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	<title>FWnetz - Feuerwehr im Netz &#187; Allgemeines</title>
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		<title>Die Firefighters vom Flugplatz Ramstein (Teil 2)</title>
		<link>http://www.fwnetz.de/2011/06/20/die-firefighters-vom-flugplatz-ramstein-teil-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 05:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Laier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Einsatzspektrum einer Kleinstadt-Wehr
Das Einsatzspektrum entspricht der Wehr einer Kleinstadt, wenn man den Flugbetrieb ausklammert. Auf dem Areal gibt es Wohnhäuser, Kindergärten, Schulen, Werkstätten, Büro- und Verwaltungsgebäude, Geschäfte sowie Freizeiteinrichtungen. Natürlich auch militärische Einrichtungen und Straßenverkehr. So rückt die Wehr zu Bränden genauso aus wie zu technischen Hilfeleistungen. Auch Verkehrsunfälle ereignen sich auf dem Flugplatz. Jedoch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_29461" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000910.jpg"><img src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000910-200x300.jpg" alt="Pumpenein- und ausgänge am Tanklöschfahrzeug" title="Pumpenein- und ausgänge am Tanklöschfahrzeug" width="200" height="300" class="size-medium wp-image-29461" /></a><p class="wp-caption-text">Pumpenein- und ausgänge am Tanklöschfahrzeug</p></div>
<p><strong>Einsatzspektrum einer Kleinstadt-Wehr</strong></p>
<p align="justify">Das Einsatzspektrum entspricht der Wehr einer Kleinstadt, wenn man den Flugbetrieb ausklammert. Auf dem Areal gibt es Wohnhäuser, Kindergärten, Schulen, Werkstätten, Büro- und Verwaltungsgebäude, Geschäfte sowie Freizeiteinrichtungen. Natürlich auch militärische Einrichtungen und Straßenverkehr. So rückt die Wehr zu Bränden genauso aus wie zu technischen Hilfeleistungen. Auch Verkehrsunfälle ereignen sich auf dem Flugplatz. Jedoch bisher ohne eingeklemmte Personen, so die Firefighter während einem Gespräch. Auf dem Areal gibt es eine strikte Geschwindigkeitsbeschränkung.</p>
<p align="justify">Auch First-Responder-Einsätze fahren die entsprechend ausgebildeten Feuerwehrleute. So gehört ein verletztes Mädchen während dem Sportunterricht genauso zum Einsatzalltag wie der Senior mit einem Herzinfarkt. Auf dem Erstangriffsfahrzeug ist die Ausstattung verlastet. Ist ein Transport ins Krankenhaus erforderlich, dann wird über die Leitstelle ein deutscher Rettungswagen angefordert. Auch ein Notarzt kommt &#8211; wenn erforderlich &#8211; von deutscher Seite auf den Flugplatz.</p>
<p align="justify">Für Einsätze mit Gefahrstoffen ist die Wehr ebenfalls gerüstet. Jedoch werden, ähnlich der GAMS-Regel, lediglich Erstmaßnahmen eingeleitet. Auf dem Flugplatz gibt es spezielle Einheiten mit Experten, die sich anschließend um alle weiteren Maßnahmen kümmern. <span id="more-29446"></span></p>
<div id="attachment_29463" class="wp-caption alignleft" style="width: 400px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000913.jpg"><img src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000913-1024x682.jpg" alt="Amerikanische Feuerwehraxt" title="Amerikanische Feuerwehraxt" width="390" height="260" class="size-large wp-image-29463" /></a><p class="wp-caption-text">Amerikanische Feuerwehraxt</p></div>
<p align="justify">Aber nicht nur der Rettungsdienst, sondern dank einem Hilfeabkommen gibt es bei Anforderung auch Hilfe durch umliegende deutsche Feuerwehren. Jedoch werden zuerst bis zu einem gewissen Grad die eigenen Kräfte ausgeschöpft bis die Unterstützung angefordert wird. An einen Einsatz, bei dem die deutschen Kameraden auf eine amerikanische Liegenschaft gerufen wurden, können sich die Firefighters nicht erinnern. Jedoch gab es zahlreiche Anforderungen von der Gegenseite. Beispielsweise im Oktober 2008, als es bei einem Reifengroßhändler in Rodenbach brannte (<sup>2</sup>) oder im vergangenen Jahr bei einem Großbrand auf dem Gelände eines Autoverwerters in Schönenberg-Kübelberg (<sup>3</sup>).</p>
<div id="attachment_29460" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000909.jpg"><img src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000909-300x200.jpg" alt="Inzwischen auch in Deutschland bekannt: Ein Halligan-Tool" title="Inzwischen auch in Deutschland bekannt: Ein Halligan-Tool" width="300" height="200" class="size-medium wp-image-29460" /></a><p class="wp-caption-text">Inzwischen auch in Deutschland bekannt: Ein Halligan-Tool</p></div>
<p><strong>Unterschiede zwischen Deutschland und Amerika</strong></p>
<p align="justify">Nachfolgend einige Beispiele für die Unterschiede zwischen deutscher Feuerwehr und der &#8220;speziellen&#8221; us-amerikanischen Wehr:</p>
<p align="justify">Bei einem Alarm wird gegebenenfalls die &#8220;building number&#8221; durchgeben. Diese Nummern entsprechen keiner Straße oder Hausnummer, wie man es aus Deutschland kennt. Die Gebäude sind inzwischen kreuz und quer auf dem Flugplatz durchnummeriert. Eine Liste und eine große Karte in der Fahrzeughalle, die in Quadrate unterteilt ist, helfen dann den Firefightern weiter, falls die Besatzung die Anfahrt zum Gebäude nicht kennen sollte. An den Häusern sind die &#8220;building numbers&#8221; in großen braunen Zahlen aufgemalt.</p>
<p align="justify">Innerhalb einer Minute muss die Wehr ausrücken. Nach vier Minuten müssen die Erstmaßnahmen eingeleitet werden. Viele Brandmeldeanlagen gibt es auf dem Gelände. Oft rücken die Firefighters an, ohne dass sie tätig werden müssen.</p>
<p align="justify">Die Wasserversorgung stellen überwiegend Oberflurhydranten; nur wenige Unterflurhydranten sicher. Die Entnahmestellen und die Steigleitungen der höheren Gebäude haben eine Storzkupplung. Daher sind bereits entsprechende Adapterstücke an den Schläuchen montiert. Notfalls sind die Adapter schnell abgeschraubt.</p>
<div id="attachment_29451" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000887.jpg"><img class="size-medium wp-image-29451" title="Adapterstücke von deutsch auf amerikanisches Kupplungssystem" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000887-300x200.jpg" alt="Adapterstücke von deutsch auf amerikanisches Kupplungssystem" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Adapterstücke von deutsch auf amerikanisches Kupplungssystem</p></div>
<p align="justify">Bei den Amerikanern gibt es Schraubkupplungen mit &#8220;male&#8221; und &#8220;female&#8221;. Daher ist die Verlegerichtung, im Gegensatz zu Deutschland, unbedingt zu beachten. Hat man das falsche Ende gepackt kann der Feuerwehrmann den Schlauch nicht anschließen. Natürlich gibt es die Schraubkupplungen in unterschiedlichen Größen. Einheit ist Zoll.</p>
<p align="justify">Auch der Druck wird nicht in bar, sondern in psi (pound per square inch = Pfund pro Quadratzoll) angegeben. Im Einsatzfall rechnen die Firefighter überschlägig 15 psi in 1 bar um.</p>
<p align="justify">Bei den Schläuchen fällt weiter auf, dass diese als Schlauchpakete oder zusammengelegt auf den Fahrzeugen transportiert werden. So werden unterschiedliche Längen für unterschiedliche Zwecke eingesetzt. Beispielsweise ist ein kurzer Schlauch für einen PKW-Brand vorgesehen. Die Leitung daneben ist länger und für einen Löschangriff während einem Wohnhausbrand vorgesehen. Einen Rollschlauch sucht man auf den amerikanischen Fahrzeugen vergeblich.</p>
<div id="attachment_29452" class="wp-caption alignleft" style="width: 270px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000892.jpg"><img class="size-large wp-image-29452" title="Einsatzbereit: Feuerwehrmann in seiner persönlichen Schutzausrüstung  und Atemschutzgerät" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000892-682x1024.jpg" alt="Einsatzbereit: Feuerwehrmann in seiner persönlichen Schutzausrüstung und Atemschutzgerät" width="260" height="390" /></a><p class="wp-caption-text">Einsatzbereit: Feuerwehrmann in seiner persönlichen Schutzausrüstung  und Atemschutzgerät</p></div>
<p align="justify">Die persönliche Schutzausrüstung (PSA) der Firefighter unterscheidet sich auch von der deutschen Kleidung. An und in den Fahrzeugen liegen silberne Hosen und Jacken für den nächsten Einsatz bereit. Selbst das Hollandtuch und die Handschuhe sind mit dem silbrigen Stoff versehen. Grund sind die hohen Temperaturen, mit der Kerosin verbrennt. Auch bei einem Wohnhausbrand löschen die Feuerwehrangehörigen mit der Silberkleidung. Lediglich andere Handschuhe müssen sie tragen, weil es so vorgeschrieben ist. Unter der Silberkleidung ist ein Nomexstoff verarbeitet.</p>
<p align="justify">Auch die Atemschutzmaske sieht ein wenig anders aus als das Standardmodell für deutsche Wehren. Es ist eine spezielle Entwicklung für das US-Militär, die auch in den Kriegsgebieten getragen wird. Die Maske ist mit Mikro und Kopfhörern ausgestattet. Lediglich einen Stecker müssen die Wehrleute an das tragbare Funkgerät anschließen und schon können sie sich verständigen. Einen eigenen Filteranschluss sowie einen Trinkhalm in der Maske benötigen die Feuerwehrmänner nie, sagen sie während einem Gespräch in der Fahrzeughalle. Im Einsatz tragen sie ausschließlich Flaschengeräte mit Überdrucktechnik, die ein elektronisches Display anstatt einem Manometer haben. Es werden keine Stahl- sondern Kompositflaschen verwendet.</p>
<p align="justify">Bei einer Meldung über einen Gebäudebrand auf dem Flugplatz rückt ein Erstangreifer der zuständigen von drei Stations an und erkundet. Zwei der vier Besatzungsmitglieder gehen notfalls unter Atemschutz vor. Den Sicherungstrupp stellen die restlichen beiden Feuerwehrmänner. Darunter der Maschinist, der zudem für die Atemschutzüberwachung zuständig ist. Der Sicherungstrupp hat außerdem Schläuche mit größeren Durchmessern, damit im Notfall viel Wasser aus dem Rohr spritzt. Eine zweite Einheit steht in einer anderen Station bereit, um bei Bedarf unverzüglich nachzurücken und zu unterstützen. Wie in Deutschland hat die Menschenrettung höchste Priorität, die als &#8220;quick attack&#8221; bezeichnet wird. Auf jedem Erstangreifer kann der vorgehende Trupp auf eine Wärmebildkamera zurückgreifen.</p>
<div id="attachment_29465" class="wp-caption alignleft" style="width: 270px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000922.jpg"><img src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000922-682x1024.jpg" alt="Außer dem Maschinisten-Sitzplatz haben alle drei Plätze im Flugfeldlöschfahrzeug integrierte Atemschutzgeräte" title="Außer dem Maschinisten-Sitzplatz haben alle drei Plätze im  Flugfeldlöschfahrzeug integrierte Atemschutzgeräte" width="260" height="390" class="size-large wp-image-29465" /></a><p class="wp-caption-text">Außer dem Maschinisten-Sitzplatz haben alle drei Plätze im  Flugfeldlöschfahrzeug integrierte Atemschutzgeräte</p></div>
<p align="justify">Gut kennen sich die Flugplatz-Feuerwehrleute an den Maschinen, wie an der Galaxy, aus. Mit den Feuerwehrfahrzeugen werden festgelegte Punkte angefahren, falls es einen Notfall an oder in einem Flugzeug geben sollte. Zuerst stellen sich die Fahrzeuge an der Vorderseite auf, um auch Sichtkontakt zum Cockpit zu haben. An der Rückseite stellen sich ebenfalls zwei Löschfahrzeuge auf. Die Drehleiter fährt an, um notfalls die Mannschaftstransportkabine erreichen und dort eine Menschenrettung durchführen zu können.</p>
<p align="justify">Auch in diesem Fall hat die Menschenrettung höchste Priorität. Nachdem Fenster und Luken für eine Entrauchung geöffnet sind, wird das Personal mittels Crashrettung in Sicherheit gebracht. In den Maschinen gibt es auch eingebaute Selbstrettungseinrichtungen, darunter eine Notrutsche wie in zivilen Passagierflugzeugen. An vorgegebenen Punkten können die Wehrleute notfalls die Außenhaut aufbrechen und Löschmittel ins Flugzeuginnere einbringen. An diesen Stellen verlaufen beispielsweise keine Stromleitung oder befindet sich keine Luftversorgung. Eine Gefährdung ist dort ausgeschlossen.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p align="justify">Der Besuch des Flughafen-Feuerwehr war eine sehr interessante Sache, die sich (hoffentlich) in diesem Bericht und den beigefügten Bildern widerspiegelt. Vielleicht wird auch in Zukunft mal wieder über die Firefighters berichtet, falls Interesse bestehen sollte und die Möglichkeit dazu eingeräumt wird.</p>
<p align="justify">Wünsche, Fragen und Vorschläge für weitere Berichte werden gerne als Kommentar entgegen genommen. (Autor: Harald Laier, www.fwnetz.de)</p>
