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(iw) Um bei den englischen Wochen zu bleiben, und bei vielleicht etwa heiterer Betrachtung. Folgende These: zu schwere PSA kann tödlich sein. Wie wird das sein, wenn künftige Generationen auf uns schauen? Damit seid ihr in den Kampf?

Nicht ganz abwegig, zumindest wenn man ein Bisschen zurück in die Historie geht. Ein „Bisschen“: bei der Schlacht von Azincourt schleppten französische Ritter zwischen 30 und 50 Kilo an Ausrüstung mit und bekamen keine Luft. Die zahlenmässige Überlegenheit war somit bedeutungslos: als sie vor dem Feind standen, waren sie schon völlig aus der Puste, so die neuesten Erkenntnisse. Kommt das bekannt vor?

Seit den Anfängen des Feuerwehr Weblog vor über sechs Jahren hatte ich das Privileg, die eine oder andere Feuerwehr hierzulande kennenzulernen. Jenseits der Reportagen lernt man natürlich auch die Leute kennen, und oftmals auch die Kultur in deren Wehr. Technik, Ausbildung oder Motivation in allen möglichen Ausprägungen, positiv wie negativ.

Eines jedoch taucht fast nie auf: ein Blick in die Zukunft. Und zwar ein fundierter. Wenn überhaupt, dann habe ich einen Beschaffungsplan für Fahrzeuge sowie Aktionen zur Gewinnung von Nachwuchs gesehen, aber die Zukunft besteht ja aus viel mehr. Wer hat sich denn mal eingehend damit beschäftigt? Weiterlesen…

(iw) Nehmt Euch mal ein Bisschen Zeit und lest Euch „Floor Collapse: A Survivor’s story“ auf Fire Engineering durch. Darin beschreibt Captain Long, wie er durch einen kollabierenden Boden in den brennenden Keller fiel, und denkbar knapp gerettet wurde.

Interessant an diesem Bericht ist die ungeschminkte „Ich-Sicht“. Es gibt auch viele objektive Beobachtungen und Analysen, aber faszinierend ist das Fazit, das Captain Long zieht, am Ende des Artikels – insbesondere die Verarbeitung des traumatischen Erlebnisses.

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(iw). Andere Länder, andere Feuerwehrwesen, andere Probleme. Die Labour-Regierung der 2000er Jahre setzte sich daran, das Feuerwehrwesen zu „regionalisieren“. Die bisher 46 vorhandenen Leitstellen sollten in 9 Regional Control Centres zusammengefasst werden. In Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor wurde Gelände angemietet, Gebäude errichtet und ausgestattet – nur mit der Technik haperte es. So sehr, dass das Vorhaben Ende 2010 aufgegeben wurde, nach Millionen ausgegebenen Pfund. Nur das Londoner Zentrum soll in Betrieb gehen, vor Allem mit Hinblick auf die olympischen Spiele 2012.

Das sind die Fakten – was sich dahinter verbirgt, kann nur erahnt werden. Tatsächlich scheinen massive technische Probleme des Hauptauftragnehmers EADS zumindest Kern des Problems sein. Die Feuerwehr-Gewerkschaft hatte sich seit Anfang dagegen gesträubt.

Das Ende der Probleme ist nicht in Sicht. Laut Guardian fällt ca. eine halbe Milliarde Pfund für Infrastrukturkosten an, Miete muss gezahlt werden und wie kann man überhaupt eine Leitstelle vermieten?

Ein Projekt dieser Komplexität ist sicherlich nicht nur eine technisch-operative Sache, so empfiehlt sich die Lektüre der Kommentare im Guardian-Artikel. Neben den üblichen Trolls und Lynchjustizanhänger finden sich interessante Aussagen. Darunter solche, dass die Feuerwehren befürchteten, Kompetenzen an zentrale Instanzen zu verlieren, und, dass EADS eigentlich kein Softwareunternehmen sei, und an die billgst anbietenden Subunternehmer Aufträge vergeben habe. Ob das alles stimmt, wer weiss, aber man erahnt die Komplexität eines Projekts dieser Größenordnung.

