Wache besetzt rund um die Uhr 19 Funktionen. 2009 	wurde die Wache über 16.000 alarmiert, davon fast 3.000 Mal ein LHF 	oder DLK.</p>
</div>
<div id="sdfootnote14" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote14sym" href="#sdfootnote14anc">14</a>Ein 	Probebetrieb ist in Berlin rechtlich zwingend erforderlich, wenn 	neue organisatorische Abläufe eingeführt werden sollen. Es ist ein 	offizieller Verwaltungsakt.</p>
</div>
<div id="sdfootnote15" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote15sym" href="#sdfootnote15anc">15</a>Derzeit 	haben insgesamt vier Wachen die Aufgabe Langzeitatemschutz: 	Neukölln, Wedding und Prenzlauer Berg sowie Tiergarten.</p>
</div>
<div id="sdfootnote16" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote16sym" href="#sdfootnote16anc">16</a>Vgl. 	dazu Höfs/Vollbrecht 2011.</p>
</div>
<div id="sdfootnote17" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote17sym" href="#sdfootnote17anc">17</a>Vgl. 	allgemein zu der neuen LHF-Generation Cimander 2007.</p>
</div>
<div id="sdfootnote18" style="text-align: justify;">
<p><a name="sdfootnote18sym" href="#sdfootnote18anc">18</a>Zur 	Zeit stattet die Berliner Feuerwehr alle Fahrzeuge mit Digitalfunk 	aus. Auch die Handsprechgeräte werden ausgetauscht.</p>
</div>
<h2 style="text-align: justify;">Quellen und Literatur</h2>
<ul>
<li>Informationsflyer ANTS</li>
<li>Cimander, Stefan 	(2007): <em>Hohe Schlagkraft in kompakter Form. Die Berliner Feuerwehr 	stellt eine neue Löschfahrzeug-Generation in Dienst</em>. Veröffentlicht 	auf www.feuerwehr-weblog.de am 9. Dezember 2007. (Zuletzt besucht am 	10.05.2011) [<a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/06/03/hohe-schlagkraft-in-kompakter-form/">Link zum Artikel</a>]</li>
<li>Cimander, Stefan 	(2009): <em>„Man muss über Unfälle reden, um daraus lernen zu 	können“</em>. Veröffentlicht auf www.fwnetz.de am 4. Juni 2009. 	(Zuletzt besucht am 10.05.2011) [<a href="http://www.fwnetz.de/2009/06/04/%E2%80%9Eman-muss-uber-unfalle-reden-um-daraus-lernen-zu-konnen%E2%80%9C/">Link zum Artikel</a>]</li>
<li>Cimolino, Ulrich; 	Dirk Aschenbrenner; Thomas Lembeck; Jan Südmersen (2002): 	<em>Atemschutz: inkl. Forderungen nach FwDV 7: Sicheres und effizientes 	Vorgehen, Suchverfahren, Notfalltraining. inkl. Forderungen nach 	FwDV 7</em>.  Hrsg. v. Ulrich Cimolino. Heidelberg:  Hrsg. v. Ulrich 	Cimolino. Heidelberg</li>
<li>Cimolino, Ulrich; 	Adrian Ridder; Björn Lüssenheide; Christian Reeker, Jan Südmersen 	(2010): <em>Atemschutz-Notfallmanagement: Organisation, Ausbildung und 	Ausrüstung für Sicherheitstrupps und Schnelleinsatzteams</em>. Hrsg. v. 	Ulrich Cimolino. Heidelberg: Verlag Ecomed Sicherheit.</li>
<li>Feuerwehrdienstvorschrift 	FwDV 100: Führung und Leitung im Einsatz</li>
<li>Feuerwehrdienstvorschrift 	FwDV 7: Atemschutz</li>
<li>Feuerwehr Köln 	(1996): <em>Unfallkommission Einsatz Kierberger Straße 15, 06.03.1996, 	13.42 Uhr</em>. <em>Schlußbericht</em>. [<a href="http://www.ff-hechtsheim.de/downloads/Koeln.pdf">Download PDF</a>]</li>
<li>Höfs, Tobias E.; 	Torsten Vollbrecht (2011): <em>Atemschutztraining – realitätsnah und 	sicher</em>. Stuttgart: Kohlhammer. [<a href="http://www.fwnetz.de/2011/06/01/rezension-atemschutztraining-realitatsnah-und-sicher/">Link zur Rezension im FWNetz</a>]</li>
<li>Interview mit Per Kleist, <span style="color: #000000;">Stab 	I A Katastrophenschutz / Störfallprävention der Berliner Feuerwehr</span></li>