<div id="attachment_29453" class="wp-caption alignleft" style="width: 270px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000894.jpg"><img class="size-large wp-image-29453" title="Verwendet werden Überdruckgeräte und Kompositflaschen" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000894-682x1024.jpg" alt="Verwendet werden Überdruckgeräte und Kompositflaschen" width="260" height="390" /></a><p class="wp-caption-text">Verwendet werden Überdruckgeräte und Kompositflaschen</p></div>
<p><strong>Fußnoten und Links</strong></p>
<p><a href="http://www.fwnetz.de/?p=29443" >FWnetz: Die Firefighters vom Flugplatz Ramstein (Teil 1)</a></p>
<p>(<sup>2</sup>) <a href="http://www.fwnetz.de/2008/10/18/video-us-feuerwehr-bei-grosbrand-in-rodenbach/">FWnetz: (Video) US-Feuerwehr bei Großbrand in Rodenbach?</a><br />
(<sup>3</sup>) <a href="http://www.fwnetz.de/2010/03/11/500-schrottfahrzeuge-brennen-bei-autoverwerter/">FWnetz: 500 Schrottfahrzeuge brennen bei Autoverwerter</a></p>
<p><a href="http://www.fwnetz.de/2010/08/21/4-kaiserslautern-classics/">FWnetz: 4. Kaiserslautern Classics</a></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ramstein_Air_Base">Wikipedia: Ramstein Air Base</a><br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lockheed_C-5">Wikipedia: Lockheed C-5 (Galaxy)</a><br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lockheed_C-130">Wikipedia: Lockheed C-130 (Hercules)</a></p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Oshkosh_Striker">Wikipedia (englisch): Oshkosh Striker</a></p>
<p><a href="http://www.oshkoshcorporation.com/">Oshkosh (Firmenwebsite)</a><br />
<a href="http://www.kovatch.com/">Kovatch (Firmenwebsite)</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Firefighters vom Flugplatz Ramstein (Teil 1)</title>
		<link>http://www.fwnetz.de/2011/06/16/die-firefighters-vom-flugplatz-ramstein-teil-1/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 18:06:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Laier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ramstein (rp), (hl). Auf der Bundesautobahn 6 kurz nach Kaiserslautern in Fahrtrichtung Saarbrücken (sl). Kaum wird es neben der Autobahn grüner fliegt ein Flugzeug über mein Auto. Es verringert seine Flughöhe und verschwindet hinter den Bäumen. Gelandet ist die Maschine auf dem Flugplatz Ramstein, dem größten Stützpunkt der US Air Force (AF) außerhalb der USA. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Ramstein (rp), (hl). Auf der Bundesautobahn 6 kurz nach Kaiserslautern in Fahrtrichtung Saarbrücken (sl). Kaum wird es neben der Autobahn grüner fliegt ein Flugzeug über mein Auto. Es verringert seine Flughöhe und verschwindet hinter den Bäumen. Gelandet ist die Maschine auf dem Flugplatz Ramstein, dem größten Stützpunkt der US Air Force (AF) außerhalb der USA. Dorthin bin ich unterwegs. <span id="more-29443"></span></p>
<div id="attachment_29455" class="wp-caption alignleft" style="width: 400px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000896.jpg"><img src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000896-1024x682.jpg" alt="Flugfeldlöschfahrzeug, dahinter die Passagierabfertigung sowie das neue Hotel mit Shopping Mall (Hochhaus)" title="Flugfeldlöschfahrzeug, dahinter die Passagierabfertigung sowie das neue  Hotel mit Shopping Mall (Hochhaus)" width="390" height="260" class="size-large wp-image-29455" /></a><p class="wp-caption-text">Flugfeldlöschfahrzeug, dahinter die Passagierabfertigung sowie das neue  Hotel mit Shopping Mall (Hochhaus)</p></div>
<p align="justify">Die Geschichte der Autobahn und des Flugplatzes haben Gemeinsamkeiten. Gebaut in der Zeit der Nationalsozialisten war ein Teil der Autobahn bereits während dem zweiten Weltkrieg ein Behelfsflugplatz. Vorrückende US-Streitkräfte eroberten den Autobahnabschnitt und bauten ihn Zug um Zug aus. Heute ist unter anderem das 86. Lufttransportgeschwader mit seinen Flugzeugen des Typs Lockheed C-130 J, besser bekannt als Hercules, in Ramstein stationiert. Der Flugplatz ist die europäische Drehscheibe für Fracht- und Truppentransporte.</p>
<p align="justify">Nach den Einlassformalitäten und der Torkontrolle bin ich auf dem Flugplatz, begleitet von einem Mitarbeiter der Pressestelle. Das Militärgelände erinnert aufgrund der Häuser, manchen Fahrzeugen und anderer Eindrücke eher an eine amerikanische Kleinstadt. Außer den riesigen Flugzeughangar und weiteren größeren Gebäuden.</p>
<p align="justify">Direkt am Tower ist mein Reiseziel, die Feuerwache der &#8220;Firefighters&#8221; vom Flugplatz Ramstein. Es ist eines von acht Standorten, die von der AF in der Westpfalz betrieben werden. Allein auf dem Flugplatz gibt es drei &#8220;fire stations&#8221;. Die AF hat über 200 Feuerwehrangehörige in dieser Region. Davon sind etwa die Hälfte deutsche Zivilangestellte. Die andere Hälfte sind amerikanische Militärangehörige. Die US Army unterhält ebenfalls eigene Feuerwehrstandorte im Bereich um Kaiserslautern.</p>
<p align="justify">Die Amtssprache ist Englisch. Über Funk melden sich die Fahrzeugführer in Englisch aus. Der Einsatzleiter schreibt den abschließenden Einsatzbericht in Englisch, obwohl er mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen ist. Ein Mindestmaß an Englischkenntnissen ist Voraussetzung, um überhaupt einen Job auf dem Flugplatz zu bekommen. Auch als zukünftiger Firefighter.</p>
<p><strong>Aufnahmekriterium, Ausbildung und Schichtablauf</strong></p>
<p align="justify">Aufnahmekriterium für die deutschen Firefighters sind zudem eine abgeschlossene Grundausbildung der freiwilligen Feuerwehr, Atemschutzgeräteträger-Lehrgang mit aktueller G 26.3-Untersuchung und ein LKW-Führerschein. Nach einer Probezeit von zwei Jahren mit begleitender Ausbildung ist man Firefighter. Einen Teil seines Wissens erwirbt der Feuerwehrangehörige durch ein Fernstudium am Computer. Auch vor Ort in Ramstein erfolgen praktische Ausbildungsabschnitte. Ein mehrmonatiger Besuch einer Feuerwehrschule in den USA kann beispielsweise zur Erlangung einer Führungsposition notwendig sein.</p>
<p align="justify">Zudem werden die deutschen Feuerwehrangehörigen zu Werkfeuerwehrmännern ausgebildet (<sup>1</sup>). Mit diesem anerkannten Ausbildungsberuf kann sich der Feuerwehrmann beispielsweise im Falle einer Arbeitslosigkeit bei einem neuen Arbeitgeber bewerben. Momentan besteht wegen der Schließung einer Feuerwache kein Bedarf an weiteren Kräften, so die Firefighters während einem Gespräch. Das Personal wurde auf die übrigen Stations verteilt.</p>
<p align="justify">Der tagtägliche Schichtablauf könnte einer deutschen Berufs- oder Werkfeuerwehr entsprechen. Um 7:30 Uhr ist Schichtwechsel. Der Arbeitstag beginnt mit der Überprüfung von Geräten und Fahrzeugen. Innerhalb der ersten acht Stunden erfolgen Aus- und Fortbildung sowie Gerätewartungen. Die anschließenden acht Stunden sind Bereitschaftszeit. In dieser Zeit schauen die Feuerwehrmänner beispielsweise Fernsehen. Es stehen zwei getrennte Fernsehräume zur Verfügung. In einem läuft das deutsche TV-Programm und an der Wand hängen Erinnerungsteller und Bilder von deutschen Feuerwehren aus der Region. In dem anderen Fernsehraum läuft das englische TV-Programm. In den übrigen Räumen gibt es keine sichtlichen Trennungen zwischen den Nationen. Schließlich gehen die Firefighters beider Länder auch zusammen in den Einsatz. Die restlichen acht Stunden der 24-Stunden-Schicht ist die Ruhezeit. Um 6 Uhr werden die Feuerwehrleute geweckt.</p>
<p align="justify">Einen Steinwurf von der Hauptwache entfernt wird gerade ein Ausbildungszentrum errichtet. Eine Flugzeugattrappe ist bereits fertig. Daneben wird noch ein dreistöckiges Haus errichtet, das ebenfalls für die Heißausbildung zur Verfügung steht. Aber auch Drehleiter- oder Abseilübungen sollen an diesem Gebäude künftig stattfinden. Nicht nur die Feuerwehrangehörigen aus der Westpfalz werden hier üben. Aus ganz Europa kommen dann Angehörige der AF nach Ramstein.</p>
<p><strong>Fuhrpark und Ausrüstung</strong></p>
<div id="attachment_29454" class="wp-caption alignleft" style="width: 400px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000895.jpg"><img src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000895-1024x682.jpg" alt="Flugfeldlöschfahrzeug (links) und Drehleiter (rechts) im Größenvergleich mit dem Flügel einer Lockheed C-5" title="Flugfeldlöschfahrzeug (links) und Drehleiter (rechts) im  Größenvergleich mit dem Flügel einer Lockheed C-5" width="390" height="260" class="size-large wp-image-29454" /></a><p class="wp-caption-text">Flugfeldlöschfahrzeug (links) und Drehleiter (rechts) im  Größenvergleich mit dem Flügel einer Lockheed C-5</p></div>
<p align="justify">Der Fuhrpark spiegelt das Einsatzspektrum der Wehr wieder. So gibt es derzeit unter anderem acht Flugfeldlöschfahrzeuge, zwölf Tanklöschfahrzeuge, drei Rüstwagen, ein Gefahrgutfahrzeug, zwei Drehleitern und zwei Tanker (Großtanklöschfahrzeuge). Die Fahrzeuge sind über die acht Stations verteilt.</p>
<p align="justify">Sowohl Fahrgestell als auch Aufbau stammen überwiegend aus den USA. Lediglich ein MAN-Sattelschlepper, der verschiedene Anhänger zieht, ist eine Ausnahme. Die AF hat Stützpunkte auf dem ganzen Globus. Die Fahrzeuge sind einheitlich, damit Ausbildung, Prüfung und der Einsatz gleich sind. Pro Fahrzeugtyp werden die Maschinisten eingewiesen und erhalten die entsprechende Fahrberechtigung, erklären mir die Firefighters.</p>
<p align="justify">So könnte &#8211; rein theoretisch &#8211; ein in Ramstein ausgebildeter Feuerwehrmann auf jeder anderen AF-Base sofort in ein Löschfahrzeug steigen und zum Einsatz fahren. Lediglich der Führerschein müsste noch für die dortige Liegenschaft umschreiben werden.</p>
<p align="justify">Generell sind die Fahrzeuge der US-Feuerwehr im Gegensatz zu deutschen Fahrzeugen eher spartanisch ausgestattet. Gerade das Notwendigste ist verlastet. Die Flugfeldlöschfahrzeuge haben große Mengen Wasser, Schaummittel und Löschpulver an Bord. Zivile Flughäfen haben weltweit genaue Vorgaben, wie schnell und wie viel Löschmittel zur Verfügung stehen muss. Ähnliche Vorgaben gibt es auch für die militärischen Flugplätze der AF.</p>
<p align="justify">Auch bei der Ausrüstung liegen die Unterschiede eher im Detail. So führen die Wehrleute auch tragbare Leitern auf ihren Fahrzeugen mit, die aber amerikanischen Vorschriften entsprechen. Ausschließlich sind Hohlstrahlrohre auf den Fahrzeugen verlastet &#8211; jedoch mit amerikanischem Anschluss. Zu den Kupplungen später mehr.</p>
<p align="justify"><em><strong>Nachfolgend werden vier Fahrzeuge aus dem Fuhrpark vorgestellt:</strong></em></p>
<p><center><div id="attachment_29456" class="wp-caption alignnone" style="width: 400px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000898.jpg"><img src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000898-1024x682.jpg" alt="Tanklöschfahrzeug und Flugfeldlöschfahrzeug auf dem Flugfeld" title="Tanklöschfahrzeug und Flugfeldlöschfahrzeug auf dem Flugfeld" width="390" height="260" class="size-large wp-image-29456" /></a><p class="wp-caption-text">Tanklöschfahrzeug und Flugfeldlöschfahrzeug auf dem Flugfeld</p></div></center></p>
<p><strong>Tanklöschfahrzeug</strong></p>
<div id="attachment_29462" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000912.jpg"><img src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000912-300x200.jpg" alt="Aussichtspunkt: Pumpenbedienstand mit Werfer" title="Aussichtspunkt: Pumpenbedienstand mit Werfer" width="150" height="100" class="size-medium wp-image-29462" /></a><p class="wp-caption-text">Aussichtspunkt: Pumpenbedienstand mit Werfer</p></div>
<p align="justify">Der &#8220;Fire-Fighting Truck&#8221; kann man als Tanklöschfahrzeug bezeichnen, wenn man sich die  Ausstattung anschaut. Der Löschwassertank hat etwa 2.400 Liter. Rund 240 Liter Schaum werden mitgeführt. Die Pumpe liefert 3.800 Liter pro Minute bei einem Druck von 10 bar und mischt bei Bedarf das Schaumkonzentrat hinzu. Das Fahrgestell ist von der Kovatch Corporation aus Nesquehoning (USA), Baujahr 1989. Das Fahrzeug wird demnächst durch ein Neufahrzeug ersetzt.</p>
<p><strong>Rüstwagen</strong></p>
<div id="attachment_29459" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000907.jpg"><img src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000907-300x200.jpg" alt="Der Rüstwagen vor der Wache" title="Der Rüstwagen vor der Wache" width="150" height="100" class="size-medium wp-image-29459" /></a><p class="wp-caption-text">Der Rüstwagen vor der Wache</p></div>