Bitter ist nur die Menge an Geld, die in den Wind geschossen wurde, besonders vor dem Hintergrund, dass UK aktuell wirklich extreme Einschnitte in den Ausgaben tätigt.

Weitere Informationen bei Wikipedia, oder bei BBC. Wie gesagt, ein objektives Urteil ist fast unmöglich.

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Blaustiche haben eine praktische und juristische Seite. Die juristische, inkl. Wege- und Sonderrecht, gehe ich hier gar nicht erst an. Es reicht zu wissen, dass man als Fahrer automatisch mit einem Fuss im Knast steht. Weiterlesen…

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(iw) Schlechte Nachrichten aus San Francisco, der bei einem Flashover verletzte, zweite FA erlag seinen schweren Verbrennungen. Hintergrundinformationen hier bei Firefighterclosecalls – nicht untypisch für solche Vorfälle ist die allgemeine Verwirrung am Einsatzort.

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San Francisco (usa), (iw). Bei einem Hausbrand kam es zu einem Flashover, in dessen Folge ein Feuerwehrmann vcrstarb. Ein zweiter befindet sich mit schwersten Verbrennungen im künstlichen Koma, ein dritter wurde nicht lebensgefährlich verletzt. Weitere Informationen hier bei firefighter close calls.

Interessant im Bericht diese Passage:

the first indication that something was wrong came when one of the downed Firefighters hit the emergency alarm button on the radio. The emergency button triggers an alarm at the dispatch center. The dispatcher then tried to contact that firefighter directly to confirm the button hadn’t been hit accidentally and they didn’t get a response. The dispatcher then radioed the incident commander on the scene, who launched the RIT response

Grob übersetzt: der FA löste ein Notsignal aus, das in der Alarmzentrale aufgenommen wurde. Der Disponent versuchte daraufhin, den FA zu kontaktieren. Als das mißlang, wurde der Einsatzleiter kontaktiert, der daraufhin das SET / RIT einsetzte.

Bei uns alleine schon wegen 2m unmöglich. Dann auch noch festzustellen, um welchen Trupp es sich handelt? Geht nur bei eindeutiger Kennung.

Unser Beileid den Angehörigen und Kameraden, und den verletzten eine schnelle Genesung.

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(iw) Zum Thema „Erkundung“ und „Gefahren an der Einsatzstelle“: Sehr empfehlenswerter Artikel! Feuerwehr rückt an zu „E-Leitung auf Zaun“. Mit der Wärmebildkamera sieht man schön, wie ein Kettenschloss auf ca. 150°C erhitzt wird. Der Übergang vom Strom in den Bauzaun ist ganze 200 Meter (!) von dieser Stelle entfernt. Übrigens bei Übungslagen und Planspielen eine prima Falle, und für das Reale Einsatzleben eine mehr als geeignete Erinnerung daran, dass Erkundung einfach sauwichtig ist.

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Trauriges Ende eines 10 Meter langen Pottwals. Im Britischen Teeside wurde das Tier an Land gespült. Trotz des Einsatzes eines Rohrs konnte der Säuger nicht gerettet werden.

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(cl). Die Stadt Joplin in Missouri wurde am Sonntag direkt von einem Tornado getroffen. Wie auch vor 2 Wochen in Tuscaloosa sind die Schäden kaum vorstellbar. Über 24 Menschen sind ums Leben gekommen. Das örtliche Krankenhaus wurde schwer beschädigt und musste komplett geräumt werden.

Update 14.00Uhr: Nach neuesten Medienangaben stieg die Zahl der Toten auf 89.

Zerstörter Hubschrauber am Krankenhaus

[Links]Twitter: @alastromspotter, News-Leader, Joplin (wikipedia), Joplin Fire Department

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