<li>Interview mit Wolfgang Joost, 	Wachleiter 5100 Neukölln.</li>
<li>Joost, 	Wolfgang (2010): <em>Ausrüstung, Ausbildung und Einsatz der 	AtemschutzNotfallTrainiertenStaffel</em>. Powerpoint-Präsentation der 	Berliner Feuerwehr, gezeigt auf der Interschutz 2010.</li>
<li>Kleist, Per, Wolfgang Joost, 	Thomas Kirsten, Dirk Prell (2009): <em>Berliner Feuerwehr: Einrichtung 	einer Atemschutz- Notfall-Trainierten Staffel. Mehr Sicherheit im 	Atemschutzeinsatz durch Ergänzung der Sicherheitstrupps</em>. In: 	Brandschutz. Deutsche Feuerwehrzeitung, Nr. 9, S. 698-704.</li>
<li>Kleist, 	Per (2010): <em>Atemschutz-Notfall Trainierte Staffel. 	Konzeptentwicklung und Einsatzorganisation</em>.  Powerpoint-Präsentation 	der Berliner Feuerwehr, gezeigt auf der Interschutz 2010.</li>
<li>Krüger, Wilfried, Thorsten 	Vollbrecht (2006): <em>Rette sich wer kann! Das 	Atemschutznotfalltraining (ANT) der Berliner Feuerwehr</em>. In: 	Brandschutz. Deutsche Feuerwehrzeitung, Nr. 4, S. 247- 252.</li>
<li>Kircher, Frieder; 	Ingo Böttcher (2004):<em> Berlin: Rettungssprung aus 18 Metern Höhe</em>. 	In: Brandschutz. Deutsche Feuerwehrzeitung, Nr. 7, S. 492-502.</li>
<li>Nobis, Jakob; 	Volkmar, Guido (2009): <em>Das neue Sicherheitstruppkonzept der 	Feuerwehr Düsseldorf.</em> In: Brandschutz. Deutsche Feuerwehrzeitung, 	Nr. 10, S. 802-811.</li>
<li>Prell, Dirk; Andreas 	Esche; Wolfgang Joost; Peter Ebadi: <em>LHF 5100 – A.N.T.S. 	Atemschutz-Notfall-Trainierte Staffel. Grundübungen. 	Ausbildungsunterlagen</em>. Version 3.3.0 von 6/2010.</li>
<li>Weich, Andreas; 	Ulrich Cimolino (2008): <em>Schnelleinsatzteam für den 	Atemschutzeinsatz</em>. In: Brandschutz. Deutsche Feuerwehrzeitung, Nr. 	3, S. 173-183.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/Berliner-Task-Force-Vier-ist-besser-als-zwei.pdf">Dieser Text als PDF: Berliner Task Force Vier ist besser als zwei</a> (124 KB)</p>
<p style="text-align: justify;">Der Besuch des FWNetz-Teams auf der Interschutz 2010 wurde ermöglicht   durch die Unterstützung von <a href="http://www.resqtec.eu/" target="_blank">Resqtec.</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2010/06/RESQTEC.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-24968" title="RESQTEC" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2010/06/RESQTEC-300x54.jpg" alt="" width="300" height="54" /></a></p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.fwnetz.de%2F2011%2F06%2F10%2Fberliner-task-force-vier-ist-besser-als-zwei%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>THL VU: Kettenzugmethode (Update)</title>
		<link>http://www.fwnetz.de/2011/06/03/thl-vu-kettenzugmethode/</link>
		<comments>http://www.fwnetz.de/2011/06/03/thl-vu-kettenzugmethode/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 16:18:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Irakli West</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildung, Taktik]]></category>
		<category><![CDATA[Kettenzugmethode]]></category>
		<category><![CDATA[PKW]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[THL]]></category>
		<category><![CDATA[Volvo]]></category>
		<category><![CDATA[VU]]></category>