<p align="justify">Den &#8220;Rescue&#8221; kann man aufgrund seiner Ausstattung als Rüstwagen bezeichnen. Im hinteren Teil des Aufbaus ist die Ausrüstung für Verkehrsunfälle und ähnliche Ereignisse untergebracht. Dazu zählen ein hydraulischer Rettungssatz, Hebekissen und Unterbauhölzer. Im mittleren Bereich sind die Geräte für die Höhen- und Tiefenrettung untergebracht. In den vorderen Geräteräumen sind verschiedene Messgeräte, ein Überdrucklüfter und spezielle Atemschutzgeräte für die Rettung aus Tiefen verlastet. Auf dem Dach ist ein Lichtmast montiert sowie tragbare Leitern verladen. Das Fahrgestell hat Freightliner hergestellt, ein US-Tochterunternehmen des Daimler-Konzerns. Baujahr ist 2008.</p>
<p><strong>Flugfeldlöschfahrzeug</strong></p>
<div id="attachment_29464" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000921.jpg"><img src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000921-300x200.jpg" alt="Cockpit eines Flugfeldlöschfahrzeugs" title="Cockpit eines Flugfeldlöschfahrzeugs" width="150" height="100" class="size-medium wp-image-29464" /></a><p class="wp-caption-text">Cockpit eines Flugfeldlöschfahrzeugs</p></div>
<p align="justify">Das Flugfeldlöschfahrzeug stellte das Unternehmen Oshkosh im Jahr 2009 her und wird als &#8220;Crash&#8221; bezeichnet. Der dreiachsige &#8220;Striker&#8221;, so die Modellbezeichnung des Herstellers, hat einen Löscharm auf dem Dach. Eine Wärmebildkamera ist fest montiert. Der Bildschirm ist in der Fahrerkabine eingebaut. Der Fahrer sitzt, wie bei einem Traktor, genau in der Fahrzeugmitte. Der Oshkosh führt 11.356 Liter Wasser, 1.590 Liter Schaummittel und 227 Kilogramm Löschpulver mit. Das Gesamtgewicht liegt bei rund 35 Tonnen.</p>
<p><strong>Drehleiter</strong></p>
<div id="attachment_29458" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000905.jpg"><img src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/06/P1000905-300x200.jpg" alt="Übung: Drehleiter hat an einem Flugzeug angeleitert" title="Übung: Drehleiter hat an einem Flugzeug angeleitert" width="150" height="100" class="size-medium wp-image-29458" /></a><p class="wp-caption-text">Übung: Drehleiter hat an einem Flugzeug angeleitert</p></div>
<p align="justify">Die KME Aerialcat hat eine Leiterlänge von 102 Feet. Das sind umgerechnet rund 31 Meter. Der Korb ist für eine Last von 500 Kilogramm ausgelegt, die sich bei Wasserabgabe auf 250 Kilogramm reduziert. 4.000 Liter Wasser pro Minute kann der Korbmonitor maximal abgeben. 40.000 Liter Druckluft werden in großen Druckflaschen mitgeführt, deren Leitungen im Korb enden. Das Fahrzeug führt 600 Liter Wasser mit und hat eine eingebaute Pumpe, die rund 5.000 Liter Wasser pro Minute fördert. Die Drehleiter wird sowohl bei Gebäudebränden als auch an der Lockheed C-5 zur Personenrettung eingesetzt.</p>
<p><strong>Fußnote</strong></p>
<p align="justify">(<sup>1</sup>) <a href="http://www.fwnetz.de/2010/12/18/neun-angehorige-der-amerikanischen-streitkrafte-zu-hauptberuflichen-werkfeuerwehrmannern-ausgebildet/" >FWnetz: Neun Angehörige der amerikanischen Streitkräfte zu hauptberuflichen Werkfeuerwehrmännern ausgebildet</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rezension: &#8220;Einsatzstress? So helfen Sie sich und anderen!&#8221;</title>
		<link>http://www.fwnetz.de/2011/04/11/rezension-einsatzstress-so-helfen-sie-sich-und-anderen/</link>
		<comments>http://www.fwnetz.de/2011/04/11/rezension-einsatzstress-so-helfen-sie-sich-und-anderen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 04:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Cimander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Einsatzstress]]></category>
		<category><![CDATA[PSNV]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[(js). Das Thema „Psychologie und Feuerwehr“ sehen viele Einsatzkräfte nach wie vor eher kritisch. Schließlich hat man auch ohne den „Psychokram“ noch jedes Feuer ausbekommen. Ebenso haben Personen, die sich durch Einsatzstress belastet fühlen, häufig Hemmungen dies auch offen zuzugeben, aus Angst als „Weicheier“ dazustehen. Dies spiegelt sich auch in der Feuerwehr-Literatur wieder: Einsatzstress und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_28620" class="wp-caption alignleft" style="width: 151px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/04/9783609686325.jpg"><img class="size-full wp-image-28620 " title="9783609686325" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/04/9783609686325.jpg" alt="Buchcover &quot;Einsatzstress&quot;" width="141" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Buchcover &quot;Einsatzstress&quot;</p></div>
<p style="text-align: justify;">(js). Das Thema „Psychologie und Feuerwehr“ sehen viele Einsatzkräfte nach wie vor eher kritisch. Schließlich hat man auch ohne den „Psychokram“ noch jedes Feuer ausbekommen. Ebenso haben Personen, die sich durch Einsatzstress belastet fühlen, häufig Hemmungen dies auch offen zuzugeben, aus Angst als „Weicheier“ dazustehen. Dies spiegelt sich auch in der Feuerwehr-Literatur wieder: Einsatzstress und seine Folgen sind ein wenig beachtetes Thema. Das Buch von Michael Steil füllt dementsprechend eine Lücke in der bestehenden Literatur.  <span id="more-28618"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Michael Steil ist Bundeskoordinator der Psychosozialen Notfallversorgung des Deutschen Roten Kreuz und ist selbst Feuerwehrmann bei einer freiwilligen Feuerwehr. Er kennt sein Thema also aus eigener Erfahrung. Steil will mit seinem Buch keine akademische Abhandlung über Stress und seine Folgen liefern, sondern sein Schwerpunkt liegt eindeutig auf der Praxis: Das Buch soll Einsatzkräften praktisch umsetzbare und relevante Hilfestellungen für den alltäglichen Gebrauch an die Hand geben.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Buch „Einsatzstress?“ ist grob in drei große Abschnitte aufgeteilt: Im ersten Abschnitt zeigt Steil, was Stress ist und wie er entsteht. Im zweiten Abschnitt legt er dar, wie man Stress und Belastungsstörungen durch Stress erkennen und bewältigen kann. Im dritten Abschnitt gibt Steil Tipps, wie die Feuerwehren ihre Angehörigen bei der Stressbewältigung unterstützen können.</p>
<p style="text-align: justify;">Im ersten Abschnitt erklärt der Autor in einer für Laien zunächst verständlichen Sprache, wie Stress und Belastungsstörungen überhaupt zustande kommen, und anhand welcher Symptome man letztere (zum Beispiel bei einem Kameraden) erkennt. Sehr positiv fallen dabei die verdeutlichenden Grafiken auf (bspw. zu der Frage wie ein Trauma zu Stande kommt) sowie die „Erlebnisberichte“ aus dem Einsatzgeschehen, die das Geschriebene greifbarer machen. Steil beschränkt sich bei seinen knappen Ausführungen auf das Wesentliche, ohne das Thema jedoch zu sehr zu verkürzen. Laien dürften kaum Verständnisprobleme haben. Allerdings könnte der Autor Fachbegriffe noch konsequenter vermeiden. Warum „Coping-Strategien“ schreiben, wenn „Bewältigungsstrategien“ das gleiche meint, für den Laien aber wesentlich verständlicher ist? Zwar erklärt Steil die Fachbegriffe, wenn er sie verwendet, aber in einem Buch, das für die Praxis geschrieben ist, sollte man diese Erklärungen auf ein Minimum beschränken. Vorwerfen kann man den Autor auch – und das gilt für das gesamte Buch, nicht nur für diesen Abschnitt –, dass er es mit den Bildern und Fotos gelegentlich etwas zu gut gemeint hat: Manche Abbildungen sind einfach überflüssig und tragen wenig bis gar nichts zur Verdeutlichung des Geschriebenen bei. Alles in allem liefert dieser erste Abschnitt jedoch alles, was für das Verständnis des Themas Stress und Belastungsstörungen wichtig ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Im zweiten Abschnitt geht es um den Umgang mit Einsatzstress, also um Bewältigungsstrategien vor, während, und nach einem Einsatz. Steil bemüht sich hierbei besonders darum zu verdeutlichen, dass Menschen als Individuen auch auf Stress individuell unterschiedlich reagieren, und es keine „falschen“ oder „richtigen“ Reaktionen gibt. Des Weiteren klärt er über Faktoren auf, die der Entstehung von Stress und Belastungsstörungen entgegenwirken können. Positiv fallen hier die eingeflochtenen Checklisten und Fragebögen auf, mit Hilfe derer jeder selbst grob überprüfen kann, wie gut man gegen Stress gerüstet ist. Etwas kritisch ist dagegen die mit „So helfen Sie sich selbst“ überschriebenen Übungen zu sehen, die beispielsweise die Durchführung einer bestimmten Atemübung erklären: Auch wenn es sich hier nur um eine ungefährliche Atemübung handelt, sollten Betroffene solche Übungen zumindest am Anfang unter professioneller Aufsicht ausführen, denn nur so kann sichergestellt werden, dass diese Übungen auch tatsächlich einen Nutzen bringen.</p>
<p style="text-align: justify;">Im letzten Abschnitt geht Steil schließlich darauf ein, wie die Feuerwehren dazu beitragen können, ihre Männer und Frauen vor Stress zu schützen und sie – falls nötig – dabei unterstützen können, bereits entstandene Erkrankungen zu bewältigen. Bedingt durch die weiter oben angesprochenen Berührungsängste von Feuerwehren mit dem Thema, stellt sich die Frage nach der praktischen Umsetzung der (zweifellos guten) Vorschläge, die Steil vorbringt. Bspw. sollte laut dem Autor ein so genanntes „Defusing“ (Einsatzkurzbesprechung) innerhalb der ersten 6-12 Stunden nach dem Einsatz stattfinden, aber auf jeden Fall vor dem ersten Nachtsschlaf. Man stelle sich die Anordnung dieser Maßnahme nach einem nächtlichen Einsatz unter der Woche bei einer freiwilligen Feuerwehr vor: Die Motivation an einer solchen Maßnahme teilzunehmen dürfte nicht allzu groß sein. Nichtsdestotrotz bietet dieser Abschnitt gute Ansätze und ist insbesondere für Führungskräfte interessant. Er enthält auch noch einen kurzen Abriss der Kommunikationspsychologie, der zwar als Überblick ganz interessant ist, aber für eine konsequente und praktische Umsetzung ist der Abschnitt dann doch etwas zu knapp.</p>
<p style="text-align: justify;">Es folgt noch ein Anhang, der verschiedene praktische Anweisungen (z.B. wie man eine unter akutem Stress stehende Person betreuen sollte) und diverse Checklisten und Merkblätter enthält. Dieser Anhang ist vorbildlich, denn Praxisrelevanz wird hier ganz groß geschrieben und einige der Informationen bieten sich geradezu dazu an, herauskopiert, verkleinert, und als „Spickzettel“ mit in den Einsatz genommen zu werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Alles in allem hat Michael Steil mit seinem Buch ausgezeichnete Arbeit geleistet: Das selbst gesteckte Ziel, in einer für Laien verständlichen Weise über Entstehung und Bekämpfung von Stress und Belastungsstörungen aufzuklären, erfüllt er mit Bravour. Zusätzlich gibt es eine Fülle von Informationen und Anregungen für Führungskräfte und Feuerwehr-Verwaltungen sowie auf die Praxis zugeschnittene Hilfestellungen. Die große Stärke des Buches liegt in seiner Kürze und Prägnanz sowie seinem konsequent praxisorientierten Ansatz. Die Lektüre kann man allen bei einer Feuerwehr oder einem Rettungsdienst tätigen Personen ausdrücklich empfehlen. Es ist zu hoffen dass durch dieses Buch auch das Bewusstsein für die Problematik „Einsatzstress“ geschärft wird. (Autor der Rezension: Jan Schlösser / Edit: Stefan Cimander,  www.fwnetz.de)</p>
<p style="text-align: justify;">Michael Steil: <em>Einsatzstress? So helfen Sie sich und anderen! Umgang mit psychischen Folgen belastender Feuerwehreinsätze</em>, Heidelberg. 2010, 128 Seiten, Softcover, Eur (D) 29,95 ISBN 978-3-609-68632-5.</p>
<h3>Über den Autor der Rezension</h3>
<p style="text-align: justify;">Jan Schlösser ist Doktorand und war bis Mai 2011 am Lehrstuhl für  Kognitive Psychologie an der Universität Konstanz beschäftigt. Er  beschäftigt sich in seiner Dokotorarbeit in erster Linie mit der Frage,  wie sich die visuelle Aufmerksamkeit unter verschiedenen Einflüssen  (z.B. Zeitdruck oder Bezahlung für gute Leistung) verändert. Er war von  April 2009 bis Mai 2011 außerdem Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr am  Bodensee. Sein zukünftiger Wirkungsort ist ab Juni 2011 Berlin.</p>
<h3>Links</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.ecomed-sicherheit.de/es/detail/isbn/978-3-609-68632/order_nr/60968632/suAuthor//impression/199626/titel/Einsatzstress%3F+So+helfen+Sie+sich+und+anderen!" target="_blank">Link zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.hjr-verlag.de/hjr/presseinformation/count/24050" target="_blank">Pressetext zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.feuerwehrleben.de/feuerwehrbuch-rezension-einsatzstress-von-michael-steil/" target="_blank">Link zur Rezension auf www.feuerwehrleben.de</a></li>
</ul>
<h3>Auswahl an Rezensionen im  FWNetz/Feuerwehr Weblog</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.fwnetz.de/2011/03/24/rezension-einsatze-im-bereich-von-bahnanlagen/">Rezension: &#8220;Einsätze im Bereich von Bahnanlagen&#8221;</a></li>
<li><a href="../2010/09/03/rezension-atemschutz-notfallmanagement/">Rezension:  “Atemschutz-Notfallmanagement”</a></li>
<li><a href="../2010/05/06/schwarzfall-was-ist-die-zivilisation-ohne-strom/">“Schwarzfall”  – Was ist die Zivilisation ohne Strom</a></li>
<li><a href="../2009/07/26/rezension-k-fischer-loschgruppenfahrzeuge-lf-16/">Rezension:  K. Fischer “Löschgruppenfahrzeuge LF 16″</a></li>
<li><a href="../2008/01/27/an-die-schlauche-fertig-los/">“An  die Schläuche fertig los!”</a></li>
<li><a title="Permanent Link: Von Ameisen und Vulkanen" rel="bookmark" href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/02/09/von-ameisen-und-vulkanen/">Von   Ameisen und Vulkanen</a></li>
</ul>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.fwnetz.de%2F2011%2F04%2F11%2Frezension-einsatzstress-so-helfen-sie-sich-und-anderen%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rezension &#8220;Einsätze im Bereich von Bahnanlagen&#8221;</title>
		<link>http://www.fwnetz.de/2011/03/24/rezension-einsatze-im-bereich-von-bahnanlagen/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 11:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Cimander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnanlage]]></category>
		<category><![CDATA[ecomed]]></category>
		<category><![CDATA[Einsatztaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Fachwissen Feuerwehr]]></category>
		<category><![CDATA[Gleisanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[(sc). Die Aus- und Fortbildung freiwilliger Feuerwehrleute ist vor dem Hintergrund veränderter sozialer und beruflicher Bedingungen schwieriger geworden. Ohne das private Engagement des einzelnen Feuerwehrmanns scheint es kaum noch möglich, alle Inhalte ihrer Relevanz gemäß in der regulären Ausbildung zu vermitteln, wie die Autoren des Buchs im Vorwort darlegen. Um diese private Fortbildungsbereitschaft zu unterstützen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_28477" class="wp-caption alignleft" style="width: 400px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/bahnanlagen.jpg"><img class="size-full wp-image-28477" title="bahnanlagen" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2011/03/bahnanlagen.jpg" alt="Abbildung Buchcover &quot;Einsätze im Bereich von Bahnanlagen&quot;" width="390" height="497" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p style="text-align: justify;">(sc). Die Aus- und Fortbildung freiwilliger Feuerwehrleute ist vor dem Hintergrund veränderter sozialer und beruflicher Bedingungen schwieriger geworden. Ohne das private Engagement des einzelnen Feuerwehrmanns scheint es kaum noch möglich, alle Inhalte ihrer Relevanz gemäß in der regulären Ausbildung zu vermitteln, wie die Autoren des Buchs im Vorwort darlegen. Um diese private Fortbildungsbereitschaft zu unterstützen, legen Christian Meyer und Konrad Vogt mit dem Taschenbuch „Einsätze im Bereich von Bahnanlagen“ aus der Reihe ecomed „Fachwissen Feuerwehr“ einen Einstieg in die komplexe Thematik von Einsätzen an und in Bahnfahrzeugen und Gleisanlagen vor.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-28475"></span></p>
<p style="text-align: justify;">In 14 Kapiteln, die sich über 96 Seiten erstrecken, legen die Autoren die Spezifika von und das taktische Vorgehen an Bahnanlagen dar. Als besonders praktisch erweist sich die Lernkontrolle am Ende von insgesamt zwölf Kapiteln. Eine Reihe von Multiple-Choice-Fragen fragt den Inhalt des jeweils vorangegangenen Kapitels ab – Mehrfachantworten sind dabei möglich. Raten bringt also nichts. Ferner sind wichtige Aussagen optisch hervorgehoben.</p>
<p style="text-align: justify;">In den einzelnen Kapiteln diskutieren die Autoren die besonderen Merkmale des Schienenverkehrs, das unzureichende Wissen der Feuerwehrleute in Bezug auf Bahnanlagen, die rechtlichen Grundlagen und die Notwendigkeit von Einsatzplanung und -vorbereitung. Dem Informationsmanagement kommt dabei ein großer Stellenwert zu. Ferner legen die Autoren das betreiber- und bahnspezifische Notfallmanagement, die Notfalltechnik, die (offiziellen) Aufgaben des Notfallmanagers dar und erklären die in unterschiedlichen Varianten von der Bahn zur Verfügung gestellte und vorgehaltene Technik. Anschließend zeigen die Autoren die Arten von Schienenfahrzeugen und deren besondere Merkmale. Das Kapitel sechs greift einen Teilbereich der Einsatzplanung auf, nämlich die Alarmierung der Einsatzkräfte.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach diesen theoretischen Darlegungen folgen in den nächsten Kapiteln Einsatzgrundsätze und -taktiken. Die im Bereich von Gleis- und Bahnanlagen bestehenden Gefahren und die sich daraus ergebenden Einsatzgrundsätze sind ebenso Thema, wie die zu ergreifenden Sicherungsmaßnahmen. Der „Strom“ ist dabei zentraler Punkt der Ausführungen. Immer wieder weisen Meyer/Vogt auf die Gefahren durch den Strom hin und fordern deshalb ein funktionierendes Informationsmanagement. Die Besonderheiten der Brandbekämpfung und den Nutzen verschiedener Löschmittel, die Herausforderungen bei der technischen Hilfeleistung und Gefahrguteinsätze auf Gleisanlagen runden den Inhalt ab. Dabei zeigen die Autoren die technischen und einsatztaktischen Hürden, die zum Beispiel bei der technischen Hilfeleistung an Schienenfahrzeugen auftreten. Abschließend zeigen die Autoren Möglichkeiten der Aus- und Fortbildung auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Einsätze an, in und auf Bahnanlagen stellen ein komplexes und ausbildungsintensives Thema dar, von dem glücklicherweise nicht jede Feuerwehr in gleichem Ausmaß betroffen ist. Auch dem Autor der Rezension war dieses Thema bisher weitgehend „fremd“, trotz Teilnahme an Einsätzen und Übungen im Bereich von Bahnanlagen und Schienenfahrzeugen. Die dabei gewonnenen (intersubjektiven) <a title="Externer Link auf die Seite der Feuerwehr Konstanz" href="http://feuerwehr-konstanz.schutzbach.com/14-August-2009-Brand-im-Schaltschrank-eines-Seehas/853" target="_blank">Erfahrungen</a> stimmen leider nicht mit der im Buch und in anderen Publikationen dargestellten Realität überein – gerade im Hinblick auf das Notfallmanagement.</p>
<p style="text-align: justify;">So wie dem Autor der Rezension, dürfte bei einem Großteil der Feuerwehrleute in punkto Wissen über Bahnanlagen eine Lücke bestehen. Allein aus diesem Grund ist „Einsätze im Bereich von Bahnanlagen“ ein sinnvoller (Wieder-)Einstieg in die Materie.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu Beginn des Taschenbuchs sprechen die beiden Autoren die Zielgruppe des Buchs etwas schwammig formuliert mit „Interessierten“ an. Die im Buch dargebotenen Informationen betreffen jedoch hauptsächlich die Führungskräfte und weniger den Befehle ausführenden Feuerwehrmann. Als Einstieg ist das Buch für Führungskräfte aber genauso geeignet, wie für den gemeinen „Befehlsempfänger“, der mit den Informationen, insbesondere aus dem Kapitel über die Gefahren, durchaus Rückschlüsse auf das eigene Verhalten ziehen kann. Im Grunde nutzt Führungswissen  auch der Mannschaft!</p>
<p style="text-align: justify;">Besonderer Vorteil ist die Kompaktheit des Buches und inhaltlich der Verzicht „jedes Schräubchen“ darzulegen. Für die Arbeit mit dem Buch wäre es praktikabel, wenn es innerhalb der Kapitel Querverweise auf Aspekte in den anderen Kapiteln (oder auf weiterführende Literatur) gäbe. Auch die aus nur zwei Punkten bestehende Literatur- und Quellenverzeichnisliste sollte ausführlicher sein, gerade für Führungskräfte, die sich tiefer mit dem Thema beschäftigen wollen. Da sich das Buch explizit als Einstieg in das Thema anpreist, fällt das Fehlen von weiterführender Literatur negativ auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Besonders positiv hervorzuheben ist die Forderung nach einem umfassenden Informationsmanagement. Die Feuerwehren müssen sich bereits im Vorfeld intensiv mit Bahnanlagen beschäftigen, und dazu die Informationsangebote u.a. der Bahn nutzen. Je mehr eine Feuerwehr im Vorfeld informiert ist, desto effizienter läuft der Einsatz, und desto weniger Überraschungen treten auf. Dazu gehören das Auffinden von Informationsquellen und Erkennen von Gefahren z.B. anhand der Kennzeichnung des Schienenfahrzeugs. Getreu dem Motto „Vertrauen ist, gut Kontrolle ist besser“, müssen die Feuerwehren Informationen vor, aber gerade während eines Einsatzes verifizieren und hinterfragen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Kapitel Einsatzplanung und -vorbereitung stellt die Aufgaben im Vorfeld in aller Kürze dar. Mehr sollte zu dem Thema an dieser Stelle auch nicht stehen, da es sich in diesem Bereich um tiefes Expertenwissen handelt – eigentlich. Nach Meinung des Rezensenten könnte das Kapitel sechs, Alarmierung, in einer weiteren Auflage sogar hier aufgehen. Alarmierungs- und Meldewege gehören nämlich in den Bereich der Planung und Vorbereitung.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn das Buch nur als Einstieg gedacht ist, und die Autoren mehrfach an die Eigeninitiative der Feuerwehrleute appellieren, wäre es praktikabel, wenn es ein konkretes Beispiel für die Arbeit mit den viel erwähnten Einsatzmerkblättern gäbe. Denkbar wäre hier die Form eines Praxiskapitels, in dem nicht Fragen zur Beantwortung, sondern die Autoren eine Aufgabe zur Lösung stellen. Inhalt könnte z.B. die Analyse von Kennzeichnungen an Schienenfahrzeugen sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Darstellung der Schienenfahrzeuge hätten die Autoren durchaus etwas mehr Raum schenken können, denn die visuell wahrgenommenen Informationen an einer Einsatzstelle, sind die ersten und unmittelbaren, die ein Feuerwehrmann erhält. Diese ersten Eindrücke verkleinern die Chaosphase. Deshalb wäre es enorm wichtig, den Bereich der Güterwagen ausführlicher zu erklären, und zu versuchen, „Klassen“ zu entwickeln, die handlungsleitend sein können. Dieser Kritikpunkt des Rezensenten ergibt sich aus der Feststellung der Buchautoren, dass es für Güterwagen keine Einsatzmerkblätter gibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Gefahren an der „Einsatzstelle Gleis“ sind eindrücklich dargestellt, jedoch wäre zu überlegen, die Gefahren in Form der Gefahrenmatrix, z.B. abschließend in einer Tabelle zu präsentieren. Diese Forderung ist deshalb sinnvoll, weil die Gefahren die unmittelbare Arbeit der Feuerwehrleute betreffen. Die gleiche Anmerkung ist für das Kapitel Löschmittel vorzubringen. Auch hier bietet eine Tabelle einen schnellen Überblick.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Autoren weisen richtigerweise auf die Kompetenzen des THW hin. Ein kurzer Abriss dieser Kompetenzen wäre sinnvoll. Richtig ist die Forderung, dass sich die Feuerwehren zumindest über die Möglichkeiten des THW informieren sollten. (Vgl. Stefan Cimander: <a href="http://www.fwnetz.de/2009/01/24/blau-und-rot-%E2%80%93-gemeinsam-stark/">Blau und Rot – gemeinsam stark</a>)</p>
<p style="text-align: justify;">Abschließend bleibt festzustellen, dass die Autoren das Thema mit seinen wichtigsten Facetten darstellen und dabei immer wieder auf die Gefahren des Stroms, die Zusammenarbeit mit dem Notfallmanager und die Notwendigkeit von Aus- und Fortbildung hinweisen. (Autor der Rezension: Stefan Cimander, www.fwnetz.de)</p>
<p style="text-align: justify;">Meyer, Christian; Konrad Vogt: <em>Einsätze im Bereich von Bahnanlagen</em>. Reihe: Fachwissen Feuerwehr. Heidelberg et al.: ecomed Sicherheit 2011. Softcover, kartoniert, glanzkaschiert, 96 Seiten. ISBN 978-3-609-68462-8. (<a href="http://d-nb.info/101054442X" target="_blank">Datensatz bei der Deutschen Nationalbibliothek</a>)</p>
<p style="text-align: justify;">Einzelpreis: EUR 9,95, bei Bezug mehrerer Exemplare gibt der Verlag Rabatt, abhängig von der Anzahl der Bestellungen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">[Update 31.03.2011]</h3>
<p style="text-align: justify;">Wir, das FWNetz, verlosen in Zusammenarbeit mit dem Verlag ecomed  Sicherheit ein Exemplar des Taschenbuches “Einsätze im Bereich von  Bahnanlagen” von Christian Meyer und Konrad Vogt.</p>