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		<description><![CDATA[ In der Feuerwehrausbildung wird die Schubladen-Metapher recht gerne verwendet. Wer sie nicht kennt: mein Wissen ist in ganz vielen verschiedenen Schubladen gespeichert, und je mehr (gefüllte) ich davon habe, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich kniffelige Einsätze bewältigen kann. In anderen Worten: es geht auch um Optionen. Nicht alle Optionen sind zwingend sinnvoll, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-29355" title="kettenzug" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/kette-300x225.jpg" alt="" width="388" height="292" /> In der Feuerwehrausbildung wird die Schubladen-Metapher recht gerne verwendet. Wer sie nicht kennt: mein Wissen ist in ganz vielen verschiedenen Schubladen gespeichert, und je mehr (gefüllte) ich davon habe, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich kniffelige Einsätze bewältigen kann. In anderen Worten: es geht auch um Optionen. Nicht alle Optionen sind zwingend sinnvoll, und aus meiner Sicht gibt es nur sehr wenige Dinge, die man pauschal verteufeln sollte.</p>
<p>Mit dieser mehr oder weniger aussagekräftigen Einleitung wollte ich eine Bilderstrecke vom letzten Jahr nachholen, als im Schwedischen Katrineholm ein nietnagelneuer Volvo mit Kettenzug auseinandergenommen wurde. Mir ist völlig klar, dass alleine das Wort &#8220;Kettenzugmethode&#8221; bei einigen eine automatische allergische Reaktion auslösen dürfte. Mein Tipp: erstmal angucken, und zwar live am neuen, sicheren PKW, dann könnten wir gerne diskutieren.</p>
<p>Mit Hinblick auf die Aussage oben: es geht hier nicht um eine allmächtige, alleinige Lösung, sondern um eine Option mehr. Klar, ist sie nicht immer und überall anwendbar. Muss ja nicht sein.</p>
<p>Wer die Methode nicht kennt: von hinten wird eine Kette an beide C- bzw. D-Säulen angebracht (statische Kette). Von vorne geht man dann mit drei verschieden langen Ketten an: die kurze um die Lenksäule, die zweite um die Fahrer-A-Säule und die dritte um die Beifahrer-A-Säule. Man zieht, schaut sich an wo es &#8220;zieht&#8221; und macht einen Entlastungsschnitt. Vorteil: es wird an drei Stellen gleichzeitig gezogen. Nachteil: Komplex, erfordert Platz, Erfahrung, und, und.</p>
<p>Soll sich jeder seine Meinung bilden. Ich finde, eine extra Option ist besser als gar keine. Bilderstrecke hier:</p>
<p><span id="more-29354"></span></p>
<p><iframe align="center" src="http://www.flickr.com/slideShow/index.gne?set_id=72157626751669881" width="500" height="500" frameBorder="0" scrolling="no"></iframe><br /><center><small>Created with <a href="http://www.flickrslideshow.com">flickr slideshow</a> from <a href="http://www.softsea.com">softsea</a>.</small></center></p>
<p><strong>Update:<br />
</strong><br />
Hatte tatsächlich im Handy noch zwei Bilder mitsamt Ketten. Dem Zeitstempel nach liegen zwischen &#8220;Vorher&#8221; und &#8220;Nachher&#8221; <em>viereinhalb Minuten</em>. Klick auf Bild für größere Ansicht. </p>
<div><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/kette1600_0.jpg"><img src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/kette1600_0.jpg" alt="" title="Kettenzug vorher" width="500" height="279" class="alignnone size-full wp-image-29360" /></a>.</div>
<div><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/kette1600_4.jpg"><img src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/kette1600_3.jpg" alt="" title="Kettenzug nachher" width="500" height="375" class="alignnone size-full wp-image-29362" /></a></div>