<p style="text-align: justify;">Um an der Verlosung teilzunehmen, müsst  ihr über eure <em>Erfahrungen</em>, <em>Erlebnisse </em>in oder euer <em>Wissen </em>über <em>Einsätze im Bereich von Bahnanlagen</em> einen Kommentar  verfassen. Den Kommentar setzt ihr bitte unter die Rezension des Buchs “<a href="../2011/03/24/rezension-einsatze-im-bereich-von-bahnanlagen/">Einsätze  im Bereich von Bahnanlagen</a>”!</p>
<p style="text-align: justify;">Die Verlosung selbst dauert bis zum <strong>7.  April 2011, 18 Uhr MESZ</strong>. Jeder Kommentar bekommt von mir eine  Nummer (bitte selbst keine Nummern vergeben!). Am 7. April bestimme ich  dann mit Hilfe eines Zufallsgenerators den Gewinner.</p>
<p style="text-align: justify;">Bitte beachtet, dass <strong>pro Person  nur ein Kommentar</strong> zählt. Gibt jemand also mehrere Kommentare  ab, dann zählt nur der erste. Achtet ferner darauf, dass ihr mir eine <strong>gültige  Emailadresse</strong> hinterlasst. Diese müsst ihr nicht in den  Kommentartext eintragen, es genügt, wenn diese in euren Anmeldedaten  hinterlegt ist. Sollte jemand binnen einer Woche nicht auf seine  „Gewinnnachricht“ reagieren, auf den Gewinn verzichten, oder eine  ungültige Emailadresse hinterlassen haben, ermittle ich mit dem  Zufallsgenerator einen neuen Gewinner.</p>
<h3 style="text-align: justify;">[Update 07. April 2011]</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Verlosung ist zu Ende und gewonnen hat der Schreiber von Kommentar Nr. 8. Wie immer habe ich den Gewinner mit Hilfe von random.org ermittelt.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Bildmaterial</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Bildmaterial ist mit Erlaubnis von ecomed Sicherheit in den Artikel eingebunden.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Links</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.ecomed-sicherheit.de/es/liste/pTyp/CAT_CODE/pWert/HJRTGR02001" target="_blank">ecomed</a></li>
<li><a href="http://www.ecomed-sicherheit.de/es/detail/isbn/978-3-609-68462/order_nr/60968462/suThema/alle/suIsbn//suSchlagwort/feuerwehr%20bahnanlagen/suTitel//suVerlag//suMedien//suProduktgattung//suAuthor//shopAufCd/" target="_blank">Buchproduktseite</a></li>
<li><a href="http://www.hjr-verlag.de/hjr/presseinformation/count/24151" target="_blank">Pressetexte zum Buch</a></li>
</ul>
<h3 style="text-align: justify;">Auswahl an Rezensionen im FWNetz/Feuerwehr Weblog</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.fwnetz.de/2010/09/03/rezension-atemschutz-notfallmanagement/">Rezension: “Atemschutz-Notfallmanagement”</a></li>
<li><a href="http://www.fwnetz.de/2010/05/06/schwarzfall-was-ist-die-zivilisation-ohne-strom/">“Schwarzfall” – Was ist die Zivilisation ohne Strom</a></li>
<li><a href="http://www.fwnetz.de/2009/07/26/rezension-k-fischer-loschgruppenfahrzeuge-lf-16/">Rezension: K. Fischer “Löschgruppenfahrzeuge LF 16″</a></li>
<li><a href="http://www.fwnetz.de/2008/01/27/an-die-schlauche-fertig-los/">“An die Schläuche fertig los!”</a></li>
<li><a title="Permanent Link: Von Ameisen und Vulkanen" rel="bookmark" href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/02/09/von-ameisen-und-vulkanen/">Von  Ameisen und Vulkanen</a></li>
</ul>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.fwnetz.de%2F2011%2F03%2F24%2Frezension-einsatze-im-bereich-von-bahnanlagen%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Starke Marke“ &#8211; Corporate Design am Beispiel der Berliner Feuerwehr</title>
		<link>http://www.fwnetz.de/2010/06/09/%e2%80%9estarke-marke%e2%80%9c-corporate-design-am-beispiel-der-berliner-feuerwehr/</link>
		<comments>http://www.fwnetz.de/2010/06/09/%e2%80%9estarke-marke%e2%80%9c-corporate-design-am-beispiel-der-berliner-feuerwehr/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 15:31:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Stenzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Interschutz 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[SPEZIAL]]></category>

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		<description><![CDATA[(sst). Die Berliner Feuerwehr präsentiert sich seit 2009 in neuem Outfit. Mit einem einheitlichen Design von der Visitenkarte bis zur Fahrzeugbeklebung schuf die Feuerwehr ein einheitliches Erscheinungsbild. An ihrem Messestand präsentierte die Berliner Feuerwehr die Entstehung ihres Corporate Design und seine Vorteile. Langfristiges Kommunikationsziel ist es, die Berliner Feuerwehr zu einem „Markenzeichen“ aufzubauen.
Im Rahmen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a title="Interschutz 2010 von FWnetz bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/40833837@N00/4685448078/"><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="http://farm5.static.flickr.com/4022/4685448078_176dea9c74_m.jpg" alt="Interschutz 2010" width="240" height="160" /></a>(sst). Die Berliner Feuerwehr präsentiert sich seit 2009 in neuem Outfit. Mit einem einheitlichen Design von der Visitenkarte bis zur Fahrzeugbeklebung schuf die Feuerwehr ein einheitliches Erscheinungsbild. An ihrem Messestand präsentierte die Berliner Feuerwehr die Entstehung ihres Corporate Design und seine Vorteile. Langfristiges Kommunikationsziel ist es, die Berliner Feuerwehr zu einem „Markenzeichen“ aufzubauen.<span id="more-25026"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Im Rahmen der Fachvorträge am Messestand der Berliner Feuerwehr in Halle 1 präsentierte Jens-Peter Wilke (Stabsbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) das „Corporate Design“, das die Feuerwehr im Jahre 2009 einführte. Das Erscheinungsbild der Berliner Feuerwehr war vor dem Redesign mehr als durchwachsen. Verschiedenste Fahrzeugbeklebungen und eine nicht zu beziffernde Zahl an farblichen, gestalterischen und typografischen Varianten des Schriftzugs und des Wappens der Berliner Feuerwehr waren im Umlauf. Das bisherige Abzeichen bestand aus zu vielen Farben, war zu filigran und detailliert.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit einem Corporate Design sollte ein einheitliches Erscheinungsbild geschaffen werden, um die positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit und die Identifikation der Haupt- und Ehrenamtlichen mit ihrer Feuerwehr zu steigern. Auch der Wahrnehmungs- und Wiedererkennungsgrad der Berliner Feuerwehr sollte dadurch erhöht werden. In Zusammenarbeit mit einer Kommunikationswissenschaftlerin wurde das neue Design hausintern und damit kostenneutral vom Stabsbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit erarbeitet. Das bisherige Wappen sollte damit aufgrund der langen Tradition in den Grundzügen erhalten bleiben. Zudem wurde der Anspruch gestellt, dass das neue Markenzeichen gleichermaßen modern und zeitlos sein und einen dynamischen aber auch seriösen Eindruck erzeugen soll. Bei der Umsetzung wurde auch das Corporate Design der Stadt Berlin einbezogen. Die Grundfarben rot und weiß sowie die Schriftart waren dadurch bereits vorbestimmt. Bei der Entwicklung des neuen Logos wurde das seit 1977 gebräuchliche Hoheitszeichen stilisiert. Es wurde auf wenige klare Linien reduziert und ist nur noch einfarbig. Der Schriftzug „BERLINER FEUERWEHR“ steht neben dem neuen Logo und bildet damit die so genannte „Wort-Bild-Marke“.</p>
<table border="0" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p style="text-align: center;"><a title="Interschutz 2010 von FWnetz bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/40833837@N00/4684814749/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4044/4684814749_4f0e8aff95.jpg" alt="Interschutz 2010" width="500" height="333" /></a></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">„Viele Berliner Bürger dachten aufgrund der unterschiedlichen Fahrzeugdesigns, dass es in jedem Ortsteil eine eigenständige Feuerwehr gibt“, berichtet Wilke. Auch die Rettungswagen wurden oft mit den Fahrzeugen privater Krankentransportunternehmen verwechselt, da sie nur spärlich mit roter Folie beklebt waren. Im neuen Design werden die Fahrzeuge wieder fast vollständig „rot“ sein. Neben der Wort-Bild-Marke ziert alle Fahrzeuge ein großflächiger verjüngender Bogen sowie der neu kreierte Schriftzug „Notruf 112“. Um die Sichtbarkeit zu erhöhen, wurden alle weißen Bestandteile der Beklebung retroreflektierend ausgeführt. Auf zusätzliche Schriftzüge, wie „Technische Hilfeleistung“, wurde vollständig verzichtet. „Ein Feuerwehrangehöriger weiß, um welche Fahrzeuge es sich handelt. Für den Bürger bietet ein solcher Schriftzug keine sinnvolle Information“, erläutert Wilke.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben dem neuen Fahrzeugdesign, das bereits bei rund 140 der über 1.000 Berliner Fahrzeuge umgesetzt ist, wurde auch die Beschriftung der Bekleidung und an den Dienstgebäuden an das neue Corporate Design angepasst. Auch die Visitenkarten, eMail-Signaturen oder Power-Point-Vorlagen sowie eine Überarbeitung des Internetauftritts der Berliner Feuerwehr wurden in die einheitliche Gestaltung eingebunden. Lizenzverträge wurden mit Herstellern von Merchandising-Artikeln und Modellbauherstellern abgeschlossen Markenzeichen, um ein Markenzeichen aufzubauen und eine „Berliner Feuerwehr-Fankultur“ zu fördern. Die Anwendung des Corporate Design legt eine Geschäftsanweisung und ein Handbuch verbindlich fest.</p>
<table border="0" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p style="text-align: center;"><a title="Interschutz 2010 von FWnetz bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/40833837@N00/4684815277/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4011/4684815277_9f51c563a3.jpg" alt="Interschutz 2010" width="500" height="333" /></a></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">Es zeigte sich bald, dass schon erste Entwürfe von den Mitarbeitern eifrig genutzt wurden. Entgegen den ursprünglichen Befürchtungen musste weniger Überzeugungsarbeit geleistet, sondern vielmehr einem „übereifrigen Wildwuchs“ entgegen gewirkt werden. Diese Erfahrung zeigt, wie groß das Bedürfnis der Angehörigen der Berliner Feuerwehr nach einheitlicher Gestaltung ist. Auch aus der Bevölkerung kamen bisher nur positive Bemerkungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben zahlreichen positiven Beispielen, wie die Feuerwehren in Hannover, Leipzig oder auch Göttingen, setzten viele Feuerwehren, beispielsweise in Frankfurt und Hamburg, ein einheitliches Design nur halbherzig um, erläutert Wilke. Er rät Feuerwehren, die für sich ein einheitliches Erscheinungsbild schaffen wollen, nach den „kreativen Köpfen“ in den eigenen Reihen zu suchen und sich an anderen Designs zu orientieren. Für eine Umsetzung sei keine teure Agentur nötig.</p>
<table border="0" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p style="text-align: center;"><a title="Interschutz 2010 von FWnetz bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/40833837@N00/4685448006/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4025/4685448006_aa9289bd72.jpg" alt="Interschutz 2010" width="500" height="333" /></a></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: left;"><em>Der Besuch des FWNetz-Teams auf der Interschutz wurde möglich durch die    Unterstützung von </em><a href="http://www.resqtec.eu/frontpage-german/" target="_blank"><em>Resqtec</em></a><em>.</em></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2010/06/RESQTEC.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-24968" title="RESQTEC" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2010/06/RESQTEC-300x54.jpg" alt="" width="300" height="54" /></a></p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.fwnetz.de%2F2010%2F06%2F09%2F%25e2%2580%259estarke-marke%25e2%2580%259c-corporate-design-am-beispiel-der-berliner-feuerwehr%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Schwarzfall&#8221; &#8211; Was ist die Zivilisation ohne Strom</title>
		<link>http://www.fwnetz.de/2010/05/06/schwarzfall-was-ist-die-zivilisation-ohne-strom/</link>
		<comments>http://www.fwnetz.de/2010/05/06/schwarzfall-was-ist-die-zivilisation-ohne-strom/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 May 2010 07:22:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Cimander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen und Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Schwindt]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzfall]]></category>
		<category><![CDATA[Stromausfall]]></category>

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		<description><![CDATA[(sc). Es ist ein beklemmendes, gleichzeitig auch ein aktuelles Szenario, dass Peter Schwindt in seinem Thriller „Schwarzfall“* entwirft.