<p>Am Heck eine Kette, um die D-Säulen gewickelt. Vorne eine Kette mit drei unterschiedlich langen Enden. Anlegen, ca 2 Minuten. Gesamter Zeitansatz von Anfang (= Ankunft, Erkunden) bis zur Befreiung: ca. 10 Minuten. Interessant noch der FA der standardmässig unter Vollschutz / PA den Brandschutz sicherstellt. Gegen Ende hilft er dann bei der Befreiung mit.</p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.fwnetz.de%2F2011%2F06%2F03%2Fthl-vu-kettenzugmethode%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.fwnetz.de/2011/06/03/thl-vu-kettenzugmethode/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Spannung pur: Elektroleitung auf Zaun</title>
		<link>http://www.fwnetz.de/2011/06/02/spannung-pur-elektroleitung-auf-zaun/</link>
		<comments>http://www.fwnetz.de/2011/06/02/spannung-pur-elektroleitung-auf-zaun/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 17:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Irakli West</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildung, Taktik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Elektizität]]></category>
		<category><![CDATA[Hitze]]></category>
		<category><![CDATA[Schloss]]></category>
		<category><![CDATA[Wärmebildkamera]]></category>
		<category><![CDATA[wbk]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.fwnetz.de/?p=29350</guid>
		<description><![CDATA[(iw) Zum Thema &#8220;Erkundung&#8221; und &#8220;Gefahren an der Einsatzstelle&#8221;: Sehr empfehlenswerter Artikel! Feuerwehr rückt an zu &#8220;E-Leitung auf Zaun&#8221;. Mit der Wärmebildkamera sieht man schön, wie ein Kettenschloss auf ca. 150°C erhitzt wird. Der Übergang vom Strom in den Bauzaun ist ganze 200 Meter (!) von dieser Stelle entfernt. Übrigens bei Übungslagen und Planspielen eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(iw) Zum Thema &#8220;Erkundung&#8221; und &#8220;Gefahren an der Einsatzstelle&#8221;: <a href="http://www.vententersearch.com/?p=1408">Sehr empfehlenswerter Artikel</a>! Feuerwehr rückt an zu &#8220;E-Leitung auf Zaun&#8221;. Mit der Wärmebildkamera sieht man schön, wie ein Kettenschloss auf ca. 150°C erhitzt wird. Der Übergang vom Strom in den Bauzaun ist ganze 200 Meter (!) von dieser Stelle entfernt. Übrigens bei Übungslagen und Planspielen eine prima Falle, und für das Reale Einsatzleben eine mehr als geeignete Erinnerung daran, dass Erkundung einfach sauwichtig ist.</p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.fwnetz.de%2F2011%2F06%2F02%2Fspannung-pur-elektroleitung-auf-zaun%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.fwnetz.de/2011/06/02/spannung-pur-elektroleitung-auf-zaun/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
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		<title>Wir rennen dann mal rein</title>
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		<pubDate>Mon, 30 May 2011 16:39:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Irakli West</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung, Taktik]]></category>
		<category><![CDATA[Anspruch]]></category>
		<category><![CDATA[Hero]]></category>
		<category><![CDATA[rennen]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeder darf Ansprüche stellen. Stellt man einen Anspruch, so sollte dieser auch berechtigt sein. Die Berechtigung ergibt sich nicht automatisch durch die Wahrnehmung eines Ehrenamts &#8211; leider ist das so oft der Fall. Das ist meine Freizeit, also kann ich im Gegenzug auch etwas erwarten, Dankbarkeit, zum Beispiel. Anerkennung. Oder sogar den Hero-Status.