Seit drei Monaten hat es nicht mehr geregnet. Die Temperatur sinkt kaum unter dreißig Grad. Die Pegel der Flüsse sinken und die Temperatur der Gewässer steigt. Wasser, das die Kraftwerke zum Kühlen benötigen. Immer weniger und wärmeres Wasser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">(sc). Es ist ein beklemmendes, gleichzeitig auch ein aktuelles Szenario, dass Peter Schwindt in seinem Thriller „Schwarzfall“* entwirft.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit drei Monaten hat es nicht mehr geregnet. Die Temperatur sinkt kaum unter dreißig Grad. Die Pegel der Flüsse sinken und die Temperatur der Gewässer steigt. Wasser, das die Kraftwerke zum Kühlen benötigen. Immer weniger und wärmeres Wasser steht einem gestiegenen Strombedarf gegenüber. Dieser resultiert u.a. aus der Verbreitung von Klimaanlagen. Immer mehr Klimaanlagen brauchen immer mehr Strom. Noch dazu fallen Überlandleitungen wegen Waldbränden aus. Die Last verteilen die Stromerzeuger auf die verbliebenen Leitungen. Fällt ein Kraftwerk aus, müssen andere die gestiegen Last aufnehmen. Irgendwann gehen mitten in der Nacht die Lichter aus – und sie bleiben aus. Nun zeigt sich, dass die Zivilisation, wie wir sie kennen, ohne Strom (fast) nicht mehr existent ist. Fahrstühle, Telekommunikation, Eisenbahnen, Abgaslüftungen in Tiefgaragen, Geldautomaten, Wasser- und Abwasserpumpen, &#8230; alle diese selbstverständlichen Dinge funktionieren nicht mehr und führen im Besten Fall zur Einschränkung der Lebensqualität,  im Schlechtesten zu Verletzten und Toten.</p>
<div id="attachment_24386" class="wp-caption aligncenter" style="width: 563px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2010/05/bild1.jpg"><img title="Symbolbild: Schwarzfall" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2010/05/bild1-1024x575.jpg" alt="Symbolbild: Schwarzfall" width="553" height="311" /></a><p class="wp-caption-text">Symbolbild: Schwarzfall</p></div>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-24271"></span>Die Geschehnisse spielen in Seckbach, einem Stadtteil am Rande von Frankfurt am Main, und in der Stadt selbst. Schwindt erzählt die Geschichte der bürgerlichen Familie Hellmann (Harald, Claudia und den Söhnen Lukas und Malte), von Patrick, Jessica und Marvin die am sozialen Rand der Gesellschaft leben und von Dr. Katharina Debus, einer Ärztin in einem Krankenhaus – natürlich kreuzen sich die Wege der drei Gruppen. Beispielhaft stehen diese drei Gruppen auch für drei unterschiedliche Reaktionsweisen auf die Krise.</p>
<p style="text-align: justify;">Während die Ärztin Katharina Debus sich, neben der Sorge um die demenzkranke Mutter, im Krankenhaus um die Opfer des Stromausfalls kümmert, verkörpert Patrick den oft aggressiven, von Hartz IV lebenden „Verlierer“ &#8211; würde man wohl sagen. Zwar ist er nicht der hirnlos agierende Chaot, jedoch ist er Dingen wie Raub, Einbruch, Gewalt und Überfall nicht abgeneigt. Der Waffennarr Harald Hellmann sieht in dem Stromausfall die Chance sein Ego, insbesondere jedoch sein Streben nach Macht über andere auszuleben. Er gründet die so genannte Nachbarschaftshilfe, die den besseren Teil Seckbachs vor den „Asozialen“ aus der Atzelbergsiedlung beschützen soll. Als Vorsitzender der Nachbarschaftshilfe bestimmt Harald Hellmann, wer etwas von den (akquirierten) Lebensmitteln bekommt, die er in seiner Garage hortet.</p>
<div id="attachment_24393" class="wp-caption aligncenter" style="width: 563px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2010/05/bild2.jpg"><img class="size-full wp-image-24393  " title="Kerze in der Dunkelheit" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2010/05/bild2.jpg" alt="Kerze in der Dunkelheit" width="553" height="311" /></a><p class="wp-caption-text">Ist kein Strom da, bleiben nur noch Kerzen als Lichtspenden übrig. Im Gegensatz zu batteriebetriebenen Geräten brauchen sie keinen Strom um Licht zu spenden.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Alle drei zeigen mögliche Reaktionsweisen: Altruismus, (gewalttätiges) Chaos und (gewalttätige) Abgrenzung. Auf der einen Seite führt der Stromausfall zu blinder Zerstörungswut. Diese Wut richtet sich gegen alle und alles. Dummerweise natürlich auch gegen die eigene, zum Leben benötigte Infrastruktur. Hans Magnus Enzensberger hat diese Reaktion – ohne das Vorhandensein einer Krise &#8211; einmal als den molekularen Bürgerkrieg bezeichnet. Auf der anderen Seite grenzen sich die (vermeintlich) besseren Teile der Gesellschaft mit Waffengewalt in so genannten „Gated Communities“ ab. Eine Reaktion die auch ohne Krise in vielen Gesellschaften zu beobachten ist. Beide Seiten stehen sich prinzipiell unversöhnlich gegenüber. Im Buch sind dies die Atzelbergsiedlung und der „bessere“ Teil von Seckbach. Natürlich gibt es auf beiden Seiten auch anders denkende Positionen.</p>
<p style="text-align: justify;">Aktualität gewinnt das Buch vor dem Hintergrund der laufenden Diskussion um die Vulnerabilität  (d.h. Verletzbarkeit, Verwundbarkeit) kritischer Infrastrukturen. Die Achillesferse jeder funktionierenden Infrastruktur ist die Energieversorgung. Das zeigt Schwindt insbesondere an den Problemen, die in einem Krankenhaus entstehen, wenn zu wenig Strom da ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber auch Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste bzw. im weiteren Verlauf auch die Bundeswehr sind auf Strom angewiesen. Dazu kommt, dass Selbstverständlichkeiten wie Wasser- und Abwasserversorgung, Lebensmittelversorgung auch vom Strom abhängig sind. Gerade die Entsorgung allzu menschlicher Bedürfnisse wird zu einem hygienischen Vabanquespiel, gerade in dem Moment, als es zu Regnen beginnt, und die vollkommen vertrocknete, bockelharte Erde die Wassermassen nicht aufnehmen kann. Neben der Verbreitung von Ratten, breiten sich dann Krankheiten aus, die die meisten Deutschen nur aus den Nachrichten kennen: Cholera und Typhus.</p>
<p style="text-align: justify;">Abhängigkeiten der Gesellschaft und Reaktionsweisen der Bevölkerung stellt Schwindt im Rahmen der literarischen Perspektive gut dar. Gerade die Abhängigkeit der Infrastruktur von Strom und den daraus resultierenden Konsequenzen ist mehr als realistisch dargestellt. Dabei kommen auch Anspielungen auf gesellschaftlichen Diskussionen bzw. Verwerfungen, wie die Verbreitung von Schusswaffen, Demenz und Pflege, Bundeswehreinsatz im Inneren, Erziehung von Kindern durch Playstation und Co., Vorurteile und Hass gegenüber Ausländern (Türken, Spätaussiedler) und das Outsourcing nicht zu kurz. Am Rande erwähnt sei auch, dass ohne die nächtliche Lichtverschmutzung die Stadtbevölkerung den ihr nahezu unbekannten Sternenhimmel sieht.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass Behörden und Organisationen, wie Polizei und Feuerwehr, in einer derartigen Krise überfordert sind, ist realistisch dargestellt. Gerade aus dieser Überforderung entstehen rechtsfreie Räume, die zu oben genannten Reaktionen führen. Auch Krankenhäuser sind einer solchen Krise nur schwer gewachsen, wie Schwindt deutlich herausstellt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ereignisse der jüngeren Vergangenheit, wie die Katastrophe von New Orleans oder der Stromausfall im Münsterland infolge lang anhaltender Schneefälle, waren dem von Schwindt entworfenen Szenario sicherlich ein Vorbild. Fachlichen Rat bekam Schwindt außerdem von Dr. Rudolf Kreutzer, dem Leiter des Kompetenzzentrums für Risikomanagement am Allianz Zentrum für Technik.</p>
<div id="attachment_24394" class="wp-caption aligncenter" style="width: 563px"><a href="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2010/05/bild3.jpg"><img class="size-full wp-image-24394  " title="Taschenlampe in der Dunkelheit" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2010/05/bild3.jpg" alt="Taschenlampe in der Dunkelheit" width="553" height="311" /></a><p class="wp-caption-text">Taschenlampen eignen sich nur bedingt als Lichtreserve, da Batterien endlich sind und in der Regel in den Haushalten in nicht großen Stückzahlen vorgehalten werden.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Schwindt schreibt insgesamt sehr dicht, die Zeichnung der Charaktere kommt dabei nicht kurz, gerade im Hinblick auf die Darstellung der gesellschaftlichen Verwerfungen. Dies führt zu einer spannenden Erzählung. Jedoch stört die Schnelligkeit der Handlung. Gerade weil Schwindt auf viele Aspekte eingeht, die in einer derartigen Krise zu einem unberechenbaren Faktor werden können, wirkt vieles gehetzt, zu wenig erklärt und abgehackt.  Schwindt bricht einigen Stellen die Erzählung ab, wo der Leser weitere Erörterungen erwartet. Gerade die Vulnerabilität von kritischen Infrastrukturen wird zu Gunsten der Darstellung der Charaktere und durch Seitenhiebe auf gesellschaftliche Diskussionen vernachlässigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch inhaltlich bleiben einige Aspekte rätselhaft. Trotz der Abhängigkeit vom Strom, scheint das Senden von Radiosendungen immer zu funktionieren. Bei einem großflächigen Stromausfall sind aber gerade die Radiostationen und die für die Weiterleitung der Radiowellen notwendigen Infrastruktur ebenfalls betroffen. Auch die Annahme, dass es kaum eine Bevorratung von Treibstoff gibt, scheint angesichts der tatsächlichen Vorräte unrealistisch. Insbesondere der von Schwindt als Kausalität konstruierte Zusammenhang von Treibstoff und Strom leuchtet nicht ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Trotz aller Kritik ist dieses Buch mehr als zu empfehlen, zeigt es doch in beeindruckter Weise, wie abhängig wir vom Strom sind, und welche Folgen ein landesweiter Stromausfall hat. Schwindt wirft indirekt auch Fragen auf, die sich um die privaten und staatlichen Vorbereitungen auf eine solche Krise drehen. Immer wieder ist zwischen den Zeilen die im ganzen Buch unausgesprochene Frage zu lesen, ob wir psychisch und technisch auf eine solche Krise vorbereitet sind. Insofern ist das Buch ein Appell sich um die Vorsorge zu kümmern. (Autor der Rezension: Stefan Cimander, www.fwnetz.de)</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Peter Schwindt: Schwarzfall. München, Zürich: Piper Verlag, 2010, 282 S., ISBN 978-3-492-25816-6,  EUR 8.95</strong> (<a href="http://d-nb.info/999051075" target="_blank">Deutsche Nationalbibliothek</a>)</p>
<p style="text-align: justify;">* Schwarzfall ist das deutsche Wort für Blackout oder synonym zu Stromausfall</p>
<h2 style="text-align: justify;">Links (Auswahl an Rezensionen):</h2>
<ul>
<li><a href="http://www.fantasyguide.de/10273.0.html" target="_blank">Rezension auf Fantasyguide.de </a></li>
<li><a href="http://www.geisterspiegel.de/background/rezis/sonstige_thriller_Tabuech/schwarzfall.html" target="_blank">Rezension auf Geisterspiegel.de</a></li>
<li><a href="http://buchbegegnungen.blog.de/2010/04/06/rezension-schwarzfall-peter-schwindt-8319676/" target="_blank">Rezension auf Buchbegegnungen</a></li>
<li><a href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=49172" target="_blank">Rezension auf Büchereule.de</a></li>
<li><a href="http://www.buchvergleich.de/index.php?readID=1473" target="_blank">Buchrezensionen.info</a></li>
<li><a href="http://www.amazon.de/product-reviews/3492258166/ref=cm_cr_dp_all_summary?ie=UTF8&amp;showViewpoints=1&amp;sortBy=bySubmissionDateDescending" target="_blank">Amazon.de Rezensionen</a></li>
<li><a href="http://www.piper-verlag.de/taschenbuch/buch.php?id=16249&amp;page=buchaz" target="_blank">Piper  Verlag</a></li>
</ul>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.fwnetz.de%2F2010%2F05%2F06%2Fschwarzfall-was-ist-die-zivilisation-ohne-strom%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.fwnetz.de/2010/05/06/schwarzfall-was-ist-die-zivilisation-ohne-strom/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kommentar: Notruf 19222 &#8211; Sie retten Dein Leben</title>
		<link>http://www.fwnetz.de/2009/12/14/kommentar-notruf-19222-sie-retten-dein-leben/</link>
		<comments>http://www.fwnetz.de/2009/12/14/kommentar-notruf-19222-sie-retten-dein-leben/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 12:26:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Cimander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.fwnetz.de/?p=21157</guid>
		<description><![CDATA[(sc). Wer sich erinnert, der Gesetzgeber hatte entschieden, dass im Zuge der europaweiten Vereinheitlichung der Notrufnummern nur noch die 112 für nichtpolizeiliche Notrufe zulässig ist. Gerade in Baden-Württemberg und Bayern existierte mit der Nummer 19222 jedoch eine von den Rettungsdiensträgern forcierte, offiziell aber nie als Notrufnummer anerkannte Pseudo-Notrufnummer. Mit einer Frist zum 1.07.2009 sind alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">(sc). Wer sich erinnert, der Gesetzgeber hatte entschieden, dass im Zuge der europaweiten Vereinheitlichung der Notrufnummern nur noch die 112 für nichtpolizeiliche Notrufe zulässig ist. Gerade in Baden-Württemberg und Bayern existierte mit der Nummer 19222 jedoch eine von den Rettungsdiensträgern forcierte, offiziell aber nie als Notrufnummer anerkannte Pseudo-Notrufnummer. Mit einer Frist zum 1.07.2009 sind alle Rettungsdienstträger in Baden-Württemberg durch das Sozialministerium aufgefordert worden, die 19222 als Notrufnummer von Notfallfahrzeugen und anderen Formen der Bekanntmachung zu entfernen und durch die 112 zu ersetzen. Gleichzeitig sollte fortan die kostenpflichtige 19222 ist demnach nur noch für den Krankentransport gelten. Dem kamen die Träger der Rettungsdienste nur sehr widerwillig und unter großem Protest nach. Man bemühte die Keule der Verschlechterung der Versorgung und prophezeite, dass mit der Nummer 112 nun viele Menschen sterben werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-21157"></span>Ich hatte mich vor einigen Monaten ebenfalls als Orakel betätigt und behauptet, dass uns die 19222 auch 2010 und den folgenden Jahren verfolgen wird. Nun haben wir aber noch 2009 und das Deutsche Rote Kreuz rollt die 19222 vs. 112 Lawine erneut los.</p>
<p style="text-align: justify;">Der DRK-Kreisverband Karlsruhe informierte in der vergangen Woche seine Mitglieder über eine Sitzung bezüglich der ILS in Karlsruhe. Interessant ist dabei das, was unter Punkt zwei bekannt gegeben wird: Dort heißt es, dass man weiterhin darauf hinwirken will, dass es eine eigene Notrufnummer („medizinische Notrufnummer“) für den Rettungsdienst in Deutschland geben soll.</p>
<p style="text-align: justify;">Mir ist schleierhaft, was das soll, denn eine weitere Notrufnummer nach 110, 112 und dem Behördennotruf 115 würde unsere MitbürgerInnen vollends verwirren. Gerade dieses Argument hatten Befürworter der 19222 einst gegen die 112 vorgebracht: Weil den Leuten die 112 nicht bekannt sei (sic!), müssten diese demzufolge mit einer Verschlechterung der medizinischen Versorgung rechnen, weil man ja unter der bekannten Rettungsdienstnotrufnummer 19222 (sic!) die Notrufe nicht mehr entgegen nehmen dürfe.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein neuer Rettungsdienst-Notruf wäre aber noch unbekannter als alle schon existierenden Notruf- und Pseudonotrufnummern! In dem Vorstoß eine eigene medizinische Notrufnummer einrichten zu wollen, sehe ich also nichts anderes als den Versuch, die 19222 hintenrum wieder einführen zu wollen.</p>
<p style="text-align: justify;">Passend dazu berichtet der DRK-Kreisverband Karlsruhe heute auf seiner Webseite, über neue, in Dienst gestellte Fahrzeuge. Gleich im ersten Satz schafft man Fakten: „Gesetzliche 15 Minuten darf es dauern, bis die Rettungskräfte ab dem Notruf 19 222 an gerechnet maximal brauchen dürfen, um beim Notfallpatienten oder an der Unfallstelle einzutreffen.“</p>
<p style="text-align: justify;">In diesem Sinne: 19222 – da werden Sie geholfen!</p>
<p style="text-align: justify;">P.S.: Liebe Kommunen aus BW, das geht auch euch etwas an! Ihr habt jahrelang versagt integrierte Leitstellen zu schaffen und habt euch stattdessen hinter dem Argument der Kosten und dem Verweis auf den vermeintlich optimalen Status quo versteckt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Links</strong></p>
<ul>
<li>DRK KV Karlsruhe: <a href="http://www.drk-karlsruhe.de/magazin/de/aktuelles/anzeigen/3266/" target="_blank">DRK erhält vier neue Eunsatzfahrzeuge</a></li>
<li>DRK KV Karlsruhe: <a href="http://www.drk-karlsruhe.de/magazin/de/aktuelles/anzeigen/3260/" target="_blank">Leistelle/Europäischer Notruf</a></li>
</ul>
<p><strong>Links im FWNetz </strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.fwnetz.de/2009/06/29/stuttgart-schwarze-liste-mit-notruf-sundern/" target="_self">Stuttgart: Schwarze Liste mit “Notruf-Sündern”?</a></li>
<li><a href="http://www.fwnetz.de/2009/06/19/stuttgart-19222-kontra-112/" target="_self">Stuttgart: 19222 kontra 112</a></li>
<li><a href="http://www.feuerwehr-weblog.de/2006/12/19/19-222/" target="_blank">19222 (Hintergrund Notrufsystem)</a></li>
</ul>
<p><strong>Links im Web</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.notfallrettung-stuttgart.de/" target="_blank">Initiative Notfallretung Stuttgart</a></li>
</ul>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.fwnetz.de%2F2009%2F12%2F14%2Fkommentar-notruf-19222-sie-retten-dein-leben%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kein Ersatz für kommunale Versäumnisse</title>
		<link>http://www.fwnetz.de/2009/11/27/kein-ersatz-fur-kommunale-versaumnisse/</link>
		<comments>http://www.fwnetz.de/2009/11/27/kein-ersatz-fur-kommunale-versaumnisse/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 12:28:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Cimander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[FWpix]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Techwatch, Fahrzeuge, Ausrüstung, Produkte]]></category>
		<category><![CDATA[Budensfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[erweiterter Katastrophenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehrfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophenschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[(sc). „Gerade ein Blick in finanzarme Kommunen zeigt, dass so manche Feuerwehr auf jene Fahrzeuge, mangels Alternative, angewiesen ist.“ Es geht um die rund 961 LF 10/6 und 450 Gerätewagen Logistik zur Wasserförderung, die der Bund den Gemeinden in den nächsten Jahren zur Ergänzung des Katastrophenschutzes zur Verfügung stellt. Obiges Zitat ist Teil eines Kommentars, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">(sc). „Gerade ein Blick in finanzarme Kommunen zeigt, dass so manche Feuerwehr auf jene Fahrzeuge, mangels Alternative, angewiesen ist.“ Es geht um die rund 961 LF 10/6 und 450 Gerätewagen Logistik zur Wasserförderung, die der Bund den Gemeinden in den nächsten Jahren zur Ergänzung des Katastrophenschutzes zur Verfügung stellt. Obiges Zitat ist Teil eines Kommentars, den eine Leser auf einen Artikel über das neue LF-KatS des Bundes abgegeben hat (<a href="../2009/05/13/lentner-baut-kats-lf/" target="_blank">Lentner baut KatS-LF</a>). Das Zitat insgesamt und im Besonderen dieser Satz, bringen die völlige Unkenntnis über die Strukturen des deutschen Zivil- und Katastrophenschutzes zum Ausdruck.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-20913"></span>Der Bund investiert nicht aus Altruismus und Uneigennützigkeit oder als Folge irgendwelcher Konjunkturpakete einen Millionenbetrag in neue Feuerwehr- oder Rettungsdienstfahrzeuge.</p>
<p style="text-align: justify;">Die vom Bund gestellten Fahrzeuge sind Bundesfahrzeuge, die letztlich den Feuerwehren zur Nutzung überlassen sind. Das macht ja auch Sinn, denn die Fahrzeuge müssen nicht nur bewegt werden, sondern die Feuerwehrleute sollen mit dem Fahrzeug auch arbeiten können. Als Gegenleistung für die Bereitstellung von Technik verlangt der Bund von den Ländern, respektive den Gemeindefeuerwehren, dass die Gemeinden dieses Fahrzeug mitsamt Personal für Aufgaben des Zivilschutzes bereit stellen müssen. Außerdem kann der Bund diese Fahrzeuge jederzeit abziehen und einem anderen, seiner Gefahrenabwehrkonzeption besser entsprechenden Ort zuweisen. Soweit die <strong>Kurzfassung</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hier die Langfassung</strong>:</p>
<p style="text-align: justify;">Die Brandschutz- und andere Fahrzeuge sind Teil der <strong>Ergänzung des Katastrophenschutzes </strong>der Länder durch den Bund. Um das zu erklären, muss man folgendes wissen: Gefahrenabwehr im Katastrophenfall ist gemäß Artikel 70 GG Aufgabe der Länder, der Bund hat jedoch nach Artikel 73 Abs. 1 Nr. 1 GG die Gesetzgebungskompetenz für den Schutz der Zivilbevölkerung im Verteidigungsfall. Es gibt also einen <strong>Zivilschutz (Bund)</strong> und einen <strong>Katastrophenschutz (Länder)</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Weil der Bund aus finanziellen, organisatorischen und auch Praktikabilitätsgründen keine eigene Organisation (mehr) für den Zivilschutz vorhalten kann (und will) – <em>wer in Geschichte bewandert ist, dem Fallen da LSHD und ZSK ein</em> -, konzipierten Bund und Länder in den 1970er Jahren den so genannten <strong>Erweiterten Katastrophenschutz</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Bund griff darin zu einem Trick: Er stellte – unter Annahme einer vorhandenen Katastrophenschutzorganisation – den Ländern u.a. Fahrzeuge zur Verfügung, die diese auch im friedensmäßigen Katastrophenschutz einsetzen konnten, dafür sollten dem Bund im Verteidigungsfall diese Einheiten und das zugehörige Personal zur Verfügung stehen. Die Erweiterung des Katastrophenschutzes war damit nichts weniger als eine Zivilschutzkomponente, da die friedensmäßige Gefahrenabwehr nun mit dem verteidigungsfallorientierten Zivilschutz verschmolzen war.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Konzeption hat noch heute Gültigkeit, nennt sich nun aber, aufgrund des Wegfalls von Fachdiensten, der Reduzierung von Fahrzeugen und strategischer Neuausrichtung, <strong>ergänzender Katastrophenschutz</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Der erweiterte Katastrophenschutz schaffte nun das Prinzip überörtlicher Einheiten ab und basierte auf dem flächendeckenden Prinzip. D.h. der Bund verteilte die Fahrzeuge und die Einheiten gleichmäßig über das Bundesgebiet. Beides, das Flächenprinzip und die Annahme einer vorhandenen Katastrophenschutzorganisation in den Ländern sollte in den 1990er Jahren und danach mit dem Rückzug des Bundes aus der Erweiterung des Katastrophenschutz zu einem Problem werden.</p>
<p style="text-align: justify;">So lange der Systemantagonismus zwischen dem kapitalistischen „Westen“ und dem kommunistischen „Osten“ bestand, ließ es sich für die Bundesländer gut mit der vom Bund beschafften – de jure erweiterten – Ausstattung leben, brauchten die Länder und Kommunen doch nicht selbst das erforderliche Gerät für „ihren“ Katastrophenschutz beschaffen.</p>
<p style="text-align: justify;">So kam es, dass Einheiten des Katastrophenschutzes – darunter auch die Feuerwehren – de facto zu großen Teilen auf Bundesmaterial (=Zivilschutz) basierten („Erstangriffsfahrzeuge“). Mit dem Rückzug des Bundes standen nun die Organisationen plötzlich ohne Fahrzeuge bzw. ohne die erwarteten Ersatzfahrzeuge da.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Kommunen hatten sich nun mehr oder weniger selbst ein Bein gestellt, da sie ihre Aufgaben im Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr vernachlässigt hatten, weil sie auf die fortwährende Unterstützung des Bundes und die nicht weiter auffallende, faktische Zweckentfremdung des Bundesmaterials spekulierten.</p>