Den Hero gibt&#8217;s [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-29316" title="Wo andere rausrennen, da rennen wir rein" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/rennen-300x199.jpg" alt="" width="391" height="259" />Jeder darf Ansprüche stellen. Stellt man einen Anspruch, so sollte dieser auch berechtigt sein. Die Berechtigung ergibt sich nicht automatisch durch die Wahrnehmung eines Ehrenamts &#8211; leider ist das so oft der Fall. Das ist <em>meine Freizeit</em>, also kann ich im Gegenzug auch etwas erwarten, Dankbarkeit, zum Beispiel. Anerkennung. Oder sogar den <em>Hero</em>-Status.<span id="more-29315"></span></p>
<p>Den <em>Hero</em> gibt&#8217;s natürlich &#8211; diese Anerkennung muss man sich erst mal erarbeiten. Ein richtiger Hero ist jemand, der ein freiwilliges soziales Jahr in einem Pflegeheim ableistet. Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr sein, das ist (sorry!) extrem einfach. Natürlich ist Ehrenamt nichts Selbstverständliches. Dennoch.</p>
<p>Die Mitgliedschaft in einer Feuerwehr allein ist nicht ausreichend. Entscheidend ist, wie man es lebt.</p>
<p>Kern des Ganzen ist der Anspruch &#8211; vor Allem an sich selbst. Wenn ich fit bin, wenn ich weiss, wie mit den verschiedenen Situationen umzugehen ist, wenn ich weiss, dass die anderen es auch drauf haben und fähig sind, und ich mich auf sie verlassen kann, dann ist das OK.</p>
<p>Wenn ich will, dass andere glauben, dass ich irgendwo reinrenne, wo andere rausrennen, dann deshalb, weil das eine fundierte Sache ist und nicht aus purer Dummheit. Das Aufziehen eines T-Shirts, das Anbringen eines Aufklebers (&#8220;überholen Sie ruhig! Wir schneiden Sie raus: Ich bin nämlich was Besseres!&#8221;) , tja das reicht leider nicht. So einfach sind die anderen nicht zu blenden.</p>
<p>Und Du, welchen Anspruch hast Du an Dich?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Schlauchhalter Model &#8220;Sankt Blasien&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2011 06:16:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Cimander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildung, Taktik]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Gastbeitrag von Steffen Seydel
Vor etwa zwei Jahren machte sich die Feuerwehr Sankt Blasien Gedanken über die Taktik im Brandeinsatz und führte das Schlauchpaket-System ein. Bei der näheren Betrachtung der bisherigen Systeme, sowie unseren Eindrücken aus Proben und Einsätzen, wollten wir mit der Einführung auch weitere Verbesserungen im Bereich Schlauchmanagement erreichen. 
Da sich immer wieder das richtige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_28968" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><em><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0894.jpg"><img class="size-medium wp-image-28968 " title="DSCN0894" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0894-300x168.jpg" alt="Bild: Feuerwehr Sankt Blasien" width="300" height="168" /></a></em><p class="wp-caption-text">Bild: Feuerwehr Sankt Blasien</p></div>
<p style="text-align: justify;">Gastbeitrag von <em>Steffen Seydel</em></p>
<p style="text-align: justify;">Vor etwa zwei Jahren machte sich die Feuerwehr Sankt Blasien Gedanken über die Taktik im Brandeinsatz und führte das Schlauchpaket-System ein. Bei der näheren Betrachtung der bisherigen Systeme, sowie unseren Eindrücken aus Proben und Einsätzen, wollten wir mit der Einführung auch weitere Verbesserungen im Bereich Schlauchmanagement erreichen. <span id="more-28964"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Da sich immer wieder das richtige Anbringen von Schlauchhaltern in Treppenhäusern oder ähnlichem als problematisch erwies, haben wir zielbewusst einen eigenen Schlauchhalter Model „Sankt Blasien“ kreiert.<br />
Der Schlauchhalter Model „Sankt Blasien“ beinhaltet zwei Ausrüstungsgegenstände in einem: Einen Schlauchhalter zur Sicherung der Leitung gegen Zurückrutschen in Treppenhäusern, und dem Klett-Fixierungsband für das Schlauchpaket.</p>
<div id="attachment_28971" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0911.jpg"><img class="size-large wp-image-28971 " title="DSCN0911" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0911-1024x576.jpg" alt="Schlauchhalter einzeln. HMS-Karabiner, Gurt mit beidseitigem Klettband, Metallöse zur Herstellung einer Schlaufe. Bild: Feuerwehr Sankt Blasien" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Schlauchhalter einzeln. HMS-Karabiner, Gurt mit beidseitigem Klettband, Metallöse zur Herstellung einer Schlaufe. Bild: Feuerwehr Sankt Blasien</p></div>