<p style="text-align: justify;">Heute ist das nicht anders! Weil die Kassen der Kommunen klamm sind, spekulieren die Kämmerer und Kommandanten dieser Republik auf die Zuweisung eines Bundesfahrzeuges, um den eigenen, kommunalen Haushalt zu entlasten. Sprich: Man hofft schlicht und einfach so weiterwursteln zu können, wie man es in den letzten 30 Jahren gemacht hat.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hier der Vollständigkeit halber noch ein paar Worte zum Gefahrenabwehrkonzept de Bundes</strong>:</p>
<p style="text-align: justify;">Der Wandel vom erweiterten zum ergänzenden Katastrophenschutz ist verbunden mit dem Wegfall von Fahrzeugen und der Wiedereinführung von überörtlichen Einheiten. Basis der Vereinbarung ist die „<strong>Neue Strategie zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland</strong>“.</p>
<p style="text-align: justify;">Das neue Ausstattungskonzept des Bundes setzt sich aus so genannten <strong>Kernelementen </strong>für besondere Gefahrenlagen und der <strong>Unterstützungskomponente </strong>zusammen. Für beide Komponenten sollen in den nächsten zehn Jahren für 558 Millionen Euro etwa 5.036 Fahrzeuge bereitgestellt werden, davon entfallen 2.237 Fahrzeuge auf die Kernkomponente, 2.799 Fahrzeuge auf die Unterstützungskomponente. Das Programm umfasst keineswegs nur Neufahrzeuge: ältere Fahrzeuge, die umgerüstet werden können, fallen auch unter die Investitionen des Bundes.</p>
<p style="text-align: justify;">Zur <strong>Unterstützungskomponente </strong>gehören z.B. die Bereiche Brandschutz, Sanität, Betreuung und weitere Krankentransportwagen. Die <strong>Kernelemente </strong>bestehen aus einer standardisierten Ausstattung für CBRN-Gefahrenlagen und umfasst die qualifizierte CBRN Erkundung und Messleitung, die Dekontamination von Personen sowie der Analytischen Task Force (ATF) zur Unterstützung der örtlichen Einsatzleitung mit Fachwissenschaftlern und Spezialmesstechnik bei komplexen CBRN-Lagen. Die Medizinische Task Force ist eine weitere Kernkomponente.</p>
<p style="text-align: justify;">Hintergrund der Beschaffung ist <strong>§ 12 des Zivilschutzgesetzes</strong>, der besagt, dass der Bund den Katastrophenschutz der Länder in den Aufgabenbereichen Brandschutz, Betreuung, ABC- und Sanitätswesen ergänzt. Aber auch der §11 ist wichtig, schreibt er doch die Mitwirkung der friedensmäßigen Katastrophenschutzorganisationen im Zivilschutz fest. (Autor: Stefan Cimander, www.fwnetz.de)</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Links im FWNetz</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.fwnetz.de/2008/09/26/notfall-ktw-als-teil-des-ausstattungskonzeptes-des-bundes/" target="_self">Notfall-KTW als Teil des Ausstattungskonzeptes des Bundes</a></li>
<li><a href="http://www.fwnetz.de/2009/11/15/spuren-messen-und-identifizieren-als-spezialaufgabe-die-atf/" target="_self">Spüren, messen und identifizieren als Spezialaufgabe: Die ATF</a></li>
<li><a href="http://www.fwnetz.de/2009/05/13/lentner-baut-kats-lf/" target="_blank">Lentner baut KatS-LF</a></li>
<li><a href="http://www.fwnetz.de/2009/11/06/erste-bilder-bilder-des-neuen-lf-kats/" target="_self">Erste Bilder Bilder des neuen LF-Kats</a></li>
</ul>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.fwnetz.de%2F2009%2F11%2F27%2Fkein-ersatz-fur-kommunale-versaumnisse%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>2011: Gürtel enger schnallen. Und umdenken.</title>
		<link>http://www.fwnetz.de/2009/07/19/2011-gurtel-enger-schnallen-und-umdenken/</link>
		<comments>http://www.fwnetz.de/2009/07/19/2011-gurtel-enger-schnallen-und-umdenken/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 08:19:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Irakli West</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Strukturwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[(iw) Zwar ist ein einziger Artikel als Bezugsquelle etwas wenig, aber es spricht einiges dafür, dass in naher Zukunft den Kommunen tatsächlich die Einnahmen durch die Gewerbesteuer wegbrechen könnten. Aus der Sicht eines Lieferanten im Feuerwehrbereich läuft dieser Wirtschaftszweig interessanterweise asynchron oder fast schon antizyklisch: der Wirtschaft geht es längst schlecht, doch die Auftragsbücher sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-18850" title="metz" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2009/07/metz.jpg" alt="metz" width="388" height="258" />(iw) Zwar ist ein einziger Artikel als Bezugsquelle etwas wenig, aber es spricht einiges dafür, dass in naher Zukunft den Kommunen <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,636921,00.html#ref=rss" target="_blank">tatsächlich die Einnahmen durch die Gewerbesteuer wegbrechen könnten</a>. Aus der Sicht eines Lieferanten im Feuerwehrbereich läuft dieser Wirtschaftszweig interessanterweise asynchron oder fast schon antizyklisch: der Wirtschaft geht es längst schlecht, doch die Auftragsbücher sind noch voll, die Bestellungen müssen abgearbeitet werden.<span id="more-18849"></span></p>
<p>An sich eine &#8220;gute&#8221; Situation, wäre es nicht so, dass beispielsweise im Fahrzeugbau die Lieferanten der Hersteller gerade jetzt wegfallen &#8211; weil diese von der Krise schon voll erfasst sind. Das Resultat? Mögliche Lieferschwierigkeiten.</p>
<p>Doch kommen wir nun zum oben verlinkten Artikel zurück: ab sofort ist zu erwarten, dass die Budgets teilweise radikal gekürzt werden. Geht es nach der Rasenmähermethode, hat eine Kommune für ihre Feuerwehr mitunter plötzlich <em>40% weniger</em> Finanzmittel zu verteilen. Es ist nicht auszuschliessen, dass dieser Zustand etwas länger anhält, sicher einige Jahre. Für die nahe Zukunft werden nur magere Wachstumsprognosen abgegeben.</p>
<p>Jetzt überlegt Euch: wo würdet ihr sparen?</p>
<p>Vielleicht beschleunigt die aktuelle Wirtschaftskrise den oft zitierten Strukturwandel, und das in einer Weise, die nichts mit fehlendem Personal zu tun hat. Eimer-Analogie: Eimer voll Wasser hat viele Löcher. Die bisherige Lösung? Oben noch mehr Wasser reintun. Löcher stopfen ist auch eine Alternative aber wie wär&#8217;s mit einem neuen, kleineren und besseren Eimer?</p>
<p>Anders ausgedrückt: wir werden uns überlegen müssen, den gleichen Schutz mit &#8220;optimierten&#8221; Mitteln sicherzustellen. Kleiner Tipp: auch die Nachbarwehr hat Pumpen. Wirklich.</p>
<p>Vielleicht zwingt uns das endlich dazu, über die eigene Grenzen zu gucken, und das, was bereits bei den Spezialeinheiten (Ölabwehr, Drehleiter, Höhenrettung uvm) schon immer praktiziert wurde, auch in den <em>Basics</em> zu leben.</p>
<p>Eine weitere Möglichkeit, den Schutz zu erhöhen ist mit weniger, dafür besser ausgebildetem Personal zu schaffen. Schließlich gibt es noch die Variante, den selbst auferlegten Schutz-Level zu lockern. Beispiel Frankreich: hier bestimmten die Kommunen, welchen Schutz sie haben wollen, und was sie dafür bezahlen wollen.</p>
<p>Das ist allerdings bei uns noch ein riesiger weiter Schritt, der psychologisch mit dem Gesundheitswesen zu tun hat: man gibt sich die Ziele vor, und versucht sie mit aller Macht zu halten, bis man gegen die Wand fährt.</p>
<p>Schwarzmalerei? Jein. Ein plötzlich um 40% gekürztes Budget ist schon eine Katastrophe. Mittelfristig jedoch steht uns womöglich der oben und auch sonst oft und viel zitierte Wandel bevor, ob wir wollen oder nicht.</p>
<p>Interessant wird übrigens die Diskussion um die flächendeckende Vorhaltung großer Zahlen von Einsatzkräften, beispielsweise für den Katastrophenschutz. Die Frage ist nur, ob es für Sandsäcke und Schneeschaufeln zwingend voll ausgebildete Feuerwehrleute braucht.</p>
<p>Vielleicht sollte man sich doch mal genauer angucken, wie es in anderen Ländern abläuft. Jedes System hat massive Macken, aber wenn man schon umbauen muss, kann man sich bestimmt das eine oder andere sinnvolle herauspicken.</p>
<p>Ein guter Anfang wäre, wie oben erwähnt, die Schaffung von zentralen Strukturen, angefangen von der Beschaffung bis hin zur Kooperation in der Gefahrenabwehr.</p>
<p>Interessanterweise lässt sich trotz eines um 40% gekürztes Budget immer noch ein HLF beschaffen &#8211; wenn man sich mit anderen zusammenlegt und auf &#8220;örtliche Gegebenheiten&#8221; verzichtet.</p>
<p>Mal sehen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Notbereitschafts- Woche- Emergency Preparedness Week in Edmonton</title>
		<link>http://www.fwnetz.de/2009/05/10/notbereitschafts-woche-emergency-preparedness-week-in-edmonton/</link>
		<comments>http://www.fwnetz.de/2009/05/10/notbereitschafts-woche-emergency-preparedness-week-in-edmonton/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 May 2009 16:13:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>diggler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Technik, Fahrzeuge, Produkte und Ausrüstung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.fwnetz.de/?p=17288</guid>
		<description><![CDATA[
(DJ) Am  Samstag veranstalteten die Notfalldienste der Stadt Edmonton und der Provinz Alberta ihre jährlich stattfindende, eintägige Fahrzeugaustellung im Hawrelak Park. Neben Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst stellen sich auch Stadtwerke, provinzielle Kat-schutz Einheiten vor und vermittelm dem Bürger einen Überblick über deren Einsatzbereitschaft.
Eine Vielzahl Freiwillige Organisationen wie die Heilsarmee,das kanadisches Rote Kreuz, Amateurradio und Suche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-17289 aligncenter" title="Get Ready in the Park" src="http://www.fwnetz.de/wp-content/uploads/2009/05/p1090438.jpg" alt="Emergency Preparedness Week 2009" width="383" height="288" /></p>
<p>(DJ) Am  Samstag veranstalteten die Notfalldienste der Stadt Edmonton und der Provinz Alberta ihre jährlich stattfindende, eintägige Fahrzeugaustellung im Hawrelak Park. Neben Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst stellen sich auch Stadtwerke, provinzielle Kat-schutz Einheiten vor und vermittelm dem Bürger einen Überblick über deren Einsatzbereitschaft.<span id="more-17288"></span></p>
<p>Eine Vielzahl Freiwillige Organisationen wie die Heilsarmee,das kanadisches Rote Kreuz, Amateurradio und Suche und Rettung Organisationen informierten ebenfalls darüber, wie  sich die Bürger besser auf Notfälle vorbereiten können und wie die Organisatoren auf Notfälle reagieren.</p>
<p>Hier ein paar Eindrücke von der Ausstellung.</p>
<p style="text-align: center;">
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 250px"><img title="EFRS @ Hawrelak Park, Edmonton" src="http://farm4.static.flickr.com/3590/3518065879_1bee9afdc6_m.jpg" alt="" width="240" height="180" /><p class="wp-caption-text">EFRS @ Hawrelak Park, Edmonton</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 250px"><img title="EPS Tactical Armored Vehicle" src="http://farm4.static.flickr.com/3571/3518062659_a1fb843ab3_m.jpg" alt="" width="240" height="180" /><p class="wp-caption-text">EPS Tactical Armored Vehicle</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 250px"><img title="EPS Air One" src="http://farm4.static.flickr.com/3374/3518065509_650b52c3cd_m.jpg" alt="" width="240" height="180" /><p class="wp-caption-text">EPS Air One</p></div>
<p style="text-align: center;">
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 250px"><img title="Search &amp; Rescue Dog Association" src="http://farm4.static.flickr.com/3559/3518235541_f051e5cd90_m.jpg" alt="Search &amp; Rescue Dog Association" width="240" height="180" /><p class="wp-caption-text">Search &amp; Rescue Dog Association</p></div>
<p style="text-align: center;">Mehr Bilder gibt es auf <a href="http://www.flickr.com/photos/diggler911/sets/72157617859816143/" target="_blank">Flickr</a></p>
<p><img src="file:///C:/DOCUME~1/VALUED~1/LOCALS~1/Temp/moz-screenshot-1.jpg" alt="" /></p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.fwnetz.de%2F2009%2F05%2F10%2Fnotbereitschafts-woche-emergency-preparedness-week-in-edmonton%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.fwnetz.de/2009/05/10/notbereitschafts-woche-emergency-preparedness-week-in-edmonton/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