<div id="attachment_28973" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/IMG_0512.jpg"><img class="size-large wp-image-28973 " title="IMG_0512" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/IMG_0512-764x1024.jpg" alt="Schlauchhalter mit Schlaufe an Absperrorgan-C angebracht. Bild: Feuerwehr Sankt Blasien" width="500" height="670" /></a><p class="wp-caption-text">Schlauchhalter mit Schlaufe an Absperrorgan-C angebracht. Bild: Feuerwehr Sankt Blasien</p></div>
<div id="attachment_28966" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0891.jpg"><img class="size-large wp-image-28966 " title="DSCN0891" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0891-1024x576.jpg" alt="Schlauchhalter Model &quot;Sankt Blasien&quot; als Fixierungsband zum Schnüren des Schlauchpakets. Bild: Feuerwehr Sankt Blasien" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Schlauchhalter Model &quot;Sankt Blasien&quot; als Fixierungsband zum Schnüren des Schlauchpakets. Bild: Feuerwehr Sankt Blasien</p></div>
<div id="attachment_28969" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0903.jpg"><img class="size-large wp-image-28969 " title="DSCN0903" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0903-1024x576.jpg" alt="Schnelle und einfache Herstellung der Schlauchsicherung. Bild: Feuerwehr Sankt Blasien" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Schnelle und einfache Herstellung  der Schlauchsicherung. Bild: Feuerwehr Sankt Blasien</p></div>
<p style="text-align: justify;">Da auf dem Markt bisher keine Kombination aus Schlauchhalter und Fixierung für das Schlauchpaket zu erhalten ist und wir durchweg positive Erfahrung mit unserem System gemacht haben, möchten wir den Schlauchhalter vorstellen, um auch anderen Feuerwehren die Möglichkeit zu geben, diesen anzuwenden. Selbstverständlich sind wir für Feedback oder Anregungen dankbar.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Über den Autor</h3>
<p>Steffen Seydel ist seit 2002 Mitglied der aktiven Abteilung der Feuerwehr Sankt Blasien. Er ist Truppführer und Gerätewart für den Bereich Technik.</p>

<a href='http://www.fwnetz.de/2011/05/05/schlauchhalter-model-sankt-blasien/dscn0911/' title='DSCN0911'><img width="150" height="150" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0911-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Schlauchhalter einzeln. HMS-Karabiner, Gurt mit beidseitigem Klettband, Metallöse zur Herstellung einer Schlaufe. Bild: Feuerwehr Sankt Blasien" title="DSCN0911" /></a>
<a href='http://www.fwnetz.de/2011/05/05/schlauchhalter-model-sankt-blasien/img_0512/' title='IMG_0512'><img width="150" height="150" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/IMG_0512-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Schlauchhalter mit Schlaufe an Absperrorgan-C angebracht. Bild: Feuerwehr Sankt Blasien" title="IMG_0512" /></a>
<a href='http://www.fwnetz.de/2011/05/05/schlauchhalter-model-sankt-blasien/dscn0891/' title='DSCN0891'><img width="150" height="150" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0891-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Schlauchhalter Model &quot;Sankt Blasien&quot; als Fixierungsband zum Schnüren des Schlauchpakets. Bild: Feuerwehr Sankt Blasien" title="DSCN0891" /></a>
<a href='http://www.fwnetz.de/2011/05/05/schlauchhalter-model-sankt-blasien/dscn0903/' title='DSCN0903'><img width="150" height="150" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0903-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Schnelle und einfache Herstellung der Schlauchsicherung. Bild: Feuerwehr Sankt Blasien" title="DSCN0903" /></a>
<a href='http://www.fwnetz.de/2011/05/05/schlauchhalter-model-sankt-blasien/dscn0892/' title='DSCN0892'><img width="150" height="150" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0892-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Bild: Feuerwehr Sankt Blasien" title="DSCN0892" /></a>
<a href='http://www.fwnetz.de/2011/05/05/schlauchhalter-model-sankt-blasien/dscn0894/' title='DSCN0894'><img width="150" height="150" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0894-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Bild: Feuerwehr Sankt Blasien" title="DSCN0894" /></a>
<a href='http://www.fwnetz.de/2011/05/05/schlauchhalter-model-sankt-blasien/dscn0906/' title='DSCN0906'><img width="150" height="150" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0906-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Bild: Feuerwehr Sankt Blasien" title="DSCN0906" /></a>
<a href='http://www.fwnetz.de/2011/05/05/schlauchhalter-model-sankt-blasien/dscn0913/' title='DSCN0913'><img width="150" height="150" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0913-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Bild: Feuerwehr Sankt Blasien" title="DSCN0913" /></a>

